Spuren der Erinnerung

Spuren der Erinnerung

0

Episoden

Lesung und Gespräch: Konrad Peter Grossmann – Mutterland
10.04.2026
1 Minute
Lesung und Gespräch: Konrad Peter Grossmann – Mutterland


Diese Radiosendung enthält den vollständigen Mitschnitt der Lesung und des Gesprächs mit dem Autor Konrad Peter Grossmann zu seinem neuen Roman „Mutterland“, die am 11. Februar 2026 im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in Alkoven stattfand. Grossmann präsentiert in seinem Roman ein literarisches Gedankenexperiment: Er entwirft ein Europa, in dem das nationalsozialistische Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen hat. Die Handlung spielt im Jahr 1976 in der fiktiven „Führerstadt Linz“ und erzählt vom Leben einer tschechischen Zwangsarbeiterin und eines Arztes, von Widerstand, Anpassung, verbotener Liebe und der Sehnsucht nach Würde und Freiheit.


Weiterführend: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim: schloss-hartheim.at


Produktion: Freies Radio Freistadt


Radiomoderation: Anna Fischbacher
Mehr
Vom Konzentrationslager zur Gedenkstätte – Vortrag von Bertrand Perz
10.04.2026
54 Minuten
Vom Konzentrationslager zur Gedenkstätte – Vortrag von Bertrand Perz


Diese Radiosendung enthält den Mitschnitt des Vortrags „Vom Konzentrationslager zur Gedenkstätte. Zur Geschichte der KZ-Gedenkstätte Mauthausen“ von Bertrand Perz, Historiker am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.


Der Vortrag wurde am 14. November 2025 im Rahmen des Zentralen Seminars von ERINNERN:AT in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen aufgezeichnet. Perz beleuchtet die Entwicklung des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen hin zu einem Ort des Gedenkens und der Vermittlung – ein Prozess, der stark von politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in Österreich geprägt war.


Hintergrund: Das Zentrale Seminar 2025 Das Zentrale Seminar von ERINNERN:AT fand vom 13. bis 15. November 2025 unter dem Titel „Mauthausen und Gusen: Orte der Befreiung – Orte der Erinnerung – Orte des Lernens“ statt. Es ist die größte Lehrer*innenfortbildung Österreichs zu den Themen Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Über 120 Lehrkräfte und Bildungsakteur*innen nahmen teil, um sich mit regionalen und internationalen Perspektiven der Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.


Das Seminar wurde gemeinsam vom OeAD (Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung), der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich organisiert. Im Fokus standen die Befreiung der Lager Mauthausen und Gusen, die Rolle von Gedenkstätten als Lernorte und die Herausforderungen der Vermittlung dieser Themen im Unterricht.


Zielgruppe der Sendung Die Sendung richtet sich an Lehrkräfte, Historiker*innen, Studierende und alle Interessierten, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der Erinnerungskultur und der pädagogischen Vermittlung dieser Themen auseinandersetzen möchten.


Linkliste für weitere Informationen


Bericht zum Zentralen Seminar 2025: erinnern.at/zentrales-seminar-2025 KZ-Gedenkstätte Mauthausen: mauthausen-memorial.org ERINNERN:AT – Lernmaterialien: erinnern.at/lernmaterialien


Produktion: Freies Radio Freistadt Moderation: Anna Fischbacher
Mehr
Erzählcafé – Fluchtgeschichte von Stefan Giegler
10.04.2026
1 Minute
Erzählcafé – Fluchtgeschichte von Stefan Giegler


Diese Radiosendung enthält den vollständigen Mitschnitt des Erzählcafés mit Stefan Giegler (Jahrgang 1932), das am 25. Februar 2025 im Pfarrsaal St. Laurenz in Enns stattfand. Veranstaltet wurde das Erzählcafé vom Mauthausenkomitee Enns, das regelmäßig Zeitzeuginnen einlädt, um ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen zu teilen.


Stefan Giegler berichtet in dieser Aufnahme von der Fluchtgeschichte seiner Familie – eine bewegende Erzählung, die in Wiener Neustadt beginnt, über Ennsdorf führt und schließlich in Enns ein neues Zuhause findet. Als 92-Jähriger blickt er auf ein ereignisreiches Leben zurück und schildert, wie seine Familie vor den Herausforderungen der Nachkriegszeit und der Suche nach einem sicheren Ort floh.


Hintergrund: Das Erzählcafé des Mauthausenkomitees Enns Das Erzählcafé ist eine Veranstaltungsreihe des Mauthausenkomitees Enns, die seit vielen Jahren Zeitzeuginnen eine Plattform bietet, um ihre Lebensgeschichten zu erzählen. Die Veranstaltungen finden im Pfarrsaal Enns–St. Laurenzstatt und richten sich an alle Interessierten, die mehr über die lokale und regionale Geschichte erfahren möchten.


Das Erzählcafé ist ein wichtiger Beitrag zur mündlichen Geschichtsforschung und zur Bewahrung von Erinnerungen, die sonst in Vergessenheit geraten könnten. Jede Veranstaltung steht unter einem anderen Motto und bietet Einblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten – von Flucht und Vertreibung bis hin zu Widerstand und Neuanfang.


Themen der Sendung


Flucht und Neuanfang: Stefan Gieglers Familie floh vor den Folgen des Zweiten Weltkriegs und fand schließlich in Enns eine neue Heimat. Lokale Geschichte: Die Erzählung verbindet die Schicksale der Familie mit der Geschichte der Region Enns und der Nachkriegszeit in Österreich. Generationendialog: Die Veranstaltung bietet eine Brücke zwischen den Erfahrungen der älteren Generation und dem Interesse jüngerer Zuhörerinnen an Zeitgeschichte.


Zielgruppe der Sendung Die Sendung richtet sich an Geschichtsinteressierte, Lehrkräfte, Studierende, lokale Gemeinschaften und alle, die sich für Fluchtgeschichten, Zeitzeuginnenberichte und regionale Geschichte interessieren.


Linkliste für weitere Informationen


Mauthausenkomitee Enns – Erzählcafé: mkenns.at/veranstaltungen_erzaehlcafe Mauthausenkomitee Österreich: mauthausen-komitee.at KZ-Gedenkstätte Mauthausen: mauthausen-memorial.org


Sendezeit:


Mo, 13.4.2026, 18:00 Uhr


Produktion: Freies Radio Freistadt Radiomoderation: Anna Fischbacher
Mehr
„Kunst des Gedenkens. Geschichtsvermittlung mit Kunst“ – Podiumsdiskussion
10.04.2026
1 Minute
„Kunst des Gedenkens. Geschichtsvermittlung mit Kunst“ – Podiumsdiskussion


Diese Radiosendung enthält einen Zusammenschnitt der Podiumsdiskussion „Kunst des Gedenkens. Geschichtsvermittlung mit Kunst“, die am 15. November 2025 im Rahmen des Zentralen Seminars von ERINNERN:AT in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen aufgezeichnet wurde. Im Fokus der Gesprächsrunde stand die Frage, wie Kunst als Medium der Geschichtsvermittlung eingesetzt werden kann – insbesondere an Orten wie der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.


Zu Wort kommen:


Judy Mardnli, Künstler, der sich in seiner Arbeit mit den Spuren der Geschichte in der Gedenkstätte auseinandersetzt. Pedro Carmona, Vermittler an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, der über die Rolle von Kunst in der pädagogischen Praxis spricht. Petra Ratschenberger, Pädagogin und Cluster-Leiterin der Brucknerschule Linz, die Einblicke in die schulische Auseinandersetzung mit Kunst und Erinnerung gibt.


Die Diskussion wurde von Gudrun Blohberger (Leiterin der pädagogischen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen) moderiert.


Hintergrund: Das Zentrale Seminar 2025 Die Podiumsdiskussion war Teil des Zentralen Seminars 2025 von ERINNERN:AT, das vom 13. bis 15. November 2025 unter dem Titel „Mauthausen und Gusen: Orte der Befreiung – Orte der Erinnerung – Orte des Lernens“ stattfand. Das Seminar ist die größte Lehrer*innenfortbildung Österreichs zu den Themen Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Über 120 Lehrkräfte und Bildungsakteur*innen nahmen teil, um sich mit regionalen und internationalen Perspektiven der Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.


Veranstaltet wurde das Seminar vom OeAD (Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung), der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich.


Themen der Diskussion


Kunst als Zugang zur Geschichte: Wie können künstlerische Ausdrucksformen – wie Malerei, Installation oder Audiowalks – dazu beitragen, die Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocausts begreifbar zu machen? Herausforderungen der Vermittlung: Wie lässt sich die Balance finden zwischen künstlerischer Freiheit und der Verantwortung, die mit der Thematik verbunden ist? Kunst im Schulunterricht: Welche Rolle spielt Kunst in der pädagogischen Arbeit mit Schüler*innen, insbesondere bei der Auseinandersetzung mit schwierigem Erbe?


Linkliste für weitere Informationen


Bericht zum Zentralen Seminar 2025: erinnern.at/zentrales-seminar-2025 KZ-Gedenkstätte Mauthausen: mauthausen-memorial.org


Zielgruppe der Sendung Die Sendung richtet sich an Lehrkräfte, Künstler*innen, Pädagog*innen, Historiker*innen und alle Interessierten, die sich für die Schnittstellen von Kunst, Geschichtsvermittlung und Erinnerungskultur interessieren.


Produktion: Freies Radio Freistadt Moderation: Anna Fischbacher
Mehr
Forced to Work – Willing to Survive
22.08.2025
1 Minute
Heute stellen wir Ihnen in „Spuren der Erinnerung“ ein ganz besondere Ausstellung mit dem Titel „Forced To Work – willing to survive“ vor, die Zwangsarbeit in der NS-Zeit – aber auch in der Gegenwart thematisiert.


Die „Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen“ hat im Rahmen eines 3 Jährigen Projektes mit Schülerinnen und Schülern aus Italien, Polen und Österreich diese Wanderausstellung konzipiert. In der Ausstellung werden einzelne Beispiele aus der Zeit des Nationalsozialismus wie z.B. Zwangsarbeit im Stollensystem „Bergkristall“ oder in den Hermann Göring Werken in Österreich aufgegriffen. Sie zeigt die Situation in Vernichtungs- und Zwangsarbeitslagern wie z.B. in Sobibor, erzählt Biografien wie die von Bernhard Falkenberg oder Mendele Morgenstern. Sie geht aber auch ganz konkret auf das Hier und Heute ein und zeigt auf, dass es Zwangsarbeit leider noch immer gibt. Z.B. in der Landwirtschaft oder in der Elektronikindustrie. Unter dem Namen „modern slavery“ wird dieses Thema in der Ausstellung ebenso behandelt.


Die Wanderausstellung besteht aus Displays auf denen die einzelnen Themen dargestellt werden. Diese Schautafeln lassen sich leicht aufbauen und transportieren.


Wenn also jemand von Ihnen, liebe HörerInnen und Hörer, die Wanderausstellung „Forced To Work – willing to survive“ präsentieren möchte, dann melden Sie sich bitte im Büro der „Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen“. Den Kontakt finden Sie auf www.bewusstseinsregion.at


Zum ersten Mal wurde die Ausstellung im Oktober 2024 im Wissensturm in Linz gezeigt. Das Freie Radio Freistadt war bei der Eröffnung und Projektpräsentation dabei. Den Mitschnitt der Veranstaltung können Sie in dieser Sendung hören und zwar mit Redebeiträgen von Christian Muckenhuber von der Volkshochschule Linz, Erich Wahl, Landtagsabgeordneter und Vertreter der Bewusstseinsregion, Andrea Wahl, Geschäftsführerin der Bewusstseinsregion, sowie Rudolf Haunschmied vom Gedenkdienstkomitee Gusen. Anja Krohmer hat die Veranstaltung moderiert.


Das Freie Radio Freistadt hat an der Produktion der Ausstellung mitgewirkt. Dabei hat das FRF-Team Texte und Biografien von Zwangsarbeiter:innen eingelesen und die Audios zur Ausstellung produziert, die via QR-Code aufgerufen werden können.


Biografien im Online-Archiv: https://cba.media/podcast/forced-to-work-willing-to-survive
Mehr

Über diesen Podcast

In unserer Region gibt es zahlreiche Vereine, Organisationen und Initiativen, die das Gedenken und die Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit am Leben halten. Mit Gedenkfeiern, Veranstaltungen, die Errichtung und Pflege von Gedenkstätten sowie zeitgemäße Vermittlungsmethoden wird Gedenkarbeit geleistet und an das dunkelste Kapitel unserer Geschichte erinnert. In „Spuren der Erinnerung“ gestalten folgende Organisationen und Vereine abwechselnd einmal im Monat eine Sendung über ihr Engagement im Freien Radio Freistadt. Bewusstseinsregion Mauthausen, Gusen, St. Georgen Gedenkdienstkomitee Gusen Gedenkstätte Mauthausen Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim Mauthausen Komitee Gallneukirchen Mauthausen Komitee Enns Papa Gruber Kreis Plattform Johann Gruber Perspektive Mauthausen Beitragsbild: Todesmarsch, Anfang April 1945 Quelle: Privatsammlung Walter Dall-Asen, Hieflau Musik zum Sendungs-Jingle: Bernd Preinfalk, Ausschnitt aus seinem Werk "devant 5"
15
15
Close