Podcaster
Episoden
24.04.2026
42 Minuten
In dieser Episode von Retina View werfen wir einen genaueren Blick auf das Register „oregis“ der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft – ein zukunftsweisendes Projekt, das die Versorgungsrealität in der Augenheilkunde erstmals umfassend und sektorenübergreifendabbilden soll.
Wir beleuchten, was oregis ist, wie es sich von bestehenden Registern unterscheidet und warum es als erstes krankheitsübergreifendes Real-World-Datenregister in Deutschland eine besondere Rolle einnimmt. Währendklassische Register meist auf einzelne Erkrankungen fokussiert sind, verfolgt oregis einen offenen Ansatz: Es sammelt anonymisierte Daten aus Klinik und Praxis in Echtzeit – mit dem Ziel, ein realistisches Bild der Versorgung zu schaffen.
Doch wie werden diese Daten heute schon genutzt, und wo liegen aktuell noch Grenzen?
Die Episode zeigt, inwiefern oregis bereits zur Versorgungsforschung beiträgt, warum es bislang nur eingeschränkt für die gezielte Rekrutierung klinischer Studien geeignet ist und welche Weiterentwicklungen – etwa in Form von Subregistern oder erweiterten Datenmodellen – denkbar sind.
Auch der Blick nach vorn spielt eine zentrale Rolle:
Welche Ziele verfolgt oregis langfristig? Wie groß muss dieDatenbasis werden, um belastbare Aussagen zu ermöglichen? Und welche Impulse könnte ein zukünftiges Registergesetz liefern?
Ein besonderer Fokus liegt auf der Perspektive der Patienten:
Welche Möglichkeiten gibt es, Einfluss zu nehmen? Und warum kann es entscheidend sein, das eigene Behandlungszentrum aktiv auf die Teilnahme an oregis anzusprechen?
Denn klar ist: Ohne Daten keine Forschung – und ohne Forschung kein Fortschritt in der Versorgung.
Call to Action:
Sprechen Sie Ihr behandelndes Zentrum oder Ihren Augenarzt aktiv auf oregis an und fragen Sie nach einer Teilnahme. Auch wenn Patienten nur begrenzten direkten Einfluss auf Forschung haben, besteht hier eine konkrete Möglichkeit, die Weiterentwicklung der Augenheilkunde zu unterstützen. Je mehr Einrichtungen und Daten eingebunden sind, desto größer ist der Nutzen für die Versorgung von morgen.
Die Pilotphase des Registers ist abgeschlossen und mit aktuellüber 2,5 Millionen erfassten Patienten hat oregis bereits einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gleichzeitig steht das Projekt an einem entscheidenden Punkt: Ziel ist es, möglichst viele Praxen und Kliniken anzuschließen, um die Datenbasis weiter zu verbreitern und die Aussagekraft der Analysen zu stärken. Erste Forschungsanfragen und wissenschaftliche Publikationen zeigen bereits heute, dass oregis aktiv zur Versorgungsforschung beiträgt.
Unsere Gesprächspartner:
Prof. Dr. Nicole Eter, Direktorin der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Münster, Präsidentin von EURETINA und eine der zentralen Persönlichkeiten beim Aufbau von oregis. Die frühere DOG-Präsidentin ist in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien aktiv und hat mehr als 300 Fachpublikationenveröffentlicht.
Dr. Dipl.-Kfm. Philip Gass ist seit 2003 Geschäftsführer der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und verantwortet die organisatorischen Belange der Fachgesellschaft. Die DOG ist die älteste augenärztliche Fachgesellschaft der Welt und fördert Forschung, Lehre sowie Weiterbildung in der Augenheilkunde.
Mit dieser Episode unterstreicht Retina View seinen Anspruch,Forschung verständlich zu machen, Impulse zu setzen und den Dialog zwischenMedizin, Wissenschaft und Betroffenen aktiv zu fördern.
Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiertüber neue Forschungsansätze und begleitet diese. Mehr Details unter https://oregis.de/
Mehr Informationen zu unserer Arbeit unter www.retinaplus.de
Ihre Meinung ist wichtig
Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.
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Wir beleuchten, was oregis ist, wie es sich von bestehenden Registern unterscheidet und warum es als erstes krankheitsübergreifendes Real-World-Datenregister in Deutschland eine besondere Rolle einnimmt. Währendklassische Register meist auf einzelne Erkrankungen fokussiert sind, verfolgt oregis einen offenen Ansatz: Es sammelt anonymisierte Daten aus Klinik und Praxis in Echtzeit – mit dem Ziel, ein realistisches Bild der Versorgung zu schaffen.
Doch wie werden diese Daten heute schon genutzt, und wo liegen aktuell noch Grenzen?
Die Episode zeigt, inwiefern oregis bereits zur Versorgungsforschung beiträgt, warum es bislang nur eingeschränkt für die gezielte Rekrutierung klinischer Studien geeignet ist und welche Weiterentwicklungen – etwa in Form von Subregistern oder erweiterten Datenmodellen – denkbar sind.
Auch der Blick nach vorn spielt eine zentrale Rolle:
Welche Ziele verfolgt oregis langfristig? Wie groß muss dieDatenbasis werden, um belastbare Aussagen zu ermöglichen? Und welche Impulse könnte ein zukünftiges Registergesetz liefern?
Ein besonderer Fokus liegt auf der Perspektive der Patienten:
Welche Möglichkeiten gibt es, Einfluss zu nehmen? Und warum kann es entscheidend sein, das eigene Behandlungszentrum aktiv auf die Teilnahme an oregis anzusprechen?
Denn klar ist: Ohne Daten keine Forschung – und ohne Forschung kein Fortschritt in der Versorgung.
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Die Pilotphase des Registers ist abgeschlossen und mit aktuellüber 2,5 Millionen erfassten Patienten hat oregis bereits einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gleichzeitig steht das Projekt an einem entscheidenden Punkt: Ziel ist es, möglichst viele Praxen und Kliniken anzuschließen, um die Datenbasis weiter zu verbreitern und die Aussagekraft der Analysen zu stärken. Erste Forschungsanfragen und wissenschaftliche Publikationen zeigen bereits heute, dass oregis aktiv zur Versorgungsforschung beiträgt.
Unsere Gesprächspartner:
Prof. Dr. Nicole Eter, Direktorin der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Münster, Präsidentin von EURETINA und eine der zentralen Persönlichkeiten beim Aufbau von oregis. Die frühere DOG-Präsidentin ist in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien aktiv und hat mehr als 300 Fachpublikationenveröffentlicht.
Dr. Dipl.-Kfm. Philip Gass ist seit 2003 Geschäftsführer der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und verantwortet die organisatorischen Belange der Fachgesellschaft. Die DOG ist die älteste augenärztliche Fachgesellschaft der Welt und fördert Forschung, Lehre sowie Weiterbildung in der Augenheilkunde.
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27.03.2026
29 Minuten
Zu Gast: Prof. Dr. Dr. Knut Stieger, Universitäts-Augenklinik Gießen Prof. Dr. Lyubomyr Lytvynchuk, Direktor der Universitäts-Augenklinik Gießen
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für schweren Sehverlust im höheren Lebensalter – und bislang gibt es für die häufigere, sogenannte „trockene“ Form keine ursächliche Therapie. Doch ein innovativer Forschungsansatz macht Hoffnung: die Transplantation von retinalen Pigmentepithelzellen (RPE-Zellen).
In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Knut Stieger und Prof. Lyubomyr Lytvynchuk von der Universitäts-Augenklinik Gießen über ein spannendes präklinisches Forschungsprojekt, bei dem RPE-Zellen im Schweinemodell transplantiert wurden. Ziel ist es, die Funktion geschädigter Netzhautschichten wiederherzustellen – ein möglicher Meilenstein auf dem Weg zu neuen Therapieformen für AMD und andere degenerative Netzhauterkrankungen.
Unsere Gäste erklären:
Welche Rolle das retinale Pigmentepithel(RPE) in der Netzhaut spielt, wie die Transplantation von RPE-Zellen technisch durchgeführt wird, woher die Zellen stammen und wie sie im Labor vorbereitet werden, welche Herausforderungen bei der Integration ins Wirtsgewebe und bei der Immunabwehr bestehen, und welche Bedeutung diese Forschung für Patientinnen und Patienten in Zukunft haben könnte.
Neben wissenschaftlichen Details geht es auch um die Vision einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Zellbiologie, Chirurgie und klinischer Forschung – und um die Frage, ob die RPE-Transplantation auch bei anderen Netzhauterkrankungen Anwendung finden könnte.
Diese Episode zeigt, wie aus Grundlagenforschung konkrete Hoffnung entstehen kann – Schritt für Schritt, Zelle für Zelle. Retina View gibt Einblicke hinter die Kulissen aktueller Forschung und bringt Sie näher an die Menschen, die daran arbeiten, Sehen wieder möglich zu machen.
Moderation: Thomas M. Duda Eine Produktion von Retina plus – Das Experten- und Selbsthilfenetzwerk für Netzhautforschung und Sehverlust
Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig undpatientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Fortschritte aufmerksam.
Mehr Informationen zu unserer Arbeit:
www.retinaplus.de
Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“
Abonnieren Sie auchunseren kostenlosen Newsletter unter: https://www.retinaplus.de/newsletter/
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für schweren Sehverlust im höheren Lebensalter – und bislang gibt es für die häufigere, sogenannte „trockene“ Form keine ursächliche Therapie. Doch ein innovativer Forschungsansatz macht Hoffnung: die Transplantation von retinalen Pigmentepithelzellen (RPE-Zellen).
In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Knut Stieger und Prof. Lyubomyr Lytvynchuk von der Universitäts-Augenklinik Gießen über ein spannendes präklinisches Forschungsprojekt, bei dem RPE-Zellen im Schweinemodell transplantiert wurden. Ziel ist es, die Funktion geschädigter Netzhautschichten wiederherzustellen – ein möglicher Meilenstein auf dem Weg zu neuen Therapieformen für AMD und andere degenerative Netzhauterkrankungen.
Unsere Gäste erklären:
Welche Rolle das retinale Pigmentepithel(RPE) in der Netzhaut spielt, wie die Transplantation von RPE-Zellen technisch durchgeführt wird, woher die Zellen stammen und wie sie im Labor vorbereitet werden, welche Herausforderungen bei der Integration ins Wirtsgewebe und bei der Immunabwehr bestehen, und welche Bedeutung diese Forschung für Patientinnen und Patienten in Zukunft haben könnte.
Neben wissenschaftlichen Details geht es auch um die Vision einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Zellbiologie, Chirurgie und klinischer Forschung – und um die Frage, ob die RPE-Transplantation auch bei anderen Netzhauterkrankungen Anwendung finden könnte.
Diese Episode zeigt, wie aus Grundlagenforschung konkrete Hoffnung entstehen kann – Schritt für Schritt, Zelle für Zelle. Retina View gibt Einblicke hinter die Kulissen aktueller Forschung und bringt Sie näher an die Menschen, die daran arbeiten, Sehen wieder möglich zu machen.
Moderation: Thomas M. Duda Eine Produktion von Retina plus – Das Experten- und Selbsthilfenetzwerk für Netzhautforschung und Sehverlust
Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig undpatientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Fortschritte aufmerksam.
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27.02.2026
49 Minuten
Zum Tag der seltenen Erkrankungen widmet sich diese Folge von Retina View einem Forschungsfeld, das unser Verständnis von Augenerkrankungen grundlegend verändert: dem Immungedächtnis im Auge.
Unser Auge gilt als immunologisch besonders geschützt – und doch spielen Immunzellen eine entscheidende Rolle bei vielen entzündlichen und degenerativen Erkrankungen der Netzhaut. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie das Immunsystem im Auge „lernt“, was es speichert – und warum es manchmal zu stark reagiert.
Wir klären:
Was bedeutet Immungedächtnis überhaupt – und kann es auch im Auge existieren? Welche Rolle spielen Mikroglia, die Immunzellen der Netzhaut? Wie können frühere Entzündungen oder Reize langfristige Spuren hinterlassen? Warum sind diese Mechanismen besonders relevant für seltene, aber auch für häufige Augenerkrankungen?
Die Folge zeigt, warum Grundlagenforschung ein entscheidender Schlüssel ist – gerade für Erkrankungen, für die es bislang nur wenige Therapien gibt – und welche neuen therapeutischen Perspektiven sich aus der Augenimmunologie ergeben könnten.
Und auch wenn wir den Tag der seltenen Erkrankungen heute als Anlass nehmen, zeigt die Förderung des Immungedächtnis-Projekts von Prof. Langmann, wie grundlegende immunologische Mechanismen, die wir im Auge entdecken, nicht nur seltene Leiden betreffen, sondern auch für viel häufigere Netzhauterkrankungen wie AMD oder diabetische Retinopathie zentrale Bedeutung haben
Zu Gast ist Thomas Langmann, Univ.-Prof. Dr. rer. nat., Direktordes Lehrstuhls für Experimentelle Immunologie des Auges am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln. Er forscht seit vielen Jahren an den immunologischen Mechanismen entzündlicher und degenerativer Augenerkrankungen und leitet aktuell ein DFG-gefördertes Projekt zum Immungedächtnis im Auge.
Eine Episode für alle, die verstehen möchten, wie eng Sehen,Immunsystem und moderne Forschung miteinander verbunden sind.
Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Fortschritte aufmerksam.
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Unser Auge gilt als immunologisch besonders geschützt – und doch spielen Immunzellen eine entscheidende Rolle bei vielen entzündlichen und degenerativen Erkrankungen der Netzhaut. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie das Immunsystem im Auge „lernt“, was es speichert – und warum es manchmal zu stark reagiert.
Wir klären:
Was bedeutet Immungedächtnis überhaupt – und kann es auch im Auge existieren? Welche Rolle spielen Mikroglia, die Immunzellen der Netzhaut? Wie können frühere Entzündungen oder Reize langfristige Spuren hinterlassen? Warum sind diese Mechanismen besonders relevant für seltene, aber auch für häufige Augenerkrankungen?
Die Folge zeigt, warum Grundlagenforschung ein entscheidender Schlüssel ist – gerade für Erkrankungen, für die es bislang nur wenige Therapien gibt – und welche neuen therapeutischen Perspektiven sich aus der Augenimmunologie ergeben könnten.
Und auch wenn wir den Tag der seltenen Erkrankungen heute als Anlass nehmen, zeigt die Förderung des Immungedächtnis-Projekts von Prof. Langmann, wie grundlegende immunologische Mechanismen, die wir im Auge entdecken, nicht nur seltene Leiden betreffen, sondern auch für viel häufigere Netzhauterkrankungen wie AMD oder diabetische Retinopathie zentrale Bedeutung haben
Zu Gast ist Thomas Langmann, Univ.-Prof. Dr. rer. nat., Direktordes Lehrstuhls für Experimentelle Immunologie des Auges am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln. Er forscht seit vielen Jahren an den immunologischen Mechanismen entzündlicher und degenerativer Augenerkrankungen und leitet aktuell ein DFG-gefördertes Projekt zum Immungedächtnis im Auge.
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30.01.2026
16 Minuten
In dieser aktuellen Folge des Podcasts Retina View sprechen wir über einen möglichen Meilenstein in der Behandlung der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD): das PRIMA-Implantat, einen bionischen Netzhautchip zur teilweisen Wiederherstellung des zentralen Sehens bei geographischer Atrophie.
Anlass ist der erfolgreiche Abschluss der europäischenPRIMAvera-Studie, in der 38 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenertrockener AMD behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Implantat sicher ist und bei ausgewählten Betroffenen eine klinisch relevante Verbesserung der zentralen Wahrnehmung ermöglichen kann.
Im Gespräch erläutern wir:
was geographische Atrophie für Betroffene bedeutet warum es in Deutschland bislang keine zugelassenenmedikamentösen Therapien gibt wie das PRIMA-Implantat technisch funktioniert für wen diese neue Behandlungsoption infrage kommenkönnte welche Schritte nun auf dem Weg zur möglichenVersorgung in Deutschland folgen
Dabei sprechen wir auch über realistische Erwartungen, den Stellenwert der Rehabilitation – und darüber, warum bereits die Behandlung eines Auges für den Alltag einen Unterschied machen kann.
Unser Gesprächspartner: Prof. Dr. Frank G. Holz
Unser Interviewgast ist Frank G. Holz, einer der international führenden Experten auf dem Gebiet der Netzhauterkrankungen.
Er ist Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und seit vielen Jahren maßgeblich an der klinischen Forschung zur altersabhängigen Makuladegeneration beteiligt.
Prof. Holz ist:
Initiator und Leiter zahlreicher nationaler und internationalerAMD-Studien wissenschaftlicher Berater in europäischen Zulassungsverfahren ausgewiesener Experte für innovative Therapieansätze beiNetzhauterkrankungen
Im Podcast ordnet er die Studienergebnisse zum PRIMA-Implantat ein, erklärt die medizinischen Hintergründe verständlich und gibt einen Ausblick darauf, welche Bedeutung diese Technologie künftig für Menschen mit geographischer Atrophie haben könnte.
Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Schritte rund um das PRIMA-Implantat aufmerksam.
Mehr Informationen zu unserer Arbeit: www.retinaplus.de
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Anlass ist der erfolgreiche Abschluss der europäischenPRIMAvera-Studie, in der 38 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenertrockener AMD behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Implantat sicher ist und bei ausgewählten Betroffenen eine klinisch relevante Verbesserung der zentralen Wahrnehmung ermöglichen kann.
Im Gespräch erläutern wir:
was geographische Atrophie für Betroffene bedeutet warum es in Deutschland bislang keine zugelassenenmedikamentösen Therapien gibt wie das PRIMA-Implantat technisch funktioniert für wen diese neue Behandlungsoption infrage kommenkönnte welche Schritte nun auf dem Weg zur möglichenVersorgung in Deutschland folgen
Dabei sprechen wir auch über realistische Erwartungen, den Stellenwert der Rehabilitation – und darüber, warum bereits die Behandlung eines Auges für den Alltag einen Unterschied machen kann.
Unser Gesprächspartner: Prof. Dr. Frank G. Holz
Unser Interviewgast ist Frank G. Holz, einer der international führenden Experten auf dem Gebiet der Netzhauterkrankungen.
Er ist Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und seit vielen Jahren maßgeblich an der klinischen Forschung zur altersabhängigen Makuladegeneration beteiligt.
Prof. Holz ist:
Initiator und Leiter zahlreicher nationaler und internationalerAMD-Studien wissenschaftlicher Berater in europäischen Zulassungsverfahren ausgewiesener Experte für innovative Therapieansätze beiNetzhauterkrankungen
Im Podcast ordnet er die Studienergebnisse zum PRIMA-Implantat ein, erklärt die medizinischen Hintergründe verständlich und gibt einen Ausblick darauf, welche Bedeutung diese Technologie künftig für Menschen mit geographischer Atrophie haben könnte.
Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Schritte rund um das PRIMA-Implantat aufmerksam.
Mehr Informationen zu unserer Arbeit: www.retinaplus.de
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28.01.2026
26 Minuten
Sonderfolge von Retina View zum Internationalen Tag desBlindenführhundes (29. Januar)
Zum Internationalen Tag des Blindenführhundes am 29. Januar erscheint eine Sonderfolge des Podcasts Retina View – Perspektiven aus der Forschung.
Im Mittelpunkt steht diesmal nicht die klassische medizinische Netzhautforschung, sondern ein technisches Assistenzsystem, das einen entscheidenden Einfluss auf Mobilität, Orientierung und Lebensqualität von Menschen mit Sehverlust haben kann: HelpFix, ein elektronischer Blindenhund.
Warum eine Sonderfolge?
Bisher widmet sich jede Episode von Retina View einem Aspekt der Netzhautforschung. Junge Nachwuchstalente, etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, renommierte Forschungspreisträger und weitere Expertinnen und Experten geben Einblicke – von den Grundlagen der Netzhautbiologie bis hin zu klinischen Studien, die langfristig den Weg zu neuen Therapien ebnen könnten.
Diese Folge erweitert bewusst den Blick:
Auch wenn es hier nicht um medizinische Therapieansätze geht, steht dennoch Forschung im Fokus – nämlich die Entwicklung eines nicht zu unterschätzenden Hilfsmittels, das ganz konkret darüber entscheidet, wie selbstständig und mobil Menschen mit Sehverlust ihren Alltag gestalten können.
Das Projekt HelpFix
Im Interview sprechen Lucas Daiker, Marko Goergens und Christian Malschofsky, Studenten der Hochschule Kaiserslautern.
Mit ihrem Projekt HelpFix gewann das Team in Zusammenarbeit mit 2 Studierenden der Hochschule ENSISA Mulhouse beim Drei-Länder-Mechatronik-Wettbewerb Trinatronics 2024/25 den ersten Platz.
Ausgangspunkt war eine bekannte Herausforderung:
Blindenführhunde sind für viele blinde Menschen unverzichtbare Begleiter – sie bieten Sicherheit, Orientierung und Vertrauen. Gleichzeitig sind sie sehr selten, teuer in der Ausbildung und nicht für jede Lebenssituation verfügbar. HelpFix versteht sich daher nicht als Ersatz, sondern als ergänzende technische Assistenz.
Der Prototyp soll:
über natürliche Sprache mit seinem Nutzerkommunizieren, selbstständig Wege planen, hochpräzise navigieren und Hindernisse dynamisch erkennen und umgehen.
Besonders spannend sind räumlich begrenzte Einsatzszenarien, etwa auf Universitätsgeländen, in Kliniken oder Behörden, wo ein elektronischer Assistent zusätzlich erweiterte Funktionen übernehmen könnte – zum Beispiel das gezielte Auffinden bestimmter Gebäude, Eingänge oder Räume.
Blick nach vorn
Die Nachwuchsforscher erwägen, HelpFix weiterzuentwickeln – bis hin zur Gründung eines Start-ups. Gleichzeitig sprechen sie offen über die Realität junger Forschung:
Neben Studium und mit stark begrenztem Budget sind die notwendigen Weiterentwicklungen derzeit nur schwer voranzubringen.
Wer mehr über HelpFix erfahren oder das Projekt unterstützen möchte, kann sich gerne an das Podcastteam von Retina View wenden podcast@retinaplus.de. Wir stellenden Kontakt zum Entwicklerteam her und fördern den weiteren Austausch.
Diese Sonderfolge zeigt:
Forschung bedeutet nicht nur Medizin – sondern auch Technik, die das Leben mit Sehverlust in der Zukunft nachhaltig verbessern kann.
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Im Mittelpunkt steht diesmal nicht die klassische medizinische Netzhautforschung, sondern ein technisches Assistenzsystem, das einen entscheidenden Einfluss auf Mobilität, Orientierung und Lebensqualität von Menschen mit Sehverlust haben kann: HelpFix, ein elektronischer Blindenhund.
Warum eine Sonderfolge?
Bisher widmet sich jede Episode von Retina View einem Aspekt der Netzhautforschung. Junge Nachwuchstalente, etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, renommierte Forschungspreisträger und weitere Expertinnen und Experten geben Einblicke – von den Grundlagen der Netzhautbiologie bis hin zu klinischen Studien, die langfristig den Weg zu neuen Therapien ebnen könnten.
Diese Folge erweitert bewusst den Blick:
Auch wenn es hier nicht um medizinische Therapieansätze geht, steht dennoch Forschung im Fokus – nämlich die Entwicklung eines nicht zu unterschätzenden Hilfsmittels, das ganz konkret darüber entscheidet, wie selbstständig und mobil Menschen mit Sehverlust ihren Alltag gestalten können.
Das Projekt HelpFix
Im Interview sprechen Lucas Daiker, Marko Goergens und Christian Malschofsky, Studenten der Hochschule Kaiserslautern.
Mit ihrem Projekt HelpFix gewann das Team in Zusammenarbeit mit 2 Studierenden der Hochschule ENSISA Mulhouse beim Drei-Länder-Mechatronik-Wettbewerb Trinatronics 2024/25 den ersten Platz.
Ausgangspunkt war eine bekannte Herausforderung:
Blindenführhunde sind für viele blinde Menschen unverzichtbare Begleiter – sie bieten Sicherheit, Orientierung und Vertrauen. Gleichzeitig sind sie sehr selten, teuer in der Ausbildung und nicht für jede Lebenssituation verfügbar. HelpFix versteht sich daher nicht als Ersatz, sondern als ergänzende technische Assistenz.
Der Prototyp soll:
über natürliche Sprache mit seinem Nutzerkommunizieren, selbstständig Wege planen, hochpräzise navigieren und Hindernisse dynamisch erkennen und umgehen.
Besonders spannend sind räumlich begrenzte Einsatzszenarien, etwa auf Universitätsgeländen, in Kliniken oder Behörden, wo ein elektronischer Assistent zusätzlich erweiterte Funktionen übernehmen könnte – zum Beispiel das gezielte Auffinden bestimmter Gebäude, Eingänge oder Räume.
Blick nach vorn
Die Nachwuchsforscher erwägen, HelpFix weiterzuentwickeln – bis hin zur Gründung eines Start-ups. Gleichzeitig sprechen sie offen über die Realität junger Forschung:
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