Überall Geschichte - Geschichtspodcast

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Episoden

Das Byzantinische Reich – Folge 8: Vierzehn Jahrhunderte in einem Raum – Hagia Sophia, Glaube und Kultur
07.05.2026
41 Minuten
Stellen Sie sich vor, Sie stehen im einundzwanzigsten Jahrhundert in einem großen, fast unermesslichen Raum. Über Ihnen schwebt eine Kuppel, die seit fast fünfzehnhundert Jahren steht. Vier riesige Medaillons hängen an den Pfeilern. Hinter ihnen, halb sichtbar, schaut die Mutter Gottes auf den Raum hinunter. Sie stehen in der Hagia Sophia. Was Sie sehen, ist nicht ein Gebäude. Es sind die Schichten von vierzehn Jahrhunderten, übereinandergelegt wie geologische Schichten, jede sichtbar, keine vollständig erkennbar.





In dieser letzten Folge unserer Reihe verlassen wir die Chronologie und fragen, was vom Byzantinischen Reich heute weiterlebt. Wir sehen uns die Architektur der Hagia Sophia an — die Erfindung der Pendentifkuppel, die alle orthodoxen Kirchen und großen osmanischen Moscheen geprägt hat. Wir betrachten die Ikone als Fenster, die östliche Bildtheologie, die so anders ist als die westliche. Wir verfolgen das Schisma von 1054 in seiner ganzen Tiefe — die Sprache, das Filioque, das Brot, der Papst, die Plünderung 1204, die Florentiner Union, die Aufhebung 1965, die Entschuldigung 2001. Wir hören die griechische Sprache, die ohne Bruch von Aristoteles bis heute lebt, und die byzantinische Musik, die in orthodoxen Liturgien seit eintausendvierhundert Jahren weiterklingt. Und wir fragen, was bleibt — in der orthodoxen Welt, im russischen Selbstverständnis, in der Renaissance, im kontinentaleuropäischen Recht, im kyrillischen Alphabet, in den Kuppeln des Petersdoms und des Markusdoms.





Eine letzte Folge über das Erbe — über das, was eine Stadt hervorgebracht hat, das in einer Stadt nicht bleiben konnte.
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Das Byzantinische Reich – Folge 7: Eine Kanone, eine Kette und ein letzter Kaiser – Die letzte Belagerung von Konstantinopel um 1453 und Untergang
06.05.2026
1 Stunde 4 Minuten
In der Pfingstnacht des 28. Mai 1453 versammeln sich in der Hagia Sophia Männer und Frauen, die seit fast vierhundert Jahren nicht mehr gemeinsam gebetet haben. Orthodoxe Priester und lateinische Bischöfe. Venezianische Söldner und genuesische Matrosen. Sie alle wissen, was am Morgen kommen wird. In ihrer Mitte steht ein Mann von 48 Jahren — der 41. Kaiser seiner Dynastie, der elfte seines Namens, und der letzte. Er heißt, wie auch der Mann, der diese Stadt vor 1123 Jahren gegründet hatte, Konstantin.





In dieser Folge erzählen wir von den letzten anderthalb Jahrhunderten des Reiches. Wir hören von Bürgerkriegen, die das Reich von innen aushöhlten, und von einer Pest, die ein Drittel der Bevölkerung tötete. Wir folgen einem Kaiser auf seiner Reise durch das winterliche Europa, an die Höfe von Paris und London, auf der Suche nach Hilfe, die nie kommen sollte. Wir erleben den Aufstieg der Osmanen aus einer Grenzdynastie zur europäischen Großmacht. Und wir verbringen zwei Stunden auf den Mauern Konstantinopels in jener Maipfingstnacht von 1453 — von Urbans gegossener Großkanone bis zum Tor, das niemand zugeschlossen hatte.





Eine Folge über das Ende — über das, was nach elfhundert Jahren von einer Stadt übrig bleibt, und über das, was, in den Köpfen der Geflüchteten, mit ihnen in den Westen ging und dort die Renaissance entzündete.
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Das Byzantinische Reich – Folge 6: Vier bronzene Pferde und ein blinder Doge – Vierter Kreuzzug und Bruch
05.05.2026
38 Minuten
Im April 1204 stehen Männer auf Gerüsten am Hippodrom von Konstantinopel und lösen vier bronzene Pferde aus ihrer Verankerung. Die Pferde sind über tausend Jahre alt. Sie werden auf Schiffe geladen und nach Venedig gebracht, wo sie auf der Fassade des Markusdoms aufgestellt werden. Sie stehen dort heute noch. Es ist nur ein winziger Bruchteil dessen, was an diesem Frühlingstag geschieht — die Stadt, die in tausend Jahren keinen feindlichen Soldaten in ihren Mauern gesehen hatte, ist erobert. Nicht von den Arabern. Nicht von den Seldschuken. Sondern von einem Heer christlicher Pilger aus dem Westen.





In dieser Folge erzählen wir, wie es so weit kommen konnte. Wir hören von einem brutalen Kaiser, den die eigenen Bürger in den Straßen erschlugen. Wir folgen einem fast neunzigjährigen blinden Dogen, der mit seinen Galeeren die Geschichte umlenkte. Wir erleben einen Kreuzzug, der nie nach Jerusalem kam, sondern erst eine christliche Stadt für Venedig eroberte und dann die größte Stadt des Christentums plünderte. Und wir hören von dem Reich im Exil, das nach siebenundfünfzig Jahren in eine Hauptstadt zurückkehrte, die nicht mehr ganz dieselbe war.





Eine Folge über Verrat und Heimkehr — über das, was Verbündete einander antun können, und über eine Stadt, die nach dem schlimmsten ihrer Tage immer noch Konstantinopel war.
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Das Byzantinische Reich – Folge 5: Das Desaster bei Manzikert – Turkmenische Bedrohung & Länderverluste
04.05.2026
35 Minuten
Im Jahr 1071 verliert das Reich an beiden Enden Land. Im April fällt Bari, die letzte byzantinische Stadt in Italien, an die Normannen. Im August fällt im Hochland von Anatolien ein Heer in einer Schlacht, deren Name in der byzantinischen Erinnerung steht wie kein anderer — Manzikert. Der Kaiser selbst gerät in Gefangenschaft. Innerhalb von zehn Jahren überrollen turkmenische Verbände das alte Kernland des Reiches.





In dieser Folge erzählen wir vom langen Verfall nach Basileios dem Zweiten, von nordischen Söldnern, die in Sizilien für Byzanz kämpften und zwei Jahrzehnte später am Vansee bis zum letzten Mann fielen. Wir hören vom Aufstieg der Komnenen, einer Familie, die aus dem Trümmerfeld noch einmal ein Reich formte. Wir folgen einem Hilferuf an einen Papst, der sich in eine Bewegung verwandelte, die niemand hatte voraussehen können — den Ersten Kreuzzug. Und wir erleben, wie Antiochia, eine Stadt, von der wir seit Folge zwei gehört haben, nach 461 Jahren wieder in christlicher Hand ist — aber nicht mehr in byzantinischer.





Eine Folge über Verlust und unbequeme Allianz — über das, was geschieht, wenn man den Westen um Hilfe bittet, und der Westen mehr schickt, als man wollte.
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Das Byzantinische Reich – Folge 4: Rückeroberung Antiochia's – Makedonische Renaissance
03.05.2026
28 Minuten
Im Oktober 969 steht ein byzantinisches Heer vor den Mauern von Antiochia. Die Stadt war 332 Jahre lang verloren — an die Araber, an die Geschichte, an die Erinnerung. In einer Nacht erklimmt ein Befehlshaber namens Michael Burtzes mit einer kleinen Sturmtruppe die Mauer. Bei Tagesanbruch hisst sich über dem höchsten Turm das byzantinische Banner.





In dieser Folge erzählen wir von einer Wiedergeburt. Wir hören von Basileios dem Ersten, einem Ringer aus Makedonien, der eine Dynastie begründete, die fast zweihundert Jahre regieren sollte. Wir hören von Konstantin dem Siebten, dem Kaiser, der lieber schrieb als regierte und uns deshalb das wertvollste Bild dieser Welt überliefert hat. Wir hören von Soldatenkaisern, die das Land zwischen Antiochia und dem Tigris zurückeroberten — und von Basileios dem Zweiten, der fast fünfzig Jahre regierte und am Ende den Beinamen Bulgarenschlächter trug.





Eine Folge über die zweite Blüte des Reiches — über das, was eine kluge Generation aus geretteten Trümmern bauen kann, und über den Schein, den ein Höhepunkt erzeugt, kurz bevor er kippt.
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Über diesen Podcast

Wir lesen spannende Ereignisse aus der Geschichte vor, welche so in diesem Umfang selten behandelt werden. Wir tauchen tief ein in Geschehnisse, welche Einflüsse auf unsere heutige Art zu leben haben und helfen dir dabei zu verstehen, wie es zu diesen Entwicklungen kam.
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