Spuren der Erinnerung Archiv
15 Episoden
1 minute
Lesung und Gespräch: Konrad Peter Grossmann – Mutterland
Diese Radiosendung enthält den vollständigen Mitschnitt der Lesung und des Gesprächs mit dem Autor Konrad Peter Grossmann zu seinem neuen Roman „Mutterland“, die am 11. Februar 2026 im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in Alkoven stattfand. Grossmann präsentiert in seinem Roman ein literarisches Gedankenexperiment: Er entwirft ein Europa, in dem das nationalsozialistische Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen hat. Die Handlung spielt im Jahr 1976 in der fiktiven „Führerstadt Linz“ und erzählt vom Leben einer tschechischen Zwangsarbeiterin und eines Arztes, von Widerstand, Anpassung, verbotener Liebe und der Sehnsucht nach Würde und Freiheit.
Weiterführend:
Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim: schloss-hartheim.at
Produktion: Freies Radio Freistadt
Radiomoderation: Anna Fischbacher
Diese Radiosendung enthält den vollständigen Mitschnitt der Lesung und des Gesprächs mit dem Autor Konrad Peter Grossmann zu seinem neuen Roman „Mutterland“, die am 11. Februar 2026 im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in Alkoven stattfand. Grossmann präsentiert in seinem Roman ein literarisches Gedankenexperiment: Er entwirft ein Europa, in dem das nationalsozialistische Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen hat. Die Handlung spielt im Jahr 1976 in der fiktiven „Führerstadt Linz“ und erzählt vom Leben einer tschechischen Zwangsarbeiterin und eines Arztes, von Widerstand, Anpassung, verbotener Liebe und der Sehnsucht nach Würde und Freiheit.
Weiterführend:
Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim: schloss-hartheim.at
Produktion: Freies Radio Freistadt
Radiomoderation: Anna Fischbacher
54 Minuten
Vom Konzentrationslager zur Gedenkstätte – Vortrag von Bertrand Perz
Diese Radiosendung enthält den Mitschnitt des Vortrags
„Vom Konzentrationslager zur Gedenkstätte. Zur Geschichte der KZ-Gedenkstätte Mauthausen“
von Bertrand Perz, Historiker am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.
Der Vortrag wurde am 14. November 2025 im Rahmen des Zentralen Seminars von ERINNERN:AT in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen aufgezeichnet. Perz beleuchtet die Entwicklung des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen hin zu einem Ort des Gedenkens und der Vermittlung – ein Prozess, der stark von politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in Österreich geprägt war.
Hintergrund: Das Zentrale Seminar 2025
Das Zentrale Seminar von ERINNERN:AT fand vom 13. bis 15. November 2025 unter dem Titel „Mauthausen und Gusen: Orte der Befreiung – Orte der Erinnerung – Orte des Lernens“ statt. Es ist die größte Lehrer*innenfortbildung Österreichs zu den Themen Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Über 120 Lehrkräfte und Bildungsakteur*innen nahmen teil, um sich mit regionalen und internationalen Perspektiven der Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.
Das Seminar wurde gemeinsam vom OeAD (Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung), der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich organisiert. Im Fokus standen die Befreiung der Lager Mauthausen und Gusen, die Rolle von Gedenkstätten als Lernorte und die Herausforderungen der Vermittlung dieser Themen im Unterricht.
Zielgruppe der Sendung
Die Sendung richtet sich an Lehrkräfte, Historiker*innen, Studierende und alle Interessierten, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der Erinnerungskultur und der pädagogischen Vermittlung dieser Themen auseinandersetzen möchten.
Linkliste für weitere Informationen
Bericht zum Zentralen Seminar 2025: erinnern.at/zentrales-seminar-2025
KZ-Gedenkstätte Mauthausen: mauthausen-memorial.org
ERINNERN:AT – Lernmaterialien: erinnern.at/lernmaterialien
Produktion: Freies Radio Freistadt
Moderation: Anna Fischbacher
Diese Radiosendung enthält den Mitschnitt des Vortrags
„Vom Konzentrationslager zur Gedenkstätte. Zur Geschichte der KZ-Gedenkstätte Mauthausen“
von Bertrand Perz, Historiker am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.
Der Vortrag wurde am 14. November 2025 im Rahmen des Zentralen Seminars von ERINNERN:AT in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen aufgezeichnet. Perz beleuchtet die Entwicklung des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen hin zu einem Ort des Gedenkens und der Vermittlung – ein Prozess, der stark von politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in Österreich geprägt war.
Hintergrund: Das Zentrale Seminar 2025
Das Zentrale Seminar von ERINNERN:AT fand vom 13. bis 15. November 2025 unter dem Titel „Mauthausen und Gusen: Orte der Befreiung – Orte der Erinnerung – Orte des Lernens“ statt. Es ist die größte Lehrer*innenfortbildung Österreichs zu den Themen Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Über 120 Lehrkräfte und Bildungsakteur*innen nahmen teil, um sich mit regionalen und internationalen Perspektiven der Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.
Das Seminar wurde gemeinsam vom OeAD (Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung), der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich organisiert. Im Fokus standen die Befreiung der Lager Mauthausen und Gusen, die Rolle von Gedenkstätten als Lernorte und die Herausforderungen der Vermittlung dieser Themen im Unterricht.
Zielgruppe der Sendung
Die Sendung richtet sich an Lehrkräfte, Historiker*innen, Studierende und alle Interessierten, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der Erinnerungskultur und der pädagogischen Vermittlung dieser Themen auseinandersetzen möchten.
Linkliste für weitere Informationen
Bericht zum Zentralen Seminar 2025: erinnern.at/zentrales-seminar-2025
KZ-Gedenkstätte Mauthausen: mauthausen-memorial.org
ERINNERN:AT – Lernmaterialien: erinnern.at/lernmaterialien
Produktion: Freies Radio Freistadt
Moderation: Anna Fischbacher
1 minute
Erzählcafé – Fluchtgeschichte von Stefan Giegler
Diese Radiosendung enthält den vollständigen Mitschnitt des Erzählcafés mit Stefan Giegler (Jahrgang 1932), das am 25. Februar 2025 im Pfarrsaal St. Laurenz in Enns stattfand. Veranstaltet wurde das Erzählcafé vom Mauthausenkomitee Enns, das regelmäßig Zeitzeuginnen einlädt, um ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen zu teilen.
Stefan Giegler berichtet in dieser Aufnahme von der Fluchtgeschichte seiner Familie – eine bewegende Erzählung, die in Wiener Neustadt beginnt, über Ennsdorf führt und schließlich in Enns ein neues Zuhause findet. Als 92-Jähriger blickt er auf ein ereignisreiches Leben zurück und schildert, wie seine Familie vor den Herausforderungen der Nachkriegszeit und der Suche nach einem sicheren Ort floh.
Hintergrund: Das Erzählcafé des Mauthausenkomitees Enns
Das Erzählcafé ist eine Veranstaltungsreihe des Mauthausenkomitees Enns, die seit vielen Jahren Zeitzeuginnen eine Plattform bietet, um ihre Lebensgeschichten zu erzählen. Die Veranstaltungen finden im Pfarrsaal Enns–St. Laurenzstatt und richten sich an alle Interessierten, die mehr über die lokale und regionale Geschichte erfahren möchten.
Das Erzählcafé ist ein wichtiger Beitrag zur mündlichen Geschichtsforschung und zur Bewahrung von Erinnerungen, die sonst in Vergessenheit geraten könnten. Jede Veranstaltung steht unter einem anderen Motto und bietet Einblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten – von Flucht und Vertreibung bis hin zu Widerstand und Neuanfang.
Themen der Sendung
Flucht und Neuanfang: Stefan Gieglers Familie floh vor den Folgen des Zweiten Weltkriegs und fand schließlich in Enns eine neue Heimat.
Lokale Geschichte: Die Erzählung verbindet die Schicksale der Familie mit der Geschichte der Region Enns und der Nachkriegszeit in Österreich.
Generationendialog: Die Veranstaltung bietet eine Brücke zwischen den Erfahrungen der älteren Generation und dem Interesse jüngerer Zuhörerinnen an Zeitgeschichte.
Zielgruppe der Sendung
Die Sendung richtet sich an Geschichtsinteressierte, Lehrkräfte, Studierende, lokale Gemeinschaften und alle, die sich für Fluchtgeschichten, Zeitzeuginnenberichte und regionale Geschichte interessieren.
Linkliste für weitere Informationen
Mauthausenkomitee Enns – Erzählcafé: mkenns.at/veranstaltungen_erzaehlcafe
Mauthausenkomitee Österreich: mauthausen-komitee.at
KZ-Gedenkstätte Mauthausen: mauthausen-memorial.org
Sendezeit:
Mo, 13.4.2026, 18:00 Uhr
Produktion: Freies Radio Freistadt
Radiomoderation: Anna Fischbacher
Diese Radiosendung enthält den vollständigen Mitschnitt des Erzählcafés mit Stefan Giegler (Jahrgang 1932), das am 25. Februar 2025 im Pfarrsaal St. Laurenz in Enns stattfand. Veranstaltet wurde das Erzählcafé vom Mauthausenkomitee Enns, das regelmäßig Zeitzeuginnen einlädt, um ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen zu teilen.
Stefan Giegler berichtet in dieser Aufnahme von der Fluchtgeschichte seiner Familie – eine bewegende Erzählung, die in Wiener Neustadt beginnt, über Ennsdorf führt und schließlich in Enns ein neues Zuhause findet. Als 92-Jähriger blickt er auf ein ereignisreiches Leben zurück und schildert, wie seine Familie vor den Herausforderungen der Nachkriegszeit und der Suche nach einem sicheren Ort floh.
Hintergrund: Das Erzählcafé des Mauthausenkomitees Enns
Das Erzählcafé ist eine Veranstaltungsreihe des Mauthausenkomitees Enns, die seit vielen Jahren Zeitzeuginnen eine Plattform bietet, um ihre Lebensgeschichten zu erzählen. Die Veranstaltungen finden im Pfarrsaal Enns–St. Laurenzstatt und richten sich an alle Interessierten, die mehr über die lokale und regionale Geschichte erfahren möchten.
Das Erzählcafé ist ein wichtiger Beitrag zur mündlichen Geschichtsforschung und zur Bewahrung von Erinnerungen, die sonst in Vergessenheit geraten könnten. Jede Veranstaltung steht unter einem anderen Motto und bietet Einblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten – von Flucht und Vertreibung bis hin zu Widerstand und Neuanfang.
Themen der Sendung
Flucht und Neuanfang: Stefan Gieglers Familie floh vor den Folgen des Zweiten Weltkriegs und fand schließlich in Enns eine neue Heimat.
Lokale Geschichte: Die Erzählung verbindet die Schicksale der Familie mit der Geschichte der Region Enns und der Nachkriegszeit in Österreich.
Generationendialog: Die Veranstaltung bietet eine Brücke zwischen den Erfahrungen der älteren Generation und dem Interesse jüngerer Zuhörerinnen an Zeitgeschichte.
Zielgruppe der Sendung
Die Sendung richtet sich an Geschichtsinteressierte, Lehrkräfte, Studierende, lokale Gemeinschaften und alle, die sich für Fluchtgeschichten, Zeitzeuginnenberichte und regionale Geschichte interessieren.
Linkliste für weitere Informationen
Mauthausenkomitee Enns – Erzählcafé: mkenns.at/veranstaltungen_erzaehlcafe
Mauthausenkomitee Österreich: mauthausen-komitee.at
KZ-Gedenkstätte Mauthausen: mauthausen-memorial.org
Sendezeit:
Mo, 13.4.2026, 18:00 Uhr
Produktion: Freies Radio Freistadt
Radiomoderation: Anna Fischbacher
1 minute
„Kunst des Gedenkens. Geschichtsvermittlung mit Kunst“ – Podiumsdiskussion
Diese Radiosendung enthält einen Zusammenschnitt der Podiumsdiskussion „Kunst des Gedenkens. Geschichtsvermittlung mit Kunst“, die am 15. November 2025 im Rahmen des Zentralen Seminars von ERINNERN:AT in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen aufgezeichnet wurde. Im Fokus der Gesprächsrunde stand die Frage, wie Kunst als Medium der Geschichtsvermittlung eingesetzt werden kann – insbesondere an Orten wie der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.
Zu Wort kommen:
Judy Mardnli, Künstler, der sich in seiner Arbeit mit den Spuren der Geschichte in der Gedenkstätte auseinandersetzt.
Pedro Carmona, Vermittler an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, der über die Rolle von Kunst in der pädagogischen Praxis spricht.
Petra Ratschenberger, Pädagogin und Cluster-Leiterin der Brucknerschule Linz, die Einblicke in die schulische Auseinandersetzung mit Kunst und Erinnerung gibt.
Die Diskussion wurde von Gudrun Blohberger (Leiterin der pädagogischen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen) moderiert.
Hintergrund: Das Zentrale Seminar 2025
Die Podiumsdiskussion war Teil des Zentralen Seminars 2025 von ERINNERN:AT, das vom 13. bis 15. November 2025 unter dem Titel „Mauthausen und Gusen: Orte der Befreiung – Orte der Erinnerung – Orte des Lernens“ stattfand. Das Seminar ist die größte Lehrer*innenfortbildung Österreichs zu den Themen Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Über 120 Lehrkräfte und Bildungsakteur*innen nahmen teil, um sich mit regionalen und internationalen Perspektiven der Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.
Veranstaltet wurde das Seminar vom OeAD (Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung), der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich.
Themen der Diskussion
Kunst als Zugang zur Geschichte: Wie können künstlerische Ausdrucksformen – wie Malerei, Installation oder Audiowalks – dazu beitragen, die Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocausts begreifbar zu machen?
Herausforderungen der Vermittlung: Wie lässt sich die Balance finden zwischen künstlerischer Freiheit und der Verantwortung, die mit der Thematik verbunden ist?
Kunst im Schulunterricht: Welche Rolle spielt Kunst in der pädagogischen Arbeit mit Schüler*innen, insbesondere bei der Auseinandersetzung mit schwierigem Erbe?
Linkliste für weitere Informationen
Bericht zum Zentralen Seminar 2025: erinnern.at/zentrales-seminar-2025
KZ-Gedenkstätte Mauthausen: mauthausen-memorial.org
Zielgruppe der Sendung
Die Sendung richtet sich an Lehrkräfte, Künstler*innen, Pädagog*innen, Historiker*innen und alle Interessierten, die sich für die Schnittstellen von Kunst, Geschichtsvermittlung und Erinnerungskultur interessieren.
Produktion: Freies Radio Freistadt
Moderation: Anna Fischbacher
Diese Radiosendung enthält einen Zusammenschnitt der Podiumsdiskussion „Kunst des Gedenkens. Geschichtsvermittlung mit Kunst“, die am 15. November 2025 im Rahmen des Zentralen Seminars von ERINNERN:AT in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen aufgezeichnet wurde. Im Fokus der Gesprächsrunde stand die Frage, wie Kunst als Medium der Geschichtsvermittlung eingesetzt werden kann – insbesondere an Orten wie der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.
Zu Wort kommen:
Judy Mardnli, Künstler, der sich in seiner Arbeit mit den Spuren der Geschichte in der Gedenkstätte auseinandersetzt.
Pedro Carmona, Vermittler an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, der über die Rolle von Kunst in der pädagogischen Praxis spricht.
Petra Ratschenberger, Pädagogin und Cluster-Leiterin der Brucknerschule Linz, die Einblicke in die schulische Auseinandersetzung mit Kunst und Erinnerung gibt.
Die Diskussion wurde von Gudrun Blohberger (Leiterin der pädagogischen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen) moderiert.
Hintergrund: Das Zentrale Seminar 2025
Die Podiumsdiskussion war Teil des Zentralen Seminars 2025 von ERINNERN:AT, das vom 13. bis 15. November 2025 unter dem Titel „Mauthausen und Gusen: Orte der Befreiung – Orte der Erinnerung – Orte des Lernens“ stattfand. Das Seminar ist die größte Lehrer*innenfortbildung Österreichs zu den Themen Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus. Über 120 Lehrkräfte und Bildungsakteur*innen nahmen teil, um sich mit regionalen und internationalen Perspektiven der Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.
Veranstaltet wurde das Seminar vom OeAD (Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung), der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich.
Themen der Diskussion
Kunst als Zugang zur Geschichte: Wie können künstlerische Ausdrucksformen – wie Malerei, Installation oder Audiowalks – dazu beitragen, die Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocausts begreifbar zu machen?
Herausforderungen der Vermittlung: Wie lässt sich die Balance finden zwischen künstlerischer Freiheit und der Verantwortung, die mit der Thematik verbunden ist?
Kunst im Schulunterricht: Welche Rolle spielt Kunst in der pädagogischen Arbeit mit Schüler*innen, insbesondere bei der Auseinandersetzung mit schwierigem Erbe?
Linkliste für weitere Informationen
Bericht zum Zentralen Seminar 2025: erinnern.at/zentrales-seminar-2025
KZ-Gedenkstätte Mauthausen: mauthausen-memorial.org
Zielgruppe der Sendung
Die Sendung richtet sich an Lehrkräfte, Künstler*innen, Pädagog*innen, Historiker*innen und alle Interessierten, die sich für die Schnittstellen von Kunst, Geschichtsvermittlung und Erinnerungskultur interessieren.
Produktion: Freies Radio Freistadt
Moderation: Anna Fischbacher
1 minute
Heute stellen wir Ihnen in „Spuren der Erinnerung“ ein ganz besondere Ausstellung mit dem Titel „Forced To Work – willing to survive“ vor, die Zwangsarbeit in der NS-Zeit – aber auch in der Gegenwart thematisiert.
Die „Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen“ hat im Rahmen eines 3 Jährigen Projektes mit Schülerinnen und Schülern aus Italien, Polen und Österreich diese Wanderausstellung konzipiert. In der Ausstellung werden einzelne Beispiele aus der Zeit des Nationalsozialismus wie z.B. Zwangsarbeit im Stollensystem „Bergkristall“ oder in den Hermann Göring Werken in Österreich aufgegriffen. Sie zeigt die Situation in Vernichtungs- und Zwangsarbeitslagern wie z.B. in Sobibor, erzählt Biografien wie die von Bernhard Falkenberg oder Mendele Morgenstern. Sie geht aber auch ganz konkret auf das Hier und Heute ein und zeigt auf, dass es Zwangsarbeit leider noch immer gibt. Z.B. in der Landwirtschaft oder in der Elektronikindustrie. Unter dem Namen „modern slavery“ wird dieses Thema in der Ausstellung ebenso behandelt.
Die Wanderausstellung besteht aus Displays auf denen die einzelnen Themen dargestellt werden. Diese Schautafeln lassen sich leicht aufbauen und transportieren.
Wenn also jemand von Ihnen, liebe HörerInnen und Hörer, die Wanderausstellung „Forced To Work – willing to survive“ präsentieren möchte, dann melden Sie sich bitte im Büro der „Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen“. Den Kontakt finden Sie auf www.bewusstseinsregion.at
Zum ersten Mal wurde die Ausstellung im Oktober 2024 im Wissensturm in Linz gezeigt. Das Freie Radio Freistadt war bei der Eröffnung und Projektpräsentation dabei.
Den Mitschnitt der Veranstaltung können Sie in dieser Sendung hören und zwar mit Redebeiträgen von Christian Muckenhuber von der Volkshochschule Linz, Erich Wahl, Landtagsabgeordneter und Vertreter der Bewusstseinsregion, Andrea Wahl, Geschäftsführerin der Bewusstseinsregion, sowie Rudolf Haunschmied vom Gedenkdienstkomitee Gusen.
Anja Krohmer hat die Veranstaltung moderiert.
Das Freie Radio Freistadt hat an der Produktion der Ausstellung mitgewirkt. Dabei hat das FRF-Team Texte und Biografien von Zwangsarbeiter:innen eingelesen und die Audios zur Ausstellung produziert, die via QR-Code aufgerufen werden können.
Biografien im Online-Archiv:
https://cba.media/podcast/forced-to-work-willing-to-survive
Die „Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen“ hat im Rahmen eines 3 Jährigen Projektes mit Schülerinnen und Schülern aus Italien, Polen und Österreich diese Wanderausstellung konzipiert. In der Ausstellung werden einzelne Beispiele aus der Zeit des Nationalsozialismus wie z.B. Zwangsarbeit im Stollensystem „Bergkristall“ oder in den Hermann Göring Werken in Österreich aufgegriffen. Sie zeigt die Situation in Vernichtungs- und Zwangsarbeitslagern wie z.B. in Sobibor, erzählt Biografien wie die von Bernhard Falkenberg oder Mendele Morgenstern. Sie geht aber auch ganz konkret auf das Hier und Heute ein und zeigt auf, dass es Zwangsarbeit leider noch immer gibt. Z.B. in der Landwirtschaft oder in der Elektronikindustrie. Unter dem Namen „modern slavery“ wird dieses Thema in der Ausstellung ebenso behandelt.
Die Wanderausstellung besteht aus Displays auf denen die einzelnen Themen dargestellt werden. Diese Schautafeln lassen sich leicht aufbauen und transportieren.
Wenn also jemand von Ihnen, liebe HörerInnen und Hörer, die Wanderausstellung „Forced To Work – willing to survive“ präsentieren möchte, dann melden Sie sich bitte im Büro der „Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen“. Den Kontakt finden Sie auf www.bewusstseinsregion.at
Zum ersten Mal wurde die Ausstellung im Oktober 2024 im Wissensturm in Linz gezeigt. Das Freie Radio Freistadt war bei der Eröffnung und Projektpräsentation dabei.
Den Mitschnitt der Veranstaltung können Sie in dieser Sendung hören und zwar mit Redebeiträgen von Christian Muckenhuber von der Volkshochschule Linz, Erich Wahl, Landtagsabgeordneter und Vertreter der Bewusstseinsregion, Andrea Wahl, Geschäftsführerin der Bewusstseinsregion, sowie Rudolf Haunschmied vom Gedenkdienstkomitee Gusen.
Anja Krohmer hat die Veranstaltung moderiert.
Das Freie Radio Freistadt hat an der Produktion der Ausstellung mitgewirkt. Dabei hat das FRF-Team Texte und Biografien von Zwangsarbeiter:innen eingelesen und die Audios zur Ausstellung produziert, die via QR-Code aufgerufen werden können.
Biografien im Online-Archiv:
https://cba.media/podcast/forced-to-work-willing-to-survive
60 Minuten
Ein Rückblick auf die Gedenkkundgebungen an den Mahnmalen Gallneukirchens vom Mittwoch 5.02.
Das Mauthausen Komitee Gallneukirchen, das Evangelische und Katholische Bildungswerk, Jugendliche des ÖGJ-Jugendzentrums Gallneukirchen, Schüler der SOB/HLPS Gallneukirchen sowie die Sozialistische Jugend Gallneukirchen veranstaltenden eine Gedenkveranstaltung unter dem Motto „Erinnerung der Zukunft willen“ anlässlich der Mühlviertler Menschenhatz im Februar 1945 beim Mahnmal in Gallneukirchen.
https://www.mkgallneukirchen.at/
Das Mauthausen Komitee Gallneukirchen, das Evangelische und Katholische Bildungswerk, Jugendliche des ÖGJ-Jugendzentrums Gallneukirchen, Schüler der SOB/HLPS Gallneukirchen sowie die Sozialistische Jugend Gallneukirchen veranstaltenden eine Gedenkveranstaltung unter dem Motto „Erinnerung der Zukunft willen“ anlässlich der Mühlviertler Menschenhatz im Februar 1945 beim Mahnmal in Gallneukirchen.
https://www.mkgallneukirchen.at/
1 minute
Im November 2023 fand im Rahmen einer Tagung am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim eine Gesprächsrunde zum Thema „Erinnerungen und Perspektiven. Aufarbeitung und Gedenken in Hartheim“ statt. Die Aufzeichnung der Veranstaltung können Sie in dieser Ausgabe von „Spuren der Erinnerung“ hören.
Der Autor Walter Kohl, die stellvertretende Obfrau des Vereins Schloss Hartheim Gabriele Hofer-Stelzhammer und Petra Fosen-Schlichtinger als Vereinsmitglied der ersten Stunde disktutierten mit Florian Schwanninger über die Phase der Entstehung des „Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim“ – mit all seinen Schwierigkeiten und Herausforderungen.
Mag. Florian Schwanninger, moderierte die Diskussion. Er ist der Leiter des „Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim“.
Produktion der Sendung: Harald Freudenthaler
Beitragsbild: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Der Autor Walter Kohl, die stellvertretende Obfrau des Vereins Schloss Hartheim Gabriele Hofer-Stelzhammer und Petra Fosen-Schlichtinger als Vereinsmitglied der ersten Stunde disktutierten mit Florian Schwanninger über die Phase der Entstehung des „Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim“ – mit all seinen Schwierigkeiten und Herausforderungen.
Mag. Florian Schwanninger, moderierte die Diskussion. Er ist der Leiter des „Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim“.
Produktion der Sendung: Harald Freudenthaler
Beitragsbild: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
1 minute
Auch 79 Jahre nach dem Untergang des Nationalsozialismus gibt es immer noch neue Erkenntnisse. Es ist Teilen der Bevölkerung und einer Gruppe junger Historikerinnen und Historikern sowie den Guides der KZ-Gedenkstätte zu verdanken, dass dieses Manko in den letzten Jahren Stück für Stück kleiner geworden ist. Einer davon ist Adam Schmidtberger. Bei einem Rundgang durch das ehemalige KZ in Mauthausen beleuchtet Schmidtberger sowohl Formen der Entrechtung ganzer Menschengruppen während der Zeit des Nationalsozialismus, als auch rechtliche Ungleichbehandlung in der Nachkriegszeit. Zu Beginn führt Adam Schmidtberger in das Thema ein und schafft eine Verbindung zwischen den Gräulen des KZs und dem Artikel 6 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der ja das Recht überall als Rechtsperson anerkannt zu werden deklariert. Oder, wie es Hannah Arendt einmal fomulierte: Das Recht Rechte zu haben.
Die Führung war eine Veranstaltung im Rahmen des 7. Internationalen Menschenrechte Symposiums der Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen und fand am 10.11.2023 statt.
Aufzeichnung: Tobias Spinka
Produktion: Andi Wahl
Weitere Infos zum Menschenrechte Symposium
Die Führung war eine Veranstaltung im Rahmen des 7. Internationalen Menschenrechte Symposiums der Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen und fand am 10.11.2023 statt.
Aufzeichnung: Tobias Spinka
Produktion: Andi Wahl
Weitere Infos zum Menschenrechte Symposium
1 minute
Spuren der Erinnerung bringt im September einen Rückblick auf die 20 Jahre Feier des Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, die am 16. Juni 2023 stattfand. Im Zentrum der Sendung steht die Gesprächsrunde „20 Jahre Lern- und Gedenkort, wie alles begann – eine Idee wird zum verbindenden Projekt.“
Diskussionsteilnehmer*innen:
LH a. D. Dr. Josef Pühringer,
LHStv a. D. Konsulent Fritz Hochmair
LAbg. a. D. Helga Moser
LAbg. a. D. Gunther Trübswasser
General Hubertus Trauttenberg (Gründungsobmann des Vereins Schloss Hartheim)
Dr. Wolfgang Schwaiger (Obmann der GSI – vormals OÖ. Landeswohltätigkeitsverein)
Prof. Dr. Brigitte Kepplinger (Moderation, Obfrau Verein Schloss Hartheim)
Hören Sie vor der Diskussion eine Rede von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.
Die Musik stammt von PichlerTruhlarMusic.
Website des Lern und Gedenkort Schloss Hartheim
https://www.schloss-hartheim.at/
Postproduktion der Sendung: Moritz Wegscheider
Diskussionsteilnehmer*innen:
LH a. D. Dr. Josef Pühringer,
LHStv a. D. Konsulent Fritz Hochmair
LAbg. a. D. Helga Moser
LAbg. a. D. Gunther Trübswasser
General Hubertus Trauttenberg (Gründungsobmann des Vereins Schloss Hartheim)
Dr. Wolfgang Schwaiger (Obmann der GSI – vormals OÖ. Landeswohltätigkeitsverein)
Prof. Dr. Brigitte Kepplinger (Moderation, Obfrau Verein Schloss Hartheim)
Hören Sie vor der Diskussion eine Rede von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.
Die Musik stammt von PichlerTruhlarMusic.
Website des Lern und Gedenkort Schloss Hartheim
https://www.schloss-hartheim.at/
Postproduktion der Sendung: Moritz Wegscheider
54 Minuten
Das „fremdvölkische“ Kinderheim in Spital am Pyhrn 1943–1945.
Maria Prieler-Woldan und Susanne Lammer präsentierten am 28. März 2023 im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim die Ergebnisse langjähriger Forschungsarbeiten zur Rekonstruktion eines nationalsozialistischen Verbrechens an Zwangsarbeiterinnen und ihren Kindern.
In Spital am Pyhrn (Oberösterreich) war von 1943 bis 1945 in einem aufgelassenen Gasthof ein sogenanntes „fremdvölkisches“ Kinderheim eingerichtet, betrieben von der „Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt“ (NSV). Dort waren 106 Säuglinge polnischer, ukrainischer und russischer Zwangsarbeiterinnen untergebracht, die man diesen kurz nach der Entbindung weggenommen hatte, um die Arbeitskraft der Mutter maximal auszubeuten.
Die Kinder wurden – entsprechend der nationalsozialistischen Ideologie – als minderwertig betrachtet und daher mangelhaft ernährt, gepflegt und geliebt. Viele starben durch vorsätzliche Vernachlässigung nach ein paar Wochen oder Monaten, 47 Todesfälle sind archivarisch belegt, als Todesursachen scheinen, neben Unterernährung, Magen- und Darminfekte, Hautausschläge und Geschwüre sowie sogenannte „Lebensschwäche“ auf. Die überlebenden Kinder wurden nach 1945 in „children’s homes“ gesammelt und als „Waisen“ in ihre vermutlichen Heimatländer repatriiert. Zumeist adoptiert, suchten sie später, oft erfolglos, nach ihren leiblichen Eltern und Spuren ihrer Herkunft. Die vorliegende Forschungsarbeit zeichnet in Erinnerungen, Dokumenten und amtlichem Schriftverkehr Entstehung und Betrieb des Heims in Spital am Pyhrn nach. Eine Datenbank zu den verstorbenen Kindern sowie Interviews mit Überlebenden runden die Arbeit ab.
Zur Autorin: Maria Prieler-Woldan, Dr. phil., geb. 1958, Soziologin und historische Sozialforscherin, Linz. Zahlreiche Publikationen, u. a. „Von Kremsmünster nach Brasilien. „Das Konzil und die Frauen. Pionierinnen für Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche“ (2013), Lebensbild Bischof Richard Weberberger“ (2015), „Das Selbstverständliche tun. Die Salzburger Bäuerin Maria Etzer und ihr verbotener Einsatz für Fremde im Nationalsozialismus“ (2018)
Ihr aktuelles Buch „Vielleicht hätte ich eine Familie. Vielleicht hat jemand um mich geweint.“ Das „fremdvölkische“ Kinderheim in Spital am Pyhrn 1943–1945 ist im Studienverlag Innsbruck erschienen.
https://www.studienverlag.at/produkt/6254/vielleicht-haette-ich-eine-familie-vielleicht-hat-jemand-um-mich-geweint/
Website Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Beitragsbild: Susanne Lammer, Maria Prieler-Woldan und Florian Schwanninger.
Foto: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Maria Prieler-Woldan und Susanne Lammer präsentierten am 28. März 2023 im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim die Ergebnisse langjähriger Forschungsarbeiten zur Rekonstruktion eines nationalsozialistischen Verbrechens an Zwangsarbeiterinnen und ihren Kindern.
In Spital am Pyhrn (Oberösterreich) war von 1943 bis 1945 in einem aufgelassenen Gasthof ein sogenanntes „fremdvölkisches“ Kinderheim eingerichtet, betrieben von der „Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt“ (NSV). Dort waren 106 Säuglinge polnischer, ukrainischer und russischer Zwangsarbeiterinnen untergebracht, die man diesen kurz nach der Entbindung weggenommen hatte, um die Arbeitskraft der Mutter maximal auszubeuten.
Die Kinder wurden – entsprechend der nationalsozialistischen Ideologie – als minderwertig betrachtet und daher mangelhaft ernährt, gepflegt und geliebt. Viele starben durch vorsätzliche Vernachlässigung nach ein paar Wochen oder Monaten, 47 Todesfälle sind archivarisch belegt, als Todesursachen scheinen, neben Unterernährung, Magen- und Darminfekte, Hautausschläge und Geschwüre sowie sogenannte „Lebensschwäche“ auf. Die überlebenden Kinder wurden nach 1945 in „children’s homes“ gesammelt und als „Waisen“ in ihre vermutlichen Heimatländer repatriiert. Zumeist adoptiert, suchten sie später, oft erfolglos, nach ihren leiblichen Eltern und Spuren ihrer Herkunft. Die vorliegende Forschungsarbeit zeichnet in Erinnerungen, Dokumenten und amtlichem Schriftverkehr Entstehung und Betrieb des Heims in Spital am Pyhrn nach. Eine Datenbank zu den verstorbenen Kindern sowie Interviews mit Überlebenden runden die Arbeit ab.
Zur Autorin: Maria Prieler-Woldan, Dr. phil., geb. 1958, Soziologin und historische Sozialforscherin, Linz. Zahlreiche Publikationen, u. a. „Von Kremsmünster nach Brasilien. „Das Konzil und die Frauen. Pionierinnen für Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche“ (2013), Lebensbild Bischof Richard Weberberger“ (2015), „Das Selbstverständliche tun. Die Salzburger Bäuerin Maria Etzer und ihr verbotener Einsatz für Fremde im Nationalsozialismus“ (2018)
Ihr aktuelles Buch „Vielleicht hätte ich eine Familie. Vielleicht hat jemand um mich geweint.“ Das „fremdvölkische“ Kinderheim in Spital am Pyhrn 1943–1945 ist im Studienverlag Innsbruck erschienen.
https://www.studienverlag.at/produkt/6254/vielleicht-haette-ich-eine-familie-vielleicht-hat-jemand-um-mich-geweint/
Website Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Beitragsbild: Susanne Lammer, Maria Prieler-Woldan und Florian Schwanninger.
Foto: Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
54 Minuten
In dieser Sendung geht es um die Geschehnisse rund um die „Mühlviertler Hasenjagd“ und um Menschen, die sich an der Mitwirkung der groß angelegten Mordaktion mitmachten oder sich widersetzten. Die mutige Mühlviertler Bauernfamilie Langthaler aus Schwertberg widersetzte sich.
Anna Hackl ist hier im Gespräch mit Bernhard Mühleder, Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Anna war die jüngste Tochter der Familie Langthaler, damals war sie 14 Jahre alt. Ihre Familie versteckte zwei aus dem KZ Mauthausen geflüchtete Häftlinge vor der SS-Truppe, ein mit viel Risiko behaftetes Unterfangen. Dieser Mut rettete den beiden, Michail Rybcinskij und Nikolaj Cemkalo, das Leben – ein Versuch, anständig zu bleiben – er gelang.
Bei diesem Fluchtversuch aus dem KZ-Mauthausen handelte es sich vor allem um sowjetische kriegsgefangene Offiziere, die nur nach Mauthausen kamen, um dort ermordet zu werden. Daher fassten sie den Entschluss zu fliehen. Bewaffnet mit Pflastersteinen, Feuerlöschern, Seifen- und Kohlestücken griffen sie die Wachtürme an und warfen feuchte Decken über den elektrisch geladenen Stacheldraht. Der dadurch herbeigeführte Kurzschluss ermöglichte es ihnen, die Lagermauer zu überwinden. Wegen ihres schlechten körperlichen Zustandes brachen viele Flüchtende bald zusammen. Andere starben im Kugelhagel der Wachmannschaften. 419 Personen gelang es zu entkommen. Die Meisten wurden an Ort und Stelle ermordet. Diese Such- und Mordaktion wurde zynisch als „Mühlviertler Hasenjagd“ bezeichnet.
Mit Namen sind nur acht Menschen bekannt, die diese Mordaktion überlebt haben, es ist aber davon auszugehen, dass wenige mehr überlebt haben. In der Landwirtschaft eingesetzte Zwangsarbeiter*innen und eine Handvoll Mühlviertler Bauernfamilien, die sich der Mitwirkung an der Mordaktion widersetzten, rettete den meisten von ihnen das Leben. Andere beteiligten sich an den Verbrechen an den Geflüchteten.
Seit nunmehr beinahe 30 Jahren ist Anna Hackl als Zeitzeugin in Schulen unterwegs. Zwischen 30 und 50 Auftritte absolviert sie pro Jahr die sie schon bis Berlin geführt haben. Sie selber sagt, die positiven Erfahrungen mit den Schüler*innen motivieren sie immer und immer wieder.
Beitragsbild: Bernhard Mühleder (KZ-Gedenkstätte Mauthausen) mit der Zeitzeugin Anna Hackl. Bild: Freies Radio Freistadt
Anna Hackl ist hier im Gespräch mit Bernhard Mühleder, Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Anna war die jüngste Tochter der Familie Langthaler, damals war sie 14 Jahre alt. Ihre Familie versteckte zwei aus dem KZ Mauthausen geflüchtete Häftlinge vor der SS-Truppe, ein mit viel Risiko behaftetes Unterfangen. Dieser Mut rettete den beiden, Michail Rybcinskij und Nikolaj Cemkalo, das Leben – ein Versuch, anständig zu bleiben – er gelang.
Bei diesem Fluchtversuch aus dem KZ-Mauthausen handelte es sich vor allem um sowjetische kriegsgefangene Offiziere, die nur nach Mauthausen kamen, um dort ermordet zu werden. Daher fassten sie den Entschluss zu fliehen. Bewaffnet mit Pflastersteinen, Feuerlöschern, Seifen- und Kohlestücken griffen sie die Wachtürme an und warfen feuchte Decken über den elektrisch geladenen Stacheldraht. Der dadurch herbeigeführte Kurzschluss ermöglichte es ihnen, die Lagermauer zu überwinden. Wegen ihres schlechten körperlichen Zustandes brachen viele Flüchtende bald zusammen. Andere starben im Kugelhagel der Wachmannschaften. 419 Personen gelang es zu entkommen. Die Meisten wurden an Ort und Stelle ermordet. Diese Such- und Mordaktion wurde zynisch als „Mühlviertler Hasenjagd“ bezeichnet.
Mit Namen sind nur acht Menschen bekannt, die diese Mordaktion überlebt haben, es ist aber davon auszugehen, dass wenige mehr überlebt haben. In der Landwirtschaft eingesetzte Zwangsarbeiter*innen und eine Handvoll Mühlviertler Bauernfamilien, die sich der Mitwirkung an der Mordaktion widersetzten, rettete den meisten von ihnen das Leben. Andere beteiligten sich an den Verbrechen an den Geflüchteten.
Seit nunmehr beinahe 30 Jahren ist Anna Hackl als Zeitzeugin in Schulen unterwegs. Zwischen 30 und 50 Auftritte absolviert sie pro Jahr die sie schon bis Berlin geführt haben. Sie selber sagt, die positiven Erfahrungen mit den Schüler*innen motivieren sie immer und immer wieder.
Beitragsbild: Bernhard Mühleder (KZ-Gedenkstätte Mauthausen) mit der Zeitzeugin Anna Hackl. Bild: Freies Radio Freistadt
47 Minuten
Spuren der Erinnerung wurde dieses Mal von Vertreter*innen der „Plattform Johann Gruber“ und des „Papa Gruber Kreis“ aus St. Georgen a.d. Gusen gestaltet. Anliegen der Vereine ist es, dem Verdrängen und Vergessen durch eine öffentliche Erinnerungskultur Widerstand zu leisten.
In der Sendung sprechen Julia Mayr, Bernhard Mühleder und Stefan Nuspl über die Biografie von Johann Gruber, der am 7. April 1944, im Konzentrationslager Gusen ermordet wurde. Der Priester hat als Häftling im Konzentrationslager ein Netzwerk aufgebaut und konnte durch seine Zivilcourage zahlreichen Mithäftlingen das Leben retten. In St. Georgen wurde das Pfarrheim in „Johann Gruber Pfarrheim“ umbenannt. Über diese und weitere Interventionen, sowie Aktionen und Veranstaltungen der Vereine „Plattform Johann Gruber“ und dem „Papa Gruber Kreis“, wird in dieser Sendung gesprochen.
Beitragsbild (v.li.:):
Bernhard Mühleder (Obmann „Plattform Johann Gruber“)
Julia Mayr (Obfrau „Papa Gruber Kreis“)
Stefan Nuspl (Mitwirkender bei „Plattform Johann Gruber“ und „Papa Gruber Kreis“)
In der Sendung sprechen Julia Mayr, Bernhard Mühleder und Stefan Nuspl über die Biografie von Johann Gruber, der am 7. April 1944, im Konzentrationslager Gusen ermordet wurde. Der Priester hat als Häftling im Konzentrationslager ein Netzwerk aufgebaut und konnte durch seine Zivilcourage zahlreichen Mithäftlingen das Leben retten. In St. Georgen wurde das Pfarrheim in „Johann Gruber Pfarrheim“ umbenannt. Über diese und weitere Interventionen, sowie Aktionen und Veranstaltungen der Vereine „Plattform Johann Gruber“ und dem „Papa Gruber Kreis“, wird in dieser Sendung gesprochen.
Beitragsbild (v.li.:):
Bernhard Mühleder (Obmann „Plattform Johann Gruber“)
Julia Mayr (Obfrau „Papa Gruber Kreis“)
Stefan Nuspl (Mitwirkender bei „Plattform Johann Gruber“ und „Papa Gruber Kreis“)
45 Minuten
In dieser Ausgabe von „Spuren der Erinnerung“ sprechen drei Mitarbeiter*innen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen über Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft dieses Ortes.
Elisa Frei, Mitarbeiterin in der Forschungsstelle, Gregor Holzinger, Leiter des Forschungsstelle und Robert Vorberg, Kurator an der Gedenkstätte, geben Einblicke in die Geschichte der ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und Gusen. Neben diesen tragischen Begebenheiten werden auch aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Publikationen der Gedenkstätte vorgestellt. Ein Ausblick auf die Zukunft beschreibt den aktuell laufenden Beteiligungsprozess rund um die Gedenkstätte des ehemaligen KZ-Gusen.
Website der Gedenkstätte Mauthausen:
www.mauthausen-memorial.org
Beitragsbild:
Foto des ehem. Appellplatzes des KZ-Gusen, welcher zur Zeit geräumt wird. Im Hintergrund ist mittig der Steinbrecher zu sehen, außerdem links zwei ehem. Häftlingsblöcke. Copyright: Mauthausen Memorial / Markus Hechenberger_markushechenberger.net
Elisa Frei, Mitarbeiterin in der Forschungsstelle, Gregor Holzinger, Leiter des Forschungsstelle und Robert Vorberg, Kurator an der Gedenkstätte, geben Einblicke in die Geschichte der ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und Gusen. Neben diesen tragischen Begebenheiten werden auch aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Publikationen der Gedenkstätte vorgestellt. Ein Ausblick auf die Zukunft beschreibt den aktuell laufenden Beteiligungsprozess rund um die Gedenkstätte des ehemaligen KZ-Gusen.
Website der Gedenkstätte Mauthausen:
www.mauthausen-memorial.org
Beitragsbild:
Foto des ehem. Appellplatzes des KZ-Gusen, welcher zur Zeit geräumt wird. Im Hintergrund ist mittig der Steinbrecher zu sehen, außerdem links zwei ehem. Häftlingsblöcke. Copyright: Mauthausen Memorial / Markus Hechenberger_markushechenberger.net
52 Minuten
Die Sendung beleuchtet die Auseinandersetzung mit der NS-Euthanasie in Schloss Hartheim und die aktuellen Entwicklungen in Vermittlung, Ausstellung und Gedenkstätte. Florian Schwanninger, Leiter des Lern- und Gedenkorts Schloss Hartheim, spricht mit Brigitte Kepplinger, Obfrau des Vereins Schloss Hartheim, und Gabriele Hofer-Stelzhammer, aufgewachsen neben dem Schloss und seit langem im Verein aktiv, über den Umgang der Nachkriegsgesellschaft mit den Verbrechen, die Entstehung des Lern- und Gedenkorts und die Verbindung von historischen mit aktuellen Fragestellungen. Irene Zauner-Leitner, pädagogische Leiterin am Lern- und Gedenkort, diskutiert mit den Vermittler*innen Monika Gebetsroither-Hartl und Mark Kaiser Herausforderungen und Möglichkeiten der Vermittlungsarbeit.
1 minute
Walter Hofstätter, Vorsitzender der perspektive mauthausen im Gespräch mit Historiker Franz Pötscher, Nationalrätin Sabine Schatz und der Leiterin der Mittelschule Mauthausen Sabine Bauernfeind über Erinnerungskultur an einem belasteten Ort. Welche Herausforderungen gibt es, wie hat sich die Erinnerungskultur in Mauthausen entwickelt, welchen Beitrag leistet dabei die perspektive mauthausen.