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Was hat ein Schützenverein mit einem DAX-Konzern gemeinsam? Diese
Frage klingt seltsam – aber die Antwort ist verblüffend. Mehr als
ihre Selbstdarstellung suggeriert! Wir zerlegen Organisationen in
ihre Grundbausteine und entdecken: Die gleichen Mechanismen
durchziehen alles, vom Handwerksbetrieb bis zur Universität.

Zielorientierung – klingt simpel, ist aber politisch. Wer
bestimmt, was die Organisation will? Ziele sind Filter, die
Komplexität reduzieren. Aber sie entstehen in Machtprozessen.

Arbeitsteilung – die löst das Komplexitätsproblem. Der Bäcker
backt, die Verkäuferin verkauft. Spezialisierung macht besser.
Aber sie schafft auch Abhängigkeit. Fällt der Bäcker aus, gibt's
keine Brötchen. Die Entwicklungsabteilung baut tolle Produkte,
die keiner verkaufen kann. Arbeitsteilung ist Problem und Lösung
zugleich.

Hierarchie – das notwendige Übel. Sie ermöglicht Entscheidungen,
sonst blockiert man sich selbst. Aber sie ist auch ein
Machtinstrument. Wer oben sitzt, verdient mehr, hat mehr
Einfluss. Die Frage ist nicht, ob Hierarchien gut oder schlecht
sind. Die Frage ist: Wie viel braucht es wirklich?

Koordination, Stabilität, Grenzen – jeder Baustein löst ein
spezifisches Problem. Und jeder schafft neue. Das ist keine
Dysfunktion, das ist die Funktionsweise von Organisationen. Sie
sind immer beides: Problemlöser und Problemerzeuger.

Stefan Kühl nennt das Kontingenzbewältigung. Organisationen
konzentrieren ihre Perspektive auf wenige wichtige Aspekte und
blenden alles andere aus. Aus unendlich vielen möglichen
Handlungen werden jene ausgewählt, die dem Zweck dienen.

Die dialektische Pointe: Ziele schränken ein. Arbeitsteilung
erzeugt Abhängigkeit. Hierarchie produziert Ungleichheit.
Stabilität führt zur Erstarrung. Aber weil Organisationen
menschliche Schöpfungen sind, können sie verstanden, analysiert
und verändert werden.

Erwähnte Personen: Stefan Kühl

Schreib mir: mail@robin-taylor.de

Mehr Infos: www.robin-taylor.de
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„OE3000 - Episode 4 - Was alle Organisationen verbindet“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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