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OnTeamz // Der Ausbildungspodcast Strukturen, Impulse & echte Gespräche Archiv

274 Episoden
1 Stunde 17 Minuten
Warum verlassen gute Mitarbeiter die Gastronomie und Hotellerie? Und weshalb wundern sich Betriebe über Fachkräftemangel, während sie gleichzeitig zu wenig in ihre eigenen Mitarbeiter investieren? In dieser Folge von OnTeamz spricht Marc mit Emily von Hospitality Inside Out und Kevin Schlesier von CaP über eine zentrale Frage: Kann ein Betrieb wirklich gastfreundlich sein, wenn es den eigenen Mitarbeitern nicht gut geht? Emily bringt es auf den Punkt: Gastfreundschaft beginnt von innen. Denn wer möchte Gäste herzlich empfangen, wenn im eigenen Team Stress, fehlende Wertschätzung und schlechte Arbeitsbedingungen den Alltag bestimmen? Gemeinsam sprechen wir über die Realität in Gastronomie und Hotellerie und darüber, was sich verändern muss: • Mitarbeiterbindung statt Fachkräftemangel: Warum gute Mitarbeiter die Branche verlassen und weshalb die Ursachen häufig im eigenen Betrieb liegen. • Dienstpläne und Pausen: Wie schlechte Planung zu Stress, Überstunden und Unzufriedenheit führt. • Personalessen und Teamkultur: Warum gemeinsames Essen mehr ist als eine Pause und wie daraus ein echtes Wirgefühl entstehen kann. • Führung und Wertschätzung: Warum Führungskräfte ihre Mitarbeiter kennen, zuhören und sich bewusst Zeit für Gespräche nehmen sollten. • Investitionen in Menschen: Weshalb neue Software, schöne Fassaden und vermeintliche Benefits wenig bringen, wenn die Menschen im Betrieb nicht mitgenommen werden. • Die nächste Generation: Warum junge Menschen durchaus gerne in der Gastronomie arbeiten möchten, aber nicht mehr bereit sind, jede Arbeitsbedingung hinzunehmen. Kevin erzählt aus seiner eigenen Erfahrung, wie aus getrennten Abteilungen durch gemeinsames Frühstück und konsequente Pausenplanung ein funktionierendes Team entstehen kann. Emily zeigt, wie kleine Veränderungen in Strukturen und Abläufen große Auswirkungen auf Mitarbeiterzufriedenheit und wirtschaftlichen Erfolg haben. Eine Folge über Gastfreundschaft, Mitarbeiterführung, Personalentwicklung und die Frage, wie Gastronomie und Hotellerie auch in Zukunft attraktive Arbeitgeber bleiben können. Eine zentrale Erkenntnis: Wer seine Mitarbeiter wie Stammgäste behandelt, schafft die Grundlage dafür, dass auch Gäste gerne wiederkommen. ️ Gäste: Emily | Hospitality Inside Out https://www.linkedin.com/in/emily-grossmann-800a8612a/ Kevin | Gastronomie und Hotellerie https://www.linkedin.com/in/kevin-schlesier-b54a902b3/ Moderation: Marc Fischer | OnTeamz OnTeamz // Der Ausbildungspodcast. Strukturen, Impulse und echte Gespräche.
1 Stunde 26 Minuten
Was wäre, wenn wir Jugendliche viel früher in die Praxis bringen würden, statt sie jahrelang über ihre berufliche Zukunft grübeln zu lassen? Jörg Julius Kapune, Tischlermeister, Betriebswirt des Handwerks und Unternehmer, vertritt eine klare Meinung: Jugendliche sollten früh ausprobieren, was ihnen liegt. Ob im Handwerksbetrieb, im Tonstudio oder in einem anderen Unternehmen. Denn wer eigene Erfahrungen sammelt, entdeckt seine Stärken und findet leichter den passenden Beruf. Im Gespräch erzählt Jörg von seiner eigenen Ausbildung, einem cholerischen Lehrmeister und einer Geschichte über Arbeitskittel, die er bis heute nicht vergessen hat. Daraus leitet er eine wichtige Erkenntnis für Ausbilder ab: Nicht immer verstehen Auszubildende das, was wir ihnen erklären, so, wie wir es gemeint haben. Wir sprechen außerdem darüber, wie sich Führung im Handwerk verändert hat, warum Ehrlichkeit wichtiger ist als ein vertuschter Fehler und wie Julius Möbel Werte wie Humor, Vertrauen und Professionalität im Arbeitsalltag verankert. Jörg erklärt, warum er regelmäßig kurze Entwicklungsgespräche führt, weshalb Auszubildende als Ausbildungsbotschafter besonders glaubwürdig sind und warum junge Menschen ihre Stärken kennen sollten, bevor sie sich für einen Beruf entscheiden. Darum geht es in dieser Folge: • Warum Jugendliche früh praktische Erfahrungen sammeln sollten • Wie Ausbilder die Stärken ihrer Azubis erkennen und fördern • Was eine schwierige eigene Ausbildung mit dem späteren Führungsstil macht • Warum klare Ansagen und kooperative Führung kein Widerspruch sein müssen • Wie Ehrlichkeit, Humor und gemeinsame Werte ein Team prägen • Warum regelmäßige Entwicklungsgespräche Konflikte verhindern können • Wie Auszubildende selbst zu glaubwürdigen Botschaftern ihres Berufs werden • Weshalb internationale Erfahrungen junge Menschen persönlich weiterbringen Eine Folge für alle, die Ausbildung nicht nur organisieren, sondern junge Menschen wirklich entwickeln wollen. Links zu Jörg: https://www.linkedin.com/in/j%C3%B6rg-julius-kapune/ julius-moebel.com
1 Stunde 33 Minuten
🟢 Deine Tür steht immer offen? Für deine Azubis liegt sie oft weit weg. Lars Leuverink begleitet Ausbilder und Azubis, coacht beide Seiten und baut Brücken dazwischen. Er zeigt, wie Ausbildungspsychologie im Alltag hilft. Laut DGB Report fühlt sich jeder zweite Azubi belastet, etwa ein Viertel stark. Lars erklärt, warum viele Azubis trotzdem schweigen, was alte Erfahrungen aus Schule und Elternhaus damit zu tun haben und woran du mentale Kündigung früh erkennst. Er räumt auch mit Vorurteilen auf: Wenn Boomer und Gen Z im selben Raum sitzen, fordern beide Respekt und Sinn, nur mit anderen Worten. DAS ERWARTET DICH - Du oder Sie: Warum Lars im Kontaktformular beides anbietet - Mut zusprechen reicht nicht: Warum sich der Rahmen ändern muss - Sozialisation: Wie ein Lehrer aus der sechsten Klasse bis in die Ausbildung wirkt - Generationenworkshop mit Ausbildern und Azubis im selben Raum - Zielbild statt Feindbild: So startet Lars den Workshop - Warum Gehalt Azubis kaum bindet und Sinn so viel mehr zählt - Der DGB Report: 50,6 Prozent der Azubis fühlen sich belastet - Social Media Druck und das Bild vom knackigsten Apfel - Beobachten vor Interpretieren: Die Geschichte vom Blick aus dem Fenster - Impulskontrolle und Attributionstheorie für Ausbilder und Azubis - Warum "das ist doch selbstverständlich" gefährlich ist - KI in der Ausbildung: Lernbegleiter ja, Ersatz für Ausbilder nein - Über 325 Ausbildungsberufe und was Ausbilder voneinander lernen - Didaktische Parallelität ohne Fremdwörter erklärt - Psychologische Sicherheit mit einer einzigen Frage greifbar machen - Neutrale Mundwinkel: Warum ein ernstes Gesicht keine schlechte Laune bedeutet DEIN GAST Lars Leuverink arbeitet als Trainer, Coach und Keynote Speaker rund um moderne Ausbildung und Ausbildungspsychologie. Er gibt Ausbildereignungslehrgänge, unter anderem für IHKs, coacht Azubis und Ausbilder, hält Feedback Seminare bei der IHK Düsseldorf und bietet Workshops zum Lernen mit KI an. Sein Motto: Brücken bauen. Seine Haltung: Verstehen, was Azubis brauchen, und stärken, was Ausbilder ermöglichen können. KONTAKT UND LINKS Lars Leuverink auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lars-leuverink/ Website von Lars: https://www.leuverink-einzigartig.de LARS UND SEIN BUCH Der Ausbildercode. 25 psychologische Schlüssel für erfolgreiche Ausbildung. Jedes Kapitel greift einen Schmerzpunkt aus dem Ausbildungsalltag auf, mit Impuls, Handlungsidee und Reflexionsfrage. Erscheinungstermin und Verlag stehen noch offen. Du kennst einen passenden Verlag? Melde dich bei Lars. TERMINE VON LARS - November 2026 in Düsseldorf beim DALK https://deutscher-ausbildungsleitungskongress.de/speaker-2026/ LARS' KOOPERATIONSPARTNER Lars arbeitet mit einem festen Netzwerk. Gemeinsam bauen sie ein modulares Programm für Ausbildungsbetriebe zu Neurodiversität, Konflikten, psychischer Belastung, Digitalisierung und Psychohygiene. - Franziska Kövener: Gesprächsführung und Lernreisen in der Ausbildung https://www.linkedin.com/in/franziska-koevener/ - Tamara Zeidler: Konfliktmanagement und Coaching https://www.linkedin.com/in/tamara-zeidler-55039319a/ - Oliver Buda: IT, Datenschutz und KI, baut mit Lars die Website https://www.linkedin.com/in/oliver-buda-44a90a224/ - Kirsten Hofmann-Grunert: Psychologin (MSc.), Mental und Hypnose Coach https://www.linkedin.com/in/kirsten-hofmann-grunert-000526124/ - Kirsten Sautmann: Psychohygiene, Stressmanagement, Resilienz und betriebliches Gesundheitsmanagement https://www.linkedin.com/in/kirsten-sautmann/ DREI REFLEXIONSFRAGEN VON LARS 1. Ab welchem Satz sagst du, was du beruflich machst, und wie schnell hinterfragst du es, wenn andere es nicht tun? 2. Würdest du dich bei einer Operation oder vor Gericht von einer KI beraten lassen? 3. Wann fühle ich mich auf der Arbeit wohl, und wann unwohl? DEINE MEINUNG Du bildest in einer seltenen Branche aus oder lernst selbst einen Beruf, den kaum jemand kennt? Schreib es in die Kommentare, dann holen wir das
1 Stunde 25 Minuten
🟢 Azubis in Rot, echte Aufträge statt Schaustücke und fast alle bleiben im Betrieb: Sven Lettau zeigt, wie praxisnahe Ausbildung im Maschinenbau aussieht. Sven bildet Mechaniker aus. Seine Azubis laufen von Beginn an in den Abteilungen mit, arbeiten neben Facharbeitern, erledigen Nacharbeiten und kleine Aufträge und bauen Projekte, die der Firma wirklich nützen. Sie tragen Rot, die Facharbeiter tragen Blau. Warum das funktioniert und welche Kritik kam, erzählt Sven offen. Dazu bekommst du einen ehrlichen Blick auf einen Ausbilderweg, den kaum jemand plant: Mittelschulabschluss, Lehre als Koch, mehrere Jahre Bundeswehr, zweite Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker mit 30, Meister, Ausbilder. Und jetzt der nächste Schritt zur Nachwuchsstiftung Maschinenbau. DAS ERWARTET DICH - Was praxisnahe Ausbildung bedeutet und was nicht - Rote Kleidung für Azubis: Nutzen, Kritik und die Frage nach der Zweiklassengesellschaft - Leistung sichtbar machen: Patches, Trikotfarben und Erfahrungen von der Bundeswehr - Azubis als vollwertige Mitarbeiter in Produktion, Montage und Abteilungen - Das Escape Game, das Azubis für Mitarbeiterkinder gebaut haben - Warum die Jugend von heute nicht das Problem ist: Wer den Mehrwert sieht, arbeitet in der Freizeit weiter - Fast alle Azubis übernehmen und im Guten auseinandergehen - Der Schweißer aus Syrien, der heute besser schweißt als sein Ausbilder - Bauchgefühl bei Einstellungen: Stärke und Gefahr - Duzen in der Ausbildung: Warum Sven es eingeführt hat und Marc anders startet - Über 100 Ausbildungsbeauftragte als Mitausbilder in den Abteilungen - Die Einführungswoche: Vom PowerPoint Marathon zum Programm mit Ausbildern ab Tag eins - Die digitale Lernplattform MLS im Ausbildungsalltag - Ausprobieren statt abwarten: Der Arbeitsplatz als Spielwiese - Die Idee einer Einführungswoche im Wald mit Lagerfeuerküche - Svens Empfehlung: Bücher und Weiterbildung DEIN GAST Sven Lettau, Ausbilder im Bereich Mechanik. Er leitet mit zwei Kollegen die Lehrwerkstatt mit rund 45 Azubis. Danach wechselt er zur Nachwuchsstiftung Maschinenbau (digitale Inhalte, Großkunden, Anwenderschulungen, Vertrieb). Nebenbei startet er mit eigenen Workshops für Azubis zu Motivation und Entwicklung. KONTAKT UND LINKS Sven Lettau auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sven-lettau-a30b96296/ Nachwuchsstiftung Maschinenbau: https://www.nachwuchsstiftung-maschinenbau.de/ Lagerfeuerküche mit Azubis (Marc): Anfrage unter mail@onteamz.de IM GESPRÄCH GENANNT - Napoleon Hill: Denke nach und werde reich (liest Sven gerade) - David Goggins: zwei Bücher, auf Englisch gelesen - Eberhofer Krimis von Rita Falk - Lernplattform MLS (Mobile Learning in Smart Factories) der Nachwuchsstiftung Maschinenbau DEINE MEINUNG Duzt du deine Azubis von Tag eins oder startest du mit Sie? Schreib uns einen Kommentar, Sven und Marc lesen mit. Einen zweiten Teil über die Nachwuchsstiftung planen wir.
1 Stunde 8 Minuten
Mit dem ersten Gehalt, neuen Office-Aufgaben und ungewohnten Gesprächssituationen beginnt für Azubis mehr als die fachliche Ausbildung. Marc spricht mit Niklas darüber, wie Workshops zu Finanzen, Versicherungen, Microsoft Office, Lernmethoden und Kommunikation junge Menschen im Berufsalltag unterstützen können. Es geht um typische Unsicherheiten beim Einstieg, den Mehrwert externer Trainer und die Frage, warum Ausbildung mehr leisten sollte als Prüfungsvorbereitung.
1 Stunde 16 Minuten
Azubis sind keine Lückenfüller. Eigentlich ein selbstverständlicher Satz. Doch gerade dort, wo Personal fehlt, kann aus Ausbildung schnell etwas anderes werden: Der Azubi soll funktionieren, einspringen, Verantwortung übernehmen und plötzlich Aufgaben auffangen, für die eigentlich eine Fachkraft gebraucht würde. Genau darüber spreche ich in dieser Folge mit Kevin Schlesier. Kevin kennt die Gastronomie nicht aus Lehrbüchern. Er blickt auf rund 30 Jahre Erfahrung in der Branche zurück und spricht sehr offen darüber, was er selbst erlebt hat: enormen Druck, harte Hierarchien und eine Arbeitswelt, in der Funktionieren teilweise wichtiger war als Entwicklung. Heute will er genau dort etwas verändern. Kevin ist Gründer und Initiator des Culinary Apprentice Project, kurz cAp. Sein Ziel: Ausbildungsqualität verbessern, Ausbilder und Betriebe unterstützen und jungen Menschen Strukturen geben, bevor aus Überforderung Frust und aus Frust vielleicht ein Ausbildungsabbruch wird. Und Kevin macht im Gespräch deutlich: Personalmangel darf nicht auf dem Rücken der Azubis gelöst werden. Wir sprechen darüber, was passiert, wenn junge Menschen zu früh wie fertige Fachkräfte eingesetzt werden und weshalb gerade die ersten Monate einer Ausbildung entscheidend sein können. Aber wir diskutieren auch die andere Seite. Müssen wir die junge Generation einfach stärker fordern? Sind junge Menschen heute tatsächlich weniger belastbar? Oder versuchen wir manchmal, Ausbildung mit den Maßstäben einer Arbeitswelt zu gestalten, die es so längst nicht mehr gibt? Kevin sagt klar: Es geht nicht darum, Azubis in Watte zu packen. Es geht darum, Anforderungen mit guter Führung, klarer Kommunikation und echter Begleitung zu verbinden. Und dann stellt Kevin im Gespräch eine Frage, die bei mir hängen geblieben ist: Würdest du deinen eigenen Betrieb deinem eigenen Kind als Ausbildungsbetrieb empfehlen? Eine verdammt spannende Frage. Denn vielleicht müssen wir weniger darüber diskutieren, was mit der heutigen Jugend nicht stimmt. Und häufiger darüber, was gute Ausbildung heute eigentlich leisten muss. In dieser Folge sprechen Kevin und ich unter anderem über Personalmangel und seine Auswirkungen auf Ausbildung Azubis als Ersatz für fehlende Fachkräfte Druck und Überforderung in der Gastronomie Ausbildungsabbrüche und ihre Ursachen die Bedeutung der ersten Monate einer Ausbildung Hierarchien und Führung in Küche und Gastronomie warum junge Menschen heute häufiger nach dem Warum fragen Menschlichkeit ohne Kuschelpädagogik Kevins persönliche Erfahrungen aus rund 30 Jahren Gastronomie das Culinary Apprentice Project und die Frage, ob du deinen eigenen Ausbildungsbetrieb deinem eigenen Kind empfehlen würdest Eine Folge für Ausbilder, Ausbildungsleiter, HR Verantwortliche und alle, die Ausbildung nicht einfach verwalten, sondern junge Menschen wirklich entwickeln wollen. ÜBER KEVIN SCHLESIER Kevin Schlesier ist seit rund 30 Jahren in der Gastronomie tätig und Gründer sowie Initiator des Culinary Apprentice Project. Mit CAP setzt er sich für bessere Ausbildungsstrukturen in Gastronomie und Hotellerie ein. Im Mittelpunkt stehen Ausbildungsqualität, Kommunikation, Arbeitskultur, Prävention und echte Entwicklungsmöglichkeiten für junge Menschen. Sein Ansatz ist dabei bewusst praxisnah: Nicht mit dem Finger auf Ausbildungsbetriebe zeigen, sondern Strukturen schaffen, die Ausbilder und Azubis gleichermaßen unterstützen.
1 Stunde 17 Minuten
Coach ist heute jeder. Ein Wochenendseminar, ein Zertifikat aus dem Internet, ein neues Profilbild auf LinkedIn, fertig ist der Titel. Heike Singbartl macht das anders. Sie nennt sich bewusst nicht Coach, sondern Trainerin, weil sie für den Coachingtitel nie eine anerkannte Ausbildung gemacht hat. In dieser Folge sprechen Heike und Marc offen darüber, warum dieser scheinbar kleine Unterschied im Titel für die Ausbildungscommunity eine viel größere Bedeutung hat. Heike Singbartl lebt auf einer Hallig in der Nordsee, arbeitet seit Jahren als Erlebnispädagogin und Trainerin für Auszubildende, hat die AEVO Prüfung gemacht und steht kurz vor dem Abschluss als Aus und Weiterbildungspädagogin. Trotzdem verzichtet sie auf einen Titel, den sich andere ohne jede Qualifikation einfach nehmen. Es geht um die Frage, wie viel ein Zertifikat wirklich wert ist, warum Deutschland laut einem Zitat aus dem Podcast in einer Scheinwelt lebt, und warum echte Kompetenz oft nicht auf der Checkliste steht, die Personalabteilungen abhaken. Für Ausbilder, Ausbildungsleiter und alle, die Auszubildende begleiten: Eine Folge über Ehrlichkeit statt Etikett.
1 Stunde 14 Minuten
„Du musst mehr lernen.“ Klingt logisch. Ist aber ziemlich nutzlos, wenn ein junger Mensch nie gelernt hat, wie Lernen eigentlich funktioniert. Genau darüber spreche ich in dieser Folge mit Patrik Rappo von BRAINY aus der Schweiz. Patrik kennt das Thema aus einer sehr persönlichen Perspektive. In der Schule gehörte er selbst nicht zu den Stärksten. Heute beschäftigt er sich intensiv damit, wie Kinder, Jugendliche, Lernende und Erwachsene Wissen tatsächlich aufbauen können. Und damit landen wir mitten in einem Problem, das auch viele Ausbildungsbetriebe betrifft: Wir erwarten Selbstorganisation, Lernbereitschaft, Planung und Eigenverantwortung. Gleichzeitig setzen wir häufig voraus, dass junge Menschen diese Fähigkeiten einfach mitbringen. Aber wo sollen sie diese eigentlich gelernt haben? Patrik arbeitet deshalb unter anderem mit Lernstrukturen, Lernplanung und konkreten Lerntechniken. Statt zwei Tage vor einer Prüfung möglichst viel Wissen in den Kopf zu pressen, lernen Jugendliche beispielsweise, eine Prüfung über mehrere Wochen vorzubereiten und Lernzeiten bewusst einzuplanen. Doch unser Gespräch geht noch deutlich weiter. Wir sprechen über Berufsorientierung und Berufswahl und darüber, warum Schulnoten vielleicht viel weniger darüber aussagen, welcher Beruf zu einem jungen Menschen passt, als wir denken. Ist jemand kreativ? Handwerklich? Detailverliebt? Technisch? Kommunikativ? Braucht jemand viele Menschen um sich herum oder fühlt er sich in einem kleinen Betrieb wohler? Vielleicht sollten wir Jugendlichen nicht zuerst die Frage stellen: „Welchen Beruf willst du machen?“ Sondern: „Welche Art von Arbeit passt eigentlich zu dir?“ Und dann wird es durchaus unbequem. Denn auch Unternehmen bekommen in dieser Folge ihren Teil ab. Wenn ein Azubi praktisch hervorragend arbeitet, aber Schwierigkeiten in der Berufsschule hat, können wir als Betrieb natürlich sagen: „Schule ist dein Problem.“ Oder wir verstehen Ausbildung tatsächlich als Entwicklung und überlegen, wie wir diesen jungen Menschen unterstützen können. Patrik formuliert dazu einen Gedanken, der sehr gut zu OnTeamz passt: Wir bilden junge Menschen nicht nur aus. Wir entwickeln und fördern sie. Genau deshalb sprechen wir auch über Lehrabbrüche, unbesetzte Ausbildungsplätze, die Attraktivität von Ausbildungsberufen und die berühmte Generation Z. Denn vielleicht ist diese Generation gar nicht so faul und arbeitsunwillig, wie ihr gerne vorgeworfen wird. Vielleicht will sie einfach stärker verstehen, warum sie etwas tut. Und vielleicht steckt darin sogar eine ihrer größten Stärken. Patrik erlebt junge Menschen als ideenreich, experimentierfreudig und innovativ. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, wie wir sie wieder so bekommen wie frühere Generationen. Die spannendere Frage lautet: Wie gestalten wir Ausbildung so, dass ihre Stärken tatsächlich zum Vorschein kommen? Darüber sprechen wir in dieser Folge von OnTeamz, dem Ausbildungspodcast. Das erwartet dich in dieser Folge Du erfährst unter anderem: • warum „Lern doch einfach mehr“ keine Lernstrategie ist • wie Azubis sinnvolle Lernstrukturen entwickeln können • warum kurzfristiges Lernen vor Prüfungen häufig nicht nachhaltig funktioniert • weshalb Lernkompetenz auch Zeitmanagement und Selbstorganisation bedeutet • was LEGO und Klemmbausteine über Fähigkeiten und Interessen verraten können • warum Schulnoten bei der Berufsorientierung nicht alles entscheiden sollten • weshalb Jugendliche nicht sofort den perfekten Beruf, aber zumindest die richtige Richtung finden sollten • warum Ausbildungsbetriebe auch bei Problemen in der Berufsschule Verantwortung übernehmen können • weshalb Sinnhaftigkeit für junge Menschen in der Ausbildung eine wichtige Rolle spielt • warum Generation Z möglicherweise deutlich innovativer ist als ihr Ruf • wie Unternehmen Ausbildungsabbrüche und unbesetzte Lehrstellen anders betrachten können • warum Ausbildung mehr sein sollte als die Vermittlung fachlicher Fähigkei
15 Minuten
Warum bekommt mein Azubi sein Zeitmanagement nicht in den Griff? Warum werden Termine vergessen, Aufgaben zu spät erledigt oder sogar Berufsschultage verpasst? Vielleicht liegt das Problem gar nicht an fehlender Motivation oder mangelnder Zuverlässigkeit. Vielleicht hat einfach nie jemand gezeigt, **wie gutes Zeitmanagement eigentlich funktioniert.** In dieser Folge von **OnTeamz, dem Ausbildungspodcast**, geht es um eine Fähigkeit, die wir von jungen Menschen oft selbstverständlich erwarten: **Selbstorganisation.** Am Beispiel eines einfachen Kalenders zeige ich dir, wie Ausbilder gemeinsam mit ihren Azubis ein funktionierendes System für Termine, Berufsschule, Arbeitszeiten, Lernphasen und Freizeit entwickeln können. Du erfährst unter anderem, warum sich Azubis auf ein Kalendersystem festlegen sollten, wie Farben für mehr Übersicht sorgen, weshalb Vorbereitungszeiten und Puffer genauso wichtig sind wie der eigentliche Termin und warum regelmäßige Kalenderzeiten zur Routine werden sollten. Und vor allem: **Zeitmanagement kann man trainieren.** Statt mit Prüfungsterminen und Pflichten zu beginnen, können Ausbilder gemeinsam mit ihren Azubis zunächst Freizeit, Sport, Hobbys und persönliche Termine planen. Danach kommen Berufsschule, Betrieb, Lernzeiten und wiederkehrende Termine hinzu. So wird der Kalender nicht zum Kontrollinstrument des Ausbildungsbetriebs, sondern zu einem Werkzeug, mit dem junge Menschen lernen, **Verantwortung für ihre eigene Zeit zu übernehmen.** Eine praktische Folge für Ausbilder, Ausbildungsbeauftragte und Ausbildungsleiter, die ihre Azubis nicht nur fachlich ausbilden, sondern bei ihrer persönlichen Entwicklung unterstützen wollen. **Themen dieser Folge:** Zeitmanagement für Azubis, Selbstorganisation in der Ausbildung, Kalender richtig führen, Berufsschule organisieren, Ausbildungsalltag strukturieren, Eigenverantwortung fördern und Azubi Entwicklung.
1 Stunde 2 Minuten
„Ausbildungsbeauftragte sind die Schizophrenie des deutschen Ausbildungssystems.“ Ein harter Satz. Aber Melanie Brender findet, dass er einen wunden Punkt ziemlich gut trifft: In der Ausbildung ist vieles geregelt, geplant und qualifiziert. Und dann gibt es ausgerechnet die Menschen, die in den Fachabteilungen einen riesigen Teil der Ausbildungsarbeit übernehmen. Praxisbetreuer, Ausbildungsbeauftragte, Praxisanleiter. Oft machen sie diese Aufgabe nebenbei, mit viel Herzblut und gleichzeitig mit der Frage: Was gehört eigentlich zu meiner Rolle und wie mache ich das richtig? Genau dort wird diese Folge spannend. Melanie bringt 25 Jahre Erfahrung im Ausbildungsbereich mit und spricht darüber, warum junge Menschen zunächst einmal ernst genommen und als Person wahrgenommen werden wollen, weshalb persönlicher Kontakt trotz Homeoffice wichtig bleibt und warum Ausbildung mehr braucht als Fachwissen. Es geht um Ausbildungsbeauftragte, Generation Z, moderne Ausbildung, Homeoffice, KI in der Ausbildung, Future Skills und lebenslanges Lernen. Und Melanie wird sehr konkret: Warum sie bei Problemen zuerst Fragen stellt, statt Druck aufzubauen. Warum Homeoffice in der Ausbildung begleitet werden muss. Warum der schnelle Griff zur KI nicht automatisch gutes Arbeiten bedeutet. Und warum junge Menschen Aufgaben brauchen, bei denen sie merken: Das hier trägt wirklich etwas bei. Eine Folge für Ausbilder, Ausbildungsleiter und HR, die nicht nur darüber diskutieren wollen, wie „die jungen Leute heute ticken“, sondern sich fragen: Was müssen wir eigentlich auf unserer Seite besser machen?
1 Stunde 21 Minuten
Vielleicht bist du nicht das Problem. Jan war in der Schule nach eigener Aussage „gerottenschlecht“. Mit einem Realschulabschluss von etwa 3,4 bekam er zunächst keinen Ausbildungsplatz. Jahre später schloss er seinen Master in Erziehungswissenschaft mit 1,0 ab. Was ist da passiert? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Menschen in unterschiedlichen Lernumgebungen völlig unterschiedlich aufblühen können – und was das für Ausbildung, Ausbilder, Azubis, Schule und berufliche Bildung bedeutet. Jan erzählt von seinem eigenen Bildungsweg und erklärt, warum für ihn nicht allein die Fähigkeiten eines Menschen entscheidend sind, sondern auch das Setting, die Motivation, die Selbstbestimmung und die Art, wie Lernen gestaltet wird. Wir sprechen außerdem über Prüfungsangst, Lernblockaden, Prokrastination und Motivation. Dabei geht es um die Frage, warum manche Menschen trotz guter Leistungen Schwierigkeiten beim Lernen entwickeln und warum vermeintlich „schlechte“ Schüler später enorme Entwicklungsschritte machen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist Facilitation: Wie viel sollte ein Trainer, Ausbilder oder Lehrer eigentlich vorgeben? Und wann ist es sinnvoller, Menschen Raum zu geben, selbst aktiv zu werden, eigene Lösungen zu entwickeln und Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen? In dieser Folge geht es unter anderem um: Lernen und persönliche Entwicklung Ausbildung und moderne Ausbildungsarbeit Motivation von Azubis und Lernenden Prüfungsangst und Prüfungsstress Prokrastination und Lernblockaden Selbstbestimmtes Lernen Lernumgebungen und das richtige Setting Facilitation und moderne Lernbegleitung Schule, Studium und berufliche Bildung die Frage, warum Menschen oft mehr können, als ihre bisherigen Leistungen vermuten lassen Eine Folge für Ausbilder, Ausbildungsleiter, Lehrer, Trainer, Personalentwickler, Azubis und alle, die sich mit Lernen, Ausbildung und Entwicklung von Menschen beschäftigen. Denn vielleicht liegt die Lösung manchmal nicht darin, den Menschen zu verändern – sondern das Umfeld, in dem er lernen soll. Hier geht es zu Jan: www.jangrun.de Oder einfach per LinkedIN: https://www.linkedin.com/in/jan-grun-139409276/
1 Stunde 20 Minuten
Warum fällt Lernen manchen Menschen leicht und anderen scheinbar überhaupt nicht? Und was können Ausbilder tun, damit Azubis nicht nur Wissen aufnehmen, sondern wirklich verstehen, anwenden und behalten? Darüber spreche ich in dieser Folge mit Andrea Luft, Lerntrainerin, Mentaltrainerin, Ausbilderin und Expertin für Lernprozesse. Andrea verfolgt einen spannenden Ansatz: Lernen darf leicht sein. Nicht im Sinne von „ohne Anstrengung“, sondern im Sinne einer anderen Haltung zum Lernen. Denn natürlich braucht Lernen Disziplin, Durchhaltevermögen und Zeit. Aber es darf gleichzeitig Spaß machen, neugierig machen und Erfolgserlebnisse erzeugen. Und genau hier wird die Folge besonders interessant für alle, die mit Azubis, Auszubildenden, jungen Menschen und Ausbildung zu tun haben. Andrea erzählt von ihrem eigenen Weg: von der kaufmännischen Ausbildung über die Weiterbildung zur geprüften Bilanzbuchhalterin und ihre Tätigkeit als Leitung im Rechnungswesen bis hin zur Erwachsenenbildung und schließlich zur Arbeit mit Auszubildenden. Aus einer Anfrage für Rechnungswesen Schulungen wurde schließlich die Entscheidung, den sicheren Job aufzugeben und eine eigene Akademie aufzubauen. Dabei zeigt sich schnell: Auch ein Fach wie Buchführung kann plötzlich verständlich werden, wenn man das System dahinter richtig erklärt und die Lernenden nicht von Anfang an mit ihren eigenen negativen Erfahrungen alleine lässt. Wir sprechen darüber, warum Neugier einer der wichtigsten Einstiege ins Lernen ist, weshalb langweilige Lernprozesse dazu führen können, dass unsere Gedanken abschweifen und warum Emotionen, Konzentration und persönliche Lebenssituationen beim Lernen eine viel größere Rolle spielen, als viele Ausbilder vermuten. Andrea gibt außerdem konkrete Einblicke in effektive Lerntechniken. Es geht unter anderem um Active Recall, Mindmaps, die Feynman Technik, ABC Listen, Pomodoro und kurze konzentrierte Lernphasen. Besonders spannend ist ihr Ansatz, Wissen nicht einfach immer wieder zu lesen, sondern es aktiv abzurufen und dadurch die Erinnerung zu stärken. Auch das Thema Prüfungsangst kommt nicht zu kurz. Andrea erklärt, warum aktives Abrufen von Wissen nicht nur beim Lernen hilft, sondern auch dabei, den Stress vor Prüfungen zu reduzieren. Wer das Abrufen immer wieder trainiert, kennt den Weg zum eigenen Wissen besser und kann dadurch sicherer in eine Prüfung gehen. Besonders relevant für Ausbilder wird es beim Thema Generation Z und Ausbildung. Andrea plädiert nicht dafür, jungen Menschen weniger abzuverlangen. Im Gegenteil: Leistungsbereitschaft bleibt für sie wichtig. Der entscheidende Unterschied liegt für sie darin, wie Leistung entsteht. Junge Menschen wollen häufiger verstehen, warum etwas wichtig ist, Sinn erkennen und selbstwirksam handeln. Gleichzeitig dürfen sie lernen, dass Entwicklung auch Anstrengung, Disziplin und Durchhaltevermögen bedeutet. Daraus entsteht eine spannende Frage: Müssen wir unsere Ansprüche an Azubis verändern oder müssen wir vor allem unsere Art verändern, wie wir sie zu Leistung führen? Wir sprechen außerdem über Fehlerkultur, Vertrauen und die schnelle Bewertung von Azubis als „faul“, obwohl hinter mangelnder Leistung manchmal eine ganz andere emotionale Belastung stehen kann. Andrea beschreibt, wie Ausbilder einen geschützten Raum schaffen können, ohne gleichzeitig ihre Erwartungen und Grenzen aufzugeben. Und natürlich geht es auch um die andere Seite: Ausbilder selbst stehen häufig unter enormem Zeitdruck. Andrea kennt die Realität, dass Ausbilder neben ihrer Ausbildungsaufgabe noch weitere Verantwortlichkeiten haben und teilweise nur sehr wenig Zeit für einzelne Azubis zur Verfügung steht. Deshalb geht es nicht um theoretische Idealbedingungen, sondern um konkrete Tools, die sich in den Ausbildungsalltag integrieren lassen. Ein Gespräch über Lernen lernen, Ausbildung, Azubis, Motivation, Lerntechniken, Prüfungsangst, Mentaltraining, Generation Z und die Frage, wie wir Leistungsbereitschaft för
23 Minuten
Streichen wir zwei Jahre Ausbildung? Meine Antwort auf die steilste These der Ausbildungs Community „Vielleicht 5 bis 10 Prozent habe ich später im Job wirklich gebraucht." Diese Aussage von Daniel Müller hat in den letzten Tagen für hitzige Diskussionen gesorgt. Über 60 Kommentare, geteilte Meinungen, klare Fronten. In dieser Solo Folge nehme ich die These auseinander und beziehe klar Stellung. Reicht eine praxisnahe Vorbereitung von drei bis sechs Monaten wirklich aus, um einen Beruf zu erlernen? Oder verwechseln wir hier schnelle Einsatzfähigkeit mit echter beruflicher Handlungskompetenz? Ich schaue mir an, wo die Diskussion berechtigte Punkte trifft, wo sie zu kurz greift und welche Perspektive bisher komplett gefehlt hat: die der Azubis selbst. Darum geht es: Warum Wissen vermitteln nicht dasselbe ist wie Kompetenz aufbauen Wo in der Ausbildung tatsächlich Zeit verschenkt wird und wo nicht Der Unterschied zwischen Ausbildung modernisieren und Ausbildung verkürzen Was der Fachkräftemangel wirklich mit der Ausbildungsdauer zu tun hat Meine ehrliche Einschätzung als jemand, der die duale Ausbildung täglich lebt Diese Folge ist für dich, wenn du als Ausbilder, Ausbildungsleiter, Personalentwickler oder Geschäftsführer selbst mitentscheidest, wie Ausbildung in deinem Unternehmen aussieht. Hör rein und sag mir, wie du zu drei Jahren dualer Ausbildung stehst.
57 Minuten
Viele Ausbilder in deutschen Unternehmen haben ihren Ausbilderschein vor 15, 20 oder sogar 30 Jahren gemacht. Seitdem: keine Auffrischung, keine Weiterbildung, kein neuer Blick auf Didaktik. Jasmin und Simon Link bilden mit der AEVO Akademie seit Jahren genau diese Menschen weiter. Sie erleben in ihren Kursen immer wieder dasselbe Muster. Fachlich ist niemand zu schlagen. Aber sobald es um die Vermittlung von Wissen geht, um Didaktik und Methodik, wird es dünn. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum der Ausbilderschein am Ende vor allem eine rechtliche Formalie ist, warum viele Ausbilder unbewusst einfach das kopieren, wie sie selbst vor Jahrzehnten ausgebildet wurden, und warum sich die Rolle des Ausbilders heute grundlegend verändert hat, vom klassischen Unterweiser hin zum Lerncoach. Außerdem: wie Jasmin und Simon selbst zur Ausbildung kamen, was eine einjährige Weltreise mit ihrer heutigen Arbeit zu tun hat, und warum Vielfalt in der Ausbildung eine Chance ist und keine Belastung.
1 Stunde 14 Minuten
„Wir finden keine Azubis.“ Diesen Satz hört man inzwischen regelmäßig von Unternehmen. Sebastian sieht das anders: Das Problem sei nicht unbedingt, dass es zu wenige junge Menschen gibt. Vielmehr würden Unternehmen oft nicht das finden, was sie suchen. Zwischen den Erwartungen der Unternehmen und dem, was junge Menschen mitbringen, klaffe eine Lücke. Im Gespräch geht es deshalb um mehr als klassische Ausbildung. Sebastian Reil erzählt von seinem ungewöhnlichen Weg über ein Studium in Creative Therapies, seine Zeit im Vertrieb und im Bildungswesen bis hin zu seinen heutigen Projekten Azubi Booster und Strong Talents. Dabei geht es immer wieder um eine zentrale Frage: Wie schaffen wir Entwicklung, wenn ein eintägiges Seminar längst nicht mehr reicht? Seine Erfahrung: Nachhaltige Entwicklung braucht Zeit, regelmäßige Impulse und vor allem Beziehung. Genau deshalb begleitet er junge Menschen über viele Monate und verbindet Live-Calls, Lernvideos, praktische Übungen und persönliche Gespräche. Außerdem sprechen wir über den Übergang junger Menschen ins Berufsleben, unterschiedliche Kommunikations- und Arbeitskulturen, internationale Talente und darüber, warum Unternehmen junge Menschen nicht einfach dazu bringen sollten, genauso zu kommunizieren wie ihre Ausbilder. Stattdessen sollten sie ihnen die Skills geben, mit denen sie die Unterschiede besser überbrücken können. Und eine weitere klare Position von Sebastian: Wer echte Entwicklung will, kann nicht einfach einen Trainer für einen Tag ins Unternehmen holen und danach erwarten, dass sich nachhaltig etwas verändert. Entwicklung muss begleitet werden. Hier geht es zu Sebstian. https://www.linkedin.com/in/sebastian-reil-912763216/