Warum die Perimenopause unsere Belastbarkeit verändern kann, weshalb Stress (und ADHS) die Situation zusätzlich erschweren können und welche Möglichkeiten moderne Menopausenmedizin bietet.
Mit Gynäkologin Dr. Mirjam Wagner.
Früher hast du alles irgendwie hinbekommen. Beruf, Familie, Termine, Verantwortung und den ganz normalen Alltagswahnsinn. Und plötzlich funktioniert das alles nicht mehr wie gewohnt. Du schläfst schlechter, bist schneller gereizt, fühlst dich erschöpft oder kannst dich kaum noch konzentrieren.
Ist das Stress? Sind es die Hormone? Oder steckt vielleicht eine bislang unerkannte ADHS dahinter?
In dieser Folge spricht Susanne mit Dr. Mirjam Wagner.
Gemeinsam schauen sie auf eine Lebensphase, in der mehrere Herausforderungen zusammentreffen können. Denn die Perimenopause beginnt nicht erst mit 50 und macht sich längst nicht nur durch Hitzewallungen bemerkbar. Gleichzeitig befinden sich viele Frauen mitten in einer anspruchsvollen Lebensphase: berufliche Verantwortung, Kinder, pflegebedürftige Eltern und wenig Zeit für die eigene Gesundheit.
Besonders spannend wird es, wenn zusätzlich eine ADHS im Spiel ist. Mirjam berichtet von Frauen, deren bisherige Bewältigungsstrategien plötzlich nicht mehr ausreichen. Susanne nennt dieses Zusammenspiel aus ADHS, Stress und Perimenopause ihre Mindstorm-Trias.
Aber wie erkennt man, ob Beschwerden hormonell bedingt sind? Warum schließen normale Hormonwerte die Perimenopause nicht aus? Und wann sind Laboruntersuchungen sinnvoll?
Natürlich geht es auch um die Behandlung: bioidentische Hormone, Progesteron, Östrogen, Nutzen und Risiken der Hormontherapie. Aber ebenso um Schlaf, Ernährung, Resilienz und die Frage, warum eine gute Behandlung mehr braucht als ein Rezept.
Und am Ende steht ein Gedanke, den viele Frauen lange aufgeschoben haben: Was wäre, wenn wir diese Lebensphase nutzen würden, um unsere eigene Gesundheit endlich zur Priorität zu machen?
Dr. med. Mirjam Wagner ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe mit Zusatzweiterbildung Ernährungsmedizin. Sie hat sich in Menopausenmedizin an der University of South Wales (UK) sowie zur Resilienztrainerin am Benson-Henry Institute for Mind Body Medicine (USA) weitergebildet.
Gemeinsam mit Dr. med. Rebekka Westphal ist sie Gründerin der privatärztlichen Praxis GYN² in Hamburg. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Hormone, Beckenboden, Ernährung und Resilienz – mit einem modernen, ganzheitlichen und evidenzbasierten Ansatz.
Besonders beschäftigt sie sich mit PM(S/D)S, PCOS und Perimenopause. Denn gerade hier begegnen ihr immer wieder fehlendes Wissen, hartnäckige Mythen und medizinische Versorgungslücken. Sie möchte Orientierung schaffen, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich vermitteln und dazu beitragen, dass Frauen ihre Gesundheit besser verstehen und fundierter mitgestalten können.
Ihr Wissen teilt sie nicht nur in der Praxis, sondern auch in ihrem Podcast PMS Talks, in ihren Büchern, auf Social Media und überall dort, wo sie Aufklärung leisten kann.
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