Podcaster
Episoden
17.02.2026
32 Minuten
Vier Tage lang arbeitet Abby* (Name geändert) unter prekären
Bedingungen in einer Mietwohnung im Berner Monbijouquartier. Dann
klingelt es plötzlich an der Tür.
Vor der Wohnung steht die Kantonspolizei Bern. Sie befreit die
Frauen aus ihrem Martyrium und nimmt das Zuhälterpaar, Herr L.
und Frau Z.* (Namen geändert), fest. Schnell wird klar: Es
handelt sich um qualifizierten Menschenhandel – ein Delikt, das
in der Schweiz keine Seltenheit ist. Für die Behörden bleibt der
Kampf dagegen schwierig.
Was geschieht mit den Tätern? Warum ist es für die Behörden so
schwierig, gegen Menschenhandel vorzugehen? Und wie geht es für
die betroffenen Frauen weiter?
Das erzählt Michael Bucher, Redaktor im Ressort Bern von «Bund»
und «Berner Zeitung» in der letzten Folge vom Fall Menschenhandel
im Stadtquartier. Wie man aus diesem Strudel herauskommt –
darüber spricht ein ehemaliges Opfer von Menschenhandel. Dazu
erklärt Alexander Ott, bis vor kurzem Chef der Fremdenpolizei
Bern, was Nachbarn und Passanten tun können, um Ausbeutung zu
erkennen und ihr entgegenzuwirken.
*Namen der Redaktion bekannt.
Gast: Michael Bucher
Host: Sara Spreiter
Skript: Jacky Wechsler, Sara Spreiter
Schnitt, Produktion und Sprecherin: Jacky Wechsler
Inhalte zum Fall und zum Thema
Menschenhandel:
Deine Nachbarn – die Menschenhändler
Sie mussten zehn Freier am Tag bedienen – vom Lohn sahen sie
nur die Hälfte
«Er behandelte die Frauen wie eine Ware»
Zwangsprostitution in der Schweiz: Opfer von Menschenhandel
erzählt: «Ich musste meine Seele vom Körper trennen»
«Apropos»-Podcastfolge: Opfer von Menschenhandel: Wie Vera
L. in ein Bordell in der Schweiz gelockt wurde
Fachstellen in der Schweiz:
SOLVA – Gemeinsam gegen Menschenhandel & Missbrauch
Opferhilfe Schweiz
Limita – Fachstelle zur Prävention sexueller Ausbeutung
Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration FIZ
Hotline: ACT212
Platforme traite
Rahab – Fachstelle für Menschen im Rotlichtmilieu
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10.02.2026
31 Minuten
Bis zu zehn Freier am Tag, Sexualpraktiken gegen ihren Willen und
eine strenge Überwachung. Das erlebt Abby* (Name geändert) seit
Tag eins ihrer Ankunft in einer Mietwohnung in Bern. Heute weiss
man: Sie ist nicht das einzige Opfer des Zuhälterpaars.
Herr L.* und Frau Z.* (Namen geändert) haben über 70 weitere
Frauen aus China angeworben. Neben Abby sind 9 davon ebenfalls in
die Schweiz gereist. Die Rekrutierung der Frauen hatte System.
Wie funktioniert der chinesische Menschenhandel? Wie
unterscheidet er sich von anderen Ländern? Was bedeutet die
Verschiebung der Sexarbeit von Bordellen in Airbnb-Wohnungen für
die Betroffenen? Und gibt es einen Ausweg aus ihrer Situation?
Darum geht es in der zweiten Folge vom Fall « Menschenhandel im
Stadtquartier». Michael Bucher, Redaktor im Ressort Bern von
«Bund» und «Berner Zeitung», erzählt, wie es mit Abby weitergeht.
Zudem ordnen Alexander Ott, ehemaliger Chef der Fremdenpolizei
Bern, und die forensische Psychologin May Beyli die
psychologischen und strukturellen Mechanismen des Menschenhandels
ein.
Gast: Michael Bucher
Host: Sara Spreiter
Skript: Jacky Wechsler, Sara Spreiter
Schnitt und Produktion: Jacky Wechsler
Expertin: Forensische Psychologin May Beyli
Artikel zum Fall:
Deine Nachbarn – die Menschenhändler
Sie mussten zehn Freier am Tag bedienen – vom Lohn sahen sie
nur die Hälfte
«Er behandelte die Frauen wie eine Ware»
Der Seco-Manager fiel schon vor 20 Jahren auf
Fachstellen in der Schweiz:
SOLVA – Gemeinsam gegen Menschenhandel & Missbrauch
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03.02.2026
30 Minuten
Im November 2021 erhält die damals 26-jährige Chinesin Abby*
(Name geändert), eine Nachricht auf der chinesischen Plattform
WeChat. Es geht um ein Jobangebot. Der Absender, Herr L.* (Name
geändert), verspricht ihr ein lukratives Einkommen mit erotischen
Massagen – in der Schweiz.
Zu diesem Zeitpunkt steckt Abby zu Hause in China in einer
finanziellen und sozialen Notlage. Die strikten Covidmassnahmen
in ihrem Heimatland schränken ihr Leben zusätzlich stark ein. Das
Inserat klingt harmlos, das Angebot wirkt wie ein Ausweg. Abby
entscheidet sich für die Reise in die Schweiz. Die Ernüchterung
folgt sofort.
Wer ist der Mann, der Abby das Jobangebot machte? Was erlebt sie
in der Schweiz? Und gibt es weitere Opfer?
Diese Fragen beantwortet Michael Bucher in der ersten von drei
Folgen zum Fall « Menschenhandel im Stadtquartier». Er ist
Redaktor im Ressort Bern von «Bund» und «Berner Zeitung» und hat
zum Fall von Abby recherchiert.
*Namen der Redaktion bekannt.
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20.01.2026
24 Minuten
Diese Woche feiert das Bundesgericht sein 150-jähriges Bestehen.
Seit 1875 wird in Lausanne Recht gesprochen. Heute fällen die
vierzig Richterinnen und Richter am höchstinstanzlichen
Gerichtshof der Schweiz rund 7500 Urteile – davon knapp 200
Leitentscheide – pro Jahr. Oft haben diese Urteile einen direkten
Einfluss auf den Alltag der Menschen in der Schweiz.
Vom Frauenstimmrecht über die Heiratsstrafe bis zum Bierkartell:
In einer Folge des täglichen Podcasts «Apropos» blickt
Bundeshausredaktor Quentin Schlapbach auf wegweisende Entscheide
des Bundesgerichts zurück. Wie hat sich die Institution in 150
Jahren Geschichte entwickelt? Und welche politische Bedeutung
kommt ihr heute zu?
Ihr hört diese «Apropos»-Folge als Bonus im Feed von «Unter
Verdacht». Den nächsten regulären Fall hört ihr hier wieder im
Februar.
Host: Philipp Loser
Produzentin: Mirja Gabathuler
Mehr Folgen vom Podcast «Apropos» findet ihr
hier:
Spotify
Apple Podcast
Pocket Casts
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13.01.2026
33 Minuten
Die Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) zählen zu den grössten
Anbietern psychiatrischer Behandlungen in der Schweiz. Die
Patienten sollen individuell und massgeschneidert behandelt
werden. So versprechen es die PDAG, die im Besitz des Kantons
Aargau sind.
Recherchen des Tamedia-Recherchedesks zeigen nun, dass das nicht
immer optimal gelingt. Für manche Patienten endete die Behandlung
tragisch: Von 2018 bis 2023 verzeichneten die PDAG 33
«aussergewöhnliche Todesfälle».
Zu konkreten Einzelfällen äussern sie sich nicht. «Wir können
aber festhalten, dass sich die PDAG an die international und
national geltenden Leitlinien und Empfehlungen halten und wo
nötig die Prozesse entsprechend angepasst sind», heisst es auf
Anfrage. Meist handelte es sich bei den aussergewöhnlichen
Todesfällen um Suizide, rund zehn seien auf Unfälle oder
medizinische Vorfälle zurückzuführen.
So war es auch bei Nick (22), Dömu (25) und Theo (18). Sie alle
starben nach einer Behandlung am Hauptstandort der PDAG, der
Klinik Königsfelden. Nun erheben ihre Angehörigen verschiedene
Vorwürfe. Sie wollen nicht länger schweigen, «damit sich endlich
etwas ändert», wie sie sagen.
Was ist genau passiert? Wie sind die jungen Männer gestorben? Und
welche Verantwortung trägt die Klinik?
Catherine Boss, Co-Leiterin des Recherchedesks, und Roland Gamp,
Reporter beim Recherchedesk, haben mehrere Monate lang
recherchiert. Sie haben Dokumente studiert, mit den Familien der
Verstorbenen und mit Experten gesprochen. Was sie dabei
herausgefunden haben, erzählen sie im täglichen Podcast
«Apropos».
Ihr hört diese Folge als Bonus im Feed von «Unter Verdacht». Den
nächsten regulären Fall besprechen wir hier dann wieder im
Februar.
Host: Alexandra Aregger
Produktion: Sibylle Hartmann
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Über diesen Podcast
Raub, Mord oder Erbstreit: In diesem Podcast sprechen wir über
Kriminalfälle, die die Schweiz bewegt haben. Jeden Monat erscheint
ein neuer Fall, der über drei Folgen erzählt wird. Abonnent:innen
von Tages-Anzeiger, Berner Zeitung und Basler Zeitung hören die
Folgen exklusiv vorab.
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