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Beschreibung
vor 3 Wochen
Im April 1204 stehen Männer auf Gerüsten am Hippodrom von
Konstantinopel und lösen vier bronzene Pferde aus ihrer
Verankerung. Die Pferde sind über tausend Jahre alt. Sie werden
auf Schiffe geladen und nach Venedig gebracht, wo sie auf der
Fassade des Markusdoms aufgestellt werden. Sie stehen dort heute
noch. Es ist nur ein winziger Bruchteil dessen, was an diesem
Frühlingstag geschieht — die Stadt, die in tausend Jahren keinen
feindlichen Soldaten in ihren Mauern gesehen hatte, ist erobert.
Nicht von den Arabern. Nicht von den Seldschuken. Sondern von
einem Heer christlicher Pilger aus dem Westen.
In dieser Folge erzählen wir, wie es so weit kommen konnte. Wir
hören von einem brutalen Kaiser, den die eigenen Bürger in den
Straßen erschlugen. Wir folgen einem fast neunzigjährigen blinden
Dogen, der mit seinen Galeeren die Geschichte umlenkte. Wir
erleben einen Kreuzzug, der nie nach Jerusalem kam, sondern erst
eine christliche Stadt für Venedig eroberte und dann die größte
Stadt des Christentums plünderte. Und wir hören von dem Reich im
Exil, das nach siebenundfünfzig Jahren in eine Hauptstadt
zurückkehrte, die nicht mehr ganz dieselbe war.
Eine Folge über Verrat und Heimkehr — über das, was Verbündete
einander antun können, und über eine Stadt, die nach dem
schlimmsten ihrer Tage immer noch Konstantinopel war.
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