EVOMENTIS - Neurodiversität, ADHS, Autismus und darüber hinaus

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Dein Podcast zu Neurodiversität, Evolutionärer Psychologie, Gesellschaft, Philosophie und mentaler Entwicklung www.evomentis.de
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derkuef

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Unterschleißheim

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️PDA 3/3: Warum Hilfe wie Kontrolle wirkt
18.07.2026
43 Minuten
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️PDA 2/3: Warum Erwartungen wie Befehle wirken
15.07.2026
31 Minuten
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️PDA 1/3: Warum dir diese Folge nicht gefallen wird
11.07.2026
33 Minuten
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Krankschreibung ab Tag 1: Warum Kontrolle Neurodivergente länger krank machen kann
04.07.2026
1 Minute
In dieser Zwischenepisode sprechen wir über die geplante Änderung bei Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und darüber, was es bedeuten würde, wenn wir ab dem ersten Krankheitstag ein Attest bräuchten. Wir ordnen die bisherige Regelung ein, nach der eine AU meist erst nach einigen Tagen nötig ist, und vergleichen das mit den seit Corona möglichen telefonischen Krankschreibungen. Ein Schwerpunkt liegt auf den Folgen für Neurodivergente, vor allem für Menschen mit ADHS, Autismus und ähnlichen Profilen. Wir beschreiben, dass viele von uns ohnehin schon unter hoher Grundlast arbeiten, oft in reizintensiven oder stark strukturierten Umgebungen, und bei zusätzlichen Belastungen wie Infekten, Schlafmangel, Zyklusbeschwerden oder privatem Stress schneller an Grenzen kommen. Wir erklären, dass kurze Erholungsphasen oft sinnvoll sind, weil aus einem oder zwei Tagen Ausfall sonst leicht längere Krankheitsphasen werden können. Gleichzeitig kritisieren wir die Annahme, viele würden nur „blau machen“, und stellen dem gegenüber, dass viele Betroffene aus Verantwortungsgefühl arbeiten wollen und sich trotz Beschwerden oft zu lange durchbeißen. Ein weiterer Punkt ist die Belastung für Hausarztpraxen. Wir gehen davon aus, dass mehr Menschen bei leichteren Beschwerden in die Praxen gehen würden, was zu mehr Wartezeiten, mehr Druck auf Ärztinnen und Ärzte und zu eher pauschalen, längeren Krankschreibungen führen könnte. Das könnte nach unserer Einschätzung am Ende mehr Krankheitstage und mehr Bürokratie erzeugen. Zum Schluss sprechen wir über mögliche Folgen für Betriebe, insbesondere für kleinere Unternehmen, sowie über den Vertrauensverlust zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Wir kündigen an, dass in kommenden Folgen weitere Themen wie ADHS, Autismus, PDA, Beziehungsökonomie und Fragen eines besseren Umfelds für Neurodivergente behandelt werden.
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Reiz und Reaktion: Wie frei ist unser Wille wirklich?
27.06.2026
1 Stunde 3 Minuten
In dieser Folge knüpfen wir an die vorherige Episode über Stress als Dauerzustand an. Wir sprechen darüber, dass uns oft Sicherheitssignale fehlen und wir dadurch in Alarmbereitschaft bleiben. Darauf aufbauend greifen wir die frühere Folge zum Grübeln wieder auf und ordnen das Thema neu ein. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis von Reiz und Reaktion. Wir diskutieren das bekannte Zitat vom Raum zwischen beiden und fragen, wie viel Freiheit in diesem Raum tatsächlich liegt. Dabei betonen wir, dass viele Reaktionen automatisch ablaufen und nicht einfach eine klare Kette aus Reiz und bewusster Entscheidung sind. Wir unterscheiden zwischen Grübeln und Reflexion. Beides beginnt mit dem Nachdenken über Erlebnisse außerhalb der akuten Situation, etwa über vergangene Gespräche oder Fehlentscheidungen. Grübeln beschreiben wir als Wiederholen ohne Lösung, Reflexion dagegen als Nachdenken, das zu Einsicht und Veränderung führt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, warum wir überhaupt nachträglich über Situationen nachdenken. Wir erklären das mit Automatismen, begrenzter Zeit, begrenzter Energie und der Notwendigkeit, viele alltägliche Abläufe ohne ständige bewusste Entscheidung zu bewältigen. Gleichzeitig zeigen wir, wie Rückblick und neue Informationen dazu führen können, dass wir frühere Reaktionen später anders bewerten. Wir ordnen das Ganze außerdem mit einer Firmenmetapher: Die bewusste Kognition ist wie die Chefetage, während viele andere Prozesse automatisch in den unteren Ebenen laufen. Grübeln und Reflexion dienen dann dazu, diese Abläufe zu überprüfen, zu trainieren und für zukünftige Situationen bessere „Hinweisschilder“ oder Regeln aufzubauen. Zum Schluss sprechen wir noch über freie Wille, Impulskontrolle und das Libet-Experiment. Wir erwähnen die moderne Lesart, nach der sich Handlungstendenzen im Gehirn vorbereiten, bevor sie bewusst werden, aber noch unterbrochen werden können. Abschließend verknüpfen wir das mit dem Gefühl von Agency, also dem Erleben von Kontrolle über das eigene Handeln.
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