EVOMENTIS - Neurodiversität, ADHS, Autismus und darüber hinaus

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Dein Podcast zu Neurodiversität, Evolutionärer Psychologie, Gesellschaft, Philosophie und mentaler Entwicklung www.evomentis.de
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derkuef

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Unterschleißheim

Episoden

Alarm im Nervensystem: Fight, Flight, Freeze und die 10 F
23.05.2026
1 Minute
In dieser Folge sprechen wir über Alarmzustände beim Menschen und vergleichen sie mit einem Schiff im roten Alarm. Wir erklären, warum solche Zustände dazu dienen, auf unmittelbare Gefahren schnell zu reagieren, und warum dabei andere Funktionen wie Essen, Ruhe oder komplexes Denken in den Hintergrund treten. Wir ordnen das Thema in den größeren Kontext des Podcasts ein: Neurodivergenz, Trauma-Folgestörungen, psychologische, neurologische und gesellschaftliche Zusammenhänge. Dabei behandeln wir auch die evolutionäre Perspektive und das klassische Beispiel der Bedrohung durch einen Säbelzahntiger, um zu zeigen, dass Alarmreaktionen nicht nur auf alte Gefahren, sondern auch auf heutige Bedrohungen anwendbar sind. Ein Schwerpunkt liegt auf den Stressachsen SAM und HPA. Wir unterscheiden die schnelle, akute Alarmreaktion mit körperlicher Aktivierung von der langsameren, länger anhaltenden Stressreaktion. Dazu gehören unter anderem erhöhte Wachheit, mehr Energie für den Körper und eine stärkere Belastung durch Cortisol, vor allem wenn der Zustand chronisch wird. Anschließend besprechen wir die typischen Reaktionsmuster Fight, Flight, Freeze, Flop und Fawn sowie weitere Varianten wie Fip, Funster, Fantasy, Forget und Flood. Diese Reaktionen beschreiben unterschiedliche Arten, mit Bedrohung, Überforderung oder sozialem Druck umzugehen, etwa durch Kampf, Flucht, Erstarren, Beschwichtigen, Ablenkung, inneren Rückzug, Vergessen oder emotionales Überfluten. Zum Schluss geht es um die Folgen dauerhafter Stressbelastung. Wir erwähnen Burnout, Erschöpfung, Depressionen und körperliche Belastungen sowie den Zusammenhang zwischen Stress, Entzündungen und psychischer Gesundheit. Dabei betonen wir auch, dass insbesondere neurodivergente Menschen in ungeeigneten Umfeldern häufiger in einen dauerhaften Alarmzustand geraten können.
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Bottom-Up: Autistisch gut im Kontakt -mit allen Details
16.05.2026
1 Stunde 4 Minuten
In dieser Folge greifen wir ein früheres Thema auf und widersprechen der einfachen Vorstellung, Menschen im Autismus-Spektrum würden soziale Interaktion nur kognitiv „emulieren“. Wir beschreiben stattdessen die These, dass wir oft besonders stark mit sensorischen Eindrücken, inneren Zuständen und Kontexten verbunden sind, diese Eindrücke aber nicht einfach nach außen in allgemeine soziale Regeln übersetzen können. Wir stellen zwei grobe Denkweisen gegenüber: ein eher top-down geprägtes, neurotypisches Vorgehen und ein eher bottom-up geprägtes Vorgehen im neurodivergenten Bereich. Dabei erklären wir, dass wir häufig von vielen Details, Wahrnehmungen und Mustern ausgehen, diese analysieren und erst dann zu Schlussfolgerungen kommen. Das kann zu Konflikten mit abstrakten gesellschaftlichen Erwartungen führen, die wenig Rücksicht auf konkrete Situationen nehmen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die soziale und emotionale Selbstwahrnehmung. Wir beschreiben, dass wir komplexe, gleichzeitig vorhandene Gefühle und Körperempfindungen oft sehr differenziert wahrnehmen, diese aber im Alltag oder in Gesprächen auf pauschale Antworten reduzieren sollen. Genau diese Vereinfachung kann zu Missverständnissen, Maskierung und dem Gefühl führen, die eigene Wahrnehmung sei falsch. Zum Schluss ordnen wir das als mögliche Erklärung für Erschöpfung, Masking und Imposter-Gefühle ein. Wir betonen, dass wir uns in vielen Situationen ständig übersetzen und anpassen müssen, um in einem System mit abstrakten Regeln zu funktionieren, auch wenn unsere eigene Wahrnehmung deutlich komplexer ist.
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ADHS, Neurologie, Genetik, Epigenetik, Trauma und wie das alles zusammenhängt
09.05.2026
1 Minute
ADHS, Neurologie, Genetik, Epigenetik, Trauma und wie das alles zusammenhängt
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Wenn Dein Weltbild nach der Diagnose eine Überarbeitung braucht
02.05.2026
1 Minute
In dieser Episode von Evo Mentis tauche ich tief in die Fragestellungen und Empfindungen ein, die viele Menschen im Kontext von Neurodivergenz erleben. Ich beginne mit der Überlegung, ob unser alltägliches Leben nicht doch viel merkwürdiger und komplexer ist, als es den Anschein hat. Es geht um das Gefühl, als ob eine verborgene Realität hinter unseren Erfahrungen steckt, die wir manchmal nicht richtig erfassen können. Ich stelle grundlegende Konzepte wie magisches und agentisches Denken vor, und wie diese in der menschlichen Evolution verwurzelt sind. Diese Überlegungen führen uns zu den faszinierenden Themen rund um Paranoia und Verschwörungstheorien, die oft als ein verzweifelter Versuch interpretiert werden, Sinn in das Unerklärliche zu finden. Ich beleuchte die relativen Lebenswelten von Neurodivergenten und das Empfinden als „Alien“ in einer für sie oft unverständlichen Realität. Es wird klar, dass viele Menschen, die sich als anders wahrnehmen, häufig lange auf der Suche nach Erklärungen und Diagnosen sind, die ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen validieren. Das Gespräch wandert weiter zu den Herausforderungen, denen sich Neurodivergente gegenübersehen, wenn sie versuchen, eine Diagnose zu erhalten, einschließlich der damit verbundenen bürokratischen Hürden und emotionalen Belastungen. Ein entscheidender Punkt in dieser Episode ist der „Mindblow“-Moment, an dem man erkennt, dass Neurodivergenz existiert und dass man möglicherweise selbst betroffen ist. Ich bespreche die Entdeckung dieses Aspekts des Selbst und die damit verbundene Erleichterung, aber auch die Herausforderungen, die sich ergeben, wenn man sein gesamtes Leben im Nachhinein neu bewerten muss. Dabei wird auch das Gefühl der Frustration und Enttäuschung beleuchtet, das häufig auftritt, wenn man erkennt, wie viele Lebenssituationen von der eigenen Neurodivergenz beeinflusst wurden. Wir zeigen auf, dass das Verständnis von Neurodivergenz nicht nur die Sichtweise auf das eigene Leben verändert, sondern auch den Umgang mit Alltagsherausforderungen erleichtert. Es geht darum, dass die Diagnose zwar Klarheit bringt, aber nicht automatisch die Lösung aller Probleme. Vielmehr ist es der Beginn eines neuen Weges, der weiterhin Herausforderungen mit sich bringt. Die Zuhörer werden ermutigt, sich mit ihren eigenen Erfahrungen auseinanderzusetzen und positive Aspekte zu entdecken, die aus diesem Erkenntnisprozess hervorgehen können. In der letzten Phase der Episode erinnere ich daran, dass jeder Schritt auf diesem Weg Zeit benötigt, und dass es in Ordnung ist, sich Zeit zu nehmen, um alle Facetten seiner eigenen Realität zu verstehen und zu verarbeiten. Ich hoffe, dass dieser Podcast den Zuhörern nicht nur ein besseres Verständnis für Neurodivergenz vermittelt, sondern auch die Möglichkeit bietet, einen Umgang mit eigenen Herausforderungen zu finden und eine positive Perspektive auf die eigene Identität zu entwickeln.
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Was People Pleasing mit halluzinierenden KIs zu tun hat - spannende Forschungsergebnisse
25.04.2026
1 Minute
In dieser Episode von Evomentis beleuchten wir zwei scheinbar getrennte, jedoch tief verbundene Themen: People-Pleasing und die Phänomene von KI-Modellen und deren Halluzinationen. Ich beginne mit einer Einführung in das Konzept des People-Pleasing, einem Verhalten, das oft von dem Wunsch geprägt ist, anderen gefällig zu sein, auch wenn dies auf Kosten der eigenen Bedürfnisse geschieht. Oft manifestiert sich People-Pleasing aus einer tiefgreifenden Rejection-Sensitivity und führt zu einem ständigen Bestreben, sich anzupassen und Konformität herzustellen. In diesem Kontext gehe ich auch auf verwandte Themen wie das Imposter-Syndrom ein, das ähnliche Verhaltensmuster hervorrufen kann, wenn Individuen das Gefühl haben, ihrer Rolle nicht gerecht zu werden. Im weiteren Verlauf der Episode verknüpfen wir diese menschlichen Verhaltensmuster mit den Erscheinungen, die KI-Modelle wie ChatGPT und Co. zeigen. Diese KI-Modelle, die darauf trainiert sind, plausible Antworten zu generieren, stoßen oft an Grenzen und neigen dazu, „Halluzinationen“ auszulösen – das Erfinden und Präsentieren von Informationen, die nicht zwingend wahr sind. Diese Halluzinationen sind ein Ergebnis ihres Trainingsprozesses, bei dem sie belohnt werden, wenn sie hilfreiche und akzeptable Antworten liefern, selbst wenn diese Antworten faktisch falsch sind. Diese Dynamik kann mit den Mechanismen von People-Pleasing verglichen werden, da sowohl Menschen als auch KI-Modelle dazu neigen, sich den Erwartungen anderer anzupassen, um Akzeptanz zu finden. Ein zentrales Thema dieser Episode ist die Untersuchung von „Halluzinationsneuronen“ in KI-Modellen. Neueste Wissenschaftsanalyse hat gezeigt, dass bestimmte Neuronen in KI-Architekturen dafür verantwortlich sind, wann und wie häufig eine KI halluziniert. Diese Befunde bieten tiefere Einblicke in das Verhalten von KI und ermöglichen es, ähnlich wie bei menschlichen Verhaltensweisen, zu verstehen, warum und wie People-Pleasing als Verhaltensmuster sowohl im zwischenmenschlichen Kontext als auch in der Interaktion mit KIs auftritt. Ich erörtere verschiedene Experimente, die durchgeführt wurden, um diese H-Neuronen zu identifizieren und deren Aktivität zu manipulieren. Dabei wird deutlich, wie diese Neuronen sowohl das Antwortverhalten als auch die Halluzinationsanfälligkeit beeinflussen können. Eine Steigerung der Aktivität dieser Neuronen führt dazu, dass das Modell bereitwillig ungenaue oder erfundene Informationen liefert, während eine Dämpfung dazu führt, dass die KI resistenter gegenüber Überzeugungsversuchen wird und stabilere, kohärente Antworten liefert. Abschließend reflektiere ich über die tiefen psychologischen und sozialen Zusammenhänge, die sich aus diesen Erkenntnissen ergeben, und ziehe Parallelen zwischen Menschen und KI-Modellen im Hinblick auf soziale Anpassung, Überanpassung und die Herausforderungen, die aus diesen Verhaltensmustern resultieren. Diese Episode bietet nicht nur einen spannenden Einblick in die Funktionsweise moderner KI, sondern regt auch dazu an, über unsere eigenen Verhaltensmuster und deren Wurzeln nachzudenken.
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