Podcaster
Episoden
23.04.2026
46 Minuten
In Folge 3 geht es auf poetische Wanderschaft. Gipfelkreuze werden gefällt, es wird höchst vielschichtig „gewettert“, und Totentänze als Metaphernreigen einer kulturellen Krise hörend erfahrbar gemacht. 1. Plädoyer und Anlaufstellen für die Lyrikvermittlung an Schulen (0:06 bis 4:45) 2. Besprechung des Lyrikbands „Kreuzfällen. Epyllion“ von Daniel Bayerstorfer und Tobias Roth (Verlagshaus Berlin 2025) (4:56 bis 19:32) In diesem vielschichtigen Langgedicht über das Fällen von Gipfelkreuzen wird aus dem empirisch-humoristischen und multidimensionalen Unterwegssein in der Natur (nicht nur des Alpenraums) eine ebenso poetische wie geistreiche Auseinandersetzung mit dem religiösen Symbol des Kreuzes „in der Pupille des Winters.“ 3. Besprechung des Lyrikbands „Gewetter“ von Jakob Leiner (Quintus Verlag 2022) (19:33 bis 32:21) Bereits der assoziationsreiche Titel lädt die Lesenden auf lakonisch-unaufgeregte wie vielstimmig-kluge Weise dazu ein, gemeinsam spazieren zu gehen und dabei der Poesie, die sich im „natürlichen Raum“ verbirgt, auf die Spur zu kommen. 4. Besprechung der lyrischen Texte „Totentanz“ von Andreas Unterweger (2025, bestellbar bei der Galerie Marenzi) (32:22 bis 45:52) Die mittelalterliche Motivik wird in diesen explizit politischen Gedichten anschaulich und poetisch pointiert fruchtbar gemacht. „Der Tod“, so Unterweger, „führt keine Koalitionsgespräche.“ 5. Dankesworte an die Förderer des Podcasts (45:53 bis 46:23) Folge 4 wird ab 26. Juni 2026 zu hören sein. Slata Roschal, *1992 in Sankt Petersburg, ist eine deutsche Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Sie lebt in München. Christoph Georg Rohrbach, *1992 in Blankenburg, ist ein deutscher Lehrer, Lyriker, Historiker und Literaturvermittler. Er lebt im Harz. Dirk Uwe Hansen, *1963 in Eckernförde, ist ein deutscher Lyriker, Übersetzer und Altphilologe. Er lebt in Greifswald.
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13.03.2026
37 Minuten
Folge 2 gibt Empfehlungen zur Leipziger Buchmesse, betont die Bedeutung engagierter Lyrikverleger und widmet sich drei Stimmen der Lyrik. Es geht um das Unbeschreibliche, das Überdauernde und um Texte, die man erst beim zweiten Lesen begreift: 1. Allgemeiner Ausblick zur Leipziger Buchmesse inklusive einer kurzen Replik zum Thema „Geld und Lyrik“. (0:04 bis 1:33) 2. Besprechung des Lyrikbands „Vivarium“ von Maarja Pärtna (Parasitenpresse 2025). (1:34 bis 9:48) Die Gedichte der estnischen Dichterin, „eine Meisterin der unbestimmbaren Bilder“ (Hansen), wurden von Maximilian Murmann, der 2021 das Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer erhielt, ins Deutsche übertragen. „Eine stille Meditation über das, was bleibt, wenn alles vergeht.“ (Parasitenpresse) 3. Besprechung des Lyrikbands „space waste“ von Stefan Schmitzer (Ritter Verlag 2026). (9:49: bis 23:02) Der österreichische Lyriker widmet sich in originellster, poetischer Weise anhand eines vom Bagger herunterfallenden Müllsackerls der Frage, was sich verschriftlichen lässt und was nicht. „Der rote Faden ist das magische Denken.“ (Roschal) „Man wird auf umwerfende Weise in den Sprachfluss hineingezogen. Ein Text, dem man sich vollkommen überlassen muss.“ (Hansen) 4. Besprechung des Lyrikbands „VERSEN“ von Franziska Ostermann (gutleut verlag 2025). (23:03 bis 30:44) „Das Leben ist so vergänglich. Wer kann sich da konzentrieren?“ lautet ein Bonmot der in Kiel geborenen, intermedial arbeitenden Künstlerin. Bereits das Cover fordert zur kreativen Kontemplation auf. „Das Buch ist an sich schon ein Kunstwerk. Ein Werk, das fließt.“ (Hansen) „Es sind Texte, die man sehr viel mehr als einmal lesen muss und kann.“ 5. Nachruf auf den Verleger und Künstler Michael Wagner (gutleut verlag). (30:45 bis 33:44) 6. Hinweis auf das kleine, messeinterne Lyrikfestival „Lyrikbuchhandlung“ und Schlusswort. (33:45 bis 36:49) Folge 3 wird dann ab 23. April 2026 zu hören sein. Slata Roschal, *1992 in Sankt Petersburg, ist eine deutsche Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Sie lebt in München. Christoph Georg Rohrbach, *1992 in Blankenburg, ist ein deutscher Lehrer, Lyriker, Historiker und Literaturvermittler. Er lebt im Harz. Dirk Uwe Hansen, *1963 in Eckernförde, ist ein deutscher Lyriker, Übersetzer und Altphilologe. Er lebt in Greifswald.
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12.02.2026
44 Minuten
Folge 1 widmet sich gleich zum Auftakt drei faszinierenden, ästhetisch höchst unterschiedlich arbeitenden Lyrikerinnen und ihren Werken: 1. Das Lyrikkritik-Team Roschal, Rohrbach, Hansen stellt sich vor. (00:05 bis 4:12) 2. Alke Stachler, „doch das ende war hell“ (Parasitenpresse 2025). Besprechung. (4:13 bis 16:52) Der jüngste Gedichtband der u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichneten, in Rumänen geborenen und in Augsburg lebenden Lyrikerin ist, so die einhellige Meinung des Lyrik im Dialog-Teams, „ein wunderbares Beispiel dafür, was Lyrik kann und darf“. 3. Sirka Espaß, „hungern beten heulen schwimmen“ (Suhrkamp 2025). Besprechung. (16:53 bis 27:47) Die in Oberhausen geborene, u.a. mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnete Autorin überzeugt unser Kritikerteam mit „stillen Gedichten, die über ihre Thematik eine eindringliche Drastik entfalten“. 4. Tamara Štajner, „Schlupflöcher“ (Verlag Das Wunderhorn 2022). Besprechung. (27:48 bis 42:25) Die in Slowenien geborene Dichterin und Musikerin gilt in der Lyrik-Szene nach wie vor als eine Art ‚Geheimtipp‘. Lyrik im Dialog schwärmt: „Ein ungewöhnliches, feines, durchkomponiertes Werk, das hinweggeht über Sprach- und Gattungsgrenzen.“ 5. Ausklang und Ankündigung der zweiten Folge zur Buchmesse am 13. März. (42:26 bis 44:08) Folge 2 wird dann ab 13. März 2026 zu hören sein. Slata Roschal, *1992 in Sankt Petersburg, ist eine deutsche Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Sie lebt in München. Christoph Georg Rohrbach, *1992 in Blankenburg, ist ein deutscher Lehrer, Lyriker, Historiker und Literaturvermittler. Er lebt im Harz. Dirk Uwe Hansen, *1963 in Eckernförde, ist ein deutscher Lyriker, Übersetzer und Altphilologe. Er lebt in Greifswald.
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Über diesen Podcast
„Lyrik im Dialog“: Gedichte, die man unbedingt lesen und besprechen
sollte! Ein Podcast für Lyrik und Lyrikkritik im Literaturportal
Bayern; gefördert vom Kulturreferat der Stadt München. Slata
Roschal, Christoph Georg Rohrbach und Dirk Uwe Hansen, alle drei
selbst als Lyrikschreibende, Lyrikvermittelnde und
Lyrikübersetzende tätig, empfehlen Gedichtbände, die man unbedingt
lesen sollte, widerlegen so manche Vorurteile gegenüber Lyrik und
machen Lust auf feine und kluge Texte. 2026 erscheinen insgesamt
sieben Folgen. „Lyrik im Dialog“ setzt auch auf den Dialog mit
seinen Zuhörerinnen und Zuhörern. Das Team freut sich auf
Titelvorschläge! Bitte als PDF an: kontakt@lyrikimdialog.de Dieser
Podcast wird für das Literaturportal Bayern
(www.literaturportal-bayern.de) produziert.
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