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Transplantation von RPE-Zellen im Schweinemodell – Therapieansatz für verschiedene Formen der AMD
27.03.2026
29 Minuten
Zu Gast: Prof. Dr. Dr. Knut Stieger, Universitäts-Augenklinik Gießen Prof. Dr. Lyubomyr Lytvynchuk, Direktor der Universitäts-Augenklinik Gießen


Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für schweren Sehverlust im höheren Lebensalter – und bislang gibt es für die häufigere, sogenannte „trockene“ Form keine ursächliche Therapie. Doch ein innovativer Forschungsansatz macht Hoffnung: die Transplantation von retinalen Pigmentepithelzellen (RPE-Zellen).


In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Knut Stieger und Prof. Lyubomyr Lytvynchuk von der Universitäts-Augenklinik Gießen über ein spannendes präklinisches Forschungsprojekt, bei dem RPE-Zellen im Schweinemodell transplantiert wurden. Ziel ist es, die Funktion geschädigter Netzhautschichten wiederherzustellen – ein möglicher Meilenstein auf dem Weg zu neuen Therapieformen für AMD und andere degenerative Netzhauterkrankungen.


Unsere Gäste erklären:


Welche Rolle das retinale Pigmentepithel(RPE) in der Netzhaut spielt, wie die Transplantation von RPE-Zellen technisch durchgeführt wird, woher die Zellen stammen und wie sie im Labor vorbereitet werden, welche Herausforderungen bei der Integration ins Wirtsgewebe und bei der Immunabwehr bestehen, und welche Bedeutung diese Forschung für Patientinnen und Patienten in Zukunft haben könnte.


Neben wissenschaftlichen Details geht es auch um die Vision einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Zellbiologie, Chirurgie und klinischer Forschung – und um die Frage, ob die RPE-Transplantation auch bei anderen Netzhauterkrankungen Anwendung finden könnte.


Diese Episode zeigt, wie aus Grundlagenforschung konkrete Hoffnung entstehen kann – Schritt für Schritt, Zelle für Zelle. Retina View gibt Einblicke hinter die Kulissen aktueller Forschung und bringt Sie näher an die Menschen, die daran arbeiten, Sehen wieder möglich zu machen.


Moderation: Thomas M. Duda Eine Produktion von Retina plus – Das Experten- und Selbsthilfenetzwerk für Netzhautforschung und Sehverlust


 


Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig undpatientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Fortschritte aufmerksam.


 


Mehr Informationen zu unserer Arbeit:


www.retinaplus.de


 


Ihre Meinung ist wichtig Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter podcast@retinaplus.de oder per WhatsApp 0156 796 456 19 Retina View lebt von vielfältigen Perspektiven – auch von Ihrer.“


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Was erinnert unser Auge? – Immungedächtnis und neue Perspektiven für Augenerkrankungen
27.02.2026
49 Minuten
Zum Tag der seltenen Erkrankungen widmet sich diese Folge von Retina View einem Forschungsfeld, das unser Verständnis von Augenerkrankungen grundlegend verändert: dem Immungedächtnis im Auge.


Unser Auge gilt als immunologisch besonders geschützt – und doch spielen Immunzellen eine entscheidende Rolle bei vielen entzündlichen und degenerativen Erkrankungen der Netzhaut. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie das Immunsystem im Auge „lernt“, was es speichert – und warum es manchmal zu stark reagiert.


Wir klären:


Was bedeutet Immungedächtnis überhaupt – und kann es auch im Auge existieren? Welche Rolle spielen Mikroglia, die Immunzellen der Netzhaut? Wie können frühere Entzündungen oder Reize langfristige Spuren hinterlassen? Warum sind diese Mechanismen besonders relevant für seltene, aber auch für häufige Augenerkrankungen?


Die Folge zeigt, warum Grundlagenforschung ein entscheidender Schlüssel ist – gerade für Erkrankungen, für die es bislang nur wenige Therapien gibt – und welche neuen therapeutischen Perspektiven sich aus der Augenimmunologie ergeben könnten.


Und auch wenn wir den Tag der seltenen Erkrankungen heute als Anlass nehmen, zeigt die Förderung des Immungedächtnis-Projekts von Prof. Langmann, wie grundlegende immunologische Mechanismen, die wir im Auge entdecken, nicht nur seltene Leiden betreffen, sondern auch für viel häufigere Netzhauterkrankungen wie AMD oder diabetische Retinopathie zentrale Bedeutung haben


Zu Gast ist Thomas Langmann, Univ.-Prof. Dr. rer. nat., Direktordes Lehrstuhls für Experimentelle Immunologie des Auges am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln. Er forscht seit vielen Jahren an den immunologischen Mechanismen entzündlicher und degenerativer Augenerkrankungen und leitet aktuell ein DFG-gefördertes Projekt zum Immungedächtnis im Auge.


Eine Episode für alle, die verstehen möchten, wie eng Sehen,Immunsystem und moderne Forschung miteinander verbunden sind.


Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Fortschritte aufmerksam.


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Bionisches Sehen bei trockener AMD: Was das PRIMA-Implantat leisten kann
30.01.2026
16 Minuten
In dieser aktuellen Folge des Podcasts Retina View sprechen wir über einen möglichen Meilenstein in der Behandlung der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD): das PRIMA-Implantat, einen bionischen Netzhautchip zur teilweisen Wiederherstellung des zentralen Sehens bei geographischer Atrophie.


Anlass ist der erfolgreiche Abschluss der europäischenPRIMAvera-Studie, in der 38 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenertrockener AMD behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Implantat sicher ist und bei ausgewählten Betroffenen eine klinisch relevante Verbesserung der zentralen Wahrnehmung ermöglichen kann.


Im Gespräch erläutern wir:


was geographische Atrophie für Betroffene bedeutet warum es in Deutschland bislang keine zugelassenenmedikamentösen Therapien gibt wie das PRIMA-Implantat technisch funktioniert für wen diese neue Behandlungsoption infrage kommenkönnte welche Schritte nun auf dem Weg zur möglichenVersorgung in Deutschland folgen


Dabei sprechen wir auch über realistische Erwartungen, den Stellenwert der Rehabilitation – und darüber, warum bereits die Behandlung eines Auges für den Alltag einen Unterschied machen kann.


Unser Gesprächspartner: Prof. Dr. Frank G. Holz


Unser Interviewgast ist Frank G. Holz, einer der international führenden Experten auf dem Gebiet der Netzhauterkrankungen.


Er ist Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und seit vielen Jahren maßgeblich an der klinischen Forschung zur altersabhängigen Makuladegeneration beteiligt.


Prof. Holz ist:


Initiator und Leiter zahlreicher nationaler und internationalerAMD-Studien wissenschaftlicher Berater in europäischen Zulassungsverfahren ausgewiesener Experte für innovative Therapieansätze beiNetzhauterkrankungen


Im Podcast ordnet er die Studienergebnisse zum PRIMA-Implantat ein, erklärt die medizinischen Hintergründe verständlich und gibt einen Ausblick darauf, welche Bedeutung diese Technologie künftig für Menschen mit geographischer Atrophie haben könnte.


Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Schritte rund um das PRIMA-Implantat aufmerksam.


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HelpFix – ein Roboter als Blindenhund
28.01.2026
26 Minuten
Sonderfolge von Retina View zum Internationalen Tag desBlindenführhundes (29. Januar)


 Zum Internationalen Tag des Blindenführhundes am 29. Januar erscheint eine Sonderfolge des Podcasts Retina View – Perspektiven aus der Forschung.


Im Mittelpunkt steht diesmal nicht die klassische medizinische Netzhautforschung, sondern ein technisches Assistenzsystem, das einen entscheidenden Einfluss auf Mobilität, Orientierung und Lebensqualität von Menschen mit Sehverlust haben kann: HelpFix, ein elektronischer Blindenhund.


Warum eine Sonderfolge?


Bisher widmet sich jede Episode von Retina View einem Aspekt der Netzhautforschung. Junge Nachwuchstalente, etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, renommierte Forschungspreisträger und weitere Expertinnen und Experten geben Einblicke – von den Grundlagen der Netzhautbiologie bis hin zu klinischen Studien, die langfristig den Weg zu neuen Therapien ebnen könnten.


Diese Folge erweitert bewusst den Blick:


Auch wenn es hier nicht um medizinische Therapieansätze geht, steht dennoch Forschung im Fokus – nämlich die Entwicklung eines nicht zu unterschätzenden Hilfsmittels, das ganz konkret darüber entscheidet, wie selbstständig und mobil Menschen mit Sehverlust ihren Alltag gestalten können.


Das Projekt HelpFix


Im Interview sprechen Lucas Daiker, Marko Goergens und Christian Malschofsky, Studenten der Hochschule Kaiserslautern.


Mit ihrem Projekt HelpFix gewann das Team in Zusammenarbeit mit 2 Studierenden der Hochschule ENSISA Mulhouse beim Drei-Länder-Mechatronik-Wettbewerb Trinatronics 2024/25 den ersten Platz.


Ausgangspunkt war eine bekannte Herausforderung:


Blindenführhunde sind für viele blinde Menschen unverzichtbare Begleiter – sie bieten Sicherheit, Orientierung und Vertrauen. Gleichzeitig sind sie sehr selten, teuer in der Ausbildung und nicht für jede Lebenssituation verfügbar. HelpFix versteht sich daher nicht als Ersatz, sondern als ergänzende technische Assistenz.


Der Prototyp soll:


über natürliche Sprache mit seinem Nutzerkommunizieren, selbstständig Wege planen, hochpräzise navigieren und Hindernisse dynamisch erkennen und umgehen.


Besonders spannend sind räumlich begrenzte Einsatzszenarien, etwa auf Universitätsgeländen, in Kliniken oder Behörden, wo ein elektronischer Assistent zusätzlich erweiterte Funktionen übernehmen könnte – zum Beispiel das gezielte Auffinden bestimmter Gebäude, Eingänge oder Räume.


Blick nach vorn


Die Nachwuchsforscher erwägen, HelpFix weiterzuentwickeln – bis hin zur Gründung eines Start-ups. Gleichzeitig sprechen sie offen über die Realität junger Forschung:


Neben Studium und mit stark begrenztem Budget sind die notwendigen Weiterentwicklungen derzeit nur schwer voranzubringen.


Wer mehr über HelpFix erfahren oder das Projekt unterstützen möchte, kann sich gerne an das Podcastteam von Retina View wenden podcast@retinaplus.de. Wir stellenden Kontakt zum Entwicklerteam her und fördern den weiteren Austausch.


Diese Sonderfolge zeigt:


Forschung bedeutet nicht nur Medizin – sondern auch Technik, die das Leben mit Sehverlust in der Zukunft nachhaltig verbessern kann.


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Implantierbares Miniaturteleskop bei trockener AMD – Klinische Studie startet
26.12.2025
30 Minuten
In dieser Episode von Retina View spricht Thomas M. Duda mit Prof. Dr. med. M. Schargus, Chefarzt der Augenklinik der Asklepios Klinik Nord – Heidberg, über eine neue klinische Studie, die im Januar 2026 beginnt und sich an Patientinnen und Patienten mit trockener altersbedingter Makuladegeneration (AMD) im Spätstadium richtet.


Im Mittelpunkt steht ein implantierbares Miniaturteleskop. Es vergrößert zentrale Bildinhalte– ein Ansatz, der vielen Betroffenen helfen kann, wieder besser Gesichter zu erkennen, zu lesen oder alltägliche Aktivitäten zurückzugewinnen.


 Prof. Schargus erklärt:


Welche Patienten von dieser Technologie profitieren können Wie der Eingriff durchgeführt wird Welche Ergebnisse aus bisherigen Studien vorliegen Warum postoperative Low-Vision-Rehabilitation ein entscheidender Erfolgsfaktor ist Und welche Verbesserungen im Alltag realistisch zu erwarten sind


Zum Abschluss gibt er einen Ausblick auf die bevorstehende Studie und erläutert, wer in der Studie für ein implantierbare Miniaturteleskop eingeschlossen werden könnte.


Interessierte Patientinnen und Patienten, die prüfen möchten, ob sie für eine Studienteilnahme infrage kommen, können sich direkt an Prof. Schargus wenden:


Prof. Dr. med. M. Schargus, FEBO, MHBA


Chefarzt – Augenklinik


Asklepios Klinik Nord – Heidberg


Tangstedter Landstr. 400


22417 Hamburg


Tel.: +49 40 18 18 87-3455 (automatisches Anrufsystem, bitteKontaktdaten für Rückruf hinterlassen)


e-mail: Chefarztsekretariat-Augenklinik-Nord@asklepios.com


Retina plus e.V. wird auch künftig über die Fortschritte in diesem spannenden Forschungsprojekt berichten. Abonnieren Sie unseren Newsletter und unseren Podcast, um auf dem Laufenden zu bleiben. www.retinaplus.de


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