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OnTeamz // Der Ausbildungspodcast Strukturen, Impulse & echte Gespräche Archiv

274 Episoden
1 Stunde 3 Minuten
KI, Ausbildung und Arbeitswelt: Wie viel Veränderung kommt wirklich? In dieser Folge spreche ich mit Daniel Müller über ein Thema, das aktuell kaum jemanden unberührt lässt: Künstliche Intelligenz in Ausbildung und Arbeitswelt. Daniel teilt seine Einschätzungen zur Entwicklung im Personal- und Zeitarbeitsbereich und ordnet ein, welche Auswirkungen KI auf Unternehmen, Fachkräfte und besonders auf die Ausbildung haben könnte. Dabei geht es nicht um Schlagzeilen oder Hype, sondern um praktische Gedanken und echte Erfahrungen aus dem Gespräch. Besonders spannend ist die Frage: „Ist KI nur ein besserer Taschenrechner?“ Genau darüber diskutieren wir intensiv. Was kann KI heute bereits leisten? Wo hilft sie Ausbilderinnen und Ausbildern konkret? Und wo braucht es weiterhin menschliche Erfahrung, Kommunikation und Vertrauen? In dieser Episode erfährst du: warum KI derzeit viele Unternehmen beschäftigt, welche Entwicklungen Daniel im Personalwesen beobachtet, welche Rolle Zeitarbeit in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt spielen könnte, wie KI die Ausbildung beeinflussen kann, weshalb die Frage nach dem „besseren Taschenrechner“ viel tiefere Auswirkungen hat als zunächst gedacht, und welche Gedanken ich persönlich aus diesem Gespräch für OnTeamz und die Ausbildungspraxis mitgenommen habe. Das Gespräch war gleichzeitig fachlich spannend und überraschend unterhaltsam. Trotz kleiner technischer Hürden entstand ein Austausch voller Perspektiven, Denkanstöße und konkreter Überlegungen für alle, die sich mit Ausbildung, Personalentwicklung, KI oder der Zukunft der Arbeit beschäftigen. Für wen ist diese Folge besonders interessant? Ausbilderinnen und Ausbilder Ausbildungsleiter HR-Verantwortliche Personalentwickler Menschen aus der Zeitarbeit Führungskräfte im Mittelstand Alle, die verstehen möchten, wie KI Ausbildung und Arbeitswelt verändern könnte Jetzt reinhören und selbst entscheiden: Ist KI wirklich nur ein besserer Taschenrechner oder stehen wir vor einer deutlich größeren Veränderung? Daniel Müller ist Berater, Coach, Speaker und Unternehmer mit über 23 Jahren Erfahrung in der Personaldienstleistungsbranche. Als Gründer von „Liebe Zeitarbeit" hat er sich als das Sprachrohr der Zeitarbeit etabliert. Mit seinem gleichnamigen Podcast (859+ Folgen), seinem YouTube-Kanal (18.600+ Abonnenten, 1.000+ Videos) und einer LinkedIn-Community von 20.000+ Followern erreicht er monatlich tausende Entscheider in der Branche. Sein Amazon-Bestseller „Bereit für Zeitarbeit" ist das Standardwerk für Gründer und Quereinsteiger in der Personaldienstleistung. Daniel ist zudem KI-Experte und Veranstalter der KI-Kompetenztage – dem führenden Event für Künstliche Intelligenz in der Personaldienstleistung (4x ausverkauft). Er berät Personaldienstleister bei Gründung, Wachstum, Verkauf und Digitalisierung. https://www.instagram.com/liebe.zeitarbeit/ https://www.linkedin.com/in/daniel-m%C3%BCller-lz/
11 Minuten
In dieser Podcastfolge geht es um die Menschen, die jeden Tag Verantwortung für die Zukunft übernehmen: Ausbilderinnen und Ausbilder. Sie vermitteln nicht nur Fachwissen, sondern schenken jungen Menschen Vertrauen, Orientierung, Geduld und echte Entwicklungschancen. Warum kann man sagen, dass Ausbilder Helden sind? Sie investieren Zeit in die nächste Generation. Sie glauben an junge Menschen, auch wenn diese noch unsicher sind. Sie fördern Selbstvertrauen und Eigenverantwortung. Sie begleiten Fehler als Lernchance. Sie prägen Werte, Haltung und Teamfähigkeit. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag gegen den Fachkräftemangel. Sie denken langfristig – für Unternehmen, Gesellschaft und die Zukunft der Ausbildung. Diese Folge ist eine Wertschätzung für alle Ausbildungsbeauftragten, Ausbilder, Ausbildungsleiter, HR-Verantwortlichen und Mentoren, die tagtäglich junge Menschen auf ihrem beruflichen Weg begleiten. Egal ob du selbst ausbildest, ein Ausbildungsteam führst oder dich für moderne Ausbildung interessierst – diese Episode erinnert daran, wie wichtig gute Ausbildung für Unternehmen und Gesellschaft ist.
54 Minuten
Duales Studium aus erster Hand Akif Cakmak berichtet in dieser Podcastfolge über seinen persönlichen Weg in das duale Studium Wirtschaftsingenieurwesen. Nach dem Abitur wollte er ursprünglich ein Vollzeitstudium beginnen und hatte das duale Studium zunächst gar nicht auf dem Schirm. Erst durch sein Umfeld wurde er auf diese Möglichkeit aufmerksam und bewarb sich auf mehrere duale Studiengänge. Heute kombiniert er ein Studium im Wirtschaftsingenieurwesen mit einer Ausbildung zum Immobilienkaufmann und sammelt gleichzeitig praktische Berufserfahrung in verschiedenen Unternehmensbereichen. Themen der Episode Verantwortung schon in jungen Jahren Akif erzählt, dass er früh Verantwortung übernommen hat: ehrenamtlicher Fußballtrainer Jahrgangsstufensprecher Nachhilfelehrer für Mathematik Diese Erfahrungen hätten ihn im Umgang mit Menschen und im Berufsleben geprägt. Der Einstieg in die Arbeitswelt Besonders herausfordernd war für ihn der Wechsel von der Schule in ein Unternehmen mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen: neue Kommunikationsformen Zusammenarbeit mit Menschen mit jahrzehntelanger Berufserfahrung professionelle Umgangsformen im Arbeitsalltag Rückschläge im dualen Studium Offen spricht Akif über eine nicht bestandene Prüfung und die anschließende Nachprüfung. Er beschreibt den Moment als echten Dämpfer, betont aber, dass Rückschläge zum Leben gehören und Aufgeben keine Option ist. Technische Aufgaben im Gebäudemanagement Aktuell betreut er unter anderem: Brandschutztüren Automatiktüren Toranlagen Schrankenanlagen Er fungiert dabei als Ansprechpartner für Instandsetzung, Instandhaltung und den Austausch mit externen Dienstleistern. Abteilungswechsel als Lernchance Im Unternehmen wechseln duale Studierende regelmäßig die Abteilungen. Akif berichtet von Einsätzen in Bereichen wie: PV-Anlagen klimaneutraler Gebäudebestand technischer Brandschutz Dadurch erhält er Einblicke in unterschiedliche Fachbereiche und kann eigene Interessen besser einschätzen. Warum er das duale Studium gewählt hat Für Akif war der größte Vorteil die Kombination aus: theoretischem Wissen an der Hochschule praktischer Berufserfahrung im Unternehmen Er sieht die gesammelte Praxiserfahrung als entscheidenden Mehrwert gegenüber einem reinen Vollzeitstudium. Zeitmanagement zwischen Uni und Arbeit Sein Grundsatz lautet: Die Uni hat Vorrang. Während der Vorlesungen nimmt er bewusst weder Arbeitslaptop noch Handy mit, um sich vollständig auf das Studium zu konzentrieren. Berufsorientierung und Schule Ein zentrales Thema der Folge ist die aus seiner Sicht oft zu späte Berufsorientierung. Viele junge Menschen wüssten kurz vor dem Abschluss nicht: welche Ausbildungsberufe es gibt wie ein Studium aufgebaut ist welche Weiterbildungswege möglich sind Deshalb möchte er Jugendlichen Ausbildungsberufe und Studiengänge praxisnah näherbringen. Teamsport als Bildungsinstanz Akif ist überzeugt, dass Teamsport wichtige Werte vermittelt: Respekt Disziplin Offenheit Umgang mit unterschiedlichen Persönlichkeiten soziale Kompetenzen Als Jugendtrainer sieht er seine Aufgabe nicht nur in der sportlichen Entwicklung, sondern auch in der persönlichen Entwicklung junger Menschen. KI und digitale Tools im Alltag Zu seinem täglichen Arbeits- und Studienalltag gehören laut eigener Aussage unter anderem: ChatGPT StudySmarter Notion Noji Er nutzt diese Plattformen regelmäßig zur Organisation und Unterstützung im Studium. Das lernst du in dieser Folge wie ein duales Studium Wirtschaftsingenieurwesen aufgebaut sein kann warum Praxiserfahrung für viele Studierende ein großer Vorteil ist wie regelmäßige Abteilungswechsel die berufliche Orientierung unterstützen wie man mit Prüfungsrückschlägen konstruktiv umgeht welche Rolle Zeitmanagement im dualen Studium spielt warum Teamsport soziale Kompetenzen fördern kann weshalb frühe Berufsorientierung für Jugendliche wichtig ist
1 Stunde 7 Minuten
Wie entstehen Mut, Teamarbeit und echte Selbstwirksamkeit bei Auszubildenden? Uwe John arbeitet seit fast 27 Jahren mit jungen Menschen, Theaterprojekten und Unternehmen. Im Gespräch berichtet er von den Nibelungen-Festspielen in Worms, von Theaterarbeit mit Azubis bei Sparkassen und dm-drogerie markt sowie von der Frage, warum Persönlichkeit in der Ausbildung genauso wichtig ist wie Fachwissen. Ein Gespräch über Kommunikation, Vertrauen, Reflexion und die Kraft erlebnisorientierter Formate.
1 Stunde 1 Minute
Michelle Trauth ist Kommunikationstrainerin, Gastgeberin des Podcasts Erfolgsgeflüster mit über 120 Folgen und hat einen Master in politischer Psychologie. Im Gespräch geht es um respektvolle Kommunikation in Ausbildungsbetrieben, den Unterschied zwischen Respekt vor dem Menschen und Respekt vor der Leistung, warum junge Menschen bei Aufgaben oft schneller sind als erfahrene Teams, wie Führungskräfte in Trainings auffallen, die sie selbst nie besucht haben, warum in Krisen häufig schlechter statt besser kommuniziert wird und welchen Unterschied ein einziges Wort in einer E Mail machen kann. Außerdem: ihre Einschätzung, wie künstliche Intelligenz die Kommunikation in Betrieben verändert und warum Fachwissen aus der Ausbildung entscheidend bleibt, um KI Ergebnisse selbst beurteilen zu können. Themen im Gespräch: Respekt vor dem Menschen und Respekt vor der Leistung, vertikaler und horizontaler Respekt, Persönlichkeitsmodelle in Trainings, Generationenunterschiede in Ausbildungsbetrieben, Kommunikation in Krisenzeiten, der Unterschied zwischen Danke und vorab Danke in E Mails, Kommunikation im Konzern im Vergleich zum Mittelstand, künstliche Intelligenz und Fachwissen, Michelle Trauths eigener Weg von großer Schüchternheit zur Trainerin und Podcast Host. Hier geht es zu Michelle direkt: https://www.haltungimdialog.de/ https://www.linkedin.com/in/michelletrauth/
60 Minuten
Annika ist Ausbilderin bei Smart Personal in Schwäbisch Hall, einem Personaldienstleister, der keine Zeitarbeit macht. Sie hat ihren Ausbilderschein schon mit 20 gemacht und erzählt, warum sie trotzdem findet, dass frisch ausgelernte junge Menschen noch keine Ausbilder werden sollten. Wir sprechen über den Unterschied zwischen kleinen und großen Ausbildungsbetrieben, über ihre liebsten Workshop Themen und darüber, wie sie in einem Workshop zum Thema Selbstbewusstsein von einer Gruppe junger Männer positiv überrascht wurde. Außerdem geht es um psychische Gesundheit bei Azubis, um ihre Sicht auf die Generation Z und um den von ihr organisierten Ausbilderaustausch in Schwäbisch Hall. Show Notes Wie Annika zur Ausbilderin wurde und warum Alter für sie eine Voraussetzung ist Unterschiede zwischen Ausbildung in kleinen und großen Unternehmen 36 Workshop Themen für Azubis und Ausbilder bei Smart Personal Der Workshop zum Thema Selbstbewusstsein und die überraschende Reaktion junger Männer Leo Donnerstag, die Social Media Aktion, über die Annika selbst auf Smart Personal aufmerksam wurde Der Ausbilderaustausch, den Annika ins Leben gerufen hat Psychische Gesundheit als wachsendes Thema in der Ausbildung Annikas Blick auf die Generation Z und ihr größtes berufliches Ziel
15 Minuten
In dieser Folge beschreibe ich zum einen die Aufgaben und den Alltag der Ausbildungsbeauftragten. Mit ihren verschiedenen Feldern leisten Sie großartiges in der Ausbildung. Und sind hier nicht immer ganz freiwillig gelandet. Ab August werde ich einen kleinen Ausbildungsbeauftragten Sprint entwerfen. Dieser soll eine Unterstützung sein mit Gedanken und Lerneinheiten für alle Menschen, die sich den Azubis annehmen.
60 Minuten
"Ich hab ne Analyse von einem französischen Gedicht geschrieben. Aber wie eine Steuererklärung funktioniert, hat mir keiner erklärt." Dieser Satz von Max sitzt. Max ist Ausbilder bei PCO, einer IT Sicherheitsfirma aus Osnabrück. In dieser Folge erzählt er, warum er seinen Azubis erlaubt, Fehler zu machen, warum er nachts erreichbar ist, wenn es wirklich zählt, und wie er als Bienenmaskottchen zum Gesicht eines komplett neuen Produkts seiner Firma wurde. Eine Folge über Wärme statt Kontrolle, über Vertrauen als Führungsprinzip und über die Frage, was Ausbildung eigentlich leisten sollte, wenn die Schule allein es nicht schafft.
19 Minuten
In dieser Solo-Folge des OnTeamz Ausbildungspodcasts ziehe ich ein persönliches Fazit aus den vergangenen Ausbildungsgesprächen und Interviews. Welche Aussagen haben mich überrascht? Welche Themen sind immer wieder aufgetaucht? Und welche Erkenntnisse sollten Ausbilder, Ausbildungsleiter und Personalverantwortliche unbedingt mitnehmen? In den vergangenen Episoden haben zahlreiche Gäste ihre Erfahrungen rund um Ausbildung, Azubis, Fachkräftesicherung und die Zukunft der beruflichen Bildung geteilt. Dabei haben sich klare Muster gezeigt. Einige Herausforderungen begegnen nahezu jedem Ausbildungsbetrieb, andere Chancen werden noch viel zu selten genutzt. In dieser Folge spreche ich darüber, welche Erkenntnisse sich durch viele Gespräche bestätigt haben, welche Aussagen ich kritisch sehe, welche Ideen mich nachhaltig beeindruckt haben, welche Trends ich für die Ausbildung der kommenden Jahre erkenne und was Betriebe sofort in ihrer Ausbildungspraxis umsetzen können. Wenn du Ausbilder, Ausbildungsleiter, HR-Verantwortlicher oder Unternehmer bist und deine Ausbildung weiterentwickeln möchtest, erhältst du in dieser Episode kompakte Impulse aus vielen Stunden Gesprächen mit Experten, Praktikern und engagierten Ausbildern. Themen dieser Episode: Ausbildung heute im Realitätscheck Erfahrungen aus zahlreichen Podcast-Interviews Erfolgsfaktoren moderner Ausbildung Typische Fehler in Ausbildungsbetrieben Azubi-Bindung und Fachkräftesicherung Praktische Impulse für Ausbilder Zukunft der Ausbildung Der OnTeamz Ausbildungspodcast liefert regelmäßig Ideen, Strategien und Best Practices für moderne Ausbildung. Hier findest du Inspiration für eine erfolgreiche Azubientwicklung, mehr Ausbildungsqualität und eine starke Arbeitgebermarke. Abonniere den Podcast, damit du keine Folge rund um Ausbildung, Azubis, Ausbilder und Ausbildungsmarketing verpasst.
1 Stunde 5 Minuten
25 Jahre lang hat Judith Bolsinger als Akademieleiterin Nachwuchskräfte im Handel ausgebildet und weiterentwickelt. Heute macht sie mit ihrem eigenen Unternehmen Bolsinger Fachkraft International genau das, was viele Ausbildungsbetriebe gerade dringend brauchen: Sie vermittelt Auszubildende aus Indien und Marokko an deutsche Handelsunternehmen, die selbst keine Bewerbungen mehr bekommen. In dieser Folge des OnTeamZ Ausbildungspodcasts sprechen wir darüber: warum der Fachkräftemangel kein Bewerber Problem ist, sondern ein Struktur-Problem warum Wohnraum die größte Hürde für internationale Azubis ist nicht die Sprache wie Betriebe verantwortungsvoll mit jungen Menschen umgehen, die mit zwei Koffern und einem Sack Reis ankommen warum manche deutschen Ausbildungsbetriebe heute froh sind, überhaupt noch Bewerbungen zu bekommen was Judith an unserem Schulsystem und der frühen Aussortierung von Kindern kritisch sieht und warum die größte Herausforderung bei neuen internationalen Azubis oft nicht die Azubis selbst sind, sondern das bestehende Team Judith Bolsinger auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/judith-bolsinger/
1 Stunde 17 Minuten
Ein Ausbilder wollte Schülern erklären, was Tiefbau ist zehn Minuten Fachbegriffe, null Reaktion. Marian Prill zeigt im Gespräch, warum ein einfaches Foto von einem Bagger und ein Schlüssel mehr bewirken als jede Stellenbeschreibung. Es geht um das Prinzip Nutzen vor Aufgabe: Wer Bewerbern zuerst erklärt, was zu tun ist, bekommt sofort die Frage nach dem Gehalt. Wer zuerst den Grund zeigt, verändert das ganze Gespräch. Marian erzählt außerdem, wie er von der Werbetexter-Karriere über einen 800-Kilometer-Fußmarsch zur "Ausbildungsmesse Reverse" kam, und warum diese Prinzipien nicht nur bei Messen, sondern in jedem Ausbildungsgespräch funktionieren. -Das Bagger-Beispiel: Wie man Nutzen statt Aufgaben kommuniziert -Warum die Gehaltsfrage oft ein Symptom ist, nicht das eigentliche Problem -Die "Denkmaschine 1100": Marians Modell für Zielgruppe, Wertangebot und Nutzen -Wie die "Ausbildungsmesse Reverse" entstanden ist -Warum manche Azubis Geschenke ablehnen und was das über die Generation aussagt -Marians Weg vom Werbetexter zum Ghostwriter zum Community-Aufbauer
1 Stunde 13 Minuten
Was unterscheidet jemanden, der aufgibt, von jemandem, der loslässt? Martin Trosits war Offizier bei der Bundeswehr, später Mitgesellschafter einer Vermögensverwaltung und hat beide Welten bewusst verlassen. In dieser Episode spricht er über Entscheidungen, die man mit 19 trifft, ohne zu wissen, was sie bedeuten, über Disziplin als erlernbare Fähigkeit und darüber, warum Small Talk in der Ausbildung kein Nice-to-have ist, sondern ein Trainingsthema. Gast: Martin Trosits — Trainer, Coach, Buchpodcaster ("100 Bücher in 200 Wochen") Was diese Folge bewegt: Martin Trosits hat einen ungewöhnlichen Weg hinter sich. Bundeswehr, Offizierslaufbahn, Studium der Bildungs- und Erziehungswissenschaften, zehn Jahre als Mitgesellschafter in der Vermögensverwaltung — und dann jeweils bewusst weitergemacht. Nicht weil er scheiterte, sondern weil er erkannte, wann etwas zu Ende war. In diesem Gespräch geht es um Fragen, die jeden in der Ausbildung betreffen: Wann hat jemand wirklich aufgegeben — und wann hat er losgelassen? Was brauchen junge Menschen, die zum ersten Mal echten Druck erleben? Warum verliert Kommunikationsfähigkeit bei Azubis und Trainees messbar nach — und wessen Verantwortung ist das? Und warum lautet die wichtigste Frage im Berufsleben nicht "Wohin gehe ich?" sondern "Wer bin ich?" Martin unterscheidet zwischen Aufgeben — dem Weg des geringsten Widerstands — und Loslassen — der Einsicht, alles gegeben zu haben. Dieser Unterschied ist klein in der Formulierung und groß in der Wirkung. Für Ausbilder, Ausbildungsleiter und alle, die junge Menschen in Übergangsphasen begleiten, steckt in dieser Episode mehr Substanz als in manchem Seminar. Themen im Gespräch: Mit 19 für 12 Jahre unterschreiben und nicht wissen, was das bedeutet · Grundausbildung als prägende Grenzerfahrung · Bildungs- und Erziehungswissenschaften in der Kampftruppe · Aufgeben vs. Loslassen · Wer bin ich, wohin gehe ich, mit wem in dieser Reihenfolge · Small Talk als Einstiegstür in echte Gespräche · Azubis, die nicht mehr telefonieren · The One Thing und die Kunst, Projekte in erste Schritte zu zerlegen · Gewohnheiten als langfristiger Hebel · 100 Bücher in 200 Wochen
58 Minuten
Warum ändert sich in der Ausbildung so wenig — obwohl so viel nicht funktioniert? Marlene Weiner kennt die Antwort aus zwei Jahrzehnten Praxis: Erst wenn der Schmerz groß genug ist, wird gehandelt. Vorher läuft es irgendwie. Und irgendwie reicht lange. In dieser Folge des OnTeamz Ausbildungspodcasts spricht Marc Fischer mit Marlene Weiner über ihre Arbeit als Ausbildungsberaterin, die Realität auf Berufsorientierungsmessen, warum Jugendliche nur die Gummibärchen mitnehmen — und was Unternehmen tun können, bevor es zu spät ist. Marlene Weiner ist Industriekauffrau, war 11 Jahre Geschäftsführerin im elterlichen Familienunternehmen und macht sich seit 8 Jahren selbstständig für das Thema, das sie immer schon begleitet hat: Ausbildung. Sie ist Ausbilderin, IHK-Prüferin, aktiv in Netzwerken für Familienunternehmer und organisiert seit Jahren Ausbildungsmessen, bei denen Jugendliche Berufe wirklich erleben können. Was ihr in dieser Folge mitnehmt: Warum Ausbildungsveranstaltungen seit Jahrzehnten gleich aussehen — und was das kostet Wie Jugendliche zu Multiplikatoren werden, wenn man sie richtig einbindet Warum Ausbilder zuerst das erleben sollten, was Azubis erleben Was ein IHK-Wettbewerb mit Azubis als Projektteam über Potenzial zeigt Wie echtes Netzwerken in der Ausbildung aussieht — und was es nicht ist
1 Stunde 22 Minuten
Das Ausbildungssystem wurde nicht für Azubis gebaut. Das sagt jemand, der selbst mittendrin sitzt. Steven Walsh ist Strategy & Partner Manager, Präsident der IG UnBB und Präsident der Kommission B&Q in der Schweizer ICT-Berufsbildung. Er gestaltet Ausbildungsordnungen mit, sitzt in Gremien, kennt die Mechanismen und er spricht offen darüber, was in diesen Mechanismen nicht stimmt. In dieser Folge sprechen Marc und Steven über die unbequeme Frage, für wen das Berufsbildungssystem eigentlich existiert. Über Jugendliche, die in der Schule auffällig waren und in der Ausbildung aufblühen. Über Prüfungen, die Vergangenheit abfragen, obwohl wir Menschen für die Zukunft ausbilden. Und über einen Schweizer Versuch, Azubis direkt in die Gestaltung ihrer eigenen Ausbildung einzubinden mit überraschenden Ergebnissen. Außerdem: Warum agile Methoden auch in der Berufsbildung funktionieren. Was Marc von seiner 13-jährigen Tochter über Content Creation lernen musste. Und warum der Satz "Das hat man schon immer so gemacht" heute eine ganze Generation verlieren kann. Infos zum Gast: Steven Walsh LinkedIn: linkedin.com/in/berufsbildungsprofi Tätigkeiten: Strategy & Partner Manager, Präsident IG UnBB, Präsident Kommission B&Q, Vorstandsmitglied, Referent zu Agilität in der Bildung Themen dieser Folge: Für wen ist das Berufsbildungssystem wirklich gebaut? Agile Methoden in der Ausbildung was steckt dahinter? Azubis als Sparringspartner im eigenen Ausbildungssystem Warum wir vielleicht das Falsche prüfen Jugendliche, die in der Schule scheitern und in der Ausbildung aufblühen ICT-Fachkräftemangel: 54.000 fehlende Stellen bis 2033 Berufsentwicklung im 5-Jahres-Rhythmus reicht das? Bildungswahl als soziale Prägung, nicht als freie Entscheidung
1 Stunde 19 Minuten
Ein Azubi gibt zweieinhalb Jahre alles. Wächst. Scheitert. Steht wieder auf. Liefert in Abteilung 3 Großartiges ab, das niemand aufgeschrieben hat. Dann kommt das Übernahmegespräch. Und der Ausbilder entscheidet auf Basis von dem, was er noch im Kopf hat. Was zuletzt passiert ist. Was hängengeblieben ist. Das ist kein Vorwurf. Das ist Psychologie. Und es ist ein strukturelles Problem, das täglich in deutschen Ausbildungsbetrieben passiert. In dieser Folge spreche ich mit Anja Düker und Sebastian Tempel von Apprentio einem Ausbildungsmanagement-Tool, das seit 2011 ausbildende Unternehmen dabei unterstützt, Ausbildungsprozesse so zu strukturieren, dass mehr Zeit für das Wesentliche bleibt: die Menschen. Wir sprechen über den Recency-Effekt in der Ausbildungsbeurteilung, über Abbrecherquoten zwischen 25 und 50 Prozent, über den Unterschied zwischen Österreich und Deutschland in der Ausbildungskultur und darüber, warum viele fachliche Ausbilder nicht wissen, was in der sachlichen zeitlichen Gliederung ihrer eigenen Azubis steht. Außerdem: Warum LinkedIn ein verzerrtes Bild der Ausbildungsrealität zeichnet. Und was passiert, wenn Ausbilder endlich den ganzen Menschen sehen nicht nur den letzten Eindruck. Über die Gäste Anja Düker und Sebastian Tempel sind bei Apprentio (Webstuit GmbH) tätig einem Ausbildungsmanagement-Tool, das ausbildende Unternehmen von der Einstellung bis zur Übernahme begleitet. Seit Anfang 2025 gibt es Apprentio auch in einer kostenfreien Version für Betriebe mit bis zu 5 Azubis. Apprentio auf LinkedIn: Sebastian Tempel https://www.linkedin.com/in/sebastian-tempel/ Anja Düker. https://www.linkedin.com/in/anja-dueker/