Podcaster
Episoden
17.01.2026
29 Minuten
Das 56. WEF steht ganz im Zeichen des Besuchs von US-Präsident
Donald Trump. Dabei steht Trump für das Gegenteil des «Geistes von
Davos», also globale Zusammenarbeit. Lässt sich das WEF kapern?
Übertüncht der Besuch die internen Probleme? Kritische Fragen an
den WEF-Co-Präsidenten, André Hoffmann. André Hoffmann gehört zur
Familie der Roche-Erben, ist Vize-Präsident des Pharmakonzerns und
seit dem letzten August präsidiert er zusammen mit Blackrock-Chef,
Larry Fink, den WEF-Stiftungsrat. Und, André Hoffmann, der sich
selbst als Umweltaktivist bezeichnet und sich für Nachhaltigkeit
engagiert, zeigte sich bei der Wahl Donald Trumps vor einem Jahr
schockiert, dass eine Mehrheit in den USA einen «alten, korrupten
Mann» gewählt habe. Nun ist just dieser Mann Star-Gast am WEF in
Davos. Warum also die Einladung? Was unternimmt das WEF gegen die
immer grösser werdende Präsenz der USA in Davos? Und setzt sich der
Schweizer WEF-Co-Präsident für Schweizer Interessen ein? Der Besuch
des US-Präsidenten macht vergessen, dass das WEF im vergangenen
Jahr kräftig durchgeschüttelt wurde. Whistleblower hatten dem
Gründer und langjährigen Mister WEF, Klaus Schwab, vorgeworfen, er
habe u.a. bei den Spesen getrickst und Studien des WEF zu
beeinflussen versucht. Zwar hat eine externe Untersuchung die
Vorwürfe entkräftet, der Nachfolger von Schwab, ex-Nestlé-Chef,
Peter Brabeck nahm trotzdem Knall auf Fall den Hut. Sind die Wogen
intern wirklich geglättet? Was macht das neue Co-Präsidium anders?
Und hat das WEF überhaupt eine Zukunft? André Hoffmann,
Co-Präsident des WEF-Stiftungsrats, Roche-Erbe und Vize-Präsident
und Autor eines Buches zu nachhaltigem Wirtschaften nimmt Stellung
in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann.
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10.01.2026
28 Minuten
Die hohe Zahl der Schwerverletzten bei der Brandkatastrophe in
Crans-Montana hat nur dank ausländischer Unterstützung bewältigt
werden können. Der Präsident der kantonalen
Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren Lukas Engelberger sagt, ob
es hier Verbesserungen braucht. Bei der verheerenden
Brandkatastrophe in einer Bar in der Walliser Gemeinde
Crans-Montana sind in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben
gekommen, 116 grösstenteils schwer verletzt worden. Weil die
Kapazitäten in Schweizer Spitälern nicht ausgereicht haben, sind 46
Überlebende des Unglücks ins Ausland verlegt worden. In der Schweiz
seien «Kultur und die Kompetenz im Krisenmanagement eher gering
ausgeprägt», hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz im letzten
August in einem Bericht festgestellt: «Es fehlt an Willen und
Ressourcen, in diesen Bereich zu investieren.» Der Vorsteher des
Gesundheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt, Lukas Engelberger,
ist Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen
und-direktoren (GDK). In der «Samstagsrundschau» konfrontiert ihn
Philipp Burkhardt mit der Frage, ob die Kantone die
Katastrophenvorsorge im Gesundheitsbereich zu wenig ernst genommen
haben. Auch Thema in der Sendung ist die Forderung der Schweizer
Pharmaindustrie nach staatlicher Unterstützung, weil Präsident
Donald Trump in den USA tiefere Medikamentenpreise durchgesetzt
hat. Ist der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz bereit,
den Pharmakonzernen unter die Arme zu greifen? Ergänzend zum
«Tagesgespräch» finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die
aktuelle «Samstagsrundschau».
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20.12.2025
30 Minuten
Der Ständerat hat das Sparprogramm zusammengestrichen – auch mit
Hilfe der SVP: Sie hat Kürzungen bei den Bauern. Wie lassen sich so
die Armee-Aufrüstung und die AHV finanzieren? Fällt nun die
Schuldenbremse? Kritische Fragen an die führende
SVP-Finanzpolitikerin im Ständerat, Esther Friedli. Sparen ja, aber
nicht bei der eigenen Klientel: So könnte man das Verhalten der
SVP-Ständeräte beschreiben. Sie haben Kürzungen bei Bauern, bei der
Regionalpolitik und bei Anliegen der Landbevölkerung verhindert.
Insgesamt hat der Ständerat das Sparprogramm des Bundesrats um ein
Drittel gestutzt – nun droht innert drei Jahren ein Loch von über
zwei Milliarden Franken. Wie glaubwürdig ist die SVP in der
Spardebatte? Die Finanzpolitikerin und Ständerätin Esther Friedli
nimmt Stellung. Die Sparübung soll vor allem Geld freischaufeln für
die 13. AHV-Rente und für die Aufrüstung der Schweizer Armee.
Jetzt, da das Ziel verfehlt werden dürfte: Welche mehrheitsfähigen
Alternativen hat die wählerstärkste Partei, die SVP? Erste
Ständeräte der SVP reden bereits von einer Aufweichung der
Schuldenbremse – oder genauer: Sie wollen Armee-Milliarden an der
Schuldenbremse vorbei aufbringen. Finanzpolitikerin Friedli und die
Parteispitze wollten davon bislang nichts wissen – wie lange können
sie diese Position halten? Ebenfalls Thema in der Sendung ist die
SVP-Initiative gegen eine 10-Millionen-Schweiz. Vertreter der
Mitte-Partei und der FDP haben diese Woche im Ständerat für weniger
weit gehende Gegenvorschläge gekämpft – ohne Erfolg. Auch die SVP
will nichts davon wissen. Weshalb eigentlich? Geht es ihr gar nicht
so sehr um eine Lösung für Zuwanderung, wie ihr die ihre Gegner
vorwerfen? SVP-Ständerätin Esther Friedli ist Gast bei Dominik
Meier.
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13.12.2025
30 Minuten
Weil sich die Sicherheitslage verschärft, erwägt der Bundesrat,
neben den F35-Kampfflugzeugen die Flotte auf 55 bis 70 moderne Jets
zu erweitern. Wieviel mehr Sicherheit bietet das? Und wer soll das
bezahlen? Kritische Fragen an Bundesrat Martin Pfister. Zwar will
der Bundesrat vorerst nur so viele F35 kaufen, wie im Rahmen der
vom Volk bewilligten 6 Milliarden Franken möglich sind – weniger
als 36, weil der Preis gestiegen ist. Über die «fehlenden» F35 will
er aber bereits Ende Januar entscheiden. Und mittelfristig hält das
Verteidigungsdepartement sogar eine Aufstockung auf bis zu 70
moderne Kampfjets für nötig. Wie passt das zusammen? Sollen so alle
Seiten zufrieden gestellt werden – von den Stimmberechtigten, die
ein Kostendach von 6 Milliarden genehmigten, bis zu den Warnern,
die eine stärkere Luftverteidigung fordern? Und was bedeutet das
für Bundesfinanzen und Steuern? Der Verteidigungsminister nimmt
Stellung. Mit der ersten sicherheitspolitischen Strategie geht der
Bundesrat zudem auch auf die verschärfte Sicherheitslage ein. Wie
gefährdet ist die Schweiz? Wie soll die Gesellschaft resilienter
werden? Und: Wie nahe soll die Schweiz dabei an die Nato rücken?
Der Bundesrat stellt sich den Fragen von Nathalie Christen in der
Samstagsrundschau.
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06.12.2025
30 Minuten
In Sicherheitsfragen scheinen sich die Bürgerlichen gefunden zu
haben. Sie erleichtern den Waffenexport, erschweren den Zivildienst
oder halten am F-35-Kampfjet fest. Haben die Linken zu wenig für
Kompromisse gekämpft? Kritische Fragen an SP-Sicherheitspolitikerin
Priska Seiler Graf. Nach jahrelangem Ringen hat diese Woche der
National- und der Ständerat Ja dazu gesagt, die Regeln für
Schweizer Waffenexport zu lockern. Neu sollen gewisse Länder auch
mit Schweizer Kriegsmaterial beliefert werden können, wenn sie sich
in bewaffneten Konflikten befinden. Und neu sollen Länder Waffen,
die sie in der Schweiz gekauft haben, einfacher an andere Staaten
weitergeben dürfen. Ausgenommen ist vorerst aber die Ukraine – sie
wird auch in Zukunft keine Schweizer Waffen einsetzen dürfen. Das
ärgert vor allem die SP, die es nicht geschafft hat, mit der Mitte
einen Kompromiss zu schmieden, von der auch die Ukraine hätte
profitieren können. Muss sich die SP hier an der eigenen Nase
nehmen? Auch bei anderen Sicherheitsfragen haben sich die
Bürgerlichen gefunden. Etwa beim F-35 Kampfjet, an dem sie auch
nach dem Preis-Eklat mit den USA festhalten wollen. Oder beim
Zivildienst, bei dem die Bürgerlichen den Zugang erschweren wollen.
Wie geht die SP mit der Rolle der Aussenseiterin um? Was für
Möglichkeiten hat sie, ausser Unterschriften zu sammeln und
Däumchen zu drehen? Die langjährige SP-Sicherheitspolitikerin ist
Gast in der Samstagsrundschau bei Eliane Leiser.
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Über diesen Podcast
Das kontroverse Interview mit dem Gast der Woche. Oder die Sendung,
die BundesrätInnen und ManagerInnen, Kulturschaffenden und
PolitikerInnen die Gelegenheit gibt, ihre Position in mehr als
einem kurzen Statement darzulegen.
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