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Episoden

39 Minuten
Ob Einhörner, Basilisken oder Wolpertinger – Fabeltiere bevölkern seit jeher Märchen, Mythen und Sagen im europäischen Raum. Doch an so manches fantastische Tierwesen scheint die Erinnerung langsam aber sicher zu verblassen. In der neuesten Folge von Wagnis Wissen befassen wir uns mit der Frage, was passiert, wenn Elwetritsche, Rollibock und Co. aus dem kollektiven Gedächtnis verschwinden. „Brauchen“ wir Fabeltiere heutzutage überhaupt noch oder ist es Zeit, den Aberglauben ad acta zu legen?

Darüber – und mehr – sprechen wir mit dem Sagenforscher, Biologen und Schriftsteller Florian Schäfer. Zusammen mit Janin Pisarek und Hannah Gritsch hat er bei De Gruyter Brill/Böhlau die Sachbücher "Fabeltiere" und "Hausgeister" veröffentlicht. Im Rahmen des Projekts „Forgotten Creatures“ baut er lebensgroße Skulpturen mythologischer Wesen nach und kuratiert Ausstellungen, die vergessene Kreaturen wieder sichtbar machen. Außerdem ist er, zusammen mit Elif Siebenpfeiffer, Autor einer preisgekrönten Fantasy-Trilogie.
40 Minuten
Viele Menschen fürchten sich vor dem Älterwerden – vor Einsamkeit, Krankheit und Hilfsbedürftigkeit. Doch stimmt dieses Schreckensbild wirklich? Ab wann gilt man überhaupt als „alt“? Und bringt jedes zusätzliche Lebensjahr tatsächlich nur neue Einschränkungen – oder gibt es auch Entwicklungen, die unsere Lebensqualität im Alter verbessern? Darüber sprechen wir in dieser Folge von „Wagnis Wissen“ mit Prof. Dr. Hans-Werner Wahl.

Hans-Werner Wahl ist Psychologe und Alternsforscher. An der Universität Heidelberg ist er als Seniorprofessor des Netzwerks AlternsfoRschung tätig. Zusammen mit Denis Gerstorf hat er bei De Gruyter Brill den Artikel „Subjektive Alternsprozesse – Veränderungen über die vergangenen Jahrzehnte“ im Journal Public Health Forum veröffentlicht.
36 Minuten
Ob Ableismus, Rassismus oder Queerfeindlichkeit – Diskriminierung hat viele Gesichter. Der Schulalltag spiegelt dabei oft wider, was die Gesellschaft prägt. Warum sind viele Lehrkräfte im Umgang mit diskriminierenden Verhaltensweisen so unsicher? Welche Rolle spielt das aktuelle politische Klima? Und was braucht es über den guten Willen hinaus, damit aus dem Klassenzimmer ein sicherer Ort für alle wird? Darüber sprechen wir mit Pauline Seuß in dieser Folge von „Wagnis Wissen“.

Pauline Seuß ist studierte Kultur- und Sozialanthropologin und Kulturwissenschaftlerin. Nach jahrelanger Selbstständigkeit als Referentin und Moderatorin im Bereich Demokratieförderung mit Jugendlichen und Erwachsenen hat sie gemeinsam mit Julika Brandner-Weber das Bildungsinstitut für inklusive Vielfalt gegründet. Gemeinsam haben sie auch das Buch „Diskriminierungssensible Bildung: Ein Werkzeugkoffer für die pädagogische Praxis" bei V&R/De Gruyter Brill veröffentlicht.
48 Minuten
Nach weit verbreitetem Glaube befindet sich unsere moderne Gesellschaft in einem „Zeitalter der Einsamkeit“ – doch war früher wirklich alles besser? Welche sozialen Gruppen sind am meisten von Einsamkeit betroffen? Was meinen wir überhaupt, wenn wir von Einsamkeit sprechen? Wir sprechen mit dem Soziologen Dr. Janosch Schobin über ein Phänomen, das schwerer zu fassen ist, als es scheint.

Janosch Schobin forscht an der Universität Göttingen vor allem zu Freundschaft, sozialer Isolation, Familie, Arbeit und Spiel. Außerdem berät er die Bundesregierung im Kompetenznetz Einsamkeit des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt am Main. Dort entwickelt er regelmäßig das Einsamkeitsbarometer mit.

Bei De Gruyter Brill hat er den Beitrag "All The Lonely People? Warum uns moderne Gesellschaften (noch) nicht einsamer machen" veröffentlicht,  im Band "Einsamkeit, Sinnsuche, Teilhabe".
38 Minuten
Wirtschaftliches Wachstum gilt als Grundvoraussetzung für gesellschaftlichen Fortschritt. Doch das war nicht immer so – erst in den 1950er Jahren wurde das Bruttoinlandsprodukt zum zentralen Maßstab für das Wohlergehen eines Landes. Zu Unrecht?

In dieser Episode von „Wagnis Wissen" sprechen wir mit dem Wirtschafts- und Umwelthistoriker Matthias Schmelzer über "Degrowth" – die Idee, dass weniger Wachstum nicht Rückschritt, sondern Fortschritt bedeuten könnte. Können wir mit einem Abschied von der Wachstumslogik die Klimakrise bekämpfen? Und wie umsetzbar wäre ein solch radikaler Wandel überhaupt?

Matthias Schmelzer ist Wirtschafts- und Umwelthistoriker und Professor für sozial-ökologische Transformationsforschung an der Europa-Universität Flensburg. Bei De Gruyter Brill hat er im ⁠"De Gruyter Handbook of Degrowth"⁠ den Beitrag ⁠"‘Without Growth, Everything is Nothing’: On the Origins of Growthism"⁠ veröffentlicht.
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Über diesen Podcast

Was heißt Menschsein im Zeitalter kreativer Maschinen? Wie politisch ist Kalorienzählen? Darf Medizin alles, was sie kann? Bei WAGNIS WISSEN, dem Wissenschaftspodcast vom Verlag De Gruyter Brill, spricht Journalistin Nadine Kreuzahler mit Expertinnen und Experten über drängende Fragen der Gegenwart. Der Podcast bringt Erkenntnisse aus den Geistes-, Natur- und Sozialwissenschaften verständlich in den Alltag. Für alle, die kluge Gespräche suchen – aber keine Vorlesung. Neue Folgen erscheinen immer am 1. Freitag des Monats. ► Mehr unter: https://www.degruyter.com/publishing/wagnis-wissen

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