Folge 170 [Minireihe]: „Ich will nicht mehr“ – Suizidgedanken, Sterbewunsch und der Weg zurück ins Leben
Was bedeutet es, wenn ein Mensch sagt: „Ich will nicht mehr“?
Bedeutet das automatisch: „Ich möchte sterben“? Oder steckt dahinter manchmal vielmehr: „Ich halte mein Leben so, wie es gerade ist, nicht mehr aus“?
In dieser neuen Minireihe von „Identität & Leben“ geht es um ein Thema, über das noch immer viel zu selten offen gesprochen wird: Suizidgedanken, Sterbewünsche und suizidale Krisen.
Dabei möchte ich das Thema weder dramatisieren noch verharmlosen. Denn zwischen Lebensüberdruss, einem passiven Sterbewunsch und akuter Suizidalität liegen psychologisch sehr unterschiedliche Zustände.
Wir sprechen darüber, warum Menschen überhaupt an einen Punkt gelangen können, an dem der Tod wie eine Lösung erscheint. Über psychischen Schmerz, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, Trauma und Depression, aber auch über die oft gleichzeitig vorhandene Sehnsucht danach, dass nicht das Leben endet, sondern endlich das Leiden.
In der Minireihe erfahrt ihr unter anderem:
- Was Lebensüberdruss, Sterbewünsche, Suizidgedanken und akute Suizidalität voneinander unterscheidet.
- Warum der Satz „Ich will nicht mehr“ oft mehr Ambivalenz enthält, als man zunächst vermutet.
- Warum Menschen in suizidalen Krisen häufig nicht ausschließlich sterben wollen, sondern keinen anderen Ausweg mehr erkennen können.
- Warum es wichtig ist, Suizidgedanken direkt anzusprechen.
- Was Angehörige und Freunde sagen und tun können.
- Was psychologisch geschieht, wenn sich Denken in einer Krise immer weiter verengt.
- Wie Psychotherapie zwischen Beziehung, Vertrauen, Selbstbestimmung und notwendigem Schutz abwägen muss.
- Warum Menschen Suizidgedanken manchmal aus Angst vor Konsequenzen verschweigen.
- und vor allem: Wie Menschen nach einer suizidalen Krise wieder einen Weg zurück ins Leben finden können.
Diese Minireihe handelt zwangsläufig vom Tod.
Aber eigentlich geht es um etwas anderes: psychischen Schmerz, Beziehung, Hoffnung, Gehörtwerden und darum, was einem Menschen wieder einen Grund geben kann, zu bleiben.
Wichtiger Hinweis
In dieser Reihe werden Suizidgedanken und suizidale Krisen ausführlich thematisiert. Wenn euch dieses Thema aktuell stark belastet, entscheidet bitte gut für euch selbst, ob und wann ihr die Folgen hören möchtet.
Bei akuter Suizidgefahr wendet euch bitte an den Notruf 112 oder eine psychiatrische Notfallambulanz. Die TelefonSeelsorge ist unter 0800 1110111, 0800 1110222 und 116 123 erreichbar.
Die Inhalte dienen der Information und Psychoedukation und ersetzen keine individuelle psychotherapeutische oder medizinische Behandlung.
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