Warum machen wir aus Bewegung immer eine Leistung?
Wann hast du dich das letzte Mal bewegt, ohne hinterher zu überlegen, ob es genug war?
Wir haben gelernt, unseren Körper zu optimieren, Trainingsziele zu erreichen und Bewegung an ihrer Leistung zu messen. Aber was passiert, wenn wir aus etwas, das uns guttun kann, schon wieder eine Aufgabe machen, die wir erledigen müssen?
In dieser Folge spreche ich darüber, warum wir Bewegung so häufig mit Leistung verknüpfen, was unsere Fitnesskultur damit zu tun hat und warum gerade Menschen mit chronischen Erkrankungen andere Voraussetzungen und Bedürfnisse haben können.
Wir sprechen darüber,
warum eine Minute Bewegung nicht wertlos ist, nur weil sie kein Trainingsziel erfüllt,
wie Fitnesskultur und gesellschaftliche Leistungserwartungen unseren Blick auf den Körper prägen,
warum fehlende Trainingsroutine nicht automatisch fehlende Disziplin bedeutet,
weshalb chronisch kranke Menschen Bewegung oft anders gestalten müssen,
und wie wir Bewegung wieder zu etwas machen können, das in unser Leben passt, statt noch ein weiterer Job zu werden.
Denn du musst nicht erst fitter werden, um mit Bewegung anfangen zu dürfen. Du musst nichts nachholen und niemandem beweisen, dass du dich genug anstrengst.
Bewegung ist kein Beweis dafür, dass du gut genug bist. Du darfst dich bewegen, weil du da bist. ️
Hier findest du das Bewegungsstündchen: KLICKE HIER
Quellen:
WHO: Guidelines on physical activity and sedentary behaviour
NICE: ME/CFS – Diagnosis and management
Crawford (1980): Healthism and the Medicalization of Everyday Life
Hinweis: Dieser Podcast dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei chronischen Erkrankungen sollte Bewegung an die individuelle Situation angepasst werden.
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