Podcaster
Episoden
12.02.2026
51 Minuten
In dieser emotionalen Folge feiern Katrin und Marcus die
Höhepunkte ihrer vierjährigen Transformation.
Marcus beginnt mit seiner ersten Begegnung mit Moritz' visionärer
Quellenergie 2005 - ein Moment, der Jahre später zur
Zusammenarbeit führte. Weiter erzählt er von zwei besonders
bewegenden Weihnachtsfeiern in extremen Gegensätzen: eine während
brutalem Wachstum mit 90 Mitarbeitern, wo er tiefe Verbundenheit
spürte, eine andere wo echter Zusammenhalt in der Krise entstand.
Als nächstes reflektiert er Corona als "Schule für Führung in
Unsicherheit" - maximale Herausforderung, aber auch extremer
Teamzusammenhalt. Katrin würdigt daraufhin drei beobachteten
Formen des Willens: stark (durchhalten), geschickt (flexibel
anpassen), gut (alle mitnehmen).
Anschließend beschreibt sie ihre gemeinsam entwickelte
"Resonanzarchitektur" - ein Team, das bei Erschütterungen
mitschwingt statt bricht.
Marcus berichtet dann von ihren innovativen Projekten wie dem
Brand Experience Store, der oft missverstanden wurde, aber
Partner wie Nike fand.
Dabei betont er, wie strategische Partnerschaften durch
Verlässlichkeit über Zeit entstanden, nicht durch Größe.
Abschließend hebt er die Purpose-Onboardings hervor, die durch
Geschichtenerzählen tiefe Verbindungen schufen.
Das größte Learning: Beziehungen halten durch früh trainierte
Kommunikations- und Konflikttools - wie Training im Sport, bevor
die Krise da ist.
Kernaussagen:
Quellenergie ist in ersten Begegnungen spürbar -
Serendipity-Mindset öffnet für unerwartete Möglichkeiten
Verbindung entsteht außerhalb von Meetingräumen - echtes
Kennenlernen braucht Zeit und gemeinsame Erlebnisse
Echter Zusammenhalt entsteht in Krisen, nicht durch große
Budgets - schwierige Momente schweißen zusammen
Corona als Schule für "Führung in Unsicherheit" -
Orientierung geben, obwohl man selbst im Nebel stochert
Drei Formen des Willens: stark (durchhalten), geschickt
(flexibel), gut (ethisch, alle mitnehmen)
"Resonanzarchitektur": Teams, die mitschwingen und nicht
brechen bei Erschütterungen
Innovation wird oft missverstanden - gehört dazu, richtige
Partner finden die es verstehen
Purpose-Onboardings schaffen tiefe Verbindung - neue
Mitarbeiter erzählen bald eigene passende Geschichten
Kommunikations- und Konflikttools wie Sporttraining üben -
bevor die Krise da ist
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26.01.2026
46 Minuten
Was passiert, wenn Coaches selbst ins Straucheln geraten?
In dieser besonderen Folge öffnet Katrin ihre Supervisor-Toolbox
und holt Andrew MacKichan dazu - einen erfahrenen schottischen
Coach, der weiß, wovon er spricht. Gemeinsam tauchen sie in die
Welt der Supervision ein, die in Deutschland noch viel zu wenig
genutzt wird.
Katrin wird persönlich: Vier Jahre mit Keller Sports als
alleinige Coach - wie hält man “den Raum”? Ihre Antwort: durch
Supervision, die drei entscheidende Funktionen erfüllt. Formativ
hilft sie, besser zu werden. Restorativ lädt sie die Batterien
wieder auf. Normativ hält sie ethisch auf Kurs.
Aber das Spannendste: Katrin hat gelernt, körperlich zu spüren,
wann sie Verantwortung übernimmt, die gar nicht ihre ist oder
welche Themen sich aus dem System auf sie übertragen, aber
wichtig sind zu spüren und anzubieten als “Daten”.
Der Game-Changer? Das Seven Eye Model (Hawkins & Shohet).
Katrin arbeitete parallel mit Robin Shohet in London und lernte:
Was spürst du? Was ist deins, was gehört zum Klientensystem?
Diese Unterscheidung kann über Erfolg oder Burnout entscheiden.
Andrew ergänzt, die wirklich wichtigen Dynamiken laufen unbewusst
ab. Da sind Menschen unersetzlich im Reflexionsprozess.
Der Cliffhanger: Beide setzen sich dafür ein, dass Supervision in
Deutschland normal wird. Ihr Angebot? Monatliche Schnupperkurse
bei EMCC Deutschland. Denn jeder Coach braucht einen
Reflexionsraum - auch die, die das noch nicht wissen.
Kernaussagen
Supervision erfüllt drei zentrale Funktionen: formativ
(Skill-Entwicklung), restorativ (Ressourcierung) und normativ
(ethische Reflexion)
Der relational approach ermöglicht es, mit dem zu arbeiten,
"was im Raum ist" - Emotionen und Körperreaktionen als
wertvolle Daten
Körperliches Spüren zeigt Übertragungen auf: Z.B., nehme ich
nach dem Coaching Verantwortung mit, die nicht meine ist?
Unterscheidung zwischen eigenen Gefühlen und gespiegelten
Organisationsdynamiken ist essentiell
Supervision hilft Coaches, zu reifen: "Je erfahrener wir
werden, umso mutiger werden wir"
Das Seven Eye Model (Hawkins/Shohet) bietet einen
strukturierten Rahmen für systemische Supervision
In Deutschland ist Supervision noch nicht so
selbstverständlich integriert wie in UK
EMCC Deutschland bietet monatliche
Supervisions-Schnupperkurse an
Ziel ist es, Supervision als selbstverständlichen Teil
professioneller Coaching-Praxis zu etablieren
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04.12.2025
44 Minuten
Zusammenfassung
In dieser Folge sprechen Marcus Trute und Katrin Hinzdorf über
die persönlichen und beruflichen Entwicklungen der vergangenen
Jahre und reflektieren, wie prägende Erfahrungen, unerwartete
Ereignisse und berufliche Wendepunkte Einfluss auf die eigene
Identität und das heutige berufliche Wirken nehmen.
Nach dem plötzlichen Ende durch Insolvenz in Eigenverwaltung
reflektiert Marcus seine persönliche Neuerfindung und was ihn
durch diese Krise getragen hat.
Seine Resilienz wurde früh geprägt - durch den unerwarteten Umzug
nach Sardinien als Kind und durch Neurodermitis, die ihn lehrte,
immer wieder aufzustehen.
Diese Erfahrungen formten sein Durchhaltevermögen und seine
Adaptionsfähigkeit. Der letzte Tag mit der Verabschiedung der
Mitarbeiter war ein Schockmoment - Marcus funktionierte durch
Dissoziation als Schutzmechanismus.
Statt sich zu verkriechen, meldete er sich drei Tage später zu
einer Coaching-Ausbildung an - sein "Abtrainieren" wie bei
Profisportlern. Katrin betont, wie wichtig es war, Marcus und das
Team immer wieder an Punkte bewusster Entscheidung zu stellen und
Alternativen zu entwickeln.
Das hält Menschen psychisch gesund und handlungsfähig. Durch die
Krise wurde Marcus' Purpose noch klarer: Potenziale und
Situationen erkennen, Menschen und Teams mitnehmen, Energie
geben.
Sein neues Unternehmen "NewTrueMove" spiegelt genau das wider -
neue Impulse geben, echter Begleiter sein, mit System, Struktur
und Energie in Bewegung bleiben und Umsetzungen vorantreiben.
Die Neuerfindung ist neurobiologisch Resilienz in Aktion, das
Gehirn baut neue Wege, neue Identität entsteht.
Kernaussagen
Resilienz wird oft durch frühe Herausforderungen geprägt -
Durchhaltevermögen entsteht nicht aus Leichtigkeit, sondern
aus Pain
Nach Schockmomenten spaltet das Gehirn Gefühl von Handlung ab
(Dissoziation) - später kommen die Emotionen in Wellen
"Abtrainieren" statt stillstehen - nach intensiven Phasen
braucht es bewussten Übergang, nicht abrupten Stopp
Alternativen zu haben ist psychologisch überlebenswichtig -
ohne Wahlmöglichkeiten entsteht "learned helplessness"
Bewusste Entscheidungen halten uns im "Driver's Seat" - wir
sind Gestalter, nicht Opfer der Umstände
Das Gehirn ist plastisch und kann sich nach Trauma neu
aufbauen - Neuerfindung ist möglich
Trauma wird nicht "überwunden", sondern integriert - es wird
Teil der Geschichte, aber nicht die ganze Geschichte
Purpose gibt Orientierung in der Neuerfindung - was treibt
mich wirklich an, jenseits von Titeln und Positionen?
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13.11.2025
39 Minuten
In dieser Folge geben Katrin und Marcus einen Einblick ins Jahr
2022 – ein Jahr im durchgehenden Krisenmodus. Nach der
gescheiterten M&A-Transaktion folgte der Ukraine-Krieg mit
direkten Auswirkungen auf das Entwicklerteam, dann
Kaufzurückhaltung, Energiekrise und am Ende die Insolvenz in
Eigenverwaltung.
Die zentrale Frage: Was passiert mit Führung, wenn äußere
Einflüsse so massiv werden? Marcus berichtet von einer typischen
Krisenreaktion in Unternehmen: Entscheidungen werden wieder
zentralisiert, verteilte Verantwortung zurückgenommen.
Vertrauensverlust und Unsicherheiten nehmen dann zu. Marcus
Beschreibt, wie in der Krise auch bei Ihnen Domains zur
Geschäftsführung zurückgeholt wurden, dies geschah allerdings
transparent im Governance Meeting – mit Begründung und
Möglichkeit für Gegenargumente. Durch die gesammelten Erfahrungen
in geteilter Verantwortung und den passenden Tools hatten sie
gelernt, Methoden und Menschen zu vertrauen.
Katrin beleuchtet die Psychologie: Dauer-Krisen erschöpfen,
während akute Krisen Adrenalin aktivieren. Sie teilt Erkenntnisse
aus einer Inner Circle-Studie: Transparenz ist entscheidend für
die psychische Gesundheit von Startup-Mitarbeitern. Doch viele
Gründer kämpfen damit – sie agieren intuitiv, haben nicht immer
Worte für ihre Prozesse, die Rolle als Leader passt nicht immer
zur Gründeridentität oder es fehlen die Tools.
Die Folge zeigt: Strukturen, die in ruhigen Zeiten etabliert
werden, tragen in Krisen – wenn sie mit Transparenz und Vertrauen
gelebt werden.
Kernaussagen:
2022: Dauer-Krisenmodus statt einzelner Ereignisse –
M&A-Abbruch, Ukraine-Krieg, E-Commerce-Krise, Insolvenz
Psychologie: Akute vs. Dauer-Krise – Dauer-Krisen erschöpfen
und erhöhen Angst, statt Höchstleistung zu aktivieren
Transparenz als Schlüssel – Entscheidungen zur Führung
zurückholen geht, aber nur mit transparenter Kommunikation im
Governance Meeting
Drei Jahre Training zahlen sich aus – Etablierte Tools und
Vertrauen verhindern Rückfall in Kontrollmodus
Forschung zeigt: Transparenz schützt Mental Health –
Mangelnde Transparenz verstärkt Stress, Burnout und
Abhängigkeitsgefühle bei Mitarbeitern
Gründer vs. Leader – Nicht jeder Gründer ist automatisch ein
guter Leader
Permanente Anpassung statt Re-Org – Rollen und Domains
ermöglichen schnelle, kontinuierliche
Organisationsentwicklung
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31.10.2025
39 Minuten
In dieser Folge geht es um das, womit viele Organisationen zu
kämpfen haben – Umsetzung.
Strategien gibt es genug. Ideen auch.
Aber wie schaffen es Unternehmen, wirklich ins Handeln zu kommen?
Gemeinsam mit Anja Ritter blicke ich
auf die sozialen Dynamiken in Organisationen, die darüber
entscheiden, ob Führung wirksam wird oder blockiert.
Wir beleuchten, warum Führung
vereinfachen nicht heißt, weniger zu führen –
sondern bewusster.
Wie Teams beschleunigt werden, wenn
Vertrauen und Klarheit aufeinandertreffen.
Und warum Umsetzung sichern die
eigentliche Kunst moderner Führung ist.
In dieser Folge erfährst du:
Warum es kein Patentrezept für Führung gibt – aber
Prinzipien, die überall wirken.
Wie soziale Systeme in Unternehmen funktionieren – und wie
man sie nutzen kann, statt gegen sie zu arbeiten.
Warum Freude an Verantwortung das stärkste Führungsinstrument
ist.
Was es braucht, um Potenziale im Team sichtbar und wirksam zu
machen.
Und wie kleine, bewusste Führungsmomente große Wirkung
entfalten können.
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Über diesen Podcast
Dieser Podcast schildert einen Organisationsentwicklungsprozess als
Reise voller Pain und Passion. Der rote Faden bildet ihre
Zusammenarbeit bei Keller Sports von 0119 bis 0123, Marcus als
Geschäftsführer in einem Gründerteam, Katrin als deren Coach. Beide
teilen ihre generellen Erfahrungen und Erkenntnisse zu den
Themenfeldern Leadership und Organisationsentwicklung, um den
Hörern zu helfen, attraktive, erfolgreiche und sinnvolle
Arbeitsplätze zu schaffen. Sie erforschen die Dynamik von
Einzelpersonen und Teams, die Organisationskultur und die
Komplexität des Coachings.
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