Zwischen gestern und morgen

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Episoden

#19: „Das Krokodil fährt nicht mehr“ - Zu Gast: Andreas Seltmann
12.01.2026
33 Minuten
Send us a text In dieser Podcastfolge spricht Stefan Müller mit Andreas Seltmann über Vaterschaft, Abschied, Trauer und die Frage, welchen Platz wir als Söhne, Männer und Väter im größeren Ganzen einnehmen. Ausgangspunkt des Gesprächs ist Andreas’ zweites Buch „Das Krokodil fährt nicht mehr – Wieso ein Sohn seinen Vater auf seiner letzten Reise begleiten sollte“. Darin verarbeitet er die intensive Zeit, in der er seinen schwerkranken Vater über mehrere Wochen hinweg begleitet hat. Andreas beschreibt sehr offen, was es bedeutet, unvorbereitet mit dem Sterben eines Elternteils konfrontiert zu sein: das Schwanken zwischen Hoffnung und Abschied, das allmähliche Erkennen von Endlichkeit und den Moment, in dem klar wird, dass es nicht mehr um „Hoffen und Bangen“, sondern um Abschiednehmen geht. Besonders eindrücklich schildert er das Gefühl, plötzlich ohne „Schutzschild“ dazustehen – nicht nur als Sohn, sondern auch als Mann. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Frage nach dem eigenen Platz in der familiären und generationsübergreifenden Linie: Was habe ich von meinen Eltern bekommen? Was gebe ich weiter? Und welcher Sohn, Mann und Vater möchte ich gewesen sein – wenn ich von meinem Lebensende aus zurückblicke? Auch Männlichkeit und Männerfreundschaften kommen zur Sprache. Andreas beschreibt berührende Momente stiller Verbundenheit, etwa nach der Beerdigung seines Vaters, getragen von Nähe, Präsenz und gegenseitigem Dasein – oft ohne viele Worte. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Trauer als Reifungs- und Wachstumsprozess, der rückblickend als Geschenk erlebt werden kann, auch wenn er mitten im Erleben schmerzhaft und fordernd ist. Abschließend formuliert Andreas einen klaren Wunsch: mehr herzliche, reflektierte und verantwortungsvolle Männlichkeit in die Welt zu bringen, jenseits von Härte, Verdrängung oder Sprachlosigkeit. Eine Folge über Abschied und Endlichkeit und zugleich über Verbundenheit, Sinn und eine menschliche, tragfähige Form von Männlichkeit. Andreas Website: https://andreas-seltmann.com/
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#18: Mit bangem Blick auf das neue Jahr ohne Dich
29.12.2025
6 Minuten
Send us a text Der Jahreswechsel gehört für viele Trauernde zu den schwersten Momenten des Jahres.  Während die Welt draußen das neue Jahr feiert, Raketen den Himmel erhellen und Menschen sich gegenseitig Hoffnung wünschen, fühlt sich der Übergang für viele wie ein schmerzhafter Schnitt an: ein Moment, der unübersehbar macht, dass ein geliebter Mensch im kommenden Jahr nicht mehr dabei sein wird. In dieser Folge spreche ich über genau diese besondere Zeit „zwischen den Jahren“. Ich teile meine persönlichen Erfahrungen aus Silvester 2021 und 2022 – Jahre, in denen ich meinen Bruder, meinen Vater und meine Frau verloren habe – und erzähle, wie sich der Jahreswechsel inmitten von Trauer anfühlt: zwischen Erinnerungen, innerem Stillstand und dem Druck, nach außen „neu zu beginnen“. Wir schauen gemeinsam darauf: warum der Jahreswechsel für Trauernde so herausfordernd ist welche inneren Konflikte und gesellschaftlichen Erwartungen diese Zeit verstärken wie kleine, behutsame Rituale helfen können, gut durch den Übergang zu kommen und wie ein neuer Jahresbeginn aussehen kann, der nicht laut und optimistisch sein muss, sondern authentisch und sanft Diese Folge möchte Mut machen, den eigenen Weg durch den Jahreswechsel zu finden – leise, in kleinen Schritten, mit Raum für Trauer und vielleicht einem ersten zarten Blick nach vorn.
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#17: Weihnachten fällt dieses Jahr aus! - Was Weihnachten für Trauernde bedeutet.
10.12.2025
5 Minuten
Send us a text In dieser Folge spreche ich darüber, wie sehr die Weihnachtszeit Trauernde herausfordern kann. Kaum eine andere Zeit des Jahres ist so eng verknüpft mit Bildern von Nähe, Familie und Geborgenheit und kaum eine Zeit konfrontiert uns so deutlich mit der Leerstelle, die ein geliebter Mensch hinterlässt. Ich nehme dich mit in meine eigene Geschichte: in ein Weihnachten, das für mich und meine Familie plötzlich völlig anders war, geprägt von Verlust, Stille und der Suche nach einem neuen „Wie geht das jetzt eigentlich weiter?“. Ich spreche darüber: warum Weihnachten für viele Trauernde ein emotionales Brennglas ist welche zusätzlichen Belastungen die Festtage mit sich bringen wie Rituale helfen können, Trauer sichtbar zu machen und wie Weihnachten – trotz allem – zu einem Anker werden kann Diese Folge möchte Mut machen, den eigenen Weg durch die Feiertage zu finden. Ohne Druck. Ohne „so muss es sein“. Mit Raum für Trauer und für den Gedanken, dass ein anderes, neues Weihnachten möglich ist. Wenn du selbst betroffen bist oder jemanden begleiten möchtest, der gerade einen schweren Verlust erlebt hat, findest du in dieser Episode Impulse, Verständnis und vielleicht ein Stück Erleichterung.
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#16: Trauersprachen, Trosthelden & KI-Begleitung – Im Gespräch mit Hendrik Lind
26.11.2025
22 Minuten
Send us a text In dieser Folge spreche ich mit Hendrik Lind, dem Gründer von Trosthelden – einem innovativen, kostenlosen Online-Ort für Trauerfreundschaften – und Mitentwickler von Aurora, einer KI-basierten Trauerbegleitung über WhatsApp. Ausgehend von Hendriks jahrzehntelanger Arbeit mit Trauernden tauchen wir ein in Themen wie: Trauersprachen – warum jede Trauer individuell ist und weshalb „Gleich und gleich gesellt sich gern“ gerade in der Trauer so bedeutsam ist Trauerfreundschaften & Community – wie Trosthelden Menschen miteinander verbindet, die einander wirklich verstehen Vereinsamung & Selbstverständnis – warum fehlende Resonanz im Umfeld so belastend ist und wieso gegenseitiges „unbedingtes Verständnis“ heilsam wirkt Aurora: KI in der Trauerbegleitung – Chancen, Nutzen und klare Grenzen Gefährliche Entwicklungen – z. B. KI-Avatare von Verstorbenen und die Risiken für Trauerprozesse Selbstfürsorge, neue Identität & die Aufgabe der Trauer – wie wir den „neuen Teil des Ichs“ kennenlernen Wir sprechen darüber, wo Trauerprozesse steckenbleiben können, warum Scham- und Tabuthemen so häufig sind und wie neue Formen der Unterstützung, digital wie zwischenmenschlich, helfen können. Zum Abschluss verrät Hendrik seinen größten Wunsch im Umgang mit Trauer: dass sowohl Trauernde als auch ihr Umfeld verstehen, was Trauersprachen bedeuten und wie entlastend dieses Wissen für alle Beteiligten sein kann. Eine zutiefst menschliche, ehrliche und inspirierende Folge. Ich wünsche dir viel Freude beim Hören. Website Trosthelden Hendrik auf LinkedIn
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#15: Kontrollverlust
12.11.2025
6 Minuten
Send us a text In dieser Folge spreche ich über einen Tag, der alles verändert hat. Der Moment, als ich vom plötzlichen Tod meines Bruders erfuhr, war wie ein Bruch in meinem Leben, in meinem Körper, in meinem Denken. Ich erzähle davon, wie sich dieser Tag angefühlt hat: die Taubheit, das Funktionieren im Ausnahmezustand, die Ohnmacht vor der Realität. Es geht um Trauer, die sich nicht sofort als solche zeigt. Um den Verlust von Kontrolle, innerlich wie äußerlich. Und darum, was passiert, wenn das Leben nicht mehr den gewohnten Regeln folgt. Diese Folge ist sehr persönlich. Vielleicht findest du dich darin wieder, oder erkennst Menschen, die Ähnliches erlebt haben.
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Über diesen Podcast

Leben im Umbruch: Der Newsletter erzählt meine Geschichte, ordnet ein und erkundet Wege durch fundamentale Veränderung. Mit seiner Hilfe möchte ich: - Mut machen, indem ich meine Geschichte erzähle. - Unseren gemeinschaftlichen Umgang mit Endlichkeit, Tod und Trauer verbessern, indem ich den Themen einen Raum gebe. - Hintergründe zum Thema Trauer vermitteln und aufklären. - Sichtbar machen, wie vielfältig die Angebote, die in diesen Situationen unterstützen, heute schon sind. - Sensibilisieren, wie relevant das Thema auch im Arbeits- und Unternehmenskontext ist und Verantwortliche ermuntern, ins Handeln zu kommen. Meine Website: https://mein-systemisches-coaching.de/

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