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Episoden

«Ich war zu unterstimuliert, um aufzunehmen» – Dein Dopamin-System und warum du nicht faul bist | Sommer-Finale
30.06.2026
21 Minuten
Diese Folge hätte gestern aufgenommen werden sollen. Hab ich nicht geschafft – ich war schlicht zu unterstimuliert. Nach 7 Jahren mit meiner Diagnose, nach 30 Jahren Arbeit mit ADHS. Es passiert auch mir. Und genau das ist das Thema der letzten Folge vor der Sommerpause.


Wir reden über das, was unter fast allem liegt: dein Dopamin-System. Warum dein Hirn nicht auf «wichtig» anspringt, sondern nur auf vier Zünder. Warum dieselbe Aufgabe an einem Tag in zehn Minuten geht und am nächsten unmöglich ist. Und warum die schnelle Lust – Handy, Zucker, das Glas – dich danach tiefer zieht.


Du bist nicht faul. Dir hat nur nie jemand erklärt, wie dein eigener Motor funktioniert.


Darum geht's:


warum «Aufmerksamkeits-Defizit» der falsche Name ist die vier Zünder: Interesse, Neuheit, Herausforderung, Dringlichkeit warum dein Tank von Tag zu Tag schwankt – und das nichts über deine Fähigkeit sagt Hyperfokus: keine Superkraft auf Abruf, sondern dieselbe Münze warum «später» dein Hirn nie motiviert – und die Scham-Schleife dahinter die Lustschmerz-Waage aus «Dopamine Nation» von Anna Lembke der Ausweg, der verrückt klingt: nicht auf die Lust-, sondern auf die Schmerzseite drücken – mit Bewegung und Kälte


Und weil ich predige, was ich predige, mache ich jetzt bewusst Pause. Tank auffüllen. Wir hören uns nach dem Sommer wieder.


Wenn du im Herbst lernen willst, deinen eigenen Motor zu bedienen, schreib mir über den Sommer das Wort «TREIBSTOFF» als DM – ich melde mich, wenn wir zurück sind.


Das Angebot von ADHwaS findest du hier: https://adhwas.com/links


Wenn dir die Folge etwas gegeben hat: Teile sie mit jemandem, der sich ständig für faul hält. Er ist es nicht.





Ein wichtiger Hinweis zum Schluss


Der ADHwaS Podcast ist kein Ersatz für medizinische, psychologische oder therapeutische Hilfe. Was du hier hörst, sind persönliche Erfahrungen, Gespräche und Impulse – keine Diagnosen, keine Behandlungsempfehlungen, keine Therapieanweisungen. Wenn du dich in Themen wie ADHS, Neurodivergenz oder psychischer Gesundheit wiedererkennst, such dir bitte professionelle Unterstützung. Du verdienst eine echte Abklärung, keine Selbstdiagnose aus dem Kopfhörer.
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Durch Stürme zur Stille – wenn dein Kind in der Sucht verschwindet
23.06.2026
55 Minuten
«Es sitzt zwei Meter vor dir – und ist trotzdem weg.»


Es gibt einen Moment, den Eltern nie vergessen: wenn sie merken, dass sie ihr Kind nicht mehr erreichen.


In dieser Folge spreche ich mit «Dirk» (Name geändert) über die jahrelange Krise seines Sohnes «Sacha»: Cannabis, Rückzug, Psychosen – und die Frage, was darunter eigentlich lag. Eine klare Diagnose gab es nie. Aber vieles deutet auf ein neurodivergentes, ADHS-nahes Gehirn hin, das versucht hat, sein lautes Inneres leiser zu drehen. Mit dem Falschen.


Wir reden ehrlich über das, worüber selten jemand spricht: – warum Sucht bei einem ADHS-Hirn oft ein Selbstheilungsversuch ist, der entgleist – wie das heutige, hochdosierte Cannabis Psychosen auslöst – gerade bei jungen, vulnerablen Gehirnen – den Kampf nicht mit den Ämtern, sondern mit Institutionen, in denen weiter konsumiert wird – und den einen Menschen, der wirklich half – den schwersten Entscheid eines Vaters: das eigene Kind nicht heimkommen zu lassen – und die «smartphone-basierte Kindheit», die Dirk für die viel grössere Pandemie hält


Ich erzähle in dieser Folge auch offen von meinen fast 30 Jahren mit dem Alkohol – weil ich verstehe, wovon Dirk spricht.


Dirks Geschichte ist kein Ratgeber. Sie ist die ehrliche Stimme eines Vaters, der nie aufgegeben hat. Sein Buch «Durch Stürme zur Stille» beginnt mit dem Satz: «Ein Sturm entsteht – bevor du ihn bemerkst, ist es zu spät.»


Dirks Buch «Durch Stürme zur Stille»: https://amzn.to/3QfDJSa Zum Weiterlesen – «The Anxious Generation» von Jonathan Haidt: https://amzn.to/43HHBhV


Mehr über ADHS, Neurodivergenz und Coaching – und das ADHwaS Coaching-Netzwerk, das genau dieses Bindeglied zwischen Psychiatrie und Familien sein will, das Dirk in der Folge beschreibt: https://adhwas.com


Wenn du dranbleiben willst – Impulse, Ehrlichkeit und kein Marketing-Lärm direkt in dein Postfach: https://adhwas.com/newsletter


Wenn du das hörst und dich wiedererkennst: Du bist nicht allein. Hilfe in der Schweiz: Die Dargebotene Hand, Tel. 143 (https://143.ch) – für junge Menschen Pro Juventute, Tel. 147 (https://147.ch). Rund um die Uhr, kostenlos, vertraulich.





Ein wichtiger Hinweis zum Schluss


Der ADHwaS Podcast ist kein Ersatz für medizinische, psychologische oder therapeutische Hilfe. Was du hier hörst, sind persönliche Erfahrungen, Gespräche und Impulse – keine Diagnosen, keine Behandlungsempfehlungen, keine Therapieanweisungen. Wenn du dich in Themen wie ADHS, Neurodivergenz oder psychischer Gesundheit wiedererkennst, such dir bitte professionelle Unterstützung. Du verdienst eine echte Abklärung, keine Selbstdiagnose aus dem Kopfhörer.
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„Aussen Vollgas, innen leer" – Neurodivergenter Burnout mit Cyrill Klapka
16.06.2026
1 Stunde 5 Minuten
Von aussen war Cyrill überall: Fasnacht, Top Secret Drum Corps, 25 Jahre Business, immer für ein Spässchen zu haben, immer der, den man fragen konnte. Innen drin lief der Akku schon lange auf Reserve – nur hat es niemand gesehen, er selbst am wenigsten.


In dieser Folge spricht François mit seinem langjährigen Freund Cyrill Klapka über das, was viele „Faulheit" oder „Schwäche" nennen, obwohl etwas ganz anderes los ist: neurodivergenter Burnout. Cyrill erzählt offen von jahrelangem Vollgas, einem ersten Zusammenbruch mit Anfang 30, der späten ADHS-Diagnose mit 44 – und davon, wie aus dem „Cyrill 1.0" ein „Cyrill 2.0" wurde, der heute selbst als Coach Menschen begleitet.


Es geht um Masking, das sich jahrelang einfach „richtig" anfühlte. Um den Unterschied zwischen Erschöpfung und Depression. Darum, warum gut gemeinte Ratschläge wie „nimm dir doch mal einen Tag frei" oft alles schlimmer machen. Und darum, was wirklich hilft: verstehen, Energie schützen, die Maske ablegen, das Umfeld anpassen – statt sich selbst zu reparieren.


Eine ehrliche, warme Folge für alle, die immer Vollgas geben – und für die Menschen, die sie begleiten.


Darum geht's


Warum der Zusammenbruch von aussen unsichtbar bleibt Der Tausendsassa: wie man Cyrill kannte – und was es ihn kostete Masking: warum es sich jahrelang echt anfühlt Fasnacht, Top Secret und nie wirklich freie Zeit Der erste Zusammenbruch mit Anfang 30 Die Leere im Büro – wenn plötzlich nichts mehr geht Der Weg zur späten ADHS-Diagnose Das Aha-Erlebnis und der Eisbär im Wald Proaktiv kommunizieren – auch mit dem Arbeitgeber Die drei Merkmale des neurodivergenten Burnouts Wenn die exekutiven Funktionen wegbrechen Cyrill 2.0: Beziehung, Maske und Identität Was NICHT hilft – und was wirklich hilft Warum Coaching keine Psychotherapie ist


Wenn du dich beim Zuhören stark wiedererkennst und es dir gerade nicht gut geht: Nimm das ernst und hol dir Unterstützung. Das ist keine Schwäche – das ist Energiemanagement.


Mehr zu Cyrills Arbeit: klapka.coach


Unterstützung rund um ADHS und Neurodivergenz: adhwas.com


Wenn dir die Folge etwas gegeben hat, teile sie mit jemandem, der immer Vollgas gibt.








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Der ADHwaS Podcast ist kein Ersatz für medizinische, psychologische oder therapeutische Hilfe. Was du hier hörst, sind persönliche Erfahrungen, Gespräche und Impulse – keine Diagnosen, keine Behandlungsempfehlungen, keine Therapieanweisungen. Wenn du dich in Themen wie ADHS, Neurodivergenz oder psychischer Gesundheit wiedererkennst, such dir bitte professionelle Unterstützung. Du verdienst eine echte Abklärung, keine Selbstdiagnose aus dem Kopfhörer
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«Du bist nicht das Problem» – Bewerbungsgespräche mit ADHS | mit Viola Svec
09.06.2026
54 Minuten
Stell dir vor, du bist fachlich top – und im Bewerbungsgespräch gehst du komplett unter. Für viele neurodivergente Menschen ist das kein Einzelfall, sondern Alltag.


In dieser Folge spreche ich mit Viola Svec. Sie hat über zwanzig Jahre im HR gearbeitet, unter anderem bei der UBS und am Universitätsspital Basel, und über 3000 Bewerbungsgespräche geführt. Heute bereitet sie Menschen auf genau diese Gespräche vor – und hat sich bewusst für neurodivergente Jugendliche und junge Erwachsene entschieden.


Viola erzählt vom Moment, der alles verändert hat: ein Schüler, der seine ADHS als «Schwäche» nannte – und dann zeigte, wie er sie längst zur Stärke gemacht hatte. Ihr Satz dazu bleibt hängen: Das Problem ist nicht die Person, sondern die Übersetzung zwischen der Person und unserem System.


Wir sprechen über das, was wirklich passiert:


warum der erste Eindruck schon nach drei Sekunden entsteht – und wie ungerecht das ist das Maskieren im Gespräch und den Preis, den es kostet die Frage, die sich fast alle stellen: Sag ich, dass ich ADHS habe – oder schweige ich? die Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisung und den alten Glaubenssatz «ich bin nicht gut genug» das Zuspätkommen, das kein fehlender Wille ist, sondern oft schlicht fehlender Schlaf und die Stärken, die in 45 Minuten einfach unsichtbar bleiben


Diese Folge ist für dich, wenn du selbst betroffen bist und dich in genau diesen Situationen wiedererkennst. Und sie ist für Eltern, Berufsbildner:innen und Unternehmen, die ahnen: Hier müssen wir genauer hinschauen.


Wenn du dir einen Austausch wünschst – als Betroffene:r, als Eltern oder als Firma – dann schreib uns. Viola und ich denken laut darüber nach, wie so ein Raum aussehen könnte.


 Das Angebot von ADHwaS findest du hier: ⁠⁠⁠https://adhwas.com/links⁠


Und Viola Svec findest du hier: https://www.interviewtechnik-basel.ch





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Eure Fragen, ehrlich beantwortet – Teil 1: Diagnose, Erschöpfung, Beziehung
02.06.2026
34 Minuten
Es gibt Fragen, die mir niemand öffentlich stellt. Die kommen abends. Halb elf. Im DM. Manchmal mit einem «sorry, dass ich das frage».


In dieser Folge beantworte ich sieben davon. Ehrlich. So gut ich kann. Aus 30 Jahren Arbeit mit ADHS und sieben Jahren mit meiner eigenen Diagnose.


Wir sprechen über:


«Was würdest du deinem 25-jährigen Ich sagen?» – warum die ehrlichste Antwort kein Ratschlag ist, sondern Anwesenheit.


«Ich habe Angst, dass die Abklärung zeigt: Du hast einfach kein Rückgrat.» – warum genau dieser Gedanke oft schon ein Hinweis ist.


«Ich bin 52. Was bringt mir eine Diagnose jetzt noch?» – was sich in meinem Leben verändert hat, seit ich es weiss. Und warum «zu spät» eine Lüge ist.


«Ich verstehe alles über ADHS. Trotzdem schreie ich um 18 Uhr meine Kinder an. Warum hilft Wissen so wenig?» – über den Unterschied zwischen Wissen und Regulation. Und was wirklich entlastet.


«Weniger Stress – wo soll ich da bitte rausnehmen?» – über die zwei Arten von Stress, die unser Nervensystem unterschiedlich treffen.


«Hyperfokus oder Flow – wie merke ich das mittendrin?» – drei körperliche Signale, an denen du es spürst, bevor der Crash kommt.


«Mein Partner hat ADHS, ich nicht. Ich liebe ihn. Aber ich bin so müde.» – wie du es sagen kannst, ohne dass er sich wieder als «das Problem» fühlt.


Diese Folge ist Teil eins. Weitere Fragen folgen in den nächsten Episoden.


Wenn du gerade müde bist, oder gerade niemand zum Reden hast – vielleicht ist das hier die richtige Folge für dich.


Du bist nicht allein.





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Über diesen Podcast

Wir sprechen darüber, was ADHS wirklich ist, wie es den Alltag beeinflusst und ob es eine Stärke sein kann oder einfach nur purer Wahnsinn. Wir reden über ADHS-Medikamente bei Kindern und Erwachsenen, über Hochsensibilität und darüber, wie sich die Symptome bei Männern und Frauen unterschiedlich äußern können. Und ja, es wird auch um Ernährung gehen. Ach ja, beinahe hätte ich’s vergessen: Wir werden auch tolle Gäste einladen! Ich verspreche euch, es wird chaotisch, ehrlich und lustig. Wenn ihr Lust auf mehr habt, dann hört doch einfach mal rein und folgt uns.
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