Es gibt ihn wahrscheinlich auch bei dir. Diesen einen Moment, den du im Kopf immer wieder abspielst. Einen Satz, den du nie hättest sagen sollen. Eine Entscheidung, die sich als falsch herausgestellt hat. Und jedes Mal, wenn er dir einfällt, zieht sich alles in dir zusammen.
Wir tragen solche Fehler manchmal ein halbes Leben mit uns herum. Wir reden innerlich über uns, wie wir mit keinem anderen Menschen reden würden. Wir sprechen so oft davon, wie wichtig es ist, anderen zu vergeben. Aber die Person, der wir am allerseltensten verzeihen, sind wir selbst.
In dieser Folge erzähle ich dir von der peinlichsten Minute meines Studiums, die mich Jahre verfolgt hat, und von einem viel frischeren Fehler, an dem ich gerade jetzt noch selbst arbeite. Es geht um einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied zwischen zwei Gefühlen, der erklärt, warum wir so an unseren Fehlern kleben. Um eine Forscherin, deren Arbeit mein Bild von Selbstkritik verändert hat. Und um die Frage, warum unser Verzeihen nicht allein im Kopf gelingt.
Am Ende geht es um etwas ganz Einfaches und doch so Schweres: aufzuhören, sich selbst immer wieder zu bestrafen für etwas, das sich ohnehin nicht mehr ändern lässt.
Denn all die Energie, die wir aufwenden, um uns für alte Fehler zu verurteilen, fehlt uns woanders. Für die Leichtigkeit. Für die Freude. Für das Leben, das jetzt gerade stattfindet.
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