Menschenhandel im Stadtquartier (3/3)
Die 26-jährige Abby* wird in einer Berner Mietwohnung kontrolliert
und sexuell ausgebeutet. Dann klingelt es an der Tür. Doch diesmal
ist es kein Freier.
32 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Woche
Vier Tage lang arbeitet Abby* (Name geändert) unter prekären
Bedingungen in einer Mietwohnung im Berner Monbijouquartier. Dann
klingelt es plötzlich an der Tür.
Vor der Wohnung steht die Kantonspolizei Bern. Sie befreit die
Frauen aus ihrem Martyrium und nimmt das Zuhälterpaar, Herr L.
und Frau Z.* (Namen geändert), fest. Schnell wird klar: Es
handelt sich um qualifizierten Menschenhandel – ein Delikt, das
in der Schweiz keine Seltenheit ist. Für die Behörden bleibt der
Kampf dagegen schwierig.
Was geschieht mit den Tätern? Warum ist es für die Behörden so
schwierig, gegen Menschenhandel vorzugehen? Und wie geht es für
die betroffenen Frauen weiter?
Das erzählt Michael Bucher, Redaktor im Ressort Bern von «Bund»
und «Berner Zeitung» in der letzten Folge vom Fall Menschenhandel
im Stadtquartier. Wie man aus diesem Strudel herauskommt –
darüber spricht ein ehemaliges Opfer von Menschenhandel. Dazu
erklärt Alexander Ott, bis vor kurzem Chef der Fremdenpolizei
Bern, was Nachbarn und Passanten tun können, um Ausbeutung zu
erkennen und ihr entgegenzuwirken.
*Namen der Redaktion bekannt.
Gast: Michael Bucher
Host: Sara Spreiter
Skript: Jacky Wechsler, Sara Spreiter
Schnitt, Produktion und Sprecherin: Jacky Wechsler
Inhalte zum Fall und zum Thema
Menschenhandel:
Deine Nachbarn – die Menschenhändler
Sie mussten zehn Freier am Tag bedienen – vom Lohn sahen sie
nur die Hälfte
«Er behandelte die Frauen wie eine Ware»
Zwangsprostitution in der Schweiz: Opfer von Menschenhandel
erzählt: «Ich musste meine Seele vom Körper trennen»
«Apropos»-Podcastfolge: Opfer von Menschenhandel: Wie Vera
L. in ein Bordell in der Schweiz gelockt wurde
Fachstellen in der Schweiz:
SOLVA – Gemeinsam gegen Menschenhandel & Missbrauch
Opferhilfe Schweiz
Limita – Fachstelle zur Prävention sexueller Ausbeutung
Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration FIZ
Hotline: ACT212
Platforme traite
Rahab – Fachstelle für Menschen im Rotlichtmilieu
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