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Dein Podcast zu Neurodiversität, Evolutionärer Psychologie, Gesellschaft, Philosophie und mentaler Entwicklung www.evomentis.de
Beschreibung
vor 1 Woche
In dieser Folge greifen wir ein früheres Thema auf und
widersprechen der einfachen Vorstellung, Menschen im
Autismus-Spektrum würden soziale Interaktion nur kognitiv
„emulieren“. Wir beschreiben stattdessen die These, dass wir oft
besonders stark mit sensorischen Eindrücken, inneren Zuständen und
Kontexten verbunden sind, diese Eindrücke aber nicht einfach nach
außen in allgemeine soziale Regeln übersetzen können. Wir stellen
zwei grobe Denkweisen gegenüber: ein eher top-down geprägtes,
neurotypisches Vorgehen und ein eher bottom-up geprägtes Vorgehen
im neurodivergenten Bereich. Dabei erklären wir, dass wir häufig
von vielen Details, Wahrnehmungen und Mustern ausgehen, diese
analysieren und erst dann zu Schlussfolgerungen kommen. Das kann zu
Konflikten mit abstrakten gesellschaftlichen Erwartungen führen,
die wenig Rücksicht auf konkrete Situationen nehmen. Ein weiterer
Schwerpunkt ist die soziale und emotionale Selbstwahrnehmung. Wir
beschreiben, dass wir komplexe, gleichzeitig vorhandene Gefühle und
Körperempfindungen oft sehr differenziert wahrnehmen, diese aber im
Alltag oder in Gesprächen auf pauschale Antworten reduzieren
sollen. Genau diese Vereinfachung kann zu Missverständnissen,
Maskierung und dem Gefühl führen, die eigene Wahrnehmung sei
falsch. Zum Schluss ordnen wir das als mögliche Erklärung für
Erschöpfung, Masking und Imposter-Gefühle ein. Wir betonen, dass
wir uns in vielen Situationen ständig übersetzen und anpassen
müssen, um in einem System mit abstrakten Regeln zu funktionieren,
auch wenn unsere eigene Wahrnehmung deutlich komplexer ist.
widersprechen der einfachen Vorstellung, Menschen im
Autismus-Spektrum würden soziale Interaktion nur kognitiv
„emulieren“. Wir beschreiben stattdessen die These, dass wir oft
besonders stark mit sensorischen Eindrücken, inneren Zuständen und
Kontexten verbunden sind, diese Eindrücke aber nicht einfach nach
außen in allgemeine soziale Regeln übersetzen können. Wir stellen
zwei grobe Denkweisen gegenüber: ein eher top-down geprägtes,
neurotypisches Vorgehen und ein eher bottom-up geprägtes Vorgehen
im neurodivergenten Bereich. Dabei erklären wir, dass wir häufig
von vielen Details, Wahrnehmungen und Mustern ausgehen, diese
analysieren und erst dann zu Schlussfolgerungen kommen. Das kann zu
Konflikten mit abstrakten gesellschaftlichen Erwartungen führen,
die wenig Rücksicht auf konkrete Situationen nehmen. Ein weiterer
Schwerpunkt ist die soziale und emotionale Selbstwahrnehmung. Wir
beschreiben, dass wir komplexe, gleichzeitig vorhandene Gefühle und
Körperempfindungen oft sehr differenziert wahrnehmen, diese aber im
Alltag oder in Gesprächen auf pauschale Antworten reduzieren
sollen. Genau diese Vereinfachung kann zu Missverständnissen,
Maskierung und dem Gefühl führen, die eigene Wahrnehmung sei
falsch. Zum Schluss ordnen wir das als mögliche Erklärung für
Erschöpfung, Masking und Imposter-Gefühle ein. Wir betonen, dass
wir uns in vielen Situationen ständig übersetzen und anpassen
müssen, um in einem System mit abstrakten Regeln zu funktionieren,
auch wenn unsere eigene Wahrnehmung deutlich komplexer ist.
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