Podcaster
Episoden
28.01.2026
11 Minuten
„Banner Blindness“ ist der bequemste Grund, warum Display
angeblich nicht funktioniert. In Wahrheit ist es oft etwas
anderes: Learned Irrelevance – das Gehirn hat gelernt,
dass viele Ads austauschbares Rauschen sind, und filtert sie
automatisch weg.
In dieser Folge zerlegen wir, warum Creatives untergehen,
wie du den „Ad-Pattern“-Filter durchbrichst – und welche simple
Formel du ab sofort als Creative-Check nutzen kannst.
Die wichtigsten Learnings aus der Episode
Banner Blindness ist selten „Blindheit“ – oft ist es
Austauschbarkeit.
Wenn ein Banner nach Standard-Werbung aussieht und nichts
Konkretes liefert, wird es kognitiv aussortiert.
Der Endgegner ist Content.
Online konkurriert deine Ad nicht primär gegen andere Ads,
sondern gegen den Artikel, den Feed oder das Video daneben.
„Ugly Ads“ funktionieren oft – weil sie Muster brechen.
Nicht weil hässlich besser ist, sondern weil es den
Standard-Werbe-Look durchbricht.
SaaS scheitert häufig an Abstraktion.
Im Display brauchst du Symptom oder Ergebnis – und das
Creative muss auch danach aussehen (UI-Snippet statt
Stockfoto-Laptop-Lächeln).
Die 3-2-1 Regel:
3 Sekunden: Was ist es – und warum ist es relevant?
2 Ebenen: Headline + Subline. Nicht mehr.
1 CTA: eine Aktion. Eine Richtung.
Beispiele, die wir durchspielen
Vorher/Nachher im Kopfkino: „Cloud Solutions“-Banner vs.
knalliges, konkretes Problem-/Outcome-Creative.
Retail / Supermarkt-Regal: Auffälligkeit + Einordnung +
Begründung – nur online gegen den Content-Endgegner.
SaaS: Outcome-first + Proof + UI-Snippet + CTA als
logischer Mini-Schritt („Preview ansehen“ statt „Book a Demo“).
Quick-Checklist: Creative QA in 60 Sekunden
Eine Botschaft – oder fünf?In 2 Sekunden
nachsprechbar?Visueller Anker vorhanden?Nutzen konkret oder nur
Marketing-Sprache?Proof/Signal vorhanden?3-2-1 erfüllt?CTA logisch
als nächster Mini-Schritt?Bricht’s das Muster – oder sieht’s nach
Standard-Ad aus?
Challenge der Woche
Nimm dein letztes Banner und mach den Test:
30% Text streichen
eine klare Headline
Proof dazu
ein CTA, der logisch ist
Dann vergleiche. Du wirst sehen, wie schnell aus „Blindness“
wieder Aufmerksamkeit wird.
Wenn dir die Folge was bringt…
Schick sie einer Person weiter, die gerade „Display bringt nix“
sagt.
Und schreib mir: Was ist das schlimmste Banner, das du 2026
gesehen hast – und warum?
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23.01.2026
10 Minuten
Warum die Klickrate die denkbar schlechteste Metrik für Display
ist
In dieser Folge räumen wir mit einer der beliebtesten — und
gleichzeitig gefährlichsten — Kennzahlen im Display Advertising
auf: CTR.
Wenn du Display nach Klickrate steuerst, triffst du sehr
wahrscheinlich falsche Entscheidungen. Im schlimmsten Fall killst
du genau die Kampagnen, die gerade anfangen zu wirken.
Das erwartet dich:
•Warum CTR im Open Web fast immer „unfair“ ist (Ablenkungskontext
statt Kaufabsicht)
•Was bei Klick-Optimierung wirklich passiert: mehr Klicks,
weniger Wirkung
•Der saubere Split: Wann Engagement Sinn macht — und wann nicht
•Warum wir Interaktion messen, um Nutzer im Banner zu halten
(nicht „klick und weg“)
•Frequency & Frequency Capping verständlich erklärt: die
richtige Dosis vs. Budgetverbrennung
•Der Beweis für Wirkung ohne Klick: Search-Lift und warum Brand
Searches später steigen
Key Takeaway:
Optimier nicht auf Klicks, wenn du eigentlich Erinnerung
kaufen willst.
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15.01.2026
7 Minuten
Wer bekommt in deinem Marketing die Anerkennung: Der Fachberater,
der den Kunden 30 Minuten lang überzeugt hat, oder die
Kassiererin, die am Ende nur den Barcode scannt?
In der heutigen Folge nehmen wir das
Last-Click-Attributionsmodell unter die Lupe. Es ist das
meistgenutzte Reporting-Tool im digitalen Marketing – und
gleichzeitig eines der gefährlichsten. Wir besprechen, warum
dieses Modell deine Customer Journey verzerrt, warum moderne
Ansätze wie DDA und VTC oft an ihre Grenzen stoßen
und warum Engagement das fehlende Bindeglied für deine
Erfolgsmessung ist.
Was du in dieser Folge lernst:
Die Analogie von Fachberater und Kassiererin: Warum wir
oft den Kanal belohnen, der lediglich den Abschluss verwaltet,
statt den, der die Nachfrage erzeugt.
Das Problem der radikalen Vereinfachung: Warum
Last-Click die Realität komplexer Kundenreisen ignoriert.
DDA & VTC im Check: Wo statistische Modelle
(Data-Driven Attribution) und Sichtkontakte (View-Through
Conversions) heute technisch und methodisch an ihre Grenzen
stoßen (Cookie-Verlust & Inkrementalität).
Engagement als neuer Goldstandard: Wie du mit
interaktiven Formaten (z. B. Swipe Ads via advox.io) belegbare
Aufmerksamkeit misst, statt nur auf Klicks zu hoffen.
Vom Klick-Optimierer zum Strategen: Wie du dein Budget
auf Basis echter Wirkungsdaten statt auf Basis von
Abschluss-Statistiken verteilst.
Links & Ressourcen aus der Episode:
Tool-Tipp: advox.io – Plattform für interaktive
Display-Ads und Engagement-Tracking.
Alex auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/kucera-alex/
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11.12.2025
12 Minuten
„Das Creative ist das neue Targeting.“ – Ein Satz, den wir oft
hören, aber selten wirklich umsetzen. In einer Welt, in der
Cookies sterben und Algorithmen zur Blackbox werden, entscheidet
am Ende oft das kleinste Format über den größten Erfolg: Das
Banner.
In dieser Episode von Beyond the Banner legen wir das digitale
Marketing unter das Mikroskop. Wir zerlegen das Banner in seine
psychologischen Einzelteile und klären, warum manche Motive
sofort wirken, während andere im Feed untergehen.
Erfahre, wie du das menschliche Gehirn in 50 Millisekunden
überzeugst und warum der „IKEA-Effekt“ deine Klickraten
explodieren lassen kann.
In dieser Folge lernst du:
Der 50-Millisekunden-Hook: Warum dein Banner scheitert,
bevor es überhaupt gelesen wird (und wie du den Autopiloten
stoppst).
Die 3 Storyline-Typen: Von linear bis emotional – und
warum interaktive Storylines so mächtig sind.
Der IKEA-Effekt: Warum User Dinge mehr wertschätzen,
wenn sie (digital) mitarbeiten müssen.
Deep Dive Psychologie: Was der Zeigarnik-Effekt,
Cognitive Ease und Loss Aversion mit deiner Conversion Rate zu
tun haben.
Der perfekte Trigger: Warum ein CTA kein Button ist,
sondern eine Frage des Timings.
Zitate aus der Folge:
„Ein Banner scheitert selten am Klick – es scheitert daran,
dass es nie wahrgenommen wird.“
„Interaktion ist kein technisches Gimmick. Interaktion ist
psychologischer Klebstoff.“
Links & Ressourcen:
Engagement Ads Beispiele:
https://animotion.agency/engagement-ads/
Vernetze dich mit mir auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/kucera-alex/
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04.12.2025
11 Minuten
Designer haben oft keinen Bock auf technische Fleißarbeit. Keine
Lust auf Banner-Adaptionen, keine Lust auf Clicktags, keine Lust
auf IAB-Richtlinien.
Doch was als menschliche „Unlust“ begann, hat sich durch
Technologie zu einer gefährlichen Abkürzung entwickelt. In dieser
Episode spreche ich darüber, warum „Schnell und Billig“
zur neuen KPI in der Kreation geworden ist und warum das ein
wirtschaftliches Desaster für Brands ist.
Wir sehen Marken, die auf Social Media mit „MS Paint“-Grafiken um
Mitleid (und Klicks) betteln. Wir sehen Weltkonzerne wie
Coca-Cola oder lokale Player, die KI-Spots veröffentlichen, in
denen die Physik nicht stimmt und die Emotionen aus Plastik sind.
Das Paradoxon: Brands geben 5- bis 6-stellige Summen für
Media-Spend aus – Display und Video gehören zu den teuersten
Kanälen überhaupt. Aber wenn es um die Assets geht, darf es
plötzlich nichts mehr kosten? Das ist, als würde man einen
Ferrari kaufen und Salatöl tanken.
In dieser Folge lernst du:
Die Evolution der Faulheit: Wie aus „Mein Designer hat
keinen Bock“ das Problem „Lass es die KI machen“ wurde.
Das MS Paint Phänomen: Warum absichtlich schlechte
Creatives („Mein Grafiker ist im Urlaub“) respektlos gegenüber
der eigenen Marke sind.
KI Hall of Shame: Von morphenden Hintergründen im „400€
KI-Spot“ bis zum seelenlosen Coca-Cola Weihnachtsfilm.
Das Media-Paradoxon: Warum Qualität einen Wert haben
muss, wenn man im Premium-Umfeld werben will.
Fazit: KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz für Expertise. Wer
am Asset spart, verbrennt sein Media-Budget.
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Über diesen Podcast
Beyond the Banner geht dort weiter, wo klassische
Performance-Mythen aufhören. Alex Kucera nimmt dich mit hinter
die Kulissen von Display Advertising, Creative Performance, DCO,
Attention Metrics und all den Mechaniken, die moderne Kampagnen
wirklich erfolgreich machen.
Hier geht es nicht um generisches Marketing-Blabla oder
oberflächliche Trends – sondern um echte Praxis: klare Insights,
harte Learnings, Cases aus zwei Jahrzehnten Digitalwerbung und
Gespräche mit Expert:innen aus Kreation, Media und AdTech.
Wenn du verstehen willst, warum Kampagnen scheitern oder
skalieren, wie man Creatives messbar besser macht, und warum der
Klick längst nicht mehr alles ist – dann bist du hier genau
richtig.
Beyond the Banner.
Für alle, die Display Advertising nicht nur schalten, sondern
beherrschen wollen.
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