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Episoden

58 Minuten
„Bin ich überhaupt beziehungsfähig?" Diese Frage tragen viele

neurodivergente Menschen im Stillen mit sich. Diese Folge ist eine

Antwort darauf – und sie lautet Ja.

Ich spreche mit Dr. Rosalie Weigand, psychologische

Psychotherapeutin und Paartherapeutin, über das, was in

Beziehungen mit ADHS oder Autismus wirklich passiert. Ihre These

verändert die ganze Perspektive: Es fehlt nicht die Liebe. Es

fehlt die Übersetzung.

Wir sprechen darüber:

- Warum ein neurodivergentes Gehirn den Stimmungswechsel bemerkt,

bevor der Partner selbst merkt, dass er gereizt ist

- Was es kostet, den ganzen Tag „normal" zu spielen – und was

davon abends für die Beziehung übrig bleibt

- Lieben, wenn man intensiv fühlt, aber keine Worte dafür findet

- Die 5 neurodivergenten Liebessprachen

- Warum getrennte Schlafzimmer ein Akt der Liebe sein können

- Warum ein klares Nein ein Geschenk ist

Wenn du dich in deiner Beziehung oft zu viel oder zu wenig

fühlst – diese Folge ist für dich.

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MEIN GAST

Dr. Rosalie Weigand ist psychologische Psychotherapeutin und

zertifizierte Paartherapeutin in Hamburg und online. Ein

Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die ADHS- und Autismus-Diagnostik

bei Erwachsenen.

Website: https://rosalieweigand.de

Ihr Buch „Zu viel, zu nah, zu sehr – Neurodivergenz in der

Partnerschaft verstehen" erscheint am 27. August:

https://amzn.to/3UeeBg4 *

* Werbung / Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link bestellst,

erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis

dadurch nicht.

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DU BRAUCHST UNTERSTÜTZUNG?

Du musst damit nicht alleine bleiben. Im ADHwaS-Fachnetzwerk

findest du geprüfte Coaches, Praxen und Fachpersonen für ADHS,

Autismus und Neurodivergenz – in der Schweiz, in Deutschland und

in Österreich, online und vor Ort. Das Erstgespräch ist

kostenlos.

Fachperson finden: https://adhwas.com/coaches

Alle Angebote: https://adhwas.com

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WICHTIGER HINWEIS

Dieser Podcast ist ein Gespräch – keine medizinische,

psychologische oder therapeutische Beratung. Die Inhalte dienen

der Information und dem Erfahrungsaustausch und ersetzen weder

eine Diagnose noch eine Behandlung.

Wenn du gesundheitliche Beschwerden hast oder dich in einer

belastenden Situation befindest, wende dich bitte an eine

Ärztin, einen Arzt oder eine psychotherapeutische Fachperson.

In einer akuten Krise:

Schweiz 143 (Dargebotene Hand) · Deutschland 0800 111 0 111

(Telefonseelsorge) · Österreich 142 (Telefonseelsorge)

Notruf: 144 (CH) / 112 (EU)
21 Minuten
Diese Folge hätte gestern aufgenommen werden sollen. Hab ich nicht geschafft – ich war schlicht zu unterstimuliert. Nach 7 Jahren mit meiner Diagnose, nach 30 Jahren Arbeit mit ADHS. Es passiert auch mir. Und genau das ist das Thema der letzten Folge vor der Sommerpause.

Wir reden über das, was unter fast allem liegt: dein Dopamin-System. Warum dein Hirn nicht auf «wichtig» anspringt, sondern nur auf vier Zünder. Warum dieselbe Aufgabe an einem Tag in zehn Minuten geht und am nächsten unmöglich ist. Und warum die schnelle Lust – Handy, Zucker, das Glas – dich danach tiefer zieht.

Du bist nicht faul. Dir hat nur nie jemand erklärt, wie dein eigener Motor funktioniert.

Darum geht's:

warum «Aufmerksamkeits-Defizit» der falsche Name ist

die vier Zünder: Interesse, Neuheit, Herausforderung, Dringlichkeit

warum dein Tank von Tag zu Tag schwankt – und das nichts über deine Fähigkeit sagt

Hyperfokus: keine Superkraft auf Abruf, sondern dieselbe Münze

warum «später» dein Hirn nie motiviert – und die Scham-Schleife dahinter

die Lustschmerz-Waage aus «Dopamine Nation» von Anna Lembke

der Ausweg, der verrückt klingt: nicht auf die Lust-, sondern auf die Schmerzseite drücken – mit Bewegung und Kälte

Und weil ich predige, was ich predige, mache ich jetzt bewusst Pause. Tank auffüllen. Wir hören uns nach dem Sommer wieder.

Wenn du im Herbst lernen willst, deinen eigenen Motor zu bedienen, schreib mir über den Sommer das Wort «TREIBSTOFF» als DM – ich melde mich, wenn wir zurück sind.

Das Angebot von ADHwaS findest du hier: https://adhwas.com/links

Wenn dir die Folge etwas gegeben hat: Teile sie mit jemandem, der sich ständig für faul hält. Er ist es nicht.



Ein wichtiger Hinweis zum Schluss

Der ADHwaS Podcast ist kein Ersatz für medizinische, psychologische oder therapeutische Hilfe. Was du hier hörst, sind persönliche Erfahrungen, Gespräche und Impulse – keine Diagnosen, keine Behandlungsempfehlungen, keine Therapieanweisungen. Wenn du dich in Themen wie ADHS, Neurodivergenz oder psychischer Gesundheit wiedererkennst, such dir bitte professionelle Unterstützung. Du verdienst eine echte Abklärung, keine Selbstdiagnose aus dem Kopfhörer.
55 Minuten
«Es sitzt zwei Meter vor dir – und ist trotzdem weg.»

Es gibt einen Moment, den Eltern nie vergessen: wenn sie merken, dass sie ihr Kind nicht mehr erreichen.

In dieser Folge spreche ich mit «Dirk» (Name geändert) über die jahrelange Krise seines Sohnes «Sacha»: Cannabis, Rückzug, Psychosen – und die Frage, was darunter eigentlich lag. Eine klare Diagnose gab es nie. Aber vieles deutet auf ein neurodivergentes, ADHS-nahes Gehirn hin, das versucht hat, sein lautes Inneres leiser zu drehen. Mit dem Falschen.

Wir reden ehrlich über das, worüber selten jemand spricht:

– warum Sucht bei einem ADHS-Hirn oft ein Selbstheilungsversuch ist, der entgleist

– wie das heutige, hochdosierte Cannabis Psychosen auslöst – gerade bei jungen, vulnerablen Gehirnen

– den Kampf nicht mit den Ämtern, sondern mit Institutionen, in denen weiter konsumiert wird – und den einen Menschen, der wirklich half

– den schwersten Entscheid eines Vaters: das eigene Kind nicht heimkommen zu lassen

– und die «smartphone-basierte Kindheit», die Dirk für die viel grössere Pandemie hält

Ich erzähle in dieser Folge auch offen von meinen fast 30 Jahren mit dem Alkohol – weil ich verstehe, wovon Dirk spricht.

Dirks Geschichte ist kein Ratgeber. Sie ist die ehrliche Stimme eines Vaters, der nie aufgegeben hat. Sein Buch «Durch Stürme zur Stille» beginnt mit dem Satz: «Ein Sturm entsteht – bevor du ihn bemerkst, ist es zu spät.»

Dirks Buch «Durch Stürme zur Stille»: https://amzn.to/3QfDJSa

Zum Weiterlesen – «The Anxious Generation» von Jonathan Haidt: https://amzn.to/43HHBhV

Mehr über ADHS, Neurodivergenz und Coaching – und das ADHwaS Coaching-Netzwerk, das genau dieses Bindeglied zwischen Psychiatrie und Familien sein will, das Dirk in der Folge beschreibt: https://adhwas.com

Wenn du dranbleiben willst – Impulse, Ehrlichkeit und kein Marketing-Lärm direkt in dein Postfach: https://adhwas.com/newsletter

Wenn du das hörst und dich wiedererkennst: Du bist nicht allein.

Hilfe in der Schweiz: Die Dargebotene Hand, Tel. 143 (https://143.ch) – für junge Menschen Pro Juventute, Tel. 147 (https://147.ch). Rund um die Uhr, kostenlos, vertraulich.



Ein wichtiger Hinweis zum Schluss

Der ADHwaS Podcast ist kein Ersatz für medizinische, psychologische oder therapeutische Hilfe. Was du hier hörst, sind persönliche Erfahrungen, Gespräche und Impulse – keine Diagnosen, keine Behandlungsempfehlungen, keine Therapieanweisungen. Wenn du dich in Themen wie ADHS, Neurodivergenz oder psychischer Gesundheit wiedererkennst, such dir bitte professionelle Unterstützung. Du verdienst eine echte Abklärung, keine Selbstdiagnose aus dem Kopfhörer.
1 Stunde 5 Minuten
Von aussen war Cyrill überall: Fasnacht, Top Secret Drum Corps, 25 Jahre Business, immer für ein Spässchen zu haben, immer der, den man fragen konnte. Innen drin lief der Akku schon lange auf Reserve – nur hat es niemand gesehen, er selbst am wenigsten.

In dieser Folge spricht François mit seinem langjährigen Freund Cyrill Klapka über das, was viele „Faulheit" oder „Schwäche" nennen, obwohl etwas ganz anderes los ist: neurodivergenter Burnout. Cyrill erzählt offen von jahrelangem Vollgas, einem ersten Zusammenbruch mit Anfang 30, der späten ADHS-Diagnose mit 44 – und davon, wie aus dem „Cyrill 1.0" ein „Cyrill 2.0" wurde, der heute selbst als Coach Menschen begleitet.

Es geht um Masking, das sich jahrelang einfach „richtig" anfühlte. Um den Unterschied zwischen Erschöpfung und Depression. Darum, warum gut gemeinte Ratschläge wie „nimm dir doch mal einen Tag frei" oft alles schlimmer machen. Und darum, was wirklich hilft: verstehen, Energie schützen, die Maske ablegen, das Umfeld anpassen – statt sich selbst zu reparieren.

Eine ehrliche, warme Folge für alle, die immer Vollgas geben – und für die Menschen, die sie begleiten.

Darum geht's

Warum der Zusammenbruch von aussen unsichtbar bleibt

Der Tausendsassa: wie man Cyrill kannte – und was es ihn kostete

Masking: warum es sich jahrelang echt anfühlt

Fasnacht, Top Secret und nie wirklich freie Zeit

Der erste Zusammenbruch mit Anfang 30

Die Leere im Büro – wenn plötzlich nichts mehr geht

Der Weg zur späten ADHS-Diagnose

Das Aha-Erlebnis und der Eisbär im Wald

Proaktiv kommunizieren – auch mit dem Arbeitgeber

Die drei Merkmale des neurodivergenten Burnouts

Wenn die exekutiven Funktionen wegbrechen

Cyrill 2.0: Beziehung, Maske und Identität

Was NICHT hilft – und was wirklich hilft

Warum Coaching keine Psychotherapie ist

Wenn du dich beim Zuhören stark wiedererkennst und es dir gerade nicht gut geht: Nimm das ernst und hol dir Unterstützung. Das ist keine Schwäche – das ist Energiemanagement.

Mehr zu Cyrills Arbeit: klapka.coach

Unterstützung rund um ADHS und Neurodivergenz: adhwas.com

Wenn dir die Folge etwas gegeben hat, teile sie mit jemandem, der immer Vollgas gibt.



Ein wichtiger Hinweis zum Schluss

Der ADHwaS Podcast ist kein Ersatz für medizinische, psychologische oder therapeutische Hilfe. Was du hier hörst, sind persönliche Erfahrungen, Gespräche und Impulse – keine Diagnosen, keine Behandlungsempfehlungen, keine Therapieanweisungen. Wenn du dich in Themen wie ADHS, Neurodivergenz oder psychischer Gesundheit wiedererkennst, such dir bitte professionelle Unterstützung. Du verdienst eine echte Abklärung, keine Selbstdiagnose aus dem Kopfhörer
54 Minuten
Stell dir vor, du bist fachlich top – und im Bewerbungsgespräch gehst du komplett unter. Für viele neurodivergente Menschen ist das kein Einzelfall, sondern Alltag.

In dieser Folge spreche ich mit Viola Svec. Sie hat über zwanzig Jahre im HR gearbeitet, unter anderem bei der UBS und am Universitätsspital Basel, und über 3000 Bewerbungsgespräche geführt. Heute bereitet sie Menschen auf genau diese Gespräche vor – und hat sich bewusst für neurodivergente Jugendliche und junge Erwachsene entschieden.

Viola erzählt vom Moment, der alles verändert hat: ein Schüler, der seine ADHS als «Schwäche» nannte – und dann zeigte, wie er sie längst zur Stärke gemacht hatte. Ihr Satz dazu bleibt hängen: Das Problem ist nicht die Person, sondern die Übersetzung zwischen der Person und unserem System.

Wir sprechen über das, was wirklich passiert:

warum der erste Eindruck schon nach drei Sekunden entsteht – und wie ungerecht das ist

das Maskieren im Gespräch und den Preis, den es kostet

die Frage, die sich fast alle stellen: Sag ich, dass ich ADHS habe – oder schweige ich?

die Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisung und den alten Glaubenssatz «ich bin nicht gut genug»

das Zuspätkommen, das kein fehlender Wille ist, sondern oft schlicht fehlender Schlaf

und die Stärken, die in 45 Minuten einfach unsichtbar bleiben

Diese Folge ist für dich, wenn du selbst betroffen bist und dich in genau diesen Situationen wiedererkennst. Und sie ist für Eltern, Berufsbildner:innen und Unternehmen, die ahnen: Hier müssen wir genauer hinschauen.

Wenn du dir einen Austausch wünschst – als Betroffene:r, als Eltern oder als Firma – dann schreib uns. Viola und ich denken laut darüber nach, wie so ein Raum aussehen könnte.

 Das Angebot von ADHwaS findest du hier: ⁠⁠⁠https://adhwas.com/links⁠

Und Viola Svec findest du hier: https://www.interviewtechnik-basel.ch



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Über diesen Podcast

Wir sprechen darüber, was ADHS wirklich ist, wie es den Alltag beeinflusst und ob es eine Stärke sein kann oder einfach nur purer Wahnsinn. Wir reden über ADHS-Medikamente bei Kindern und Erwachsenen, über Hochsensibilität und darüber, wie sich die Symptome bei Männern und Frauen unterschiedlich äußern können. Und ja, es wird auch um Ernährung gehen. Ach ja, beinahe hätte ich’s vergessen: Wir werden auch tolle Gäste einladen! Ich verspreche euch, es wird chaotisch, ehrlich und lustig. Wenn ihr Lust auf mehr habt, dann hört doch einfach mal rein und folgt uns.

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