Kritische Controller

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Wie man zu Spielen forscht (oder auch nicht).
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Wie man zu Spielen forscht (oder auch nicht).
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Episoden

"Besser als Rauchen."
12.06.2026
1 Stunde 13 Minuten
Ende Mai trafen Arno und Eugen einander, um die bizarren Auswüchse des Casual Capitalism im Spiel zu analysieren. Im “Hard Work” besprechen die beiden Arnos jüngsten Blog Beitrag zum casual mobile game “Flop House”, in welchem Spieler*innen die Profite eines Obdachlosenasyls maximieren sollen. Das Motiv dafür lässt nicht nur Eugen ratlos staunen. Im Softwork tauschen Eugen und Arno dann Lesetipps aus. Arno schwärmt von den Büchern There is no Antimemetics Division und Dungeon Crawler Carl; Eugen berichtet von Madame Bovary und dem neuen Buch von Cécile Loetz und Jakob Müller über die jüngere Geschichte von Erziehungsmodellen. Anlässlich der gesehenen Filme und Serien sprechen die beiden über Telenovelas, Paten, Die oberen 10.000 und polyamoröse Akademiker*innen. Arno weiss nicht so recht, warum er so viele Stunden mit Starfield verbracht hat, während Eugen wiederum sehr wohl weiß warum er fast ebenso viele Stunden allein und mit seinen Buben Blue Prince gespielt hat. In der Antragserotik berichtet Arno schließlich von einem erfolgreichen Antrag für die kommende Tagung zum KörperInneren in der Populärkultur und Eugen erzählt von dem voranschreitenden Sammelband zur Ideengeschichte in der Welt des Schwarzen Auges.
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Guybrushs Glyziniengedärm
02.04.2026
1 Stunde 8 Minuten
Sie sind wieder da und plaudern in etwas über einer Stunde über Piraten-Teenager, Glyzinien-Palais, Tulsa-Noir, Medienkritik-Dauerläufer und Menscheninneres-Tourismus. Und noch so viel mehr. Gleich zu Beginn im “Hardwork” besprechen Arno und Eugen das Lieblingskind vieler Spieleforscher*innen und Retrogamer*innen einer gewissen Alterskohorte: The Secret of Monkey Island! Für einen Sammelband zu “50 zentralen Spielen”, herausgegeben von den Doktoren Feige und Inderst, hat Eugen nämlich das Spiel zerlegt. Gemeinsam mit Arno wird er also über die Produktionsgeschichte, die Gefahr des Anekdotischen und die Erfindung des Teenagers sprechen. Im Softwork erzählen Arno und Eugen einander von den Spielen und Filmen und Serien, die sie jüngst gespielt und gesehen haben. (Für die Bücher war leider wieder zu wenig Zeit. Aber vielleicht machen wir ja dazu mal eine Extrafolge.) Es ist eine Freude, den beiden dann zuzuhören, wie sie daran scheitern, einen guten Übergang zur Antragserotik zu finden. Diese schließlich behandelt diesmal ein besonders juicy Thema: die Reise in das Innere des Menschen. Verbunden damit kommt der Aufruf an unsere geneigten Hörer*innen uns doch bitte per Mail, Social Media, Fax und Post noch Ideen für weitere Spiele zuzusenden, in welchen das Körperinnere bereist wird.
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Wahn, Baguette und Schwarze Augen
22.12.2025
1 Stunde 27 Minuten
Wenn man sich wie Arno und Eugen viel mit digitalen Horrorspielen beschäftigt, dann weiss man, was man in digitalen Spielen von psychiatrischen Kliniken zu erwarten hat. Nichts Gutes. Übergriffige monomane Psychiater, die ihre Macht über ihre Patient*innen schamlos ausnutzen. So auch in Outlast (2013). Na gut, was will man auch von einem deutschen Arzt erwarten, der zuvor in Konzentrationslagern grauenhafte Experimente durchgeführt hat? Diesmal berichtet Arno von seinem eben erschienenen Aufsatz über die Stigmatisierung psychischer Störungen im digitalen Horrorspiel Outlast (siehe den Link unten). Nach der verstörenden harten Arbeit geht es in den Softworks dieses mal vor allem um das Spiel des Jahres 2025: Clair Obscure: Expedition 33 (2025), das den unwahrscheinlichen Spagat zwischen JRPG Pathos und hemmungslosen Paris-Stereotypen wagt und dabei auch noch Spass macht. Schließlich macht Eugen in der Antragserotik Werbung für einen Sammelband zur Ideengeschichte in der Welt des Schwarzen Auges, wenn es darum geht zu erkunden wie eine ganze Generation von Rollenspieler*innen von Zwergen, Zauberern und Amazonen lernten, was Gleichberechtigung und gerechte Herrschaft bedeutet.
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Im Abgrund der 90er: Analyzing Bravo Screenfun
13.11.2025
1 Stunde 6 Minuten
Extrablatt! Oder eher: Extra-Podcast. Denn: In dieser Sonderfolge unterhält sich Eugen nicht mit Arno, sondern mit Aurelia über die Bravo Screenfun, eines der reichweitenstärksten deutschen Spielemagazine um 2000 und, wie der Name schon vermuten lässt, ein Tochtermagazin des deutschen Teenie-Magazins BRAVO. Gemeinsam blättern sie in der Erstausgabe des Magazins vom April 1997, wundern sich über Werbeanzeigen mit Titeln wie dem “Scall-Mädchen-Report” und BRAVO-Stars der 90er, reden aber auch genauso über den Kontext der Screenfun, die Bedeutung der BRAVO, Digitalkultur der 90er und natürlich wie das alles zum deutschen Spielejournalismus passt. Außerdem erzählt Aurelia nebenbei ein wenig von ihrer Diss über die Geschlechtergeschichte deutscher Spielemagazine bis 2000 und was für eine Bravo Screenfun-Folge wäre das hier, wenn es nicht wenigstens kurz auch noch um Lara Croft ginge?
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Catan, KI und Konferenzen
10.10.2025
1 Stunde 2 Minuten
Ein Tag im September. Diesmal rekapitulieren Arno und Eugen einen gemeinsamen Tag im Leben der zwei Spieleforscher in Bern. Wenn die beiden einander endlich wieder im wahren Leben für 24 Stunden sehen, dann wird nicht nur ein Workshop zu digitalen Spielen gehalten, in einer Abendveranstaltung über KI und Populärkultur diskutiert, nein, es wird auch gleich eine Konferenz abgehalten. Im ersten Teil - “Hardworks” - geht es diesmal um die Konferenz “Historicizing G.A.M.E.S. 2025 – Gaming, Artifacts, Memory, Experience and Society”, die im Rahmen des gemeinsamen CH Ludens-Forschungsprojekts von Arno, Guillaume Guenat, Addrich Mauch und Yannick Rochat organisiert wurde. In der internationalen Konferenz stand diesmal die Geschichte der Spieler*innen und ihrer Erfahrungen im Mittelpunkt. Arno und Eugen besprechen gemeinsam unter anderem die Keynote von Vincent Berry, der seine Langzeitstudie zum Spielverhalten der Französ*innen der Nachkriegszeit vorgestellt hat. Im zweiten Teil, den “Softworks”, verlassen die beiden Jungpodcaster schließlich kurz die digitale Welt um über einen experimentellen Workshop an der HKB zu sprechen, als sie gemeinsam mit Kolleg*innen der HKB die Gestaltung und Rhetorik des Brettspielklassikers “Catan” (vormals “Die Siedler von Catan”) analysiert haben. In der “Antragserotik” schließlich betreten die beiden gewohnte Gefilde und erzählen von ihrer Frühschicht im Politforum Bern, wo sie bei Wein und Bier im Käfigturm mit ihrem Publikum über die Darstellung von KI in digitalen Spielen diskutieren und die Frage aufstellen, was unsere Gesellschaft aus diesem populärkulturellen Diskurs lernen kann. 
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Über diesen Podcast

Ein Game-Studies-Podcast von zwei Spiele-Historikern. Arno Görgen und Eugen Pfister arbeiten seit 2018 in mehreren Game-Studies-Forschungsprojekten eng zusammen. Gemeinsam erforschen Sie die die Ideen- und Kulturgeschichte Digitaler Spiele. In diesem Podcast berichten sie regelmäßig von ihrer alltäglichen Arbeit: vom Forschen, Recherchieren, Analysieren, Antrag Schreiben, vom Leben und Spielen.
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