Die unendliche Geschichte von Pain und Passion als Leader und Coach

Die unendliche Geschichte von Pain und Passion als Leader und Coach

Episoden

Folge 58: Transformation - Welche Momente prägen uns als Leader und Coach?
12.02.2026
51 Minuten
In dieser emotionalen Folge feiern Katrin und Marcus die Höhepunkte ihrer vierjährigen Transformation. Marcus beginnt mit seiner ersten Begegnung mit Moritz' visionärer Quellenergie 2005 - ein Moment, der Jahre später zur Zusammenarbeit führte. Weiter erzählt er von zwei besonders bewegenden Weihnachtsfeiern in extremen Gegensätzen: eine während brutalem Wachstum mit 90 Mitarbeitern, wo er tiefe Verbundenheit spürte, eine andere wo echter Zusammenhalt in der Krise entstand. Als nächstes reflektiert er Corona als "Schule für Führung in Unsicherheit" - maximale Herausforderung, aber auch extremer Teamzusammenhalt. Katrin würdigt daraufhin drei beobachteten Formen des Willens: stark (durchhalten), geschickt (flexibel anpassen), gut (alle mitnehmen). Anschließend beschreibt sie ihre gemeinsam entwickelte "Resonanzarchitektur" - ein Team, das bei Erschütterungen mitschwingt statt bricht. Marcus berichtet dann von ihren innovativen Projekten wie dem Brand Experience Store, der oft missverstanden wurde, aber Partner wie Nike fand. Dabei betont er, wie strategische Partnerschaften durch Verlässlichkeit über Zeit entstanden, nicht durch Größe. Abschließend hebt er die Purpose-Onboardings hervor, die durch Geschichtenerzählen tiefe Verbindungen schufen. Das größte Learning: Beziehungen halten durch früh trainierte Kommunikations- und Konflikttools - wie Training im Sport, bevor die Krise da ist. Kernaussagen: Quellenergie ist in ersten Begegnungen spürbar - Serendipity-Mindset öffnet für unerwartete Möglichkeiten Verbindung entsteht außerhalb von Meetingräumen - echtes Kennenlernen braucht Zeit und gemeinsame Erlebnisse Echter Zusammenhalt entsteht in Krisen, nicht durch große Budgets - schwierige Momente schweißen zusammen Corona als Schule für "Führung in Unsicherheit" - Orientierung geben, obwohl man selbst im Nebel stochert Drei Formen des Willens: stark (durchhalten), geschickt (flexibel), gut (ethisch, alle mitnehmen) "Resonanzarchitektur": Teams, die mitschwingen und nicht brechen bei Erschütterungen Innovation wird oft missverstanden - gehört dazu, richtige Partner finden die es verstehen Purpose-Onboardings schaffen tiefe Verbindung - neue Mitarbeiter erzählen bald eigene passende Geschichten Kommunikations- und Konflikttools wie Sporttraining üben - bevor die Krise da ist
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Folge 57: Supervision - der Reflexionsraum für Coaches: Was passiert, wenn wir spiegeln?
26.01.2026
46 Minuten
Was passiert, wenn Coaches selbst ins Straucheln geraten? In dieser besonderen Folge öffnet Katrin ihre Supervisor-Toolbox und holt Andrew MacKichan dazu - einen erfahrenen schottischen Coach, der weiß, wovon er spricht. Gemeinsam tauchen sie in die Welt der Supervision ein, die in Deutschland noch viel zu wenig genutzt wird. Katrin wird persönlich: Vier Jahre mit Keller Sports als alleinige Coach - wie hält man “den Raum”? Ihre Antwort: durch Supervision, die drei entscheidende Funktionen erfüllt. Formativ hilft sie, besser zu werden. Restorativ lädt sie die Batterien wieder auf. Normativ hält sie ethisch auf Kurs. Aber das Spannendste: Katrin hat gelernt, körperlich zu spüren, wann sie Verantwortung übernimmt, die gar nicht ihre ist oder welche Themen sich aus dem System auf sie übertragen, aber wichtig sind zu spüren und anzubieten als “Daten”.  Der Game-Changer? Das Seven Eye Model (Hawkins & Shohet). Katrin arbeitete parallel mit Robin Shohet in London und lernte: Was spürst du? Was ist deins, was gehört zum Klientensystem? Diese Unterscheidung kann über Erfolg oder Burnout entscheiden. Andrew ergänzt, die wirklich wichtigen Dynamiken laufen unbewusst ab. Da sind Menschen unersetzlich im Reflexionsprozess. Der Cliffhanger: Beide setzen sich dafür ein, dass Supervision in Deutschland normal wird. Ihr Angebot? Monatliche Schnupperkurse bei EMCC Deutschland. Denn jeder Coach braucht einen Reflexionsraum - auch die, die das noch nicht wissen. Kernaussagen Supervision erfüllt drei zentrale Funktionen: formativ (Skill-Entwicklung), restorativ (Ressourcierung) und normativ (ethische Reflexion) Der relational approach ermöglicht es, mit dem zu arbeiten, "was im Raum ist" - Emotionen und Körperreaktionen als wertvolle Daten Körperliches Spüren zeigt Übertragungen auf: Z.B., nehme ich nach dem Coaching Verantwortung mit, die nicht meine ist? Unterscheidung zwischen eigenen Gefühlen und gespiegelten Organisationsdynamiken ist essentiell Supervision hilft Coaches, zu reifen: "Je erfahrener wir werden, umso mutiger werden wir" Das Seven Eye Model (Hawkins/Shohet) bietet einen strukturierten Rahmen für systemische Supervision In Deutschland ist Supervision noch nicht so selbstverständlich integriert wie in UK EMCC Deutschland bietet monatliche Supervisions-Schnupperkurse an Ziel ist es, Supervision als selbstverständlichen Teil professioneller Coaching-Praxis zu etablieren
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Folge 56: Neuerfindung ist Resilienz in Aktion - Wie entsteht Neues aus der Krise?
04.12.2025
44 Minuten
Zusammenfassung In dieser Folge sprechen Marcus Trute und Katrin Hinzdorf über die persönlichen und beruflichen Entwicklungen der vergangenen Jahre und reflektieren, wie prägende Erfahrungen, unerwartete Ereignisse und berufliche Wendepunkte Einfluss auf die eigene Identität und das heutige berufliche Wirken nehmen. Nach dem plötzlichen Ende durch Insolvenz in Eigenverwaltung reflektiert Marcus seine persönliche Neuerfindung und was ihn durch diese Krise getragen hat. Seine Resilienz wurde früh geprägt - durch den unerwarteten Umzug nach Sardinien als Kind und durch Neurodermitis, die ihn lehrte, immer wieder aufzustehen. Diese Erfahrungen formten sein Durchhaltevermögen und seine Adaptionsfähigkeit. Der letzte Tag mit der Verabschiedung der Mitarbeiter war ein Schockmoment - Marcus funktionierte durch Dissoziation als Schutzmechanismus. Statt sich zu verkriechen, meldete er sich drei Tage später zu einer Coaching-Ausbildung an - sein "Abtrainieren" wie bei Profisportlern. Katrin betont, wie wichtig es war, Marcus und das Team immer wieder an Punkte bewusster Entscheidung zu stellen und Alternativen zu entwickeln. Das hält Menschen psychisch gesund und handlungsfähig. Durch die Krise wurde Marcus' Purpose noch klarer: Potenziale und Situationen erkennen, Menschen und Teams mitnehmen, Energie geben. Sein neues Unternehmen "NewTrueMove" spiegelt genau das wider - neue Impulse geben, echter Begleiter sein, mit System, Struktur und Energie in Bewegung bleiben und Umsetzungen vorantreiben. Die Neuerfindung ist neurobiologisch Resilienz in Aktion, das Gehirn baut neue Wege, neue Identität entsteht. Kernaussagen Resilienz wird oft durch frühe Herausforderungen geprägt - Durchhaltevermögen entsteht nicht aus Leichtigkeit, sondern aus Pain Nach Schockmomenten spaltet das Gehirn Gefühl von Handlung ab (Dissoziation) - später kommen die Emotionen in Wellen "Abtrainieren" statt stillstehen - nach intensiven Phasen braucht es bewussten Übergang, nicht abrupten Stopp Alternativen zu haben ist psychologisch überlebenswichtig - ohne Wahlmöglichkeiten entsteht "learned helplessness" Bewusste Entscheidungen halten uns im "Driver's Seat" - wir sind Gestalter, nicht Opfer der Umstände Das Gehirn ist plastisch und kann sich nach Trauma neu aufbauen - Neuerfindung ist möglich Trauma wird nicht "überwunden", sondern integriert - es wird Teil der Geschichte, aber nicht die ganze Geschichte Purpose gibt Orientierung in der Neuerfindung - was treibt mich wirklich an, jenseits von Titeln und Positionen?
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Folge 55: Transparenz in der Krise – Warum etablierte Strukturen jetzt erst recht tragen?
13.11.2025
39 Minuten
In dieser Folge geben Katrin und Marcus einen Einblick ins Jahr 2022 – ein Jahr im durchgehenden Krisenmodus. Nach der gescheiterten M&A-Transaktion folgte der Ukraine-Krieg mit direkten Auswirkungen auf das Entwicklerteam, dann Kaufzurückhaltung, Energiekrise und am Ende die Insolvenz in Eigenverwaltung. Die zentrale Frage: Was passiert mit Führung, wenn äußere Einflüsse so massiv werden? Marcus berichtet von einer typischen Krisenreaktion in Unternehmen: Entscheidungen werden wieder zentralisiert, verteilte Verantwortung zurückgenommen. Vertrauensverlust und Unsicherheiten nehmen dann zu. Marcus Beschreibt, wie in der Krise auch bei Ihnen Domains zur Geschäftsführung zurückgeholt wurden, dies geschah allerdings transparent im Governance Meeting – mit Begründung und Möglichkeit für Gegenargumente. Durch die gesammelten Erfahrungen in geteilter Verantwortung und den passenden Tools hatten sie gelernt, Methoden und Menschen zu vertrauen. Katrin beleuchtet die Psychologie: Dauer-Krisen erschöpfen, während akute Krisen Adrenalin aktivieren. Sie teilt Erkenntnisse aus einer Inner Circle-Studie: Transparenz ist entscheidend für die psychische Gesundheit von Startup-Mitarbeitern. Doch viele Gründer kämpfen damit – sie agieren intuitiv, haben nicht immer Worte für ihre Prozesse, die Rolle als Leader passt nicht immer zur Gründeridentität oder es fehlen die Tools. Die Folge zeigt: Strukturen, die in ruhigen Zeiten etabliert werden, tragen in Krisen – wenn sie mit Transparenz und Vertrauen gelebt werden.   Kernaussagen: 2022: Dauer-Krisenmodus statt einzelner Ereignisse – M&A-Abbruch, Ukraine-Krieg, E-Commerce-Krise, Insolvenz Psychologie: Akute vs. Dauer-Krise – Dauer-Krisen erschöpfen und erhöhen Angst, statt Höchstleistung zu aktivieren Transparenz als Schlüssel – Entscheidungen zur Führung zurückholen geht, aber nur mit transparenter Kommunikation im Governance Meeting Drei Jahre Training zahlen sich aus – Etablierte Tools und Vertrauen verhindern Rückfall in Kontrollmodus Forschung zeigt: Transparenz schützt Mental Health – Mangelnde Transparenz verstärkt Stress, Burnout und Abhängigkeitsgefühle bei Mitarbeitern Gründer vs. Leader – Nicht jeder Gründer ist automatisch ein guter Leader Permanente Anpassung statt Re-Org – Rollen und Domains ermöglichen schnelle, kontinuierliche Organisationsentwicklung
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Folge 54: Umsetzung sichern - Wie Verantwortung fördern gelingt
31.10.2025
39 Minuten
In dieser Folge geht es um das, womit viele Organisationen zu kämpfen haben – Umsetzung. Strategien gibt es genug. Ideen auch. Aber wie schaffen es Unternehmen, wirklich ins Handeln zu kommen? Gemeinsam mit Anja Ritter blicke ich auf die sozialen Dynamiken in Organisationen, die darüber entscheiden, ob Führung wirksam wird oder blockiert. Wir beleuchten, warum Führung vereinfachen nicht heißt, weniger zu führen – sondern bewusster. Wie Teams beschleunigt werden, wenn Vertrauen und Klarheit aufeinandertreffen. Und warum Umsetzung sichern die eigentliche Kunst moderner Führung ist.  In dieser Folge erfährst du: Warum es kein Patentrezept für Führung gibt – aber Prinzipien, die überall wirken. Wie soziale Systeme in Unternehmen funktionieren – und wie man sie nutzen kann, statt gegen sie zu arbeiten. Warum Freude an Verantwortung das stärkste Führungsinstrument ist. Was es braucht, um Potenziale im Team sichtbar und wirksam zu machen. Und wie kleine, bewusste Führungsmomente große Wirkung entfalten können.
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Über diesen Podcast

Dieser Podcast schildert einen Organisationsentwicklungsprozess als Reise voller Pain und Passion. Der rote Faden bildet ihre Zusammenarbeit bei Keller Sports von 0119 bis 0123, Marcus als Geschäftsführer in einem Gründerteam, Katrin als deren Coach. Beide teilen ihre generellen Erfahrungen und Erkenntnisse zu den Themenfeldern Leadership und Organisationsentwicklung, um den Hörern zu helfen, attraktive, erfolgreiche und sinnvolle Arbeitsplätze zu schaffen. Sie erforschen die Dynamik von Einzelpersonen und Teams, die Organisationskultur und die Komplexität des Coachings.

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