Podcaster
Episoden
24.08.2026
39 Minuten
Wir unterbrechen unsere Sommerfolgen, um den Fall Jason Arday zu thematisieren. Wir fragen nach der Verantwortung der unterschiedlichen Akteur:innen: unter anderem von Hochschule, Medien und Gesellschaft und danach, wie diese Verantwortlichkeiten miteinander verflochten sind. Wir fragen nach den Entstehungsbedingungen - institutionellen, strukturellen, individuellen – ebenso wie nach den möglichen Implikationen des Falles. Wir fragen nach den verschiedenen Formen von Diskriminierung, unter anderem Ableismus, Rassismus, Ageismus, die den Kontext strukturieren. Wir fragen, ohne Antworten geben zu können, oder das zwingend zu wollen, aus tiefem Bedauern und der Überzeugung, dass gerade komplexe und schwer durchschaubare Situationen nicht zum Anlass genommen werden sollten, wichtige Fragen auszuklammern.
Der Fall zeigt die Wichtigkeit auf, Hochschulen als Orte zu verstehen, die von Mächten geprägt entstehen, jedoch auch selbst Macht ausüben, gesellschaftliche Diskurse prägen, unter anderem als Orte der Wissensproduktion. Im Rahmen unsere Projektes erscheint im März 2027 die Publikation “Missing Chapters – Hochschulen als rassifizierte Räume verstehen”, die sich mit ebensolchen Fragen auseinandersetzt. Wir sprechen in dieser Folge auch darüber, wie auch ihr Teil dieser Publikation werden könnt.
In dieser Folge geht es um:
Den Fall Jason Arday und das komplexe Geflecht institutioneller, medialer und gesellschaftlicher Verantwortung
Die Verschränkung von Diskriminierungsformen wie Rassismus, Ableismus und institutionellen Machtverhältnissen
Unsicherheit und die Schwierigkeit, sich innert der diversen Debatten zu orientieren
Die geplante Publikation: «Missing Chapters – Hochschulen als rassifizierte Räume verstehen» und unseren Call for Contributions
Wie lässt sich Verantwortung denken, wenn institutionelle Strukturen, rassifizierte und ableistische Machtverhältnisse, mediale Debatten und gesellschaftliche Diskurse ineinandergreifen? Und wie können wir mit komplexen Situationen umgehen und ihre Ambiguität tolerieren?
Buchempfehlungen in dieser Folge:
Julian ist eine Meerjungfrau – Jessica Love
Children of blood and bone – Toni Adeyemi
Decolonizing anthropology: An introduction – Soumhya Venkatesan
Call for Contributions:
Weitere Informationen zur Publikation, zum Call for Contributions und zu den möglichen Beitragsformen findet ihr auf unserer Projektwebsite.
Der Fall zeigt die Wichtigkeit auf, Hochschulen als Orte zu verstehen, die von Mächten geprägt entstehen, jedoch auch selbst Macht ausüben, gesellschaftliche Diskurse prägen, unter anderem als Orte der Wissensproduktion. Im Rahmen unsere Projektes erscheint im März 2027 die Publikation “Missing Chapters – Hochschulen als rassifizierte Räume verstehen”, die sich mit ebensolchen Fragen auseinandersetzt. Wir sprechen in dieser Folge auch darüber, wie auch ihr Teil dieser Publikation werden könnt.
In dieser Folge geht es um:
Den Fall Jason Arday und das komplexe Geflecht institutioneller, medialer und gesellschaftlicher Verantwortung
Die Verschränkung von Diskriminierungsformen wie Rassismus, Ableismus und institutionellen Machtverhältnissen
Unsicherheit und die Schwierigkeit, sich innert der diversen Debatten zu orientieren
Die geplante Publikation: «Missing Chapters – Hochschulen als rassifizierte Räume verstehen» und unseren Call for Contributions
Wie lässt sich Verantwortung denken, wenn institutionelle Strukturen, rassifizierte und ableistische Machtverhältnisse, mediale Debatten und gesellschaftliche Diskurse ineinandergreifen? Und wie können wir mit komplexen Situationen umgehen und ihre Ambiguität tolerieren?
Buchempfehlungen in dieser Folge:
Julian ist eine Meerjungfrau – Jessica Love
Children of blood and bone – Toni Adeyemi
Decolonizing anthropology: An introduction – Soumhya Venkatesan
Call for Contributions:
Weitere Informationen zur Publikation, zum Call for Contributions und zu den möglichen Beitragsformen findet ihr auf unserer Projektwebsite.
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24.08.2026
31 Minuten
In this episode of Missing Chapters, we feature the keynote «Overproblematised and Underrepresented: Muslim Women in Academic Spaces» by Faten Khazaei, Assistant Professor of Sociology at Northumbria University. The keynote was delivered at the national conference «Racism and Higher Education».
Khazaei examines the contradictory position of Muslim women in academic spaces: while they are often rendered visible as a “problem” in public, political, and institutional discourses, they remain underrepresented as knowledge producers. She focuses on anti-Muslim racism and the ways in which universities reproduce racialised epistemic orders and hierarchies through diversity policies and extractive research practices.
The keynote asks how universities can move beyond symbolic representation towards more inclusive, plural, and power-critical forms of knowledge production.
This episode explores:
The contradictory visibility of Muslim women Anti-Muslim racism and academic belonging Racialised and colonial knowledge orders Counter-terrorism, diversity policies, and extractive research Possibilities for structural transformation
--------
Dans cet épisode de Missing Chapters, nous présentons la keynote «Overproblematised and Underrepresented: Muslim Women in Academic Spaces» de Faten Khazaei, professeure assistante de sociologie à Northumbria University. La keynote a été présentée dans le cadre de la conférence nationale «Racisme et enseignement supérieur».
Khazaei analyse la position paradoxale des femmes musulmanes dans les espaces académiques : alors qu’elles sont souvent rendues visibles comme un «problème» dans les discours publics, politiques et institutionnels, elles restent sous-représentées comme productrices de savoirs. Elle examine le racisme antimusulman et la manière dont les universités reproduisent des ordres épistémiques et des hiérarchies racialisés à travers leurs politiques de diversité et leurs pratiques de recherche extractives.
La keynote interroge les possibilités de dépasser la représentation symbolique pour développer des formes de production des savoirs plus inclusives, plurielles et critiques des rapports de pouvoir.
Dans cet épisode, il est question de :
La visibilité paradoxale des femmes musulmanes Le racisme antimusulman et l’appartenance académique Les ordres coloniaux et racialisés des savoirs Les discours antiterroristes, les politiques de diversité et la recherche extractive Les possibilités de transformation structurelle
--------
In dieser Folge von Missing Chapters ist die Keynote «Overproblematised and Underrepresented: Muslim Women in Academic Spaces» von Faten Khazaei, Assistant Professor of Sociology an der Northumbria University, zu hören. Die Keynote wurde im Rahmen der nationalen Konferenz «Rassismus und Hochschule» gehalten.
Khazaei untersucht die widersprüchliche Position muslimischer Frauen in akademischen Räumen: Während sie in öffentlichen, politischen und institutionellen Diskursen häufig als «Problem» sichtbar gemacht werden, bleiben sie als Wissensproduzentinnen vielfach unsichtbar. Im Zentrum stehen antimuslimischer Rassismus sowie die Frage, wie Hochschulen durch Diversitätspolitiken und extraktive Forschungspraktiken rassifizierte Wissensordnungen und Hierarchien reproduzieren.
Die Keynote fragt danach, wie Hochschulen über symbolische Repräsentation hinausgehen und inklusive, plurale und machtkritische Formen der Wissensproduktion entwickeln können.
In dieser Folge geht es um:
Die widersprüchliche Sichtbarkeit muslimischer Frauen Antimuslimischen Rassismus und akademische Zugehörigkeit Rassifizierte und koloniale Wissensordnungen Counter-Terrorism, Diversitätspolitiken und extraktive Forschung Möglichkeiten struktureller Veränderung
Khazaei examines the contradictory position of Muslim women in academic spaces: while they are often rendered visible as a “problem” in public, political, and institutional discourses, they remain underrepresented as knowledge producers. She focuses on anti-Muslim racism and the ways in which universities reproduce racialised epistemic orders and hierarchies through diversity policies and extractive research practices.
The keynote asks how universities can move beyond symbolic representation towards more inclusive, plural, and power-critical forms of knowledge production.
This episode explores:
The contradictory visibility of Muslim women Anti-Muslim racism and academic belonging Racialised and colonial knowledge orders Counter-terrorism, diversity policies, and extractive research Possibilities for structural transformation
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Dans cet épisode de Missing Chapters, nous présentons la keynote «Overproblematised and Underrepresented: Muslim Women in Academic Spaces» de Faten Khazaei, professeure assistante de sociologie à Northumbria University. La keynote a été présentée dans le cadre de la conférence nationale «Racisme et enseignement supérieur».
Khazaei analyse la position paradoxale des femmes musulmanes dans les espaces académiques : alors qu’elles sont souvent rendues visibles comme un «problème» dans les discours publics, politiques et institutionnels, elles restent sous-représentées comme productrices de savoirs. Elle examine le racisme antimusulman et la manière dont les universités reproduisent des ordres épistémiques et des hiérarchies racialisés à travers leurs politiques de diversité et leurs pratiques de recherche extractives.
La keynote interroge les possibilités de dépasser la représentation symbolique pour développer des formes de production des savoirs plus inclusives, plurielles et critiques des rapports de pouvoir.
Dans cet épisode, il est question de :
La visibilité paradoxale des femmes musulmanes Le racisme antimusulman et l’appartenance académique Les ordres coloniaux et racialisés des savoirs Les discours antiterroristes, les politiques de diversité et la recherche extractive Les possibilités de transformation structurelle
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In dieser Folge von Missing Chapters ist die Keynote «Overproblematised and Underrepresented: Muslim Women in Academic Spaces» von Faten Khazaei, Assistant Professor of Sociology an der Northumbria University, zu hören. Die Keynote wurde im Rahmen der nationalen Konferenz «Rassismus und Hochschule» gehalten.
Khazaei untersucht die widersprüchliche Position muslimischer Frauen in akademischen Räumen: Während sie in öffentlichen, politischen und institutionellen Diskursen häufig als «Problem» sichtbar gemacht werden, bleiben sie als Wissensproduzentinnen vielfach unsichtbar. Im Zentrum stehen antimuslimischer Rassismus sowie die Frage, wie Hochschulen durch Diversitätspolitiken und extraktive Forschungspraktiken rassifizierte Wissensordnungen und Hierarchien reproduzieren.
Die Keynote fragt danach, wie Hochschulen über symbolische Repräsentation hinausgehen und inklusive, plurale und machtkritische Formen der Wissensproduktion entwickeln können.
In dieser Folge geht es um:
Die widersprüchliche Sichtbarkeit muslimischer Frauen Antimuslimischen Rassismus und akademische Zugehörigkeit Rassifizierte und koloniale Wissensordnungen Counter-Terrorism, Diversitätspolitiken und extraktive Forschung Möglichkeiten struktureller Veränderung
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17.08.2026
34 Minuten
In dieser zweiten Sommerfolge von Missing Chapters spricht Jovita dos Santos Pinto über «Wissensproduktion im ‹postkolonialen Moment› der Schweiz. Eine Kritik aus schwarzfeministischer Perspektive». Die Keynote hielt sie im Rahmen der Konferenz «Rassismus und Hochschule».
Aus schwarzfeministischer Perspektive beleuchtet dos Santos Pinto, wie koloniale Machtverhältnisse die Wissensproduktion bis heute prägen.
Im Zentrum steht der «postkoloniale Moment» der Schweiz: die zunehmende öffentliche Auseinandersetzung mit ihren kolonialen Verflechtungen seit 2020 und die Frage, wie sich bestehende Machtverhältnisse in Institutionen fortsetzen. Anhand von Beispielen zeigt der Vortrag, wie epistemisches Silencing, Extraktivismus und Dehumanisierung wirken – und welche transformativen Wissens- und Beziehungsweisen innerhalb, gegen und über Hochschulstrukturen hinaus entstehen.
In dieser Folge geht es um:
Kolonialismus als materielles Verhältnis von Ausbeutung und Enteignung Die historische Verflechtung Schweizer Hochschulen mit kolonialen Projekten Schwarzfeministische Perspektiven auf Wissen, Macht und Differenz Kontinuitäten kolonialer Wissensordnungen Antirassistische und transformative Wissensproduktion
--------
Dans ce deuxième épisode estival de Missing Chapters, Jovita dos Santos Pinto parle de la « Production des savoirs dans le ‹moment postcolonial› de la Suisse. Une critique depuis une perspective féministe noire ».
Depuis une perspective féministe noire, elle examine comment les rapports de pouvoir coloniaux continuent de façonner la production des savoirs.
Au cœur de son intervention se trouve le « moment postcolonial » de la Suisse : l’attention publique croissante portée depuis 2020 à ses imbrications coloniales et la question de la perpétuation des rapports de pouvoir au sein des institutions. À partir d’exemples, elle montre comment le silenciement épistémique, l’extractivisme et la déshumanisation opèrent, et explore les formes de savoirs et de relations transformatrices qui émergent au sein, contre et au-delà des structures universitaires.
Dans cet épisode :
Le colonialisme comme rapport matériel d’exploitation et d’expropriation L’imbrication historique des hautes écoles suisses dans des projets coloniaux Les perspectives féministes noires sur les savoirs, le pouvoir et la différence Les continuités des ordres coloniaux du savoir Une production des savoirs antiraciste et transformative
--------
In this second summer episode of Missing Chapters, Jovita dos Santos Pinto speaks about «Knowledge Production in Switzerland’s ‘Postcolonial Moment’: A Critique from a Black Feminist Perspective”.
From a Black feminist perspective, dos Santos Pinto examines how colonial power relations continue to shape knowledge production.
At the heart of her keynote is Switzerland’s «postcolonial moment”: growing public engagement with its colonial entanglements since 2020 and the question of how existing power relations are reproduced within institutions. Drawing on examples, she shows how epistemic silencing, extractivism, and dehumanization operate, and explores transformative forms of knowledge and relational practices that emerge within, against, and beyond university structures.
In this episode:
Colonialism as a material relation of exploitation and dispossession The historical entanglement of Swiss universities with colonial projects Black feminist perspectives on knowledge, power, and difference Continuities of colonial knowledge orders Anti-racist and transformative knowledge production
Aus schwarzfeministischer Perspektive beleuchtet dos Santos Pinto, wie koloniale Machtverhältnisse die Wissensproduktion bis heute prägen.
Im Zentrum steht der «postkoloniale Moment» der Schweiz: die zunehmende öffentliche Auseinandersetzung mit ihren kolonialen Verflechtungen seit 2020 und die Frage, wie sich bestehende Machtverhältnisse in Institutionen fortsetzen. Anhand von Beispielen zeigt der Vortrag, wie epistemisches Silencing, Extraktivismus und Dehumanisierung wirken – und welche transformativen Wissens- und Beziehungsweisen innerhalb, gegen und über Hochschulstrukturen hinaus entstehen.
In dieser Folge geht es um:
Kolonialismus als materielles Verhältnis von Ausbeutung und Enteignung Die historische Verflechtung Schweizer Hochschulen mit kolonialen Projekten Schwarzfeministische Perspektiven auf Wissen, Macht und Differenz Kontinuitäten kolonialer Wissensordnungen Antirassistische und transformative Wissensproduktion
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Dans ce deuxième épisode estival de Missing Chapters, Jovita dos Santos Pinto parle de la « Production des savoirs dans le ‹moment postcolonial› de la Suisse. Une critique depuis une perspective féministe noire ».
Depuis une perspective féministe noire, elle examine comment les rapports de pouvoir coloniaux continuent de façonner la production des savoirs.
Au cœur de son intervention se trouve le « moment postcolonial » de la Suisse : l’attention publique croissante portée depuis 2020 à ses imbrications coloniales et la question de la perpétuation des rapports de pouvoir au sein des institutions. À partir d’exemples, elle montre comment le silenciement épistémique, l’extractivisme et la déshumanisation opèrent, et explore les formes de savoirs et de relations transformatrices qui émergent au sein, contre et au-delà des structures universitaires.
Dans cet épisode :
Le colonialisme comme rapport matériel d’exploitation et d’expropriation L’imbrication historique des hautes écoles suisses dans des projets coloniaux Les perspectives féministes noires sur les savoirs, le pouvoir et la différence Les continuités des ordres coloniaux du savoir Une production des savoirs antiraciste et transformative
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In this second summer episode of Missing Chapters, Jovita dos Santos Pinto speaks about «Knowledge Production in Switzerland’s ‘Postcolonial Moment’: A Critique from a Black Feminist Perspective”.
From a Black feminist perspective, dos Santos Pinto examines how colonial power relations continue to shape knowledge production.
At the heart of her keynote is Switzerland’s «postcolonial moment”: growing public engagement with its colonial entanglements since 2020 and the question of how existing power relations are reproduced within institutions. Drawing on examples, she shows how epistemic silencing, extractivism, and dehumanization operate, and explores transformative forms of knowledge and relational practices that emerge within, against, and beyond university structures.
In this episode:
Colonialism as a material relation of exploitation and dispossession The historical entanglement of Swiss universities with colonial projects Black feminist perspectives on knowledge, power, and difference Continuities of colonial knowledge orders Anti-racist and transformative knowledge production
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13.08.2026
31 Minuten
Den Auftakt unserer Sommerfolgen macht die Keynote «Le rôle de l’Histoire dans l’analyse, la déconstruction et la lutte contre le racisme» von Izabel Barros, Doktorandin an der Universität Lausanne. Der Vortrag wurde am 27. März an der nationalen Konferenz «Rassismus und Hochschule» in Bern gehalten.
Ausgehend von ihrer Forschung zu versklavten Frauen auf einer brasilianischen Plantage einer Berner Patrizierfamilie im 19. Jahrhundert zeigt Barros, weshalb die Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Versklavung und der Beteiligung der Schweiz an kolonialen Verhältnissen zentral für das Verständnis von Rassismus heute ist. Indem sie versklavte Frauen als historische Subjekte sichtbar macht, eröffnet sie neue Perspektiven auf die Schweizer Geschichte und hinterfragt, welche Geschichten erinnert und welche ausgeblendet werden.
Die Keynote zeigt, wie koloniale Kontinuitäten Wissensordnungen, Institutionen und Hochschulen prägen, und versteht Geschichte als Werkzeug antirassistischer, feministischer und dekolonialer Wissensproduktion.
In dieser Folge geht es um: Die Verflechtungen der Schweiz mit Kolonialismus und Versklavung Versklavte Frauen als historische Subjekte Koloniale Kontinuitäten in Gesellschaft und Hochschulen Antirassistische, feministische und dekoloniale Wissensproduktion
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The opening episode of our summer series features the keynote «The Role of History in the Analysis, Deconstruction, and Struggle Against Racism» by Izabel Barros, a doctoral researcher at the University of Lausanne. The keynote was delivered on 27 March at the national conference «Racism and Higher Education» in Bern.
Drawing on her research on enslaved women on a Brazilian plantation owned by a Bernese patrician family in the nineteenth century, Barros shows why engaging with colonialism, enslavement, and Switzerland’s involvement in colonial relations is crucial to understanding racism today. By foregrounding enslaved women as historical subjects, she offers new perspectives on Swiss history and questions which histories are remembered and which remain obscured.
The keynote highlights how colonial continuities shape knowledge, institutions, and higher education, and presents history as a tool for anti-racist, feminist, and decolonial knowledge production.
In this episode, we discuss: Switzerland’s entanglements with colonialism and enslavement Enslaved women as historical subjects Colonial continuities in society and higher education Anti-racist, feminist, and decolonial knowledge production
--------
Le premier épisode de notre série estivale est consacré à la keynote « Le rôle de l’Histoire dans l’analyse, la déconstruction et la lutte contre le racisme » d’Izabel Barros, doctorante à l’Université de Lausanne. Cette intervention a été présentée le 27 mars lors de la conférence nationale « Racisme et enseignement supérieur », à Berne.
S’appuyant sur ses recherches sur les femmes réduites en esclavage dans une plantation brésilienne appartenant à une famille patricienne bernoise au XIXe siècle, Barros montre pourquoi l’étude du colonialisme, de l’esclavage et de l’implication de la Suisse dans les rapports coloniaux est essentielle pour comprendre le racisme aujourd’hui. En rendant visibles les femmes réduites en esclavage comme sujets historiques, elle ouvre de nouvelles perspectives sur l’histoire suisse et interroge les récits retenus et ceux qui restent occultés.
La keynote montre comment les continuités coloniales façonnent les savoirs, les institutions et les hautes écoles, et présente l’histoire comme un outil de production des savoirs antiraciste, féministe et décoloniale.
Dans cet épisode, nous abordons : Les imbrications de la Suisse avec le colonialisme et l’esclavage Les femmes réduites en esclavage comme sujets historiques Les continuités coloniales dans la société et les hautes écoles La production des savoirs antiraciste, féministe et décoloniale
Ausgehend von ihrer Forschung zu versklavten Frauen auf einer brasilianischen Plantage einer Berner Patrizierfamilie im 19. Jahrhundert zeigt Barros, weshalb die Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Versklavung und der Beteiligung der Schweiz an kolonialen Verhältnissen zentral für das Verständnis von Rassismus heute ist. Indem sie versklavte Frauen als historische Subjekte sichtbar macht, eröffnet sie neue Perspektiven auf die Schweizer Geschichte und hinterfragt, welche Geschichten erinnert und welche ausgeblendet werden.
Die Keynote zeigt, wie koloniale Kontinuitäten Wissensordnungen, Institutionen und Hochschulen prägen, und versteht Geschichte als Werkzeug antirassistischer, feministischer und dekolonialer Wissensproduktion.
In dieser Folge geht es um: Die Verflechtungen der Schweiz mit Kolonialismus und Versklavung Versklavte Frauen als historische Subjekte Koloniale Kontinuitäten in Gesellschaft und Hochschulen Antirassistische, feministische und dekoloniale Wissensproduktion
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The opening episode of our summer series features the keynote «The Role of History in the Analysis, Deconstruction, and Struggle Against Racism» by Izabel Barros, a doctoral researcher at the University of Lausanne. The keynote was delivered on 27 March at the national conference «Racism and Higher Education» in Bern.
Drawing on her research on enslaved women on a Brazilian plantation owned by a Bernese patrician family in the nineteenth century, Barros shows why engaging with colonialism, enslavement, and Switzerland’s involvement in colonial relations is crucial to understanding racism today. By foregrounding enslaved women as historical subjects, she offers new perspectives on Swiss history and questions which histories are remembered and which remain obscured.
The keynote highlights how colonial continuities shape knowledge, institutions, and higher education, and presents history as a tool for anti-racist, feminist, and decolonial knowledge production.
In this episode, we discuss: Switzerland’s entanglements with colonialism and enslavement Enslaved women as historical subjects Colonial continuities in society and higher education Anti-racist, feminist, and decolonial knowledge production
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Le premier épisode de notre série estivale est consacré à la keynote « Le rôle de l’Histoire dans l’analyse, la déconstruction et la lutte contre le racisme » d’Izabel Barros, doctorante à l’Université de Lausanne. Cette intervention a été présentée le 27 mars lors de la conférence nationale « Racisme et enseignement supérieur », à Berne.
S’appuyant sur ses recherches sur les femmes réduites en esclavage dans une plantation brésilienne appartenant à une famille patricienne bernoise au XIXe siècle, Barros montre pourquoi l’étude du colonialisme, de l’esclavage et de l’implication de la Suisse dans les rapports coloniaux est essentielle pour comprendre le racisme aujourd’hui. En rendant visibles les femmes réduites en esclavage comme sujets historiques, elle ouvre de nouvelles perspectives sur l’histoire suisse et interroge les récits retenus et ceux qui restent occultés.
La keynote montre comment les continuités coloniales façonnent les savoirs, les institutions et les hautes écoles, et présente l’histoire comme un outil de production des savoirs antiraciste, féministe et décoloniale.
Dans cet épisode, nous abordons : Les imbrications de la Suisse avec le colonialisme et l’esclavage Les femmes réduites en esclavage comme sujets historiques Les continuités coloniales dans la société et les hautes écoles La production des savoirs antiraciste, féministe et décoloniale
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23.07.2026
24 Minuten
In dieser Folge von Between the Lines verabschieden wir uns in die Sommerpause und nutzen die Gelegenheit, über Ferien, Erholung und die Bedingungen nachzudenken, unter denen Pausen überhaupt möglich sind. Wir sprechen über den Unterschied von Ferien und lohnarbeitsfreier Zeit, darüber, dass Care-Arbeit auch während der Ferien weitergeht und welche Erwartungen mit dem Sommer als Zeit der Erholung verbunden sind. Ausserdem geben wir einen Ausblick auf die kommenden Konferenzfolgen und darauf, was euch nach der Sommerpause erwartet.
In dieser Folge geht es um:
Ferien und arbeitsfreie Zeit
Care-Arbeit und die Frage, weshalb sie keine Pause kennt
Die Vorstellung vom Sommer als Zeit der Erholung und der Lektüre
Eine Einführung in die kommenden Konferenzfolgen
Was bedeutet es eigentlich, frei zu haben – und was sind die Bedingungen für Erholung?
Buchempfehlungen in dieser Folge:
Elefanten im Garten – Meral Kureyshi
Oroppa – Safae al Khannoussi
Wind, der uns heimträgt - Hemley Boum
In dieser Folge geht es um:
Ferien und arbeitsfreie Zeit
Care-Arbeit und die Frage, weshalb sie keine Pause kennt
Die Vorstellung vom Sommer als Zeit der Erholung und der Lektüre
Eine Einführung in die kommenden Konferenzfolgen
Was bedeutet es eigentlich, frei zu haben – und was sind die Bedingungen für Erholung?
Buchempfehlungen in dieser Folge:
Elefanten im Garten – Meral Kureyshi
Oroppa – Safae al Khannoussi
Wind, der uns heimträgt - Hemley Boum
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Über diesen Podcast
Willkommen bei Missing Chapters. In diesem Podcast sprechen wir
über Rassismus im Hochschulkontext – über Macht, Wissen und über
die Kapitel, die in akademischen Räumen oft fehlen oder
ausgeblendet werden. Missing Chapters bringt Forschung, Praxis und
Aktivismus ins Gespräch und macht Perspektiven sichtbar, die in
Hochschulen häufig marginalisiert sind. Jede Folge widmet sich
einem thematischen Schwerpunkt rund um rassismuskritische
Wissensproduktion, institutionelle Verantwortung und Möglichkeiten
der Veränderung.
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