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  3. Papaarade: Zwei Väter, eine Familiengeschichte Podcast

Episoden

18 Minuten
Martin denkt voraus. Robert setzt um. Was lange ziemlich gut funktioniert hat, hat sich in den letzten Wochen plötzlich für beide unfair angefühlt.

Nach unserem Umzug und Roberts Rückkehr in den Vollzeitjob wurde deutlicher, wie unterschiedlich wir Verantwortung organisieren. Martin hatte zunehmend das Gefühl, nicht nur seine eigenen Aufgaben im Kopf behalten zu müssen, sondern auch Robert daran erinnern zu müssen, was noch offen ist. Robert wiederum hatte das Gefühl, zwischen Arbeit, Familie und immer neuen Aufgaben nur noch Listen abzuarbeiten.

Dabei haben wir beide viel gemacht. Genau das hat die eigentliche Frage schwieriger gemacht: Wann ist eine Aufteilung fair, wenn sichtbare Arbeit und Mental Load nicht dasselbe sind?

Robert erzählt in dieser Folge, warum sich sein Verständnis von 50/50 verändert hat und weshalb zwei Väter ohne klassische Mutter-Vater-Rollen trotzdem eigene Muster entwickeln.

In dieser Folge:

• warum „Sag mir einfach, was ich machen soll“ Verantwortung nicht vollständig abgibt

• weshalb Vorausdenken und Erledigen zwei unterschiedliche Formen von Arbeit sind

• wie aus persönlichen Stärken unbemerkt feste Rollen entstehen können

• warum 50/50 im Familienalltag für uns immer schwerer messbar wird

• was wir heute unter echter Zuständigkeit und Accountability verstehen

• warum wir unsere Aufteilung nicht als gelöst betrachten, sondern immer wieder neu prüfen

Wenn ihr hören wollt, mit welchen Vorstellungen wir überhaupt in die Elternschaft gestartet sind, hört als Nächstes unsere Folge „Vorbereitung auf die Elternrolle als schwule Väter: Routinen und Rollen“.

Shownotes:

Mental Load und Care-Arbeit: Wie wir Verantwortung als zwei Väter fair teilen – Beitrag öffnen

Elternzeit für Väter: Was sie im Familienalltag wirklich verändert – Beitrag öffnen

Die Vaterrolle verstehen: Was moderne Männer heute wirklich erwartet – Beitrag öffnen
19 Minuten
Robert hatte nach dem langen Weg zur Familie erwartet, dass er sich mit der Geburt sofort vollkommen wie ein Vater fühlen würde. Als unser Sohn nach einer Leihmutterschaft in Kalifornien geboren wurde, waren Liebe und Rührung da. Am stärksten spürte Robert zunächst aber etwas anderes: Verantwortung.

Erst beim Verlassen des Krankenhauses wurde ihm wirklich klar, dass der jahrelange Prozess vorbei war und wir jetzt die Väter unseres Sohnes waren. Und auch danach entstand Nähe für Robert nicht in einem einzigen großen Moment. Sie wuchs in den ersten Nächten im Airbnb, beim Füttern, Wickeln, Beruhigen und mit der Erfahrung, nicht für jede Situation sofort die richtige Antwort haben zu müssen.

In dieser Folge:

​warum sich die Geburt anders anfühlte, als Robert es erwartet hatte

​weshalb Verantwortung zunächst stärker war als das erwartete große Vatergefühl

​warum der Krankenhausflur für Robert zum entscheidenden Moment wurde

​wie Fürsorge und Wiederholung seine Vaterrolle langsam vertrauter machten

​welchen zusätzlichen Druck Robert als queerer Vater selbst mitbrachte

​wie sich auch sein Blick auf Martin veränderte, als er ihn zum ersten Mal als Vater erlebte

Wenn du die ganze Geschichte rund um die Geburt, unseren Geburtsplan und die ersten beiden Nächte im Krankenhaus hören möchtest, hör als Nächstes „Die Geburt in den USA: Unsere Erfahrungen mit einer Leihmutter“.

Shownotes:

​Der Moment, in dem ich wirklich verstanden habe, dass ich Vater bin – https://www.papaarade.de/blog/zwei-papas-moderne-vaterschaft/3066147_der-moment-in-dem-ich-wirklich-verstanden-habe-dass-ich-vater-bin

​Geburt bei Leihmutterschaft in den USA: unser Geburtsbericht aus Kalifornien – https://www.papaarade.de/blog/2981310_geburt-bei-leihmutterschaft-in-den-usa-unser-geburtsbericht-aus-kalifornien

​Unsere ersten Tage als Väter: zwischen Krankenhaus und Verantwortung – https://www.papaarade.de/blog/regenbogenfamilie-recht-sichtbarkeit-2/3016531_unsere-ersten-tage-als-vaeter-zwischen-krankenhaus-und-verantwortung
21 Minuten
Unser Sohn wurde nachts lange meist nur ein- oder zweimal wach. Als zwischen zwei Wachmomenten plötzlich manchmal nur noch 40 bis 60 Minuten lagen, passte unser bisheriges Nachtsystem nicht mehr zu unserer Realität.

Robert erzählt in dieser Solo-Folge, wie er und Martin ihre Nachtschichten seit der Geburt mehrfach verändert haben. Im Zentrum steht die Frage, ob Gleichberechtigung jede Nacht 50/50 bedeuten muss oder ob eine Aufteilung erst dann fair wird, wenn auch Arbeit, Care-Verantwortung und Erholung an den Folgetagen berücksichtigt werden.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme testen die beiden, sich bei jedem Aufwachen abzuwechseln. Doch auch dieses Modell hat eine Grenze: Manchmal beginnen dann zwei erschöpfte Väter den nächsten Tag.

In dieser Folge:

wie sich unsere Nachtschichten seit der Geburt verändert haben

warum eine rechnerisch gleiche Aufteilung nicht automatisch fair ist

wie Büro, Homeoffice und ein langer Tag mit Baby unsere Entscheidungen beeinflussen

weshalb wir beide vollständig verantwortlich sein wollen und keiner nur „hilft“

welches Modell wir gerade ausprobieren und warum unsere Antwort offenbleibt

Hört als Nächstes unsere Folge „Vorbereitung auf die Elternrolle als schwule Väter: Routinen und Rollen“.

Shownotes:

Mental Load und Care-Arbeit: Wie wir Verantwortung als zwei Väter fair teilen

https://www.papaarade.de/blog/zwei-papas-moderne-vaterschaft/2695818_mental-load-und-care-arbeit-wie-wir-verantwortung-als-zwei-vaeter-fair-teilen

Die Vaterrolle verstehen: Was moderne Männer heute wirklich erwartet

https://www.papaarade.de/blog/zwei-papas-moderne-vaterschaft/2864273_die-vaterrolle-verstehen-was-moderne-maenner-heute-wirklich-erwartet
21 Minuten
Ungefähr vier Wochen nachdem wir Eltern geworden waren, kontrollierten wir vor dem ersten Hebammenbesuch noch einmal jeden Eintrag in unserer App. Dann brachte uns eine scheinbar einfache Frage aus dem Takt: Hatten wir die Wassermenge vor dem Pulver oder die fertige Flasche eingetragen?

In dieser Solo-Folge erzählt Robert, warum uns das genaue Tracking von Flaschen, Uhrzeiten und Restmengen anfangs wirklich Sicherheit gab. Und er blickt darauf, wie aus einem hilfreichen System langsam der Anspruch wurde, jede Zahl vollständig festzuhalten, selbst als sich unser Familienalltag nicht mehr so eindeutig dokumentieren ließ.

Es geht nicht darum, ob Tracking richtig oder falsch ist. Es geht um die persönlichere Frage: Woran merkten wir, dass Daten uns noch halfen, und wann durften Erfahrung, Beobachtung und Vertrauen mehr Raum bekommen?

In dieser Folge:

warum die App in den müden ersten Wochen eine konkrete Aufgabe erfüllte

wie das Tracking die Abstimmung zwischen zwei Vätern erleichterte

wann Vollständigkeit mehr mit Kontrolle als mit Information zu tun hatte

weshalb veränderte Trinkmuster genaue Einträge für uns schwieriger machten

wie unser Bauchgefühl aus Wiederholung und Alltagserfahrung entstand

warum wir das Tracking bis heute nicht vollständig aufgegeben haben

Hör als Nächstes „Erste Monate als Regenbogenfamilie in Deutschland“, wenn du erfahren möchtest, wie sich unser Familienalltag nach der Rückkehr insgesamt verändert hat.

Persönlicher Erfahrungsbericht; keine medizinische Beratung. Individuelle Fragen mit qualifizierten Fachpersonen klären.

Interne Links und Snownotes:

Erste Tage mit Neugeborenen: Zwischen Krankenhaus und Verantwortung

Der Moment, in dem ich wirklich verstanden habe, dass ich Vater bin
31 Minuten
Unser Sohn hatte seine ersten Untersuchungen in Kalifornien und wurde anschließend in Deutschland weiterbetreut. In dieser Solo-Folge erzählt Robert, wie wir versucht haben, aus zwei unterschiedlichen Gesundheitssystemen eine durchgängige Gesundheitsvorsorge zu machen.

Das deutsche U-Heft ließ sich im amerikanischen Krankenhaus nicht einfach weiterführen. Nach unserer Rückkehr mussten Neugeborenen-Screening, Hörtest, Hepatitis-B-Impfung und weitere Unterlagen für die deutsche Kinderärztin nachvollziehbar zusammengeführt werden.

Robert berichtet außerdem von der U3 und U4, den ersten Impfungen und der Suche nach einer Kinderarztpraxis, in der Martin und er selbstverständlich als gleichberechtigte Väter angesprochen werden. Dabei geht es nicht nur um medizinische Versorgung, sondern auch um Verantwortung, Dokumentation und das Vertrauen, das zwischen Eltern und Kinderärztin entstehen muss.

In dieser Folge:

welche Unterlagen aus den USA später in Deutschland wichtig wurden

warum das deutsche U-Heft in Kalifornien nur begrenzt nutzbar war

wie Impfpass, Screening und Vorsorgeuntersuchungen zusammengeführt wurden

wie wir U3, U4 und die ersten Impfungen erlebt haben

warum eine inklusive Kinderärztin für uns einen Unterschied macht

was wir bei der nächsten Kinderarztsuche in München früher klären würden

Unsere Frage an euch:

Welche Unterlage oder Information hat euch beim Wechsel zwischen Ärzten, Ländern oder Gesundheitssystemen gefehlt?

Persönlicher Erfahrungsbericht; keine medizinische Beratung. Vorsorge, Impfungen und notwendige Nachweise sollten individuell mit der behandelnden Kinderarztpraxis geklärt werden.

Weiterführende Links:​

Dokumente und Bürokratie nach der Geburt in den USA

Zum Papaarade-Artikel

Unser Geburtsbericht aus den USA

Zum persönlichen Erfahrungsbericht

Passende Podcastfolge:

Leihmutterschaft in den USA: Geburtsurkunde, Pässe und Rückkehr nach Deutschland
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Über diesen Podcast

Martin und Robert sind zwei schwule Väter einer Regenbogenfamilie zwischen Deutschland und den USA. Vom Kinderwunsch und internationaler Leihmutterschaft bis zum tatsächlichen Familienalltag erzählen sie, wie Familie für sie wirklich geworden ist: von Beziehung und Rollenverteilung, unterschiedlichen Prägungen und davon, was aus den Plänen und Erwartungen von damals geworden ist. Bis Januar 2027 erzählt Robert das aktuelle Kapitel allein, danach führen Martin und Robert ihre Geschichte wieder gemeinsam weiter. Persönlich, konkret und ohne allgemeine Elternrezepte. Neue Folgen am 1. und 15.
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„Papaarade: Zwei Väter, eine Familiengeschichte“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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