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Beschreibung
vor 1 Woche
In dieser Episode von Retina View werfen wir einen genaueren
Blick auf das Register „oregis“ der Deutschen Ophthalmologischen
Gesellschaft – ein zukunftsweisendes Projekt, das die
Versorgungsrealität in der Augenheilkunde erstmals umfassend und
sektorenübergreifendabbilden soll.
Wir beleuchten, was oregis ist, wie es sich von bestehenden
Registern unterscheidet und warum es als erstes
krankheitsübergreifendes Real-World-Datenregister in Deutschland
eine besondere Rolle einnimmt. Währendklassische Register meist
auf einzelne Erkrankungen fokussiert sind, verfolgt oregis einen
offenen Ansatz: Es sammelt anonymisierte Daten aus Klinik und
Praxis in Echtzeit – mit dem Ziel, ein realistisches Bild der
Versorgung zu schaffen.
Doch wie werden diese Daten heute schon genutzt, und wo liegen
aktuell noch Grenzen?
Die Episode zeigt, inwiefern oregis bereits zur
Versorgungsforschung beiträgt, warum es bislang nur eingeschränkt
für die gezielte Rekrutierung klinischer Studien geeignet ist und
welche Weiterentwicklungen – etwa in Form von Subregistern oder
erweiterten Datenmodellen – denkbar sind.
Auch der Blick nach vorn spielt eine zentrale Rolle:
Welche Ziele verfolgt oregis langfristig? Wie groß muss
dieDatenbasis werden, um belastbare Aussagen zu ermöglichen? Und
welche Impulse könnte ein zukünftiges Registergesetz liefern?
Ein besonderer Fokus liegt auf der Perspektive der Patienten:
Welche Möglichkeiten gibt es, Einfluss zu nehmen? Und warum kann
es entscheidend sein, das eigene Behandlungszentrum aktiv auf die
Teilnahme an oregis anzusprechen?
Denn klar ist: Ohne Daten keine Forschung – und ohne Forschung
kein Fortschritt in der Versorgung.
Call to Action:
Sprechen Sie Ihr behandelndes Zentrum oder Ihren Augenarzt aktiv
auf oregis an und fragen Sie nach einer Teilnahme. Auch wenn
Patienten nur begrenzten direkten Einfluss auf Forschung haben,
besteht hier eine konkrete Möglichkeit, die Weiterentwicklung der
Augenheilkunde zu unterstützen. Je mehr Einrichtungen und Daten
eingebunden sind, desto größer ist der Nutzen für die Versorgung
von morgen.
Die Pilotphase des Registers ist abgeschlossen und mit
aktuellüber 2,5 Millionen erfassten Patienten hat oregis bereits
einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gleichzeitig steht das
Projekt an einem entscheidenden Punkt: Ziel ist es, möglichst
viele Praxen und Kliniken anzuschließen, um die Datenbasis weiter
zu verbreitern und die Aussagekraft der Analysen zu stärken.
Erste Forschungsanfragen und wissenschaftliche Publikationen
zeigen bereits heute, dass oregis aktiv zur Versorgungsforschung
beiträgt.
Unsere Gesprächspartner:
Prof. Dr. Nicole Eter, Direktorin der Klinik für Augenheilkunde
am Universitätsklinikum Münster, Präsidentin von EURETINA und
eine der zentralen Persönlichkeiten beim Aufbau von oregis. Die
frühere DOG-Präsidentin ist in zahlreichen wissenschaftlichen
Gremien aktiv und hat mehr als 300
Fachpublikationenveröffentlicht.
Dr. Dipl.-Kfm. Philip Gass ist seit 2003 Geschäftsführer der
Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und verantwortet
die organisatorischen Belange der Fachgesellschaft. Die DOG ist
die älteste augenärztliche Fachgesellschaft der Welt und fördert
Forschung, Lehre sowie Weiterbildung in der Augenheilkunde.
Mit dieser Episode unterstreicht Retina View seinen
Anspruch,Forschung verständlich zu machen, Impulse zu setzen und
den Dialog zwischenMedizin, Wissenschaft und Betroffenen aktiv zu
fördern.
Retina plus e.V. informiert unabhängig und
patientenorientiertüber neue Forschungsansätze und begleitet
diese. Mehr Details unter https://oregis.de/
Mehr Informationen zu unserer Arbeit unter www.retinaplus.de
Ihre Meinung ist wichtig
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