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Episoden

1 Stunde 18 Minuten
Wagemutig verlassen Arno und Eugen für diese Sonderfolge die gewohnten Gefilde der Spielanalyse und trafen einander im Juni 2026, um die “Gilmore Girls” zu besprechen. Gewappnet mit Hochschulschriften und akademischen Papers, besprechen sie kurz die Produktionsgeschichte der Serie und ihre Auteurin Amy Sherman-Paladino. Anschließend diskutieren sie die sozialen Strukturen von Stars Hollow und die oft versteckten Klassenunterschiede. Sie spekulieren über Wahlgewohnheiten der Gilmores und ihrer Freund*innen und erkunden mithilfe von einschlägigen Aufsätzen die Frage, wie feministisch die Serie eigentlich war. 
1 Stunde 13 Minuten
Ende Mai trafen Arno und Eugen einander, um die bizarren Auswüchse des Casual Capitalism im Spiel zu analysieren. Im “Hard Work” besprechen die beiden Arnos jüngsten Blog Beitrag zum casual mobile game “Flop House”, in welchem Spieler*innen die Profite eines Obdachlosenasyls maximieren sollen. Das Motiv dafür lässt nicht nur Eugen ratlos staunen. Im Softwork tauschen Eugen und Arno dann Lesetipps aus. Arno schwärmt von den Büchern There is no Antimemetics Division und Dungeon Crawler Carl; Eugen berichtet von Madame Bovary und dem neuen Buch von Cécile Loetz und Jakob Müller über die jüngere Geschichte von Erziehungsmodellen. Anlässlich der gesehenen Filme und Serien sprechen die beiden über Telenovelas, Paten, Die oberen 10.000 und polyamoröse Akademiker*innen. Arno weiss nicht so recht, warum er so viele Stunden mit Starfield verbracht hat, während Eugen wiederum sehr wohl weiß warum er fast ebenso viele Stunden allein und mit seinen Buben Blue Prince gespielt hat. In der Antragserotik berichtet Arno schließlich von einem erfolgreichen Antrag für die kommende Tagung zum KörperInneren in der Populärkultur und Eugen erzählt von dem voranschreitenden Sammelband zur Ideengeschichte in der Welt des Schwarzen Auges.
1 Stunde 8 Minuten
Sie sind wieder da und plaudern in etwas über einer Stunde über Piraten-Teenager, Glyzinien-Palais, Tulsa-Noir, Medienkritik-Dauerläufer und Menscheninneres-Tourismus. Und noch so viel mehr. Gleich zu Beginn im “Hardwork” besprechen Arno und Eugen das Lieblingskind vieler Spieleforscher*innen und Retrogamer*innen einer gewissen Alterskohorte: The Secret of Monkey Island! Für einen Sammelband zu “50 zentralen Spielen”, herausgegeben von den Doktoren Feige und Inderst, hat Eugen nämlich das Spiel zerlegt. Gemeinsam mit Arno wird er also über die Produktionsgeschichte, die Gefahr des Anekdotischen und die Erfindung des Teenagers sprechen. Im Softwork erzählen Arno und Eugen einander von den Spielen und Filmen und Serien, die sie jüngst gespielt und gesehen haben. (Für die Bücher war leider wieder zu wenig Zeit. Aber vielleicht machen wir ja dazu mal eine Extrafolge.) Es ist eine Freude, den beiden dann zuzuhören, wie sie daran scheitern, einen guten Übergang zur Antragserotik zu finden. Diese schließlich behandelt diesmal ein besonders juicy Thema: die Reise in das Innere des Menschen. Verbunden damit kommt der Aufruf an unsere geneigten Hörer*innen uns doch bitte per Mail, Social Media, Fax und Post noch Ideen für weitere Spiele zuzusenden, in welchen das Körperinnere bereist wird.
1 Stunde 27 Minuten
Wenn man sich wie Arno und Eugen viel mit digitalen Horrorspielen beschäftigt, dann weiss man, was man in digitalen Spielen von psychiatrischen Kliniken zu erwarten hat. Nichts Gutes. Übergriffige monomane Psychiater, die ihre Macht über ihre Patient*innen schamlos ausnutzen. So auch in Outlast (2013). Na gut, was will man auch von einem deutschen Arzt erwarten, der zuvor in Konzentrationslagern grauenhafte Experimente durchgeführt hat? Diesmal berichtet Arno von seinem eben erschienenen Aufsatz über die Stigmatisierung psychischer Störungen im digitalen Horrorspiel Outlast (siehe den Link unten). Nach der verstörenden harten Arbeit geht es in den Softworks dieses mal vor allem um das Spiel des Jahres 2025: Clair Obscure: Expedition 33 (2025), das den unwahrscheinlichen Spagat zwischen JRPG Pathos und hemmungslosen Paris-Stereotypen wagt und dabei auch noch Spass macht. Schließlich macht Eugen in der Antragserotik Werbung für einen Sammelband zur Ideengeschichte in der Welt des Schwarzen Auges, wenn es darum geht zu erkunden wie eine ganze Generation von Rollenspieler*innen von Zwergen, Zauberern und Amazonen lernten, was Gleichberechtigung und gerechte Herrschaft bedeutet.
1 Stunde 6 Minuten
Extrablatt! Oder eher: Extra-Podcast. Denn: In dieser Sonderfolge unterhält sich Eugen nicht mit Arno, sondern mit Aurelia über die Bravo Screenfun, eines der reichweitenstärksten deutschen Spielemagazine um 2000 und, wie der Name schon vermuten lässt, ein Tochtermagazin des deutschen Teenie-Magazins BRAVO. Gemeinsam blättern sie in der Erstausgabe des Magazins vom April 1997, wundern sich über Werbeanzeigen mit Titeln wie dem “Scall-Mädchen-Report” und BRAVO-Stars der 90er, reden aber auch genauso über den Kontext der Screenfun, die Bedeutung der BRAVO, Digitalkultur der 90er und natürlich wie das alles zum deutschen Spielejournalismus passt. Außerdem erzählt Aurelia nebenbei ein wenig von ihrer Diss über die Geschlechtergeschichte deutscher Spielemagazine bis 2000 und was für eine Bravo Screenfun-Folge wäre das hier, wenn es nicht wenigstens kurz auch noch um Lara Croft ginge?
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Über diesen Podcast

Ein Game-Studies-Podcast von zwei Spiele-Historikern. Arno Görgen und Eugen Pfister arbeiten seit 2018 in mehreren Game-Studies-Forschungsprojekten eng zusammen. Gemeinsam erforschen Sie die die Ideen- und Kulturgeschichte Digitaler Spiele. In diesem Podcast berichten sie regelmäßig von ihrer alltäglichen Arbeit: vom Forschen, Recherchieren, Analysieren, Antrag Schreiben, vom Leben und Spielen.

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