Slow German Archiv
300 Episoden
5 Minuten
Die Lindenstraße ist die bekannteste Straße in Deutschland – obwohl es sie gar nicht gibt. Natürlich gibt es in einigen Städten eine Lindenstraße, aber die Lindenstraße, über die ich Euch heute etwas erzählen möchte, existiert nur im Fernsehen. „Lindenstraße“ heißt nämlich Deutschlands erste und älteste Seifenoper. Sie wird in Köln gedreht – spielt aber in München. Hans W. Geißendörfer 1985 startete die Erfolgsgeschichte. Hans W. Geißendörfer dachte sich eine Fernsehserie aus. Sie sollte so sein wie eine Kindheitserinnerung: Geißendörfer war in einem Mehrfamilienhaus aufgewachsen. Außerdem war er inspiriert durch die britische Fernsehserie „Coronation Street“. Seitdem läuft die Lindenstraße jeden Sonntagabend im Fernsehen, und zwar in „Das Erste“, dem ersten Fernsehprogramm Deutschlands, in dem auch die Tagesschau und der Tatort laufen. Die Sendung dreht sich um die Menschen, die in der Lindenstraße leben und arbeiten. Es gibt ein griechisches Restaurant, das „Akropolis“, in der Lindenstraße. Und eine Arztpraxis. Es gibt Cafés, einen Bioladen, einen Friseur und eine Werkstatt. Meistens dreht sich aber alles um die Menschen, die in ihren Wohnungen sind. Der erste Kuss zweier Männer in der Lindenstraße Es sind ganz normale Alltagsgeschichten. Es geht um Liebe, Krankheit, Tod. Schlagzeilen machte die Lindenstraße immer dann, wenn sie aktuelle Themen aus der Gesellschaft aufgriff. Zum Beispiel gab es in der Lindenstraße sehr früh einen AIDS-kranken Mann. Auch Homosexualität war ein Thema. In der Lindenstraße sah man zum ersten Mal in einer deutschen Fernsehserie einen Kuss zwischen zwei Männern. Das war 1987. Nach und nach tauchten die verschiedensten Themen in der Lindenstraße auf: Neonazis, Islamisten, Vegetarier, Arbeitslosigkeit, Drogen, Stalking, Scientology und viele andere.Da die Sendung sonntags ausgestrahlt wird, nimmt sie oft auch Bezug auf Dinge, die am Sonntag in der realen Welt passieren – zum Beispiel Wahlen. Ein allein erziehender Vater in der Lindenstraße Da werden dann manchmal verschiedene Versionen aufgezeichnet und geschnitten, damit das Wahlergebnis zur Lindenstraße passt. So bekommt man den Eindruck, als wäre die fiktive Lindenstraße Teil der realen Welt. So ist es auch, wenn die Figuren in der Serie im Internet unterwegs sind – wenn sie dort Webseiten einrichten, existieren diese dann auch in der Wirklichkeit.Viele Schauspieler der Lindenstraße sind von Anfang an dabei. Man konnte beobachten, wie die Kinder der Lindenstraße erwachsen wurden und ihre Eltern langsam älter. Til Schweiger, heute bekannt als Kino-Star und Tatort-Kommissar, fing bei der Lindenstraße mit der Fernsehschauspielerei an. 30 Jahre Lindenstraße Im Dezember 2015 wurde die Lindenstraße 30 Jahre alt. Zur Feier dieses Jubiläums wurde die Folge live ausgestrahlt – vorher mussten die Schauspieler ausgiebig proben, damit alles klappt. Es war wie ein Theaterstück. Hans W. Geißendörfers Produktionsfirma stellt die Lindenstraße seit 1985 her. Geißendörfers Tochter Hana ist mittlerweile Produzentin der Serie. Schaut doch mal rein – die Lindenstraße gibt es natürlich auch im Internet unter www.lindenstrasse.de. Ach, und die bekannte Musik aus der Lindenstraße könnt Ihr Euch hier anhören: http://www1.wdr.de/daserste/lindenstrasse/service/titel-melodie-100.html Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg116kurz.pdf
5 Minuten
Es ist höchste Zeit für Redewendungen! Redewendungen sind kurze Sätze, die eine andere Bedeutung haben als das, was sie wörtlich aussagen. Sie sind für Sprachenlerner schwer zu verstehen. Ich habe einige Redewendungen und umgangssprachliche Aussprüche für Euch gesammelt.Wenn jemand sagt „Das ist der Hammer!“, dann hat das selten etwas mit Werkzeug zu tun. Es ist vielmehr ein Ausdruck des Erstaunens. Ich höre, dass es auf der Welt geschätzt 100.000 verschiedene Spinnenarten gibt. Also sage ich: „Das ist der Hammer!“ Wenn ich dann zum Bahnhof laufe und mein Zug fährt mir vor der Nase weg, ärgere ich mich. „Er fährt mir vor der Nase weg“ heißt, dass es sehr knapp war, dass ich den Zug beinahe noch erwischt hätte, er dann aber wegfuhr. Wenn ich den Zug erwische, dann habe ich Schwein gehabt. Das Schwein ist in Deutschland ein Symbol für Glück – wir schenken uns an Silvester kleine Schweine aus Marzipan. „Schwein gehabt!“ heißt also das gleiche wie „Glück gehabt!“. Wenn ich merke, dass mein Magen knurrt, habe ich Hunger. Wenn ich großen Hunger habe kann ich auch umgangssprachlich sagen: Ich habe Kohldampf. Kohl ist so etwas ähnliches wie ein kräftiger Salat, und Dampf ist eigentlich das, was aus dem Topf kommt, wenn Wasser beim Kochen verdunstet. Kohldampf. Ich bestelle mir dann eine große Portion im Restaurant, um den Hunger zu stillen. Und als die riesige Portion kommt, sagt mein Gegenüber: „Da waren aber die Augen größer als der Magen!“. Das bedeutet: Vor lauter Hunger haben die Augen die Portion falsch eingeschätzt, man hat sich zu viel bestellt. Wenn im Restaurant dann die Rechnung kommt und ich merke, dass ich nicht genug Geld dabei habe, kann ich zu meinem Freund sagen: Ich bin knapp bei Kasse. Das heißt: Ich habe nicht viel Geld. Wenn ich gerade mit einem scharfen Messer in der Hand durch die Gegend laufe, kann jemand zu mir sagen: „Pass auf, das kann ins Auge gehen!“ Damit meint er gar nicht, dass ich mir das Messer ins Auge stechen könnte. Sondern generell: Es könnte schief gehen. Es könnte etwas passieren. Wenn jemand mich sieht und denkt: Sie ist aber dick geworden! Dann wird mir dieser Mensch das wahrscheinlich nicht direkt sagen. Er wird es mir indirekt sagen. Dafür gibt es eine Redewendung: Er sagt es mir durch die Blume. Wenn wir eine Reise machen und uns wundern, dass in einer Gegend nichts los ist, dann sagen wir: Hier werden nachts die Gehsteige hochgeklappt. Das ist natürlich Unsinn, alle Gehsteige bleiben, wo sie sind. Da aber so wenige Menschen unterwegs sind, könnte man sie entfernen, ohne dass es jemanden stören würde. Wenn ich mit jemandem verabredet bin und er taucht nicht auf, dann sage ich: Er hat mich versetzt. Er hat mich einfach dort stehengelassen und ist nicht gekommen. Vielleicht verstehe ich dann, dass er kein guter Mensch ist – und ich sage: Mir geht ein Licht auf! Das bedeutet einfach: Ich verstehe! Also: Geht Euch jetzt ein Licht auf? Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg115kurz.pdf
5 Minuten
Deutschland redet momentan über Til Schweiger. Til Schweiger ist ein Schauspieler. Er wurde 1963 in Freiburg geboren, also im Süden Deutschlands. Er wurde bekannt, als er in den 90er-Jahren in der Fernsehserie „Lindenstraße“ mitspielte und im Kinofilm „Manta, Manta“. Viele machten sich über ihn lustig – er nuschelt sehr, das heißt er spricht sehr undeutlich, und seine Stimme klingt nasal, also als wäre seine Nase zu. Es folgten weitere Filme wie die Komödie „Der bewegte Mann“ oder „Knocking on Heaven's Door“. Er machte auch Ausflüge nach Hollywood und spielte mit Keira Knightley und Angelina Jolie. Auch in „Inglorious Basterds“ war er zu sehen. Soweit, so gut. Das klingt alles nach einem normalen, erfolgreichen Schauspieler-Lebenslauf. Aber es ging weiter. Til Schweiger machte den Film „Keinohrhasen“, eine harmlose kleine Komödie, die im Kino lief. Er schrieb das Drehbuch, führte Regie, spielte selber mit und seine vier Kinder waren ebenfalls mit dabei. Und er war der Produzent. Also eine One-Man-Show. Fast 6,3 Millionen Deutsche sahen den Film. Die Fortsetzung „Zweiohrküken“ funktionierte genauso – 4,2 Millionen Menschen sahen ihn im Kino. Das Erfolgsrezept war gefunden – Til Schweiger machte weiter. 2011 brachte er eine weitere Komödie ins Kino, „Kokowääh“. Wieder 4,3 Millionen Zuschauer. Auch hier gab es wieder eine Fortsetzung. 2015 war sein neuer Film im Kino, „Honig im Kopf“. Darin geht es um einen alten, dementen Mann (gespielt von Dieter Hallervorden, einem beliebten deutschen Komiker) und ein kleines Mädchen. Der Film lockte 7,19 Mio. Menschen ins Kino und ist damit auf Platz 6 der erfolgreichsten deutschen Filme seit 1968. Ist Til Schweiger in Deutschland beliebt? Schwer zu sagen. Die Menschen sehen gerne seine Filme, aber viele mögen ihn als Person nicht. Seine Filme sind Familienfilme mit viel Gefühl, nicht sehr kompliziert, massentauglich könnte man auch sagen. Er selbst scheint ein Problem mit Kritik zu haben – da Journalisten seine Filme oft nicht mögen, dürfen sie die Filme vor Kinostart nicht mehr sehen.Einen Coup landete Til Schweiger, als er Tatort-Kommissar wurde. Der Tatort ist die älteste Krimi-Reihe in Deutschland, die jeden Sonntagabend im Fernsehen läuft. Til Schweigers Tatort-Fälle sind anders als andere. Sie sind brutaler. Der erste Fall knackte Rekorde – 12 Millionen Menschen schalteten den Fernseher ein, um ihn zu sehen. Gerade liefen zwei weitere Folgen im Fernsehen – allerdings nicht sehr erfolgreich. Und am nächsten Tag machte Til Schweiger Schlagzeilen, weil er bei Facebook einen Post absetzte, der viele verwunderte. Darin beschimpfte er Kritiker und andere Tatort-Kommissare. Nicht sehr professionell und kollegial. Hatte er Alkohol getrunken? Weiß man nicht. Ich finde, es klingt so. Til Schweiger macht gerne derartige Schlagzeilen – vor einiger Zeit ohrfeigte er einen anderen erfolgreichen deutschen Schauspieler in der Öffentlichkeit... Bildet Euch selbst Eure Meinung – alle vier Tatort-Folgen sind derzeit in der Mediathek zu sehen – das gilt aber leider nur im Januar 2016. Den Link seht Ihr auf slowgerman.com: http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/videos/index.html Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg114kurz.pdf
6 Minuten
Die Weihnachtszeit ist immer auch eine Zeit des Kochens und Backens. Denn gutes Essen verkürzt den langen Winter und macht einfach Spaß!Im Advent, also in den vier Wochen vor Weihnachten, backen viele Deutsche Plätzchen. Das sind kleine Kekse, die es nur in der Vorweihnachtszeit gibt. Ich habe Euch schon davon erzählt – wir backen Vanillekipferl, Zimtsterne, Engelsaugen und ähnliches. Um die Rezepte zu verstehen, muss man einiges lernen. Wir messen unsere Zutaten auf einer Küchenwaage ab. Wir brauchen also 200 Gramm Mehl oder 150 Gramm Zucker. Die Zutaten werden in einer Schüssel vermischt. Dann muss man beispielsweise noch ein Ei trennen – es also aufteilen zwischen Eiweiß und Eigelb. Oder das Eiweiß zu Eischnee schlagen. Also so lange mit dem Rührgerät rühren, bis das Eiweiß fest wird. Und diesen Eischnee dann unterheben – also vorsichtig unter die anderen Zutaten rühren. Andere Maßeinheiten sind für uns noch Esslöffel und Teelöffel. Das sind also die kleinen und großen Löffel, mit denen wir auch essen – normales Besteck. Und es gibt noch die Prise – eine Prise Salz ist zum Beispiel genau das, was zwischen Daumen und Zeigefinger passt. Flüssigkeiten messen wir mit einem Messbecher ab, und zwar in Millilitern. Wenn der Teig fertig ist, schieben wir den Kuchen in den Backofen und backen ihn, bis er fertig ist.Beim Kochen verwenden wir die gleichen Maßeinheiten. Also Gramm, Esslöffel und Teelöffel oder Prise. Wir stellen einen Topf auf den Herd, oder eine Pfanne. In einem Topf wird eher gekocht, in einer Pfanne gebraten. Wir braten also in etwas Öl Fleisch in einer Pfanne an und kochen im Topf eine Suppe. Dann brauchen wir etwas, damit das Essen auch schmeckt. Dazu nehmen wir entweder Gewürze wie Curry und Paprika oder Kräuter wie Oregano und Basilikum. Wir salzen und pfeffern unser Essen, rühren mit dem Kochlöffel um und müssen die Sauce am Ende vielleicht noch aufkochen, also kochen bis sie Blasen wirft. Am Ende können wir unser Essen noch mit Käse überbacken – zum Beispiel wenn wir Nudeln gekocht haben. Dann streuen wir geriebenen Käse über die Nudeln, die in einer Auflaufform sind. Die Auflaufform stellen wir dann noch einige Minuten in den Backofen, damit der Käse schmilzt.Bevor wir das Essen servieren können, müssen wir den Tisch decken. Wir stellen Teller auf den Esstisch, legen Besteck dazu und eine Serviette. Gläser dürfen auch nicht fehlen und Getränke. Manche stellen einfach die Töpfe auf den Tisch, damit sich jeder bedienen kann. Andere richten schöne Portionen in der Küche an und servieren die fertigen Teller mit dem Essen am Tisch. Gerade an Feiertagen wie an Weihnachten gibt es mehrere Gänge, also eine Vorspeise, eine Hauptspeise und eine Nachspeise. Und bevor wir anfangen zu essen wünschen wir uns einen guten Appetit! Danach müssen wir noch den Tisch abräumen, das Geschirr spülen oder in die Spülmaschine einräumen und die Reste in den Kühlschrank stellen. Fertig. Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg113kurz.pdf
6 Minuten
Es ist kaum zu glauben: Am Wochenende war es hier in München so warm, dass die Menschen draußen in den Biergärten saßen. Das ist für unsere Region hier sehr untypisch – normalerweise ist der Dezember sehr kalt. Oft schneit es schon Anfang November, und erst im April werden wir es wieder wärmer haben. Ein halbes Jahr Winter – das ist normal in Deutschland. Aber wir haben uns an die vier Jahreszeiten gewöhnt und genießen es – mal mehr und mal weniger. Natürlich nervt es manchmal, dass es immer kalt ist. Aber es hat auch seine schönen Seiten. Wenn der Herbst langsam zu Ende geht müssen wir hier in Süddeutschland erstmal in die Autowerkstatt: Reifen wechseln. Die Sommerreifen werden abmontiert, die Winterreifen aufgezogen. Ich mache das nicht in der Werkstatt, sondern mit meinem Papa zusammen. Das macht richtig Spaß, auch wenn es sehr anstrengend ist. Was nervt ist, dass man sein Auto morgens ausgraben muss, wenn über Nacht Schnee gefallen ist. Die Scheibe muss freigekratzt werden, damit man wieder durchsehen kann. Das dauert ganz schön lange! Im Winter werden die Kerzen aus dem Keller geholt und wir zünden sie an. Vor Weihnachten stellen wir den Adventskranz aus Tannenzweigen mit seinen vier großen Kerzen auf den Tisch. Jede Woche zünden wir eine neue Kerze an – bis Weihnachten ist. Am Ende brennen also alle vier Kerzen. Dann trinken wir Tee, Kaffee und essen dazu selbstgebackene Plätzchen. Plätzchen, so heißen die kleinen Gebäckstücke hier im Süden – im Norden sagt man Kekse dazu. Es gibt viele Rezepte für Plätzchen – Kokosmakronen, Vanillekipferl, Zimtsterne oder Spitzbuben zum Beispiel. Und natürlich Lebkuchen. Süßes gehört zur Vorweihnachtszeit dazu, genauso wie Gewürze wie Zimt, Vanille oder Orangenduft. Ab nach draußen, wenn Schnee liegt! Am schönsten ist es natürlich, wenn draußen Schnee liegt und trotzdem die Sonne scheint. Dann können wir einen Spaziergang im Schnee machen. Wir können einen Schneemann bauen oder eine Schneeballschlacht machen – dazu bewerfen wir uns mit Kugeln aus Schnee. Wer selber ein Haus hat, der muss früh morgens den Bürgersteig freiräumen – hier darf kein Schnee mehr liegen, wenn die Leute zur Arbeit gehen. Das kann ganz schön anstrengend sein! Natürlich können wir im Winter auch Skifahren oder mit dem Schlitten die Hügel hinuntersausen. Für Kinder ein großer Spaß – und für die Erwachsenen natürlich auch. Viele gehen im Winter auch gerne Schlittschuhlaufen. Sie fahren mit ihren Schlittschuhen auf der Eisfläche im Kreis. Wichtig ist im Winter vor allem gute Kleidung. Männer tragen dann lange Unterhosen, die sehen aus wie Leggings. Frauen und Kinder tragen eher Strumpfhosen. Dann am Besten Zwiebel-Look: Also viele verschiedene Lagen übereinander. Ein T-Shirt, darüber ein Hemd und noch ein Wollpulli. So bleibt einem schön warm und man kann trotzdem eine Schicht ausziehen, wenn man in ein Café geht. Und dann natürlich Mütze, Schal und Handschuhe! Und ein dicker Daunen-Anorak, also eine dicke Jacke, die mit Federn gefüllt ist. Das hält warm. Vor Weihnachten gehen wir gerne auf den Christkindlmarkt – er heißt im Norden Weihnachtsmarkt. Dort kann man an kleinen Buden Geschenke kaufen und Christbaumschmuck, aber auch und vor allem leckere Dinge essen und trinken. Hier trinken wir Glühwein oder Kinderpunsch – das ist die Variante ohne Alkohol. Das sind heiße Getränke mit vielen weihnachtlichen Gewürzen drin. Wir stehen zusammen in der Kälte und unterhalten uns. Ist das komisch für Euch? Wie sieht Euer Winter aus? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion! Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg112kurz.pdf
7 Minuten
Die Lufthansa ist eine der größten Fluggesellschaften der Welt. Sie wurde 1926 gegründet, als zwei Fluggesellschaften zusammengefasst wurden. 162 Flugzeuge hatte die Firma damals, viele davon waren Militärflugzeuge aus dem Ersten Weltkrieg. Die Heimat der Lufthansa war Berlin, genauer gesagt der Flughafen Tempelhof, der heute nicht mehr in Betrieb ist, aber den Berlinern als Park dient. Wenn Ihr Berlin besucht, könnt Ihr auf dem Rollfeld spazieren gehen! Zu Beginn der Fliegerei flog man wenn möglich nur bei Tageslicht und gutem Wetter – erst später lernten die Piloten etwas Neues: Den so genannten Instrumentenflug. Anstatt auf die eigenen Augen konnten sie sich nun auf die Instrumente im Cockpit verlassen – und somit auch im Dunkeln fliegen, oder bei schlechtem Wetter. Instrumente sind in diesem Fall natürlich keine Musikinstrumente, sondern Anzeigen über die Höhe oder Richtung des Fluges. Die Lufthansa führte sehr früh Linienflüge ein: Der erste startete 1926 von Berlin über Halle, Erfurt und Stuttgart nach Zürich. Die extra für Passagiere ausgestattete Maschine hatte übrigens schon das weltberühmte Logo auf der Heckflosse: Einen gelben Kranich auf blauem Grund. Ein Linienflug ist ein Flug, der nach einem bestimmten Flugplan verkehrt. Er fliegt beispielsweise immer am Montag um 15 Uhr von London nach München. Das Gegenteil sind Charterflüge – sie werden zum Beispiel extra vom Reiseveranstalter für Urlauber gebucht, die nach Mallorca fliegen möchten. Auch die Flug-Strecken wurden immer weiter – während die Lufthansa am Anfang noch von einer deutschen Stadt zur anderen flog, machte man sich nun auf den Weg nach Südamerika und in ähnlich weit entfernte Regionen. Schon 1928 flog eine Maschine von Berlin nach Tokio. Der Zweite Weltkrieg bedeutete natürlich auch für die Lufthansa große Veränderungen. Adolf Hitler bekam im Wahlkampf ein Flugzeug zur Verfügung gestellt – kostenlos. Dann wurden fast alle Lufthansa-Flugzeuge in die deutsche Luftwaffe integriert – die Lufthansa wurde zum Transportunternehmen. Sie beschäftigte übrigens auch Zwangsarbeiter – wie viele Firmen, die heute noch existieren. Nach Kriegsende wurde die Lufthansa von den Alliierten aufgelöst. Genauer gesagt war das damals die alte „Deutsche Lufthansa AG“.1953 wurde dann die neue Lufthansa gegründet – sie war zunächst in staatlichem Besitz. 1966 konnte man dann Lufthansa-Aktien kaufen. 1997 wurde die Lufthansa privatisiert. Sie hat ihren Sitz in Köln und hat weltweit fast 119.000 Mitarbeiter. 106 Millionen Menschen fliegen pro Jahr mit der Lufthansa und den Fluggesellschaften, die mittlerweile zu ihr gehören, wie beispielsweise Austrian Airlines oder Germanwings. Die Lufthansa selbst hat 272 Passagiermaschinen im Einsatz, davon 14 Airbus A380, also die fliegenden Riesen. Ihre Tochtergesellschaften haben noch einmal 376 Flugzeuge. Die Maschinen der Lufthansa sind im Schnitt zehn Jahre alt – da kann man beruhigt einsteigen, oder? Neben dem Geschäft mit den Passagieren gibt es auch die Fracht – die Lufthansa transportiert verschiedenste Güter von A nach B, soweit ich weiß sogar Rennpferde. Leider hatte die Lufthansa schon einige Unfälle – zum Glück aber seit 1993 keinen mehr. Im Gedächtnis sind dagegen noch die Entführungen, die es vor allem in den 70er-Jahren gab: 1977 wurde beispielsweise die Lufthansa-Maschine „Landshut“ auf dem Weg von Palma de Mallorca nach Frankfurt entführt, der Pilot wurde ermordet. Es gibt bedrückende Spielfilme, die diesen Vorfall thematisieren. Im neuen Jahrtausend gab es zum Glück noch keine Lufthansa-Entführungen – hoffen wir, dass es so bleibt. Allerdings machte Germanwings traurige Schlagzeilen, als ein Pilot mitsamt der Maschine und allen Menschen an Bord Selbstmord beging. Das war erst vor wenigen Monaten. Die Lufthansa sagte daraufhin ihre Jubiläumsfeier ab – aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen der Opfer. Somit nimmt diese Folge über die Lufthansa ein trauriges Ende. Ich wünsche Euch aber dennoch einen guten Flug! Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg111kurz.pdf
7 Minuten
Es gab einmal einen Herzog in Bayern, er hieß Wilhelm V. Ein Herzog ist ein hohes Mitglied des Adels, in England wäre das ein Duke. Dieser Herzog jedenfalls wollte am Wittelsbacher Hof, also dem Sitz seiner Familie, immer genügend Bier zur Verfügung haben. Das Bier musste er von kleinen privaten Brauereien kaufen – oder sogar aus anderen Bundesländern importieren. Das wollte er nicht mehr, weil es zu teuer war. Er wollte lieber, dass in München selber Bier gebraut wurde. Also gab er den Auftrag, ein Hofbräuhaus zu bauen. Das war 1589. Und diese Geschichte ist kein Märchen, sondern wahr.Jetzt wisst Ihr also schon einmal, woher das Hofbräuhaus seinen Namen hat: Hof, weil es den Hof beliefern sollte, also die Adeligen. Bräu weil hier Bier gebraut wurde – und Haus ist klar, oder?Im Hofbräuhaus wurde Braunbier gebraut. Etwas anderes durfte man hier nicht brauen, denn Weißbier durfte nur eine Familie im Bayerischen Wald brauen. Als der letzte Nachkomme dieser Familie starb, sicherte sich der Sohn des Herzogs dieses Recht. Somit durfte im Hofbräuhaus auch Weißbier gebraut werden. Schnell wurde das Bier beliebt und das Hofbräuhaus wurde zu klein, also musste ein Neubau her – am heutigen „Platzl“. Ab 1608 wurden hier Braunbier und Weißbier gebraut. Ab 1610 durften auch Wirte und normale Bürger das Bier kaufen.1828 erlaubte dann König Ludwig I., dass im Hofbräuhaus auch gleich getrunken werden durfte – vorher war es sozusagen nur die Fabrik für Bier. Bald kamen die ersten Touristen. Das Hofbräuhaus wurde dann verlegt, und zwar in die Innere Wiener Straße – dort ist auch heute noch der Hofbräukeller ein beliebter Gasthof mit großem Biergarten. Hier wurde von nun an das Bier gebraut. Nach einigen Umbau- und Neubauarbeiten wurde das Hofbräuhaus am Platzl 1897 zum Gasthof ohne Brauerei – so wie wir es heute kennen.Im Hofbräuhaus wurde nicht nur Bier gemacht, sondern auch Politik: Hier wurde 1919 die Münchner Räterepublik ausgerufen und die Brauerei gehörte von nun an dem Staat. Noch etwas passierte hier – leider mit weitreichenden Folgen: 1920 wurde im Hofbräuhaus die NSDAP gegründet. 1945, also gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde das Hofbräuhaus zerstört – danach wieder aufgebaut. Das Hofbräuhaus heute Bierkrüge der Stammgäste im Hofbräuhaus / (c) Christian Eickmann, https://travelchrismunich.wordpress.com/munchen-i/ Täglich kommen nun bis zu 35.000 Besucher hierher. Heute ist das Hofbräuhaus eine große Gaststätte, die natürlich für Touristen weiterhin interessant ist. Aber auch viele Einheimische kommen regelmäßig hierher, es gibt Stammtische für die Stammgäste, sie haben hier sogar ihre eigenen Bierkrüge „geparkt“. Meistens gibt es zum Essen und dem Bier traditionelle bayerische Blasmusik. Und im Sommer kann man wunderbar im Innenhof im Biergarten sitzen. Insgesamt haben 3500 Menschen Platz im Münchner Hofbräuhaus.Auf dem Oktoberfest gibt es ein Hofbräu-Festzelt – es gehört zu den größten Zelten auf der Wiesn. Hier können 10.000 Menschen gleichzeitig feiern! Seit 1987 wird nicht mehr in der Innenstadt das Bier gebraut, sondern am Stadtrand, in München-Riem. Hier im Osten der Stadt ist auch die Messe München angesiedelt.Wenn Ihr in den USA lebt, könnt Ihr übrigens auch in ein echtes Hofbräuhaus gehen: Es wurde 2004 in Las Vegas eröffnet. Auch in Tokio steht eines, in Dubai und in Seoul. Hofbräu ist zum Franchise-System geworden. In diesem Sinne: Prost! Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg110kurz.pdf
5 Minuten
Wisst Ihr, was FKK ist? Die Abkürzung steht für Freikörperkultur. Ihr kennt das vielleicht als Nudismus. Es geht kurz und knapp um nackte Menschen. 1898 gab es in Essen den ersten FKK-Verein. Während man früher oft nackt gebadet hatte, wurde das immer mehr ein Tabu. Man zeigte sich nicht mehr nackt in der Öffentlichkeit, das galt als unmoralisch. Die FKK-Vereine wollten aber wieder zurück zur Natur. Für sie war Nacktheit nichts unmoralisches oder verwerfliches, sondern etwas ganz natürliches. Vor allem in der DDR setzte sich die Freikörperkultur durch. An vielen Badeseen und am Meer gab es eigene FKK-Bereiche. Nacktheit wurde von vielen Bürgern toleriert.Es gibt sogar eine Studie, die besagt, dass Deutschland weltweit die größte Akzeptanz von Nacktheit hat – angeblich waren ein Drittel der befragten Deutschen schon einmal nackt in der Öffentlichkeit unterwegs. Die meisten von ihnen haben wahrscheinlich nackt in einem See gebadet.Verboten ist es jedenfalls nicht, in Deutschland an einem See oder am Meer nackt zu sein. Hier in München ist es sogar eine touristische Attraktion: An einem bestimmten Ort in München sieht man nämlich bei schönem Wetter immer nackte Menschen. Im Englischen Garten, dem größten Park Münchens, gibt es einen kleinen Bach, der mitten durch das Gelände verläuft. An diesem Bach liegen im Sommer viele Menschen, und in einem bestimmten Bereich eben auch nackte Menschen. Die Münchner nennen sie „die Nackerten“. Es wirkt irgendwie ganz normal und natürlich, wenn die Menschen sich dort nicht anziehen, sondern so wie sie sind herumliegen. Man sagt dazu übrigens auch „so wie Gott sie schuf“. Also unbekleidet. Komisch ist es immer nur, wenn man selbst dort vollständig bekleidet spazieren geht – das wirkt immer, als wäre man ein Spanner. Ein Spanner ist ein Mensch, der nackte Menschen anglotzt, und zwar mit eindeutigem sexuellem Hintergrund. Und nur um das noch einmal klarzustellen: FKK hat nichts mit Sexualität zu tun, es bedeutet nicht, dass hier Orgien stattfinden oder dass die Männer hier sofort über jede Frau herfallen. Nackt sind hier alte Menschen genau wie junge, Senioren wie Kinder, Männer und Frauen. Und es stört niemanden. Wie ist das in Eurem Land? Darf man sich nackt in der Öffentlichkeit aufhalten? Wie steht Ihr dazu? Ich freue mich über Eure Kommentare! Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg109kurz.pdf
8 Minuten
Die Sommerpause ist vorbei – jetzt geht es endlich weiter! Danke für Eure Geduld.Das kann doch gar nicht wahr sein, dass ich noch keine Episode über meine Heimatstadt München gemacht habe! Ich lebe hier schon fast mein ganzes Leben lang und ich liebe diese Stadt. Es ist nicht einfach, eine Stadt in fünf Minuten zu beschreiben, aber ich werde es versuchen. Ich möchte Euch jetzt einfach alles erzählen, was mir spontan dazu einfällt, ok?München ist bekannt als „großes Dorf“. Es fühlt sich nicht an wie eine Stadt, sondern alles ist eher klein und gemütlich. Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist München wirklich eine eher kleine Stadt – 1,4 Millionen Menschen leben hier. Zum anderen gibt es eine Regel, nach der in München keine Hochhäuser gebaut werden dürfen – nichts darf in der Innenstadt höher sein als die Frauenkirche, das Wahrzeichen Münchens. Die Frauenkirche ist eine große Kirche in der Nähe des Marienplatzes, mitten im Zentrum von München. Sie hat zwei Türme. Wenn ich an München denke, denke ich an die Isar. Die Isar ist ein recht kleiner Fluss, der durch die Stadt fließt. Hier fahren keine Schiffe, aber es gibt ein breites, steiniges Ufer. Hier gehen viele Menschen im Sommer gerne spazieren oder sie legen sich ans Wasser – oder sie grillen.An einer Stelle kann man in München übrigens sogar surfen – es gibt einen kleinen Bach, den Eisbach in der Nähe des Haus der Kunst, der eine künstliche Welle hat. Und hier sieht man bei jedem Wetter Männer und Frauen in Neoprenanzügen surfen. Ich denke an den riesigen Englischen Garten, den Park mitten in München, Münchens „grüne Lunge“. Ich denke an das Olympiazentrum, in dem 1972 die olympischen Spiele stattfanden – und leider auch das Olympia-Attentat einer palästinensischen Terrorgruppe. Zurück zu den schönen Seiten: München wird gerne „die nördlichste Stadt Italiens“ genannt, weil die Lebensart eher südländisch ist. Natürlich gehört das Oktoberfest zu München – jedes Jahr kommen sechs Millionen Besucher auf das größte Volksfest der Welt. Die Einheimischen tragen dann gerne Dirndl und Lederhosen, also Tracht. Das tun sie auch gerne, wenn sie in den Biergarten gehen. In München gibt es noch viele alte, traditionelle Brauereien, wie beispielsweise Augustiner. Was noch? BMW natürlich. München ist die Stadt der BMWs, nirgendwo auf der Welt fahren so viele BMWs durch die Gegend wie hier. Politisch gesehen ist München rot. Während der Rest Bayerns größtenteils von der CSU regiert wird, also von den so genannten „Christsozialen“, den „Schwarzen“, ist München schon seit vielen, vielen Jahren in der Hand der SPD, der Sozialdemokraten, deren Farbe Rot ist. Das heißt, es gibt hier einen SPD-Bürgermeister. Und auch sonst ist München zwar die Landeshauptstadt von Bayern, aber auch irgendwie eine Insel. Vieles ist hier anders. Die Menschen sprechen zum Beispiel ein eher sanftes Bayerisch, wenn überhaupt. Wenn ich an München denke, denke ich an die vielen Kunstmuseen, an das Deutsche Museum, das größte Technikmuseum der Welt. Aber ich denke auch an die düsteren Kapitel der Stadt. Adolf Hitler liebte München, und er lebte hier. Er nannte München die „Hauptstadt der Bewegung“. Im zweiten Weltkrieg wurden 90 Prozent der Altstadt zerstört. Noch heute gibt es viele Zeichen dafür, was der Krieg hier angerichtet hat. Und viele Denkmäler und Mahnmale. Das ist richtig und wichtig. Es gehört zur Stadt dazu. Ich lebe gerne in München. München ist gemütlich und sicher, sauber und bequem. Und ich bin stolz darauf, wie die Münchner die vielen Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern in den vergangenen Wochen und Monaten aufgenommen haben. Sie waren hilfsbereit und warmherzig. Wart Ihr schon einmal in München? Was fällt Euch ein, wenn Ihr an meine Stadt denkt? Ich freue mich auf Eure Kommentare!Die schneller gesprochene Version dieser Folge findet Ihr übrigens wie immer im Premium Podcast. Ebenso Lernmaterial. Näheres dazu auf slowgerman.com. Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg108kurz.pdf
6 Minuten
Die Deutschen sind nicht gerade als Gourmets bekannt. Für viele von uns ist Essen nur Nahrungsaufnahme – kein Genuss. Aber was gibt es Schöneres auf der Welt, als etwas Leckeres zu trinken und zu essen? Deswegen möchte ich Euch heute eine typisch deutsche Angewohnheit näherbringen: Kaffee und Kuchen. Die klassische Zeit für Kaffee und Kuchen ist der Sonntag. Man schläft länger als sonst, steht dann langsam auf, frühstückt ausgiebig, liest vielleicht eine Zeitung, isst lecker zu Mittag und geht dann spazieren. Das natürlich alles am Besten mit Freunden und der Familie. Gerne auch mit mehreren Generationen. Geht mal am Sonntag in einen deutschen Park – Ihr werdet sehen, wie viele Menschen sich dort tummeln. Sie gehen spazieren, unterhalten sich, besehen sich die Landschaft und freuen sich, dass sie nicht arbeiten müssen. Wer dann ein paar Kilometer hinter sich gebracht hat, der braucht natürlich eine Belohnung. Und diese Belohnung ist Kaffee und Kuchen. Hier gibt es zwei Varianten: Entweder man geht in ein Café und bestellt dort, oder man backt selbst und isst zu Hause.Klassische Kuchen für den Sonntagnachmittag sind beispielsweise Käsekuchen mit Sahne oder Marmorkuchen in Gugelhupf-Form oder auch verschiedene Varianten von Apfelkuchen. Ein Foto von einem Gugelhupf stelle ich Euch auf slowgerman.com, damit Ihr wisst, was das ist: Es gibt auch Kuchen, die in verschiedenen Regionen von Deutschland ihren Ursprung haben: Die Schwarzwälder Kirschtorte zum Beispiel oder der Frankfurter Kranz. Rezepte verlinke ich Euch natürlich auch auf slowgerman.com.Wer es traditionell mag, der hat sogar ein bestimmtes Sonntagsgeschirr – ein besonders schönes oder teures Service, das nur am Sonntag benutzt wird. Manche essen während der Woche am Küchentisch – und nur am Sonntag dann am schönen Esstisch im Esszimmer. Die jüngeren Deutschen machen das beides nicht mehr – weil sie meistens gar kein Esszimmer haben in ihren kleineren Wohnungen. Aber die Tradition von Kaffee und Kuchen gibt es weiterhin. Bei uns auch – wobei das Lustige ist, dass wir meistens Tee trinken und Kuchen essen, es aber trotzdem Kaffee und Kuchen nennen. Das ist einfach ein feststehender Begriff. Wer sich aber für Kaffee entscheidet, der trinkt heute meistens moderne italienische Kaffee-Varianten wie Cappuccino oder Latte Macchiato, während es früher eher der klassische Filterkaffee war.Es gibt übrigens noch eine Variante dieser Zwischenmahlzeit am Sonntag: Das Kaffeekränzchen oder den Kaffeeklatsch. Dazu treffen sich meist Frauen während der Woche am Nachmittag. Sie essen ebenfalls Kuchen, trinken Kaffee und reden. Wenn sie über andere Leute reden, nennt man das tratschen. Die Frauen wechseln sich mit dem Kuchenbacken ab, so dass Jede Mal die Gastgeberin ist. Wer tagsüber arbeitet, der hat für diese Treffen natürlich keine Zeit. Aber dafür gibt es ja Kaffee und Kuchen am Sonntag.Gibt es so eine Tradition auch in Eurem Land? Erzählt gerne davon in der Kommentarfunktion auf slowgerman.com, bei Facebook oder Twitter. Ich bin gespannt! Kuchenrezepte:Schwarzwälder KirschFrankfurter KranzMarmorkuchenKäsekuchen Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg107kurz.pdf
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Derzeit sind in Deutschland Sommerferien. Die Schulkinder haben frei, und zwar sechs Wochen lang. Auch viele Kindergärten schließen ihre Türen, dann aber meistens nur zwei bis drei Wochen lang. Viele deutsche Kinder gehen in den Kindergarten. Sie beginnen ihre Zeit im Kindergarten, wenn sie drei Jahre alt sind, und gehen bis zum Schuleintritt in den Kindergarten. Wenn sie dann vom Kindergarten in die Schule wechseln, ist das natürlich ein großer Schritt. Aus Kindergartenkinder werden Schulkinder. Jetzt wird nicht mehr nur gespielt, sondern auch gelernt. Die Schulanfänger nennt man ABC-Schützen. Der erste Schultag spielt in ihrem Leben natürlich eine große Rolle. Der erste Schultag wird gefeiert, und zwar meistens mit der ganzen Familie. Das Schulkind wird schick angezogen und bekommt eine Schultüte, und über diese Schultüte möchte ich Euch heute mehr erzählen. Die Schultüte oder auch Zuckertüte genannt ist rund 70-80 Zentimeter lang, also fast so groß wie das Kind selbst. Sie läuft spitz zu und hat oben meist einen Verschluss. Man kann Schultüten natürlich kaufen, aber viele Kindergartenkinder basteln ihre eigene Schultüte im Kindergarten. Sie rollen dazu festen Karton zu einer Tüte und kleben ihn fest. Dann verzieren sie die Schultüte mit all dem, was sie gerne mögen: mit Glitzeraufklebern, aus Katalogen ausgeschnittenen Bildern, kleinen Steinen oder anderen Dingen. Die Schultüte wird dann von den Eltern gefüllt. Diese Tradition gibt es schon seit 1810. Damals bekamen die Kinder Nüsse, Früchte und Süßes in ihre Schultüten. Als ich ein Kind war bekam ich in der Schultüte Süßigkeiten geschenkt und ein Federmäppchen mit Stiften für die Schule. Heute werden die Inhalte immer teurer, es sind Spielsachen in den Schultüten und kleine Überraschungen. Die Kinder bekommen ihre Schultüte am Morgen des ersten Schultages. Dann gehen sie mit ihren Eltern in die neue Schule, werden dort von den Lehrern begrüßt und gefeiert. Nach dem ersten Schultag dürfen die Kinder dann endlich ihre Schultüten auspacken. So wird der erste Schultag fast zu einer Art Weihnachten – die Kinder sollen den Schulstart positiv in Erinnerung behalten. Damit diese Erinnerung auch Jahrzehnte später noch funktioniert gehört es natürlich dazu, das Kind mit der Schultüte zu fotografieren. Wenn Ihr neugierig seid, wie ich mit meiner Schultüte aussah, dann geht auf slowgerman.com – dort werde ich ein Foto veröffentlichen. Ihr dürft gerne darüber lachen... Wenn Ihr auch ähnliche Fotos von Eurem ersten Schultag habt, würde es mich freuen, wenn Ihr sie bei Facebook postet oder per Twitter! Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg106kurz.pdf
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Natürlich ändert sich das Fernsehprogramm ständig. Mal sind Talkshows gefragt, mal Spiele-Sendungen, mal Reality-Shows. Ihr merkt mal wieder: Auch hier hat das Denglisch bei uns Einzug gehalten. Jedenfalls gibt es einige wenige Sendungen, die es schon sehr lange gibt. Eine davon – wahrscheinlich die bekannteste – ist die „Tagesschau“. Die Tagesschau ist eine klassische Nachrichtensendung. Sie läuft in „Das Erste“, dem ersten deutschen Fernsehprogramm. Die Tagesschau beginnt um 20 Uhr, also um acht Uhr abends. Und weil sie schon immer zu dieser Zeit beginnt, haben sich alle anderen Sendungen an ihr orientiert. Deswegen fängt bei uns das so genannte Hauptabendprogramm um 20.15 Uhr an – nach der Tagesschau. Das muss ich glaube ich noch einmal betonen: Nicht nur in „Das Erste“ fängt das Abendprogramm um 20.15 Uhr an, sondern in allen deutschen Fernsehprogrammen! Früher war es sogar so, dass man niemanden zwischen 20 Uhr und 20.15 Uhr angerufen hat – man telefonierte in dieser Zeit nicht, weil jeder die Tagesschau guckte. Heute ist das etwas entspannter geworden...Die Tagesschau gibt es seit dem 26. Dezember 1952. Damals hatte sie ungefähr 1000 Zuschauer. Heute sind es bis zu zehn Millionen. Gesendet wurde damals aus einem Bunker. Die Tagesschau wird in Hamburg produziert, und zwar vom öffentlich-rechtlichen Sender NDR, also dem Norddeutschen Rundfunk. Es gibt nicht mehr nur die Hauptausgabe um 20 Uhr, sondern viele weitere Nachrichtensendungen der Tagesschau über den Tag verteilt. Natürlich ist die Sendung über die Jahre moderner geworden, aber das Grundgerüst hat sich nicht verändert. Die Tagesschau beginnt mit einem Gongschlag und mit einer Erkennungsmelodie. Dann begrüßt ein Nachrichtensprecher oder eine Nachrichtensprecherin das Publikum – er oder sie steht hinter einem Pult und liest die Nachrichten zwar von einem Teleprompter ab, hat aber dennoch die Texte auf Papier ausgedruckt noch einmal vor sich. Die Tagesschau strahlt Seriosität aus, das soll sich auch im Erscheinungsbild zeigen. Hier wird klassischer Journalismus gemacht: Das Wichtigste kommt zuerst, dabei geht es nicht nur um Nachrichten aus Deutschland, sondern um das Wichtigste aus aller Welt. Die Tagesschau-Redaktion kann sich auf ein Netz aus Korrespondenten auf der ganzen Welt verlassen. Während andere deutsche Nachrichtensendungen gerne auch mal Meldungen aus der Welt des Boulevards verkünden, hält sich die Tagesschau damit sehr zurück. Am Ende der Sendung kommt der Wetterbericht, es werden auch die Lottozahlen verkündet oder die aktuellen Börsenwerte. Der größte Konkurrent der Tagesschau ist „heute“, die Nachrichtensendung vom Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). Beide Sendungen haben einen großen Bruder. Später am Abend kommen die „Tagesthemen“, eine längere Nachrichtensendung, die angereichert ist mit Interviews und Kommentaren. Im ZDF gibt es das „heute journal“, das ähnlich gestrickt ist. Es gibt übrigens auch eine gute Tagesschau-App für das Smartphone, die Eilmeldungen blitzschnell per Push-Nachricht vermeldet. So weiß man immer, was in der Welt gerade geschieht. Das war es für heute – schaut Euch doch die Tagesschau einmal an, es gibt sie auch als Podcast! Und ich danke Euch sehr für die lieben Geschenke – drei von Euch hatten mir Wünsche von meinem Amazon-Wunschzettel erfüllt, das hat mich sehr gefreut. Danke auch für Eure Unterstützung in Form von PayPal-Spenden! Schöne Grüße aus dem heißen Deutschland, Eure Annik. Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg105kurz.pdf
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Ich lebe in Süddeutschland, genauer gesagt in Bayern. Ganz am anderen Ende von Deutschland gibt es etwas, von dem ich Euch heute erzählen möchte: das Watt. Das gibt es zum Beispiel an der Nordsee. Ein Watt ist eine Fläche an der Küste. Wenn das Meer sich bei Ebbe zurückzieht, wird diese Fläche trocken – zumindest mehr oder weniger. Es wird eher eine matschige Ebene. Dabei handelt es sich nicht nur um wenige Meter, sondern wirklich breite Abschnitte.Wenn Ebbe ist, kann man wunderbare Wattwanderungen machen. Denn es gibt viel zu sehen: Zum Beispiel wuseln Strandkrabben hin und her, man sieht Wattwürmer und Schnecken. Kinder spielen gerne im Watt, man kann auch mit Pferden durch das Watt reiten. Aber man muss vorsichtig sein – denn zwei Mal in 24 Stunden kommt die Flut, und das kann mitunter sehr schnell gehen. Wer dann zu weit vom Festland entfernt ist, für den wird es gefährlich.Wenn wir schon über die Küste reden, muss ich natürlich auch die Halligen erwähnen. Die Halligen sind kleine Inseln an der Nordseeküste. Es gibt zehn Halligen, sieben davon sind bewohnt. Die Halligen sind sehr flach, sie ragen nur wenige Meter aus dem Meer heraus – wenn eine starke Flut kommt oder ein Sturm, dann werden sie überschwemmt. Deswegen müssen die Pflanzen hier Salzwasser vertragen – und das tun sie auch. Die Häuser stehen auf künstlich aufgeschütteten Hügeln, damit sie trocken bleiben. Rund 230 Menschen leben auf den sieben deutschen Halligen. Auf der größten Hallig leben 100 Menschen, auf den kleinen nur 2. Alles, was sie zum Leben brauchen, muss vom Festland entweder per Boot oder mit einer Lore zu den Inseln gebracht werden. Das ist ein kleines Fahrzeug auf Schienen. So wird auch die Post geliefert. Wenn es stürmt sind die Halligen vom Festland abgeschnitten, dann müssen sie auf besseres Wetter warten, bis der Postbote sich wieder auf den Weg machen kann.Mittlerweile leben die meisten Menschen auf den Halligen vom Tourismus. Es ist eine ganz andere Art von Leben, ohne Autos, ohne Komfort. Schwierig wird es nur für die Kinder, die auf den Halligen heranwachsen – sie müssen irgendwann zum Studium oder für die Berufsausbildung aufs Festland umziehen. Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg104kurz.pdf
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Gerade ist in Deutschland Spargelzeit. Spargel ist ein Gemüse, auf das sich die Deutschen das ganze Jahr freuen – es gibt ihn nur im Frühjahr. Kein Gemüse wird in Deutschland auf so großen Flächen angebaut wie Spargel. Deutschland ist von allen europäischen Ländern der fleißigste Spargel-Lieferant. Ich werde Euch heute etwas darüber erzählen. Es gibt in Deutschland viele Regionen, die für ihren Spargel berühmt sind. Hier in Bayern sind das beispielsweise Schrobenhausen und Abensberg. Wer im Frühjahr durch diese Gegenden fährt, der sieht auf den Feldern die typischen Spargelanbauten: Das sind ungefähr kniehohe aufgeschüttete Hügel, die oben flach sind. Man kann diese Hügel auch Wall nennen. Viele derartige Reihen haben auf einem Feld Platz. Unter der sandigen Erde wächst der Spargel heran – und sobald er oben aus der Erde guckt, wird die Wurzel abgeschnitten. Man nennt das Spargel stechen – denn dazu wird ein spezielles Messer verwendet, das den Spargel unter der Erde absticht. Eine anstrengende Arbeit auf dem Feld – da alles recht schnell gehen muss, werden meistens Erntehelfer aus dem Ausland dafür engagiert. Zweimal am Tag, morgens und abends, gehen die Erntehelfer über das Feld und sehen nach, ob neuer Spargel durch die Erde gewachsen ist. Bereits im März kann man den ersten Spargel aus Deutschland kaufen – dieser ist dann jedoch sehr teuer und stammt von Feldern, die sozusagen eine Heizung eingebaut haben, damit er schneller wächst. Während in vielen anderen Ländern vor allem der grüne Spargel gegessen wird, essen wir gerne weißen Spargel. Er ist dicker und muss unbedingt geschält werden, sonst schmeckt er nicht.Ein traditionelles Essen besteht aus gekochtem Spargel mit einer sehr fetten Sauce Hollandaise oder zerlassener Butter und Kartoffeln. Dazu gibt es entweder gekochten Schinken, ein kleines Schnitzel oder Steak. Ich habe ein Saucenrezept von meiner Mama, das ich lieber mag: Frischkäse mit Orangensaft und Kresse gekocht – das schmeckt frisch und ist nicht so fettig. Natürlich kann man aus Spargel auch eine wunderbare Spargel-Cremesuppe kochen. Oder man lässt den Spargel abkühlen und isst ihn mit Essig und Öl als Salat. Ihr merkt schon: Die Deutschen sind süchtig nach Spargel. Wir lieben dieses Gemüse. Zum Glück ist es gesund, Spargel zu essen. Am 24. Juni ist die Spargelzeit vorbei – dann essen wir wieder andere Gemüse. Aber bis dahin wünsche ich Euch guten Appetit! Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg103kurz.pdf
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Deutschland ist derzeit im Chaos versunken. Naja, ganz so schlimm ist es nicht – aber dieses Jahr haben besonders viele Streiks stattgefunden. Darüber möchte ich Euch heute etwas erzählen.Es gibt in Deutschland viele Gewerkschaften. In einer Gewerkschaft tun sich Menschen zusammen, um ihre Arbeitssituation zu sichern und zu verbessern. Es gibt beispielsweise eine Gewerkschaft, die die Lokführer vertritt. Eine Gewerkschaft, die Dienstleistungsberufe vertritt. Eine Gewerkschaft für Ärzte, eine für Landwirte, eine für die Polizei und so weiter. Eine Mitgliedschaft ist keine Pflicht – aber man kann sich in einer Gewerkschaft engagieren. Dazu wird man Mitglied und zahlt einen jährlichen Beitrag. Dafür bekommt man dann unterschiedliche Leistungen. Ich bin beispielsweise in einer Gewerkschaft, die mir rechtlichen Beistand gibt, wenn ich ein berufliches Problem habe. Sie bezahlt mir sozusagen einen Rechtsanwalt.Die ersten deutschen Gewerkschaften gab es vor ungefähr 150 Jahren. Damals gab es Streiks und Arbeitskämpfe, weil die Arbeiterklasse am Existenzminimum lebte, während es den Unternehmern und Herrschenden so gut ging wie noch nie. Heute sind die Forderungen ähnlich. Die Arbeiter wollen gerechte Löhne. Sie wollen genug Geld verdienen, um ihren Job gut machen zu können und gut leben zu können. In Deutschland streiken derzeit zwei Berufsgruppen: Die Lokführer und die Erzieher. Das bedeutet: Der Eisenbahnverkehr ist momentan sehr eingeschränkt, und die Kindergärten haben geschlossen. Eltern müssen Lösungen finden, wie ihre Kinder dennoch betreut werden können, damit sie weiter arbeiten können. Wer Großeltern in der Nähe hat, hat Glück. Viele andere nehmen die Kinder mit in die Arbeit, nehmen Urlaub oder wechseln sich mit der Kinderbetreuung ab. Eine schwierige Situation. Die Erzieher rufen währenddessen zu Demonstrationen auf und machen ihren Kampf sichtbar. Oft geht es bei Streiks um die Tarifverträge. Diese Verträge sind für die ganze Branche vereinbart und legen beispielsweise das Gehalt von Erziehern fest. Tarifverträge müssen immer wieder an die aktuelle Situation des Landes angepasst werden. Man streitet also um Geld, um Arbeitszeiten, um Urlaubsansprüche, um Rentenansprüche – und wenn sich die Parteien (in diesem Fall die Gewerkschaft und die Arbeitgeber) nicht einig werden, streiken die Erzieher. Dies baut einen enormen Druck auf die Verhandlungen auf, ist aber das gute Recht von den Angestellten. Auch wenn die Bevölkerung selbst dann darunter leidet.Im Fall der Erzieher ist das Verständnis für die Streiks in der Bevölkerung recht hoch. Jeder weiß, wie wichtig der Job der Erzieher ist, und wie schlecht sie bezahlt werden. Hier in München können sich viele Erzieher nicht leisten, die Miete einer Wohnung zu bezahlen. Sie wohnen daher oft weit außerhalb und fahren zum Arbeiten in die Stadt. Weniger Verständnis haben die Menschen, wenn beispielsweise die Piloten streiken. Sie gehören zu einer privilegierten Berufsgruppe, sie verdienen viel Geld und haben eine gesicherte Altersversorgung. Dennoch haben natürlich auch sie das Recht, zu streiken und ihre Interessen zu vertreten. Wenn aber Flüge annulliert werden und die Menschen nicht in den Urlaub fliegen können, fehlt oft das Verständnis.Ähnlich ist es, wenn die Lokführer streiken – dann fahren keine Züge, die Menschen kommen nicht zur Arbeit, die Straßen sind verstopft weil es überall Staus gibt, die Menschen sind sauer. Ihr seht also – Arbeitskämpfe sind schwierig. Wie ist das in Eurem Land? Schreibt doch unter slowgerman.com in die Kommentarfunktion, es würde mich sehr interessieren! Übrigens: Für Premium Abonnenten gibt es jetzt auch Episoden, in denen ich Märchen vorlese. Viel Spaß damit! Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg102kurz.pdf