WAGNIS WISSEN

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Episoden

Ist die Einsamkeitsepidemie ein Mythos?
01.05.2026
48 Minuten
Nach weit verbreitetem Glaube befindet sich unsere moderne Gesellschaft in einem „Zeitalter der Einsamkeit“ – doch war früher wirklich alles besser? Welche sozialen Gruppen sind am meisten von Einsamkeit betroffen? Was meinen wir überhaupt, wenn wir von Einsamkeit sprechen? Wir sprechen mit dem Soziologen Dr. Janosch Schobin über ein Phänomen, das schwerer zu fassen ist, als es scheint.


Janosch Schobin forscht an der Universität Göttingen vor allem zu Freundschaft, sozialer Isolation, Familie, Arbeit und Spiel. Außerdem berät er die Bundesregierung im Kompetenznetz Einsamkeit des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt am Main. Dort entwickelt er regelmäßig das Einsamkeitsbarometer mit.


Bei De Gruyter Brill hat er den Beitrag "All The Lonely People? Warum uns moderne Gesellschaften (noch) nicht einsamer machen" veröffentlicht,  im Band "Einsamkeit, Sinnsuche, Teilhabe".
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Degrowth: Wie sieht eine Zukunft ohne Wachstum aus?
03.04.2026
38 Minuten
Wirtschaftliches Wachstum gilt als Grundvoraussetzung für gesellschaftlichen Fortschritt. Doch das war nicht immer so – erst in den 1950er Jahren wurde das Bruttoinlandsprodukt zum zentralen Maßstab für das Wohlergehen eines Landes. Zu Unrecht?


In dieser Episode von „Wagnis Wissen" sprechen wir mit dem Wirtschafts- und Umwelthistoriker Matthias Schmelzer über "Degrowth" – die Idee, dass weniger Wachstum nicht Rückschritt, sondern Fortschritt bedeuten könnte. Können wir mit einem Abschied von der Wachstumslogik die Klimakrise bekämpfen? Und wie umsetzbar wäre ein solch radikaler Wandel überhaupt?


Matthias Schmelzer ist Wirtschafts- und Umwelthistoriker und Professor für sozial-ökologische Transformationsforschung an der Europa-Universität Flensburg. Bei De Gruyter Brill hat er im ⁠"De Gruyter Handbook of Degrowth"⁠ den Beitrag ⁠"‘Without Growth, Everything is Nothing’: On the Origins of Growthism"⁠ veröffentlicht.
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Was heißt Menschsein im Zeitalter kreativer Maschinen?
06.03.2026
37 Minuten
Generative KI erzeugt Texte, Musik und Bilder – oft scheinbar ohne menschliches Zutun. Damit geraten grundlegende Fragen über Autorschaft und Verantwortung ins Wanken. Wie schaffen wir es in einer von digitalen Technologie durchdrungenen Welt handlungsfähig zu bleiben, ohne den Menschen aus dem Zentrum zu verlieren? Und was passiert mit unserem Verständnis von Kreativität, wenn Maschinen zunehmend an künstlerischen Prozessen beteiligt sind?


Darüber sprechen wir in „Wagnis Wissen“ mit der Philosophin und Kunsthistorikerin Dr. Dorothea Winter.


Dorothea Winter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Angewandte Ethik an der Humanistischen Hochschule Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Demokratietheorie, Ethik, Erkenntnistheorie und Feminismus.


Bei De Gruyter Brill hat sie das Buch „Rationalität– Freiheit – Verantwortung: Beiträge zur Philosophie Julian Nida-Rümelins“ mitherausgegeben. Gemeinsam mit Nina Zuber steuerte sie außerdem das Kapitel „Digitaler Humanismus: Die unverzichtbare Rolle menschlicher Autorschaft im Zeitalter der Technologie“ bei. Ihr Buch „KI, Kunst und Kitsch. Ein philosophischer Aufreger“ erschien 2023 bei Carl Auer.
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Wie kommen die Geisteswissenschaften aus der Vertrauenskrise?
06.02.2026
36 Minuten
Im Zeitalter der Polykrisen stehen die Geisteswissenschaften zunehmend unter Rechtfertigungsdruck. Brauchen wir sie überhaupt noch? Und wenn ja, warum fällt es vielen Geisteswissenschaftler*innen so schwer, selbstbewusst mit ihrer Forschung an die Öffentlichkeit zu gehen?


In „Wagnis Wissen“ sprechen wir mit dem Literaturwissenschaftler Dr. Johannes Franzen über die Vertrauenskrise der Geisteswissenschaften und wie diese überwunden werden kann.


Johannes Franzen ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Mannheim und Autor verschiedener Bücher. Im Newsletter „Kultur und Kontroverse“ schreibt er über kulturelle Konflikte der Gegenwart. In seinem Essay „Die Geisteswissenschaften und die Öffentlichkeit – Szenen einer Legitimationskrise“, veröffentlicht in dem Open-Access-Band „Überzeugungskräfte: Über das Vertrauen in Wissenschaft (und Pseudowissenschaft)“ (Brill, 2025), setzt er sich mit dem Thema der aktuellen Folge auseinander.


Foto: Marion Koell
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Demokratisierung der Deutschen: eine Erfolgsgeschichte?
09.01.2026
34 Minuten
Die deutsche Erinnerungskultur und die Aufarbeitung des Nationalsozialismus gelten weltweit als vorbildlich. Aber war die Demokratisierung der Deutschen nach 1945 wirklich eine lupenreine Erfolgsgeschichte? Die Historikerin und Antisemitismusforscherin Stefanie Schüler-Springorum erzählt in ihrem neuen Buch "Unerwünscht" (S. Fischer) die Nachkriegsgeschichte aus der bisher unterbelichteten Perspektive der Opfer und Verfolgten der Nazis und rüttelt so am Selbstbild Deutschlands als Weltmeister der Vergangenheitsbewältigung. Wir sprechen mit ihr bei WAGNIS WISSEN über Kontinuitäten von Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus seit 1945 und gehen der Frage nach, wie neu gegenwärtige Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung wirklich sind.





Stefanie Schüler-Springorum ist Historikerin und seit 2011 Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, seit 2012 Ko-Direktorin des Selma-Stern-Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und seit 2020 Leiterin des Berliner Standorts des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind deutsche und jüdische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Geschlechtergeschichte und spanische Geschichte. Bei De Gruyter Brill sind von und mit ihr unter anderem diese Titel zum Thema erschienen: Antisemitismus und Rassismus (V&R), Handbuch Jüdische Studien (Böhlau).





Bei S. Fischer Verlage: Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes





Foto: G. Faller-Walzer
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Über diesen Podcast

Was heißt Menschsein im Zeitalter kreativer Maschinen? Wie politisch ist Kalorienzählen? Darf Medizin alles, was sie kann? Bei WAGNIS WISSEN, dem Wissenschaftspodcast vom Verlag De Gruyter Brill, spricht Journalistin Nadine Kreuzahler mit Expertinnen und Experten über drängende Fragen der Gegenwart. Der Podcast bringt Erkenntnisse aus den Geistes-, Natur- und Sozialwissenschaften verständlich in den Alltag. Für alle, die kluge Gespräche suchen – aber keine Vorlesung. Neue Folgen erscheinen immer am 1. Freitag des Monats. ► Mehr unter: https://www.degruyter.com/publishing/wagnis-wissen
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