Menschenhandel im Stadtquartier (1/3)

Menschenhandel im Stadtquartier (1/3)

Als die 26-jährige Abby ein verlockendes Jobangebot in der Schweiz erhält, erhofft sie sich einen Ausweg aus ihrer Notlage. Doch in Bern kommt alles ganz anders.
30 Minuten

Beschreibung

vor 3 Wochen

Im November 2021 erhält die damals 26-jährige Chinesin Abby*
(Name geändert), eine Nachricht auf der chinesischen Plattform
WeChat. Es geht um ein Jobangebot. Der Absender, Herr L.* (Name
geändert), verspricht ihr ein lukratives Einkommen mit erotischen
Massagen – in der Schweiz.


Zu diesem Zeitpunkt steckt Abby zu Hause in China in einer
finanziellen und sozialen Notlage. Die strikten Covidmassnahmen
in ihrem Heimatland schränken ihr Leben zusätzlich stark ein. Das
Inserat klingt harmlos, das Angebot wirkt wie ein Ausweg. Abby
entscheidet sich für die Reise in die Schweiz. Die Ernüchterung
folgt sofort.


Wer ist der Mann, der Abby das Jobangebot machte? Was erlebt sie
in der Schweiz? Und gibt es weitere Opfer?


Diese Fragen beantwortet Michael Bucher in der ersten von drei
Folgen zum Fall « Menschenhandel im Stadtquartier». Er ist
Redaktor im Ressort Bern von «Bund» und «Berner Zeitung» und hat
zum Fall von Abby recherchiert.


*Namen der Redaktion bekannt.


Gast: Michael Bucher
Host: Sara Spreiter
Skript: Jacky Wechsler, Sara Spreiter
Schnitt und Produktion: Jacky Wechsler


Artikel zum Fall: 


Deine Nachbarn – die Menschenhändler

Sie mussten zehn Freier am Tag bedienen – vom Lohn sahen sie
nur die Hälfte

«Er behandelte die Frauen wie eine Ware»



Fachstellen in der Schweiz:


SOLVA – Gemeinsam gegen Menschenhandel & Missbrauch

Opferhilfe Schweiz

Limita – Fachstelle zur Prävention sexueller Ausbeutung

Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration FIZ

Hotline: ACT212

Platforme traite

Rahab – Fachstelle für Menschen im Rotlichtmilieu



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