Podcaster
Episoden
28.05.2026
1 Minute
Marina Kuba ist Senior Key Account Managerin bei der Expleo Group Austria und leitet dort den größten Account im Versicherungsbereich. Sie ist studierte Biotechnologin, hat über 20 Jahre Erfahrung in Telekommunikation, Eisenbahnsicherungstechnik und IT und führt internationale Großprojekte über mehrere Länder hinweg.
In diesem Gespräch geht es um KI in der Versicherungsbranche, die Modernisierung von Legacy-Systemen ohne den „Peter, der in drei Monaten in Pension geht", und um die ehrliche Frage, was Scheitern in einem Land wie Österreich bedeutet. Marina erklärt, warum Datenqualität ein Sortier-Problem ist, was Trial-and-Error mit Vertrauen zu tun hat und warum die KI-Debatte vielleicht anders verlaufen würde, wenn sie zu 80 Prozent von Frauen entwickelt werden würde. Highlights der Folge
Der Pain-Point-Ansatz: Marina beginnt nicht mit Tools, sondern mit Zuhören. Wo drückt der Schuh? Was soll am Ende rauskommen? Erst dann kommt der Prozess. Und das Tool kommt zuletzt. Scheitern als Tabuthema: In Österreich wird Scheitern noch immer als Makel gesehen. Marina lebt das Gegenteil vor sie hat schon Kunden gesagt: Wir sind nicht die Richtigen für euer Projekt. Diese Ehrlichkeit baut langfristiges Vertrauen. Trial and Error braucht Vertrauen: Wer keine Referenzen liefern kann, weil sich die Technologie alle drei Monate ändert, braucht Kunden, die Vertrauen vorschießen. Genau das ist das neue Modell. Legacy Modernization mit Reverse Engineering: Mit KI lässt sich alter Cobol- oder PL1-Code analysieren und in moderne Sprachen heben auch ohne vollständige Dokumentation. Das verkürzt 4-bis-6-Jahres-Migrationsprojekte massiv. Das Kleiderschrank-Prinzip: Datenqualität ist kein Mengenproblem. Es ist ein Sortier-Problem. Wer viele Daten hat, aber nicht weiß, was drinsteckt, hat trotzdem nichts anzuziehen. Die Gender-Frage neu gedacht: Marina stellt nicht die Frage, ob Frauen die KI-Debatte anders erleben. Sondern die viel spannendere Frage: Wäre das Ergebnis der Tools ein anderes, wenn 80 Prozent der Entwicklerinnen Frauen wären? Über den Gast
Marina Kuba ist Senior Key Account Managerin bei der Expleo Group Austria GmbH. Sie hat über 20 Jahre Erfahrung in Telekommunikation, Eisenbahnsicherungstechnik und IT und leitet bei Expleo den größten Account im Bereich Versicherung. Ihre Karriere begann bei Alcatel und Thales in der Netzwerktechnik und Qualitätsmanagement, parallel dazu absolvierte sie ihr Masterstudium in Biotechnologie an der FH Campus Wien mit Fokus auf Qualitätsmanagement in der Pharmazie.
Ihre Schwerpunkte: Prozessoptimierung, innovative Lösungen und Teamführung mit einer klaren Haltung, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht im Weg.
LinkedIn: linkedin.com/in/marina-kuba-46598785 Unternehmen: expleo.com Über KI & ME
KI & ME ist der deutschsprachige Podcast über Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und den Menschen. In Staffel 3 liegt der Fokus auf KI & Wirtschaft: Wie setzen Unternehmen im DACH-Raum KI ein? Was funktioniert, was nicht – und was bedeutet das für Führungskräfte, Teams und Geschäftsmodelle?
Host: Roman Eckschlager Produktion: Direktoa Productions Linkedin: https://www.linkedin.com/in/roman-eckschlager/
In diesem Gespräch geht es um KI in der Versicherungsbranche, die Modernisierung von Legacy-Systemen ohne den „Peter, der in drei Monaten in Pension geht", und um die ehrliche Frage, was Scheitern in einem Land wie Österreich bedeutet. Marina erklärt, warum Datenqualität ein Sortier-Problem ist, was Trial-and-Error mit Vertrauen zu tun hat und warum die KI-Debatte vielleicht anders verlaufen würde, wenn sie zu 80 Prozent von Frauen entwickelt werden würde. Highlights der Folge
Der Pain-Point-Ansatz: Marina beginnt nicht mit Tools, sondern mit Zuhören. Wo drückt der Schuh? Was soll am Ende rauskommen? Erst dann kommt der Prozess. Und das Tool kommt zuletzt. Scheitern als Tabuthema: In Österreich wird Scheitern noch immer als Makel gesehen. Marina lebt das Gegenteil vor sie hat schon Kunden gesagt: Wir sind nicht die Richtigen für euer Projekt. Diese Ehrlichkeit baut langfristiges Vertrauen. Trial and Error braucht Vertrauen: Wer keine Referenzen liefern kann, weil sich die Technologie alle drei Monate ändert, braucht Kunden, die Vertrauen vorschießen. Genau das ist das neue Modell. Legacy Modernization mit Reverse Engineering: Mit KI lässt sich alter Cobol- oder PL1-Code analysieren und in moderne Sprachen heben auch ohne vollständige Dokumentation. Das verkürzt 4-bis-6-Jahres-Migrationsprojekte massiv. Das Kleiderschrank-Prinzip: Datenqualität ist kein Mengenproblem. Es ist ein Sortier-Problem. Wer viele Daten hat, aber nicht weiß, was drinsteckt, hat trotzdem nichts anzuziehen. Die Gender-Frage neu gedacht: Marina stellt nicht die Frage, ob Frauen die KI-Debatte anders erleben. Sondern die viel spannendere Frage: Wäre das Ergebnis der Tools ein anderes, wenn 80 Prozent der Entwicklerinnen Frauen wären? Über den Gast
Marina Kuba ist Senior Key Account Managerin bei der Expleo Group Austria GmbH. Sie hat über 20 Jahre Erfahrung in Telekommunikation, Eisenbahnsicherungstechnik und IT und leitet bei Expleo den größten Account im Bereich Versicherung. Ihre Karriere begann bei Alcatel und Thales in der Netzwerktechnik und Qualitätsmanagement, parallel dazu absolvierte sie ihr Masterstudium in Biotechnologie an der FH Campus Wien mit Fokus auf Qualitätsmanagement in der Pharmazie.
Ihre Schwerpunkte: Prozessoptimierung, innovative Lösungen und Teamführung mit einer klaren Haltung, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht im Weg.
LinkedIn: linkedin.com/in/marina-kuba-46598785 Unternehmen: expleo.com Über KI & ME
KI & ME ist der deutschsprachige Podcast über Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und den Menschen. In Staffel 3 liegt der Fokus auf KI & Wirtschaft: Wie setzen Unternehmen im DACH-Raum KI ein? Was funktioniert, was nicht – und was bedeutet das für Führungskräfte, Teams und Geschäftsmodelle?
Host: Roman Eckschlager Produktion: Direktoa Productions Linkedin: https://www.linkedin.com/in/roman-eckschlager/
Mehr
20.05.2026
1 Minute
Wie führt man die IT eines Unternehmens, das täglich 1.100 Busse durch Österreich bewegt und gleichzeitig den Sprung in die KI-Ära schafft?
Felix Severa ist seit Anfang 2025 CIO der Dr. Richard Gruppe, dem größten privaten Busbetreiber im deutschsprachigen Raum.
In diesem Gespräch geht es um die Frage, warum KI kein Allheilmittel für schlechte Prozesse ist, was Citizen Developer und Vibe Coding für die IT-Governance bedeuten und warum Felix lieber seinen Kindern beim KI-Nutzen zuschaut als selbst der Power-User zu sein. Ein ehrliches Gespräch über die Balance zwischen Enabler und Verantwortlicher. Highlights der Folge
Prozess vor Tool: Felix dreht die übliche Reihenfolge um. Bevor man über ChatGPT, Cloud oder Automatisierung nachdenkt, muss der Prozess klar sein. Sonst automatisiert man etwas, was man nicht versteht. Der Goldschatz im Kopf: In vielen Unternehmen sitzt das eigentliche Wissen bei einzelnen Mitarbeitenden, die jahrzehntelang Prozesse gestaltet haben. Dieses Wissen rauszuholen ist eine der spannendsten Aufgaben eines neuen CIOs. Citizen Developer als Chance und Risiko: Schnell Ergebnisse erzeugen ist eine Sache. Nachhaltig im Unternehmenskontext betreiben eine ganz andere. Wer 300 Zeilen Code ausführt, sollte verstehen, was passiert. Schatten-KI: Reden statt blockieren: Wer KI-Tools im Unternehmen verbietet, verliert nur Energie an Workarounds. Felix' Ansatz: das Interesse und die Neugier der Mitarbeitenden zielgerichtet kanalisieren. Senior-Entwickler werden wertvoller: Wer früher gut programmiert hat, kann heute KI-Code besser beurteilen. Die Skills verschieben sich, aber Erfahrung wird wichtiger statt unwichtiger. Der nächste Generationenwechsel: Die Tochter googelt nicht — sie fragt die KI. Und sie findet Antworten, auf die der Vater nie kommen würde. Auch nicht die Antworten, die der Vater ihr geben würde. Über den Gast
Felix Severa ist seit Anfang 2025 Chief Information Officer der Dr. Richard Gruppe, dem größten privaten Busbetreiber im deutschsprachigen Raum. Davor war er 16 Jahre in einem großen Konzern tätig, wo er über Projektmanagement und ERP-Entwicklung in die IT-Führung gewachsen ist.
Die Dr. Richard Gruppe betreibt eine Flotte von rund 1.100 Bussen mit etwa 1.700 Lenkerinnen und Lenkern in ganz Österreich. Felix führt ein IT-Team von 18 Personen: vom Field Service über System Operations bis zu Applikationsbetreuung, Data und Reporting. Über KI & ME
KI & ME ist der deutschsprachige Podcast über Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und den Menschen. In Staffel 3 liegt der Fokus auf KI & Wirtschaft: Wie setzen Unternehmen im DACH-Raum KI ein? Was funktioniert, was nicht – und was bedeutet das für Führungskräfte, Teams und Geschäftsmodelle?
Host: Roman Eckschlager Produktion: Direktoa Productions Neue Folgen: Regelmäßig Keywords & Tags
CIO KI Strategie, Prozessmanagement KI, Citizen Developer, Vibe Coding, Agentic Engineering, KI Governance, IT-Führung Österreich, Dr. Richard Gruppe, Felix Severa, Schatten-KI, KI Use Case, Enabler statt Blockieren, KI im Mittelstand, KI & ME Staffel 3, Confare CIOSUMMIT
Felix Severa ist seit Anfang 2025 CIO der Dr. Richard Gruppe, dem größten privaten Busbetreiber im deutschsprachigen Raum.
In diesem Gespräch geht es um die Frage, warum KI kein Allheilmittel für schlechte Prozesse ist, was Citizen Developer und Vibe Coding für die IT-Governance bedeuten und warum Felix lieber seinen Kindern beim KI-Nutzen zuschaut als selbst der Power-User zu sein. Ein ehrliches Gespräch über die Balance zwischen Enabler und Verantwortlicher. Highlights der Folge
Prozess vor Tool: Felix dreht die übliche Reihenfolge um. Bevor man über ChatGPT, Cloud oder Automatisierung nachdenkt, muss der Prozess klar sein. Sonst automatisiert man etwas, was man nicht versteht. Der Goldschatz im Kopf: In vielen Unternehmen sitzt das eigentliche Wissen bei einzelnen Mitarbeitenden, die jahrzehntelang Prozesse gestaltet haben. Dieses Wissen rauszuholen ist eine der spannendsten Aufgaben eines neuen CIOs. Citizen Developer als Chance und Risiko: Schnell Ergebnisse erzeugen ist eine Sache. Nachhaltig im Unternehmenskontext betreiben eine ganz andere. Wer 300 Zeilen Code ausführt, sollte verstehen, was passiert. Schatten-KI: Reden statt blockieren: Wer KI-Tools im Unternehmen verbietet, verliert nur Energie an Workarounds. Felix' Ansatz: das Interesse und die Neugier der Mitarbeitenden zielgerichtet kanalisieren. Senior-Entwickler werden wertvoller: Wer früher gut programmiert hat, kann heute KI-Code besser beurteilen. Die Skills verschieben sich, aber Erfahrung wird wichtiger statt unwichtiger. Der nächste Generationenwechsel: Die Tochter googelt nicht — sie fragt die KI. Und sie findet Antworten, auf die der Vater nie kommen würde. Auch nicht die Antworten, die der Vater ihr geben würde. Über den Gast
Felix Severa ist seit Anfang 2025 Chief Information Officer der Dr. Richard Gruppe, dem größten privaten Busbetreiber im deutschsprachigen Raum. Davor war er 16 Jahre in einem großen Konzern tätig, wo er über Projektmanagement und ERP-Entwicklung in die IT-Führung gewachsen ist.
Die Dr. Richard Gruppe betreibt eine Flotte von rund 1.100 Bussen mit etwa 1.700 Lenkerinnen und Lenkern in ganz Österreich. Felix führt ein IT-Team von 18 Personen: vom Field Service über System Operations bis zu Applikationsbetreuung, Data und Reporting. Über KI & ME
KI & ME ist der deutschsprachige Podcast über Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und den Menschen. In Staffel 3 liegt der Fokus auf KI & Wirtschaft: Wie setzen Unternehmen im DACH-Raum KI ein? Was funktioniert, was nicht – und was bedeutet das für Führungskräfte, Teams und Geschäftsmodelle?
Host: Roman Eckschlager Produktion: Direktoa Productions Neue Folgen: Regelmäßig Keywords & Tags
CIO KI Strategie, Prozessmanagement KI, Citizen Developer, Vibe Coding, Agentic Engineering, KI Governance, IT-Führung Österreich, Dr. Richard Gruppe, Felix Severa, Schatten-KI, KI Use Case, Enabler statt Blockieren, KI im Mittelstand, KI & ME Staffel 3, Confare CIOSUMMIT
Mehr
22.04.2026
1 Minute
"A fool with a tool is still a fool"
Was passiert, wenn jemand seit über 25 Jahren in der Daten- und AI-Branche arbeitet und trotzdem sagt, die meisten Probleme von vor 40 Jahren sind noch immer die gleichen?
Gernot Molin ist BARC Fellow und Senior Analyst, Geschäftsführer bei p2a, Co-Founder von paiqo und CTO der Cloudflight Group. Er berät europäische Unternehmen zu KI-Strategien, Datenplattformen und Agentic AI und er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum KI-Strategien scheitern, wenn der Mindset nicht stimmt, warum Daten nicht die Wahrheit sind und warum Europa seine Erfahrungswissen-Schätze jetzt digitalisieren muss, bevor die Babyboomer in Pension gehen. Gernot erklärt, warum Agents wie virtuelle Mitarbeitende gedacht werden müssen, warum Kontextwissen wichtiger ist als Datenqualität und warum er seinen Freunden auf Partys lieber nicht erzählt, was er wirklich denkt. Highlights der Folge
Bullshit-Bingo-Branche: Von Management-Informationssystemen über Analytics bis zu Agentic AI — Gernot ordnet die Buzzword-Geschichte der letzten 30 Jahre schonungslos ein und erklärt, warum der ursprüngliche Begriff „Decision-Support-Systeme" eigentlich am besten beschrieben hat, worum es geht. Agents sind keine Chatbots: Wer Agentic AI nur als Chatbot auf der Website versteht, hat die falsche KI-Strategie. Gernot plädiert für Agents, die bestehende UIs intelligenter machen — Formulare vorausfüllen, Prozesse vorfiltern, Vertrauen aufbauen. Kontextwissen statt Datenqualität: Der eigentliche Schatz eines Unternehmens liegt nicht in strukturierten Daten, sondern im Erfahrungs- und Kontextwissen der Mitarbeitenden — in E-Mails, in Entscheidungsprozessen, in ungeschriebenen Regeln. Dieses Wissen muss digitalisiert werden, bevor die Babyboomer-Generation in Pension geht. Das digitale Unternehmensgedächtnis als Asset: Gernot prognostiziert, dass das digitale Unternehmensgedächtnis den zukünftigen Wert eines Unternehmens definieren wird — weil es der einzige echte Differentiator gegenüber der Konkurrenz ist. Europa im AI-Rennen: Die erste Etappe bei den Foundation Models haben wir verloren. Aber es kommen noch Etappen. Und beim Kontextwissen und der Resilienz liegt Europas echte Chance. Über den Gast
Gernot Molin ist BARC Fellow und Senior Analyst mit über 25 Jahren Erfahrung im Analytics- und AI-Markt. Er ist Geschäftsführer bei p2a – data & migration solutions sowie Co-Founder und Chief Architect bei paiqo GmbH und CTO der Cloudflight Group. Er berät nationale und internationale Unternehmen zu KI-Strategien, Datenplattformen, Cloud-Strategien und Agentic AI.
Sein Unternehmen wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter als Microsoft Partner of the Year und mit dem EMEA Frontier Firm Badge für Innovation und Exzellenz.
LinkedIn: linkedin.com/in/gernotmolin Über KI & ME
KI & ME ist der deutschsprachige Podcast über Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und den Menschen. In Staffel 3 liegt der Fokus auf KI & Wirtschaft: Wie setzen Unternehmen im DACH-Raum KI ein? Was funktioniert, was nicht – und was bedeutet das für Führungskräfte, Teams und Geschäftsmodelle?
Host: Roman Eckschlager Linkedin: https://www.linkedin.com/in/roman-eckschlager/ Produktion: Direktoa Productions
Was passiert, wenn jemand seit über 25 Jahren in der Daten- und AI-Branche arbeitet und trotzdem sagt, die meisten Probleme von vor 40 Jahren sind noch immer die gleichen?
Gernot Molin ist BARC Fellow und Senior Analyst, Geschäftsführer bei p2a, Co-Founder von paiqo und CTO der Cloudflight Group. Er berät europäische Unternehmen zu KI-Strategien, Datenplattformen und Agentic AI und er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum KI-Strategien scheitern, wenn der Mindset nicht stimmt, warum Daten nicht die Wahrheit sind und warum Europa seine Erfahrungswissen-Schätze jetzt digitalisieren muss, bevor die Babyboomer in Pension gehen. Gernot erklärt, warum Agents wie virtuelle Mitarbeitende gedacht werden müssen, warum Kontextwissen wichtiger ist als Datenqualität und warum er seinen Freunden auf Partys lieber nicht erzählt, was er wirklich denkt. Highlights der Folge
Bullshit-Bingo-Branche: Von Management-Informationssystemen über Analytics bis zu Agentic AI — Gernot ordnet die Buzzword-Geschichte der letzten 30 Jahre schonungslos ein und erklärt, warum der ursprüngliche Begriff „Decision-Support-Systeme" eigentlich am besten beschrieben hat, worum es geht. Agents sind keine Chatbots: Wer Agentic AI nur als Chatbot auf der Website versteht, hat die falsche KI-Strategie. Gernot plädiert für Agents, die bestehende UIs intelligenter machen — Formulare vorausfüllen, Prozesse vorfiltern, Vertrauen aufbauen. Kontextwissen statt Datenqualität: Der eigentliche Schatz eines Unternehmens liegt nicht in strukturierten Daten, sondern im Erfahrungs- und Kontextwissen der Mitarbeitenden — in E-Mails, in Entscheidungsprozessen, in ungeschriebenen Regeln. Dieses Wissen muss digitalisiert werden, bevor die Babyboomer-Generation in Pension geht. Das digitale Unternehmensgedächtnis als Asset: Gernot prognostiziert, dass das digitale Unternehmensgedächtnis den zukünftigen Wert eines Unternehmens definieren wird — weil es der einzige echte Differentiator gegenüber der Konkurrenz ist. Europa im AI-Rennen: Die erste Etappe bei den Foundation Models haben wir verloren. Aber es kommen noch Etappen. Und beim Kontextwissen und der Resilienz liegt Europas echte Chance. Über den Gast
Gernot Molin ist BARC Fellow und Senior Analyst mit über 25 Jahren Erfahrung im Analytics- und AI-Markt. Er ist Geschäftsführer bei p2a – data & migration solutions sowie Co-Founder und Chief Architect bei paiqo GmbH und CTO der Cloudflight Group. Er berät nationale und internationale Unternehmen zu KI-Strategien, Datenplattformen, Cloud-Strategien und Agentic AI.
Sein Unternehmen wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter als Microsoft Partner of the Year und mit dem EMEA Frontier Firm Badge für Innovation und Exzellenz.
LinkedIn: linkedin.com/in/gernotmolin Über KI & ME
KI & ME ist der deutschsprachige Podcast über Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und den Menschen. In Staffel 3 liegt der Fokus auf KI & Wirtschaft: Wie setzen Unternehmen im DACH-Raum KI ein? Was funktioniert, was nicht – und was bedeutet das für Führungskräfte, Teams und Geschäftsmodelle?
Host: Roman Eckschlager Linkedin: https://www.linkedin.com/in/roman-eckschlager/ Produktion: Direktoa Productions
Mehr
15.04.2026
1 Minute
Warum scheitern so viele KI-Transformationen, bevor sie überhaupt richtig begonnen haben?
Dr. Thomas Pisar – Physiker, Ex-CIO in der Telekommunikationsbranche und Autor der „Pisar Studien" in der Tageszeitung Die Presse – kennt die Antwort. Und sie hat weniger mit Technologie zu tun, als man denkt.
In dieser Auftaktfolge der dritten Staffel von KI & ME sprechen wir über die menschliche Seite von KI-Transformationen, warum klassische Management-Methoden in einer komplexen Welt versagen und was Physik mit Organisationsveränderung zu tun hat.
---
Die stärksten Zitate aus dem Gespräch
> „KI bedroht nicht den Job – sondern die Identität."
> „Man muss sich nicht anpassen, man muss aber auch nicht überleben."
> „Den Schlüssel unter der Laterne suchen, wo man ihn nicht verloren hat, nur weil dort das Licht brennt: das ist Management in einer komplexen Welt."
> „Nicht analysieren und zu Tode denken, sondern Ärmel aufkrempeln und rein in den Gatsch."
> „Wenn ich heute Software innerhalb von Tagen schreiben kann, wird nicht mehr die Technik der limitierende Faktor, sondern der Mensch."
---
Themen & Kapitelmarken
00:00 – Begrüßung und Vorstellung: Wer ist Dr. Thomas Pisar?
03:15 – Vom CIO zum freiberuflichen Berater: Was war der Auslöser?
07:30 – Wann Unternehmen externe Hilfe brauchen: Homöopathische Macht und die Uphill-Battle der Digitalisierung
12:00 – Die Pisar Studien: Absurde Konzernsituationen verständlich machen
15:45 – KI und die Identitätsfrage: Warum die Bedrohung tiefer geht als „Job weg"
19:00 – Vibe Coding und persönliche KI-Erfahrung: Vom Skeptiker zum Anwender
22:30 – Warum klassische Transformationsmethoden versagen: Zielbilder in einer nicht berechenbaren Welt
26:00 – Physik erklärt Change: Energieminimierung und das Beharrungsvermögen von Organisationen
29:00 – Antifragilität: Warum Organisationen Komplexität brauchen statt Effizienz
32:00 – Ausblick: Was kommt als Nächstes in der KI-Transformation?
---
Highlights der Folge
Warum KI-Projekte scheitern: Nicht wegen der Technologie, sondern weil Organisationsstrukturen die Zusammenarbeit aktiv unterbinden, trotz Digitalisierungsauftrag von oben.
Kompliziert vs. komplex: Die meisten Management-Methoden stammen aus einer berechenbaren Welt. KI-Transformation spielt aber in einer nicht berechenbaren, komplexen Welt und braucht andere Werkzeuge.
Physik als Erklärungsmodell: Der erste Hauptsatz der Thermodynamik erklärt, warum Organisationen zum Status Quo neigen und warum Change als Fähigkeit entwickelt werden muss.
Der Mensch als limitierender Faktor: Wenn Technik nicht mehr bremst, muss die Organisation lernen, mit der steigenden Taktrate umzugehen.
---
Über den Gast
Dr. Thomas Pisar ist Keynote Speaker, Executive Advisor und Physiker. Er war langjähriger CIO und Director IT-Consumer in der Telekommunikationsbranche und hat dort mehrere hundert Mitarbeitende geführt. Heute berät er Unternehmen zu Transformation, Change und KI-Strategie mit dem Fokus auf die menschliche Seite der Veränderung.
Er ist Autor der „Pisar Studien" (Gastkolumne in Die Presse) und zweier Bücher, darunter „Komplexität als Stärke" über Antifragilität in Organisationen.
LinkedIn: www.linkedin.com/in/thomas-pisar
Website: www.thomas-pisar.com
---
KI & ME ist der deutschsprachige Podcast über Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und den Menschen. In Staffel 3 liegt der Fokus auf KI & Wirtschaft: Wie setzen Unternehmen im DACH-Raum KI ein? Was funktioniert, was nicht – und was bedeutet das für Führungskräfte, Teams und Geschäftsmodelle?
Host: Roman Eckschlager
LinkedIn: www.linkedin.com/in/roman-eckschlager
Dr. Thomas Pisar – Physiker, Ex-CIO in der Telekommunikationsbranche und Autor der „Pisar Studien" in der Tageszeitung Die Presse – kennt die Antwort. Und sie hat weniger mit Technologie zu tun, als man denkt.
In dieser Auftaktfolge der dritten Staffel von KI & ME sprechen wir über die menschliche Seite von KI-Transformationen, warum klassische Management-Methoden in einer komplexen Welt versagen und was Physik mit Organisationsveränderung zu tun hat.
---
Die stärksten Zitate aus dem Gespräch
> „KI bedroht nicht den Job – sondern die Identität."
> „Man muss sich nicht anpassen, man muss aber auch nicht überleben."
> „Den Schlüssel unter der Laterne suchen, wo man ihn nicht verloren hat, nur weil dort das Licht brennt: das ist Management in einer komplexen Welt."
> „Nicht analysieren und zu Tode denken, sondern Ärmel aufkrempeln und rein in den Gatsch."
> „Wenn ich heute Software innerhalb von Tagen schreiben kann, wird nicht mehr die Technik der limitierende Faktor, sondern der Mensch."
---
Themen & Kapitelmarken
00:00 – Begrüßung und Vorstellung: Wer ist Dr. Thomas Pisar?
03:15 – Vom CIO zum freiberuflichen Berater: Was war der Auslöser?
07:30 – Wann Unternehmen externe Hilfe brauchen: Homöopathische Macht und die Uphill-Battle der Digitalisierung
12:00 – Die Pisar Studien: Absurde Konzernsituationen verständlich machen
15:45 – KI und die Identitätsfrage: Warum die Bedrohung tiefer geht als „Job weg"
19:00 – Vibe Coding und persönliche KI-Erfahrung: Vom Skeptiker zum Anwender
22:30 – Warum klassische Transformationsmethoden versagen: Zielbilder in einer nicht berechenbaren Welt
26:00 – Physik erklärt Change: Energieminimierung und das Beharrungsvermögen von Organisationen
29:00 – Antifragilität: Warum Organisationen Komplexität brauchen statt Effizienz
32:00 – Ausblick: Was kommt als Nächstes in der KI-Transformation?
---
Highlights der Folge
Warum KI-Projekte scheitern: Nicht wegen der Technologie, sondern weil Organisationsstrukturen die Zusammenarbeit aktiv unterbinden, trotz Digitalisierungsauftrag von oben.
Kompliziert vs. komplex: Die meisten Management-Methoden stammen aus einer berechenbaren Welt. KI-Transformation spielt aber in einer nicht berechenbaren, komplexen Welt und braucht andere Werkzeuge.
Physik als Erklärungsmodell: Der erste Hauptsatz der Thermodynamik erklärt, warum Organisationen zum Status Quo neigen und warum Change als Fähigkeit entwickelt werden muss.
Der Mensch als limitierender Faktor: Wenn Technik nicht mehr bremst, muss die Organisation lernen, mit der steigenden Taktrate umzugehen.
---
Über den Gast
Dr. Thomas Pisar ist Keynote Speaker, Executive Advisor und Physiker. Er war langjähriger CIO und Director IT-Consumer in der Telekommunikationsbranche und hat dort mehrere hundert Mitarbeitende geführt. Heute berät er Unternehmen zu Transformation, Change und KI-Strategie mit dem Fokus auf die menschliche Seite der Veränderung.
Er ist Autor der „Pisar Studien" (Gastkolumne in Die Presse) und zweier Bücher, darunter „Komplexität als Stärke" über Antifragilität in Organisationen.
LinkedIn: www.linkedin.com/in/thomas-pisar
Website: www.thomas-pisar.com
---
KI & ME ist der deutschsprachige Podcast über Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und den Menschen. In Staffel 3 liegt der Fokus auf KI & Wirtschaft: Wie setzen Unternehmen im DACH-Raum KI ein? Was funktioniert, was nicht – und was bedeutet das für Führungskräfte, Teams und Geschäftsmodelle?
Host: Roman Eckschlager
LinkedIn: www.linkedin.com/in/roman-eckschlager
Mehr
21.05.2025
16 Minuten
Was passiert, wenn sich maschinelles Lernen, evolutionäre Algorithmen und menschliches Wissen die Hand geben?
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Michael Affenzeller über Methoden, mit denen nicht nur gute, sondern nachvollziehbare Entscheidungen möglich werden. Es geht um Whitebox-Modellierung, multikriterielle Optimierung – und darum, wie viel Wissen wir mit Daten kombinieren sollten, bevor wir entscheiden.
Highlights der Folge:
Warum klassische Mathematik an komplexen Suchräumen scheitert
Was evolutionäre Algorithmen tun – und wo sie uns Menschen überlegen sind
Wie KI-Systeme Designentscheidungen unterstützen, ohne Blackbox zu bleiben
Wo in der Praxis hybride Ansätze (Wissen + Daten) der Schlüssel sind
Und: Was Pareto-Optimierung mit Wassernetzen und Kunst zu tun hat
Eine Folge über die Zukunft der Problemlösung – und über die Kombination aus Intuition, Rechenleistung und Logik.
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Michael Affenzeller über Methoden, mit denen nicht nur gute, sondern nachvollziehbare Entscheidungen möglich werden. Es geht um Whitebox-Modellierung, multikriterielle Optimierung – und darum, wie viel Wissen wir mit Daten kombinieren sollten, bevor wir entscheiden.
Highlights der Folge:
Warum klassische Mathematik an komplexen Suchräumen scheitert
Was evolutionäre Algorithmen tun – und wo sie uns Menschen überlegen sind
Wie KI-Systeme Designentscheidungen unterstützen, ohne Blackbox zu bleiben
Wo in der Praxis hybride Ansätze (Wissen + Daten) der Schlüssel sind
Und: Was Pareto-Optimierung mit Wassernetzen und Kunst zu tun hat
Eine Folge über die Zukunft der Problemlösung – und über die Kombination aus Intuition, Rechenleistung und Logik.
Mehr
Über diesen Podcast
In einer Welt, die zunehmend von künstlicher Intelligenz
durchdrungen ist, stehen wir vor einer entscheidenden Frage: Wie
können wir sicherstellen, dass KI-Systeme nicht nur effektiv,
sondern auch ethisch und verantwortungsvoll sind? "Al Ethics &
Human Factors" ist DAS Buch über KI-Ethik. Gemeinsam mit den beiden
Autor:innen Martina Gaisch und Isabella Mader beleuchten wir im
Podcast KI & ME die Bedeutung des menschlichen Einflusses in
einer von Algorithmen dominierten Welt und zeigen, wie
Verantwortung angemessen und vertrauensstiftend wahrgenommen werden
kann.
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.