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Hirnbruch - Erkenntnisse aus dem Kollaps Archiv

23 Episoden
20 Minuten
In dieser Folge erzähle ich, wie Sertralin mir geholfen hat, traumatische Erinnerungen überhaupt wieder in mein Bewusstsein zu lassen – und warum genau das der Wendepunkt war, um schreiben, fühlen und verarbeiten zu können.

Ich spreche darüber, was im Gehirn passiert, wenn Serotonin, Dopamin und Noradrenalin wieder ins Gleichgewicht kommen, und wie dadurch Konzentration, Klarheit und sogar Schach plötzlich leichter wurden.

Entscheidend: Erst durch Sertralin konnte ich meine Krebsvergangenheit überhaupt aufschreiben – Szene für Szene, Gefühl für Gefühl. Dieses strukturierte Schreiben wurde für mich zum eigentlichen Heilungsweg: Erinnerungen ordnen, Trigger entschärfen, Bedeutung finden.

Ich erwähne in dieser Folge auch Elvanse, das ich früher einmal verschrieben bekam. Wichtig: Elvanse verursacht selbstverständlich keinen Krebs – es ging mir nur um das subjektive Gefühl, dass meine damalige Überstimulation mit meiner späteren Diagnose verknüpft war.

Nach Therapien wie dem Matrix-Protokoll und einer CAR-T-Zellbehandlung war mein zentrales Nervensystem stark belastet. Sertralin war für mich kein einfacher Ausweg, sondern ein Werkzeug, um meinem Gehirn die Chance zu geben, sich zu regenerieren – damit ich überhaupt wieder denken, schreiben und fühlen konnte.
16 Minuten
Ich hatte nie meditiert.

Ich dachte immer, meine ständige Selbstbeobachtung – aus Angst vor einem Rezidiv – wäre Achtsamkeit.

War sie aber nicht.

In dieser Folge erzähle ich von meinem ersten echten Aha-Erlebnis – einem Moment, in dem sich etwas in mir verschoben hat.

Ich liege auf dem Teppich, will eigentlich nur meinen Rücken entspannen, und lande mitten in einer Erinnerung, die sich plötzlich in Bewegung setzt.

Auf einmal erlebe ich mich doppelt – als Kind und als Erwachsener – und begreife, dass ich jahrelang aus der falschen Perspektive gelebt habe.

Es geht um Traumaverarbeitung, Körpererinnerung und das Zwerchfell als Speicherort von Stress – und darum, wie sich Heilung anfühlt, wenn sie wirklich im Körper ankommt.

Am Ende wird klar, dass Sertralin – ein SSRI – den Boden dafür bereitet hat.

Aber das ist eine andere Geschichte.

Die erzähle ich beim nächsten Mal.

Hirnbruch. Erkenntnisse aus dem Kollaps.
13 Minuten
Nach drei Monaten Pause starte ich neu: Aus Antikörper für die Psyche wird Hirnbruch – Erkenntnisse aus dem Kollaps. In diesem unerwarteten Intro erzähle ich, warum sich nicht nur der Titel, sondern auch das Format geändert hat. Ich spreche darüber, wie es sich anfühlt, mit 30 und 31 zweimal Krebs zu bekommen, warum mein 35. Geburtstag ein Wendepunkt war und wie mein Podcast mir geholfen hat, traumatische Erinnerungen zu verarbeiten. Außerdem erzähle ich von meinen Aha-Momenten – wenn sich das Zwerchfell plötzlich löst, die Atmung frei wird und sich meine Konzentration und mein freier Wille spürbar verändern. Das ist der Startschuss für Hirnbruch – und für eine Reise, die gerade erst beginnt.
12 Minuten
Kennst du das Gefühl, von einer unsichtbaren Bedrohung verfolgt zu werden? Genau so fühlt sich meine Angst vor einem möglichen Krebs-Rezidiv an. Inspiriert von Stephen Kings Geschichte „Der Straßenvirus zieht nach Norden“ erzähle ich, wie sich abstrakte Ängste plötzlich erschreckend real anfühlen – und warum man manchmal nur hoffen kann, nicht der Nächste zu sein. Eine Folge über psychische Belastung, Kontrollverlust und den Mut, trotzdem weiterzumachen.
24 Minuten
 Nutze meine Erfahrungen für deine Sicherheit.

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️ Wichtiger Hinweis:

Dieser Podcast basiert auf meiner persönlichen Erfahrung und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Sprich jede Veränderung deiner Therapie immer zuerst mit deinem Behandlungsteam ab.

 10 gefährliche Fehler während der Chemotherapie – und wie du sie vermeidest

1. Infektionen unterschätzen

Schon kleinste Infektionen (z. B. Zahnfleischentzündungen, Hautabschürfungen oder Harnwegsinfekte) können lebensgefährlich werden, wenn deine Immunabwehr geschwächt ist.

 Tipp: Achte penibel auf Hygiene und melde ungewöhnliche Symptome frühzeitig.

2. Fieber selbst senken, statt sofort in die Notaufnahme zu gehen

Bei immunsuppressiver Therapie ist Fieber ein medizinischer Notfall. Fiebersenker verzögern lebenswichtige Diagnostik und Behandlung.

 Tipp: Bei Temperaturen ab 38°C umgehend in die Notaufnahme!

3. Medikamente (v.a. Übelkeitsmittel, Schmerzmittel, Antibiotika) nicht rechtzeitig oder zusammen mit Milchprodukten einnehmen

Milchprodukte reduzieren z.B. die Wirkung vieler Antibiotika drastisch (z.B. Ciprofloxacin).

 Tipp: Nimm Medikamente streng nach Vorschrift und mit Abstand zu Mahlzeiten ein, besonders zu Milchprodukten.

4. Fehlender Schutz vor Umweltkeimen (Schimmel, Gartenerde, Haustiere)

Pilzsporen oder Bakterien aus Erde, Tierfell und Schimmel können schwere Infektionen verursachen.

 Tipp: Verwende Handschuhe, Masken und meide Kontakt mit Risikobereichen.

5. Gefährliche Wechselwirkungen mit Lebensmitteln (Grapefruit, Johanniskraut, Antioxidantien)

Grapefruit kann z.B. die Wirkung von Chemotherapeutika erhöhen, Johanniskraut deren Wirksamkeit reduzieren.

 Tipp: Verzichte während der Therapie unbedingt auf Grapefruit, Johanniskraut und hochdosierte Antioxidantien.

6. Zu wenig Flüssigkeit aufnehmen

Wenig Flüssigkeit erhöht das Risiko schwerer Nebenwirkungen, z.B. Nierenproblemen und toxischen Wirkungen der Chemo.

 Tipp: Trinke täglich ausreichend Flüssigkeit (ca. 2–3 Liter), außer dein Arzt empfiehlt etwas anderes.

7. Antiemetika erst einsetzen, wenn Übelkeit bereits spürbar ist

Sind Übelkeit und Erbrechen erst einmal da, wirken Medikamente deutlich schlechter.

 Tipp: Nimm Übelkeitsmedikamente präventiv, bevor Symptome auftreten.

8. Kein Vier-Augen-Prinzip bei Medikation und Infusionen

Falsche Medikamente oder Dosierungen können lebensgefährlich sein.

 Tipp: Lass jede Medikation und Infusion immer durch eine zweite Person gegenprüfen.

9. Medikamente eigenmächtig absetzen

Das vorzeitige Absetzen von Medikamenten (z. B. Antibiotika, Kortison, Chemo-Tabletten) kann zu schweren Komplikationen führen.

 Tipp: Medikamente niemals eigenständig beenden oder verändern – immer ärztlich abstimmen.

10. Denkfehler: Nach der Chemo sei alles wieder normal

Viele Nebenwirkungen, körperliche und psychische Belastungen dauern nach Therapieende an oder treten verzögert auf.

 Tipp: Plane ausreichend Zeit zur Regeneration und rechne mit einer langsamen Rückkehr ins normale Leben.
25 Minuten
Ein Jahr nach der CAR-T-Zelltherapie trifft es Thomas hart: Corona, Lungenentzündung und Portinfektion gleichzeitig. Wochenlang kämpft er zu Hause – bis Atemnot und Applasie ihn fast umbringen. In dieser Folge spricht er über die Ärzte, die einen Rückfall vermuten, die Port-OP im Wachzustand – und wie sein Hund Ilu ihm das Leben rettet. Ehrlich, roh, direkt.

Keywords (integriert):

CAR-T-Zelltherapie, Corona, Lungenentzündung, Portinfektion, Applasie, Krebsnachsorge, Trauma, Rückfall, Onkologie, Überleben, Hund, Atemnot, Krankenhaus
26 Minuten
Disclaimer:

Dieser Podcast schildert persönliche Erfahrungen und dient ausschließlich der Reflexion. Er ersetzt weder medizinische noch rechtliche Beratung. Der Name „Emir“ ist ein Pseudonym; einzelne Details wurden zum Schutz der Privatsphäre angepasst. Triggerwarnung: Es werden Angst- sowie Todeserfahrungen thematisiert.

In dieser intensiven Episode spricht Thomas über seine aktuelle Erfahrung mit einer scheinbar harmlosen Nackenverspannung, die plötzlich alte Ängste vor einem erneuten Krebsrezidiv wachruft. Gleichzeitig erzählt er emotional von Emir, seinem damaligen Zimmergenossen aus der Klinikzeit, der ihm mit seiner Herzlichkeit, seinem Humor und seinem unerschütterlichen Mut in bleibender Erinnerung geblieben ist. Thomas reflektiert, wie er mit der Angst vor einem Rückfall umgeht, warum es ihm schwerfiel, Emir über Risiken und Prognosen aufzuklären, und weshalb er bis heute Schuldgefühle verspürt, da Emir seinen Kampf gegen den Krebs letztlich verloren hat.

Eine ehrliche und tiefgründige Folge über Freundschaft, Angst und das Überleben im Schatten der Krankheit.
29 Minuten
In dieser Folge berichtet Thomas ausführlich und schonungslos über seine CAR-T-Zelltherapie, die letzte Chance im Kampf gegen das aggressive ZNS-Lymphom. Genetisch modifizierte Immunzellen lösen extreme Reaktionen aus: unkontrollierbares Fieber, Erschöpfung und Panik. Zwischen Hoffnung und Angst schildert er, was moderne Krebsbehandlung wirklich bedeutet – authentisch, tiefgehend und reflektiert.

Keywords: CAR-T-Zelltherapie, ZNS-Lymphom, Chemotherapie, Immuntherapie, Zitokin-Freisetzungssyndrom, Krebs-Podcast, Erfahrungsbericht