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Was, wenn das Problem gar nicht darin liegt, dass du dich manchmal schlecht fühlst – sondern darin, dass du glaubst, dich nicht so fühlen zu dürfen?
In dieser Folge spreche ich mit Nina Carmen Fischer über Selbstannahme, Nervensystemarbeit und den Druck, ständig „besser“ werden zu müssen.
Wir sprechen darüber, warum Persönlichkeitsentwicklung nicht bedeuten sollte, unangenehme Gefühle wegzuoptimieren, warum Wut, Unzufriedenheit, Scham oder Traurigkeit nicht automatisch Zeichen dafür sind, dass etwas falsch läuft – und weshalb der Versuch, sich sofort aus jedem unangenehmen Zustand herauszuschiften, oft zusätzlichen Druck erzeugt.
Nina erzählt sehr offen von Tagen, an denen sie sich selbst kaum ausstehen kann. Wir sprechen darüber, was dann helfen kann: Gefühle zulassen, sich nicht zusätzlich verurteilen, den inneren Widerstand reduzieren – und sich auch anderen Menschen zumuten.
Außerdem geht es um Ko-Regulation, die Bedeutung von Verbindung und die Frage, warum Selbstregulation wichtig ist, aber eben nur die halbe Wahrheit.
Eine Folge über Selbstannahme, echte Regulation und die Freiheit, nicht immer funktionieren und sich nicht immer gut fühlen zu müssen.
Takeaways
Persönlichkeitsentwicklung bedeutet nicht, sich immer gut zu fühlen, sondern sich überhaupt fühlen zu können.Der Kampf gegen unangenehme Gefühle erzeugt oft mehr Druck als das Gefühl selbst.Selbstannahme heißt nicht, alles gut zu finden, sondern aufzuhören, sich für den eigenen Zustand zusätzlich zu verurteilen.Wut, Scham, Traurigkeit und Unzufriedenheit müssen nicht sofort „weggeregelt“ werden.Gefühle dürfen sich verändern, wenn wir aufhören, sie mit Gewalt verändern zu wollen.Selbstregulation ist wichtig, aber Menschen brauchen ebenso Verbindung, Resonanz und Ko-Regulation.Sich anderen Menschen zuzumuten kann Scham reduzieren und wieder mehr Leichtigkeit ermöglichen.Nicht jedes schlechte Gefühl ist ein Rückschritt – manchmal ist es einfach ein Teil des Lebens.
Keywords
Selbstannahme · Nervensystem · Selbstliebe · Regulation · Gefühle · Scham · Coregulation · Selbstoptimierung
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