Podcaster
Episoden
24.02.2026
36 Minuten
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Podcast-Beschreibung
Was passiert, wenn ein geliebtes Haustier stirbt – und niemand
versteht, wie sehr es schmerzt?
In dieser Folge spreche ich mit Christina Wiesner, Coach und
Trauerbegleiterin aus Nürnberg, über ein Thema, das oft
unterschätzt oder sogar belächelt wird: Tiertrauer.
Christina begleitet Menschen, die um ihr Haustier trauern – und
zeigt eindrücklich, wie tief diese Verluste gehen können.
Wir sprechen darüber,
warum die Trauer um ein Tier häufig nicht ernst genommen
wird,
welche Rolle Schuldgefühle – insbesondere rund um das Thema
Einschläferung – spielen,
wie intensiv die Pflege eines kranken Tieres sein kann,
warum Tiertrauer zu den „entwerteten“ Trauerformen gehört,
und was Menschen wirklich hilft, wenn sie ihr Tier verlieren.
Ein zentrales Thema ist dabei die Frage nach
Selbstvergebung:
Was tun mit Gedanken wie „Habe ich zu früh entschieden?“
oder „Hätte ich mehr tun müssen?“ Christina plädiert für einen
ehrlichen, erwachsenen Umgang mit Schuldgefühlen – ohne
vorschnelle Beruhigung, aber mit viel Mitgefühl.
Deutlich wird: Trauer um ein Tier ist kein Zeichen von Schwäche
oder sozialer Isolation. Sie ist Ausdruck einer tiefen Bindung.
Und sie verdient Raum.
Christinas Herzenswunsch am Ende unseres Gesprächs geht über die
Tiertrauer hinaus:
Trauerbegleitung soll so selbstverständlich werden wie
andere Formen der Selbstfürsorge – nicht erst als letzter Ausweg,
sondern als bewusste Ressource.
Eine berührende Folge über Bindung, Abschied, Verantwortung – und
die Erlaubnis zu trauern.
Christinas Website: https://www.umweggefaehrtin.de/
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10.02.2026
8 Minuten
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Ein Satz, der irritieren kann.
Und zugleich eine Erfahrung, die viele Menschen nach dem Tod
ihres Partners machen – oft im Stillen, begleitet von
Schuldgefühlen, Unsicherheit und inneren Konflikten.
In dieser Podcastfolge spreche ich über das Spannungsfeld von
Trauer und neuer Liebe. Über die Frage, warum sich manche
Menschen relativ früh wieder auf eine Beziehung einlassen und
warum das weder ein Zeichen von Verdrängung noch von mangelnder
Liebe ist.
Es geht um Loyalität gegenüber dem verstorbenen Partner, um die
Rolle von Erinnerung in einer neuen Beziehung und um die
Herausforderung, dem Vergangenen einen guten Platz zu geben, ohne
dass es zur Konkurrenz für das Neue wird.
Ich verbinde persönliche Erfahrungen mit fachlicher Einordnung
und spreche über typische Stolpersteine:
Anpassungsschwierigkeiten nach langen Beziehungen, Reaktionen des
Umfelds, das Zusammenwachsen von Familiensystemen und darüber,
was es braucht, damit aus einer neuen Partnerschaft trotz (oder
gerade wegen) der Trauer eine stabile, tiefe Verbindung entstehen
kann.
Diese Folge ist eine Einladung, Trauer und Neuanfang nicht als
Gegensätze zu betrachten, sondern als zwei Ausdrucksformen von
Verbundenheit.
Vielleicht ist die größte Form der Treue, das Leben
weiterzulieben.
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28.01.2026
6 Minuten
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Trauer am Arbeitsplatz ist ein Thema, auf das viele
Führungskräfte und Organisationen nicht vorbereitet sind, obwohl
es früher oder später jedes Unternehmen betrifft.
Ob der Tod eines Angehörigen, eine schwere Erkrankung oder der
Verlust eines Teammitglieds: Trauer wirkt sich unmittelbar auf
Arbeitsfähigkeit, Zusammenarbeit und Führung aus. Und sie stellt
Unternehmen vor Fragen, auf die es selten klare Antworten gibt.
In dieser Podcastfolge spreche ich darüber,
warum Trauer kein privates Randthema ist, sondern eine
organisationale Realität,
weshalb Führungskräfte in solchen Situationen oft unsicher
sind,
und was es braucht, um im Ernstfall menschlich und zugleich
professionell handlungsfähig zu bleiben.
Die Folge richtet sich an Führungskräfte, HR-Verantwortliche und
Geschäftsführungen, die Verantwortung übernehmen wollen – auch
dann, wenn es keine einfachen Lösungen gibt.
https://mein-systemisches-coaching.de/traueramap/
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12.01.2026
33 Minuten
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In dieser Podcastfolge spricht Stefan Müller mit Andreas Seltmann
über Vaterschaft, Abschied, Trauer und die Frage, welchen Platz
wir als Söhne, Männer und Väter im größeren Ganzen einnehmen.
Ausgangspunkt des Gesprächs ist Andreas’ zweites Buch „Das
Krokodil fährt nicht mehr – Wieso ein Sohn seinen Vater auf
seiner letzten Reise begleiten sollte“. Darin verarbeitet er die
intensive Zeit, in der er seinen schwerkranken Vater über mehrere
Wochen hinweg begleitet hat.
Andreas beschreibt sehr offen, was es bedeutet, unvorbereitet mit
dem Sterben eines Elternteils konfrontiert zu sein: das Schwanken
zwischen Hoffnung und Abschied, das allmähliche Erkennen von
Endlichkeit und den Moment, in dem klar wird, dass es nicht mehr
um „Hoffen und Bangen“, sondern um Abschiednehmen geht. Besonders
eindrücklich schildert er das Gefühl, plötzlich ohne
„Schutzschild“ dazustehen – nicht nur als Sohn, sondern auch als
Mann.
Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Frage nach dem eigenen
Platz in der familiären und generationsübergreifenden
Linie:
Was habe ich von meinen Eltern bekommen?
Was gebe ich weiter?
Und welcher Sohn, Mann und Vater möchte ich gewesen sein – wenn
ich von meinem Lebensende aus zurückblicke?
Auch Männlichkeit und Männerfreundschaften kommen zur Sprache.
Andreas beschreibt berührende Momente stiller Verbundenheit, etwa
nach der Beerdigung seines Vaters, getragen von Nähe, Präsenz und
gegenseitigem Dasein – oft ohne viele Worte. Ein weiterer
Schwerpunkt liegt auf Trauer als Reifungs- und Wachstumsprozess,
der rückblickend als Geschenk erlebt werden kann, auch wenn er
mitten im Erleben schmerzhaft und fordernd ist.
Abschließend formuliert Andreas einen klaren Wunsch: mehr
herzliche, reflektierte und verantwortungsvolle Männlichkeit in
die Welt zu bringen, jenseits von Härte, Verdrängung oder
Sprachlosigkeit.
Eine Folge über Abschied und Endlichkeit und zugleich über
Verbundenheit, Sinn und eine menschliche, tragfähige Form von
Männlichkeit.
Andreas Website: https://andreas-seltmann.com/
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29.12.2025
6 Minuten
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Der Jahreswechsel gehört für viele Trauernde zu den schwersten
Momenten des Jahres.
Während die Welt draußen das neue Jahr feiert, Raketen den Himmel
erhellen und Menschen sich gegenseitig Hoffnung wünschen, fühlt
sich der Übergang für viele wie ein schmerzhafter Schnitt an: ein
Moment, der unübersehbar macht, dass ein geliebter Mensch im
kommenden Jahr nicht mehr dabei sein wird.
In dieser Folge spreche ich über genau diese besondere Zeit
„zwischen den Jahren“.
Ich teile meine persönlichen Erfahrungen aus Silvester 2021 und
2022 – Jahre, in denen ich meinen Bruder, meinen Vater und meine
Frau verloren habe – und erzähle, wie sich der Jahreswechsel
inmitten von Trauer anfühlt: zwischen Erinnerungen, innerem
Stillstand und dem Druck, nach außen „neu zu beginnen“.
Wir schauen gemeinsam darauf:
warum der Jahreswechsel für Trauernde so herausfordernd ist
welche inneren Konflikte und gesellschaftlichen Erwartungen
diese Zeit verstärken
wie kleine, behutsame Rituale helfen können, gut durch den
Übergang zu kommen
und wie ein neuer Jahresbeginn aussehen kann, der nicht laut
und optimistisch sein muss, sondern authentisch und sanft
Diese Folge möchte Mut machen, den eigenen Weg durch den
Jahreswechsel zu finden – leise, in kleinen Schritten, mit Raum
für Trauer und vielleicht einem ersten zarten Blick nach vorn.
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Über diesen Podcast
Leben im Umbruch: Der Newsletter erzählt meine Geschichte, ordnet
ein und erkundet Wege durch fundamentale Veränderung.
Mit seiner Hilfe möchte ich:
- Mut machen, indem ich meine Geschichte erzähle.
- Unseren gemeinschaftlichen Umgang mit Endlichkeit, Tod und
Trauer verbessern, indem ich den Themen einen Raum gebe.
- Hintergründe zum Thema Trauer vermitteln und aufklären.
- Sichtbar machen, wie vielfältig die Angebote, die in diesen
Situationen unterstützen, heute schon sind.
- Sensibilisieren, wie relevant das Thema auch im Arbeits- und
Unternehmenskontext ist und Verantwortliche ermuntern, ins
Handeln zu kommen.
Meine Website: https://mein-systemisches-coaching.de/
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