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32 Minuten
Was bedeuten die Olympischen und Paralympischen Spiele für München, für Bayern, für Deutschland und vielleicht sogar darüber hinaus? Mit dieser Frage sind wir in unser heutiges Podcast-Interview mit Jörg Ammon gestartet. Jörg ist Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbands und damit ein kompetenter Gesprächspartner rund um die Münchner Bewerbung, die zumindest auf nationaler Ebene bereits erfolgreich war.

Jörg verweist auf zahlreiche Beispiele und Entwicklungen, die teilweise weit in die Geschichte zurückreichen und zeigen, was eine sportliche Großveranstaltung wie die Olympischen und Paralympischen Spiele bewirken kann. München war bereits 1972 Gastgeber der Olympischen Spiele und zuletzt 2022 Austragungsort der European Championships. Aus beiden Veranstaltungen haben sich positive Effekte ergeben, die weit über die unmittelbar benötigte Infrastruktur hinausgingen.

Sichtbar wurden diese beispielsweise in der Entwicklung der Sportvereine und einem wachsenden ehrenamtlichen Engagement. Aber auch die Motivation, selbst Sport zu treiben, kann durch solche Großveranstaltungen steigen – mit möglichen positiven Auswirkungen auf Fitness sowie körperliche und mentale Gesundheit.

An diese Erfahrungen und Entwicklungen könnte München heute anknüpfen. Zusammen mit der besonderen Fähigkeit des Sports, Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder Hintergrund zusammenzubringen und Gesellschaft friedlich und positiv zu verbinden, gibt es für Jörg daher viele Gründe, optimistisch auf eine erfolgreiche Bewerbung Münchens zu blicken.

Dabei möchte München auch an die positiven Beispiele der vergangenen Olympischen Spiele in London und Paris anknüpfen. Beide Veranstaltungen konnten insbesondere bei Nachhaltigkeit, aber auch bei der Atmosphäre Akzente setzen. München setzt deshalb in seiner Bewerbung auf kurze Wege und kompakte Austragungsorte. Die Nachbarstadt Augsburg soll einbezogen werden, grundsätzlich sollen die Wettkämpfe jedoch möglichst zentral und innerhalb der Stadt stattfinden. Die Tatsache, dass München der erste Bewerber in der Geschichte ist, der mit einem positiven Bürgerentscheid in die Bewerbung gestartet ist, gibt hier auf jeden Fall Hoffnung.

Die Frage ist also nicht nur, was die Spiele während ihrer Austragung leisten können – sondern vor allem, was von ihnen langfristig bleibt.
34 Minuten
München hat den Zuschlag für die deutsche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 erhalten und sich dabei einigermaßen deutlich gegen die Region Köln-Rhein-Ruhr und Berlin durchgesetzt. In der heutigen Episode sprechen wir mit Stephan Brause, dem Ressortleiter der Olympiabewerbung des DOSB, über das Auswahlverfahren und seine möglichen Folgen.

Wir wollten von Stephan wissen, wonach die Entscheidung getroffen wurde und vor allem, wie er die Herangehensweise mit einer innerdeutschen Vorentscheidung bewertet. Was spricht aus seiner Sicht für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland und warum die Abstimmung im Vorfeld?

Stephan betont, dass alle drei Bewerbungen auf einem sehr hohen Niveau lagen und im Vergleich zu früheren Bewerbungen nur wenige bis gar keine Schwachstellen aufwiesen. Gleichzeitig verweist er darauf, was allein der Bewerbungsprozess bereits angestoßen hat – etwa im Bereich der sportlichen Infrastruktur.

Für ihn sind Olympische und Paralympische Spiele dabei weit mehr als ein sportliches Großereignis. Sie können ein Mittel sein, gesellschaftlicher Spaltung etwas entgegenzusetzen und Menschen wieder stärker zusammenzubringen, etwas das unsere Gesellschaft derzeit sehr gut gebrauchen kann.

Darüber hinaus sieht Stephan enormes Potenzial bei der Infrastruktur – und zwar nicht nur bei Projekten, die unmittelbar für die sportlichen Wettkämpfe benötigt werden. Vor allem lange aufgeschobene Vorhaben wie der Ausbau des Schienenverkehrs oder die Digitalisierung könnten durch die Spiele einen zusätzlichen Schub bekommen. Beispiele wie die Renaturierung der Seine im Zuge der vergangenen Olympischen Spiele zeigen, welche langfristigen Veränderungen ein solches Großereignis anstoßen kann. Auch im Bereich Gesundheitsförderung sieht er große Potentiale.

Eine entscheidende Frage bleibt nun: Wie gelingt es, die Euphorie über München hinaus ins gesamte Land zu tragen? Wie können Menschen motiviert werden, wieder stärker zusammenzurücken und vielleicht auch selbst wieder mehr Sport zu treiben?

Stephan betont, dass der DOSB mit seiner Arbeit einen wichtigen Rahmen setzen kann. Letztlich liegt es aber an uns allen, diese Energie und Euphorie zu nutzen – und aus Begeisterung konkretes Handeln werden zu lassen.
28 Minuten
Am 26. September 2026 hat der Deutsche Olympische Sportbund entschieden, mit welchem deutschen Bewerber sich Deutschland für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ins internationale Rennen begibt. Die Wahl fiel auf München! Anlässlich dieses Meilensteins beschäftigen wir uns im Laufe des Oktobers mit verschiedenen Themen rund um dieses Mega-Event.

Den Auftakt machen wir heute mit Hendrik Domberg, Präsidiumsmitglied der Athletenvertretung Deutschland.

Mit Hendrik sprechen wir natürlich zunächst über die Athletenvertretung Deutschland. Die Institution wurde gegründet, um Athlet eine Stimme zu geben und ihre Interessen stärker in die Entscheidungsprozesse des Sports einzubringen. Denn, so Hendrik, aktive Sportler merken häufig als Erste, wenn etwas nicht stimmt. Ihre Perspektive sollte deshalb auch in Vereinen, Verbänden und der Politik gehört und berücksichtigt werden.

Außerdem beschäftigen wir uns mit Sinn und Zweck des deutschen Auswahlprozesses für die Olympia-Bewerbung. Im Vergleich zu anderen Ländern ist dieser zumindest ungewöhnlich. Für Hendrik bemisst sich der Erfolg einer deutschen Olympiabewerbung dabei nicht allein daran, was am Ende bei den Spielen oder im Medaillenspiegel herauskommt. Viel entscheidender sei, was sich bereits auf dem Weg dorthin für die Athlet und den Sport verbessert – frei nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.

Zum Abschluss wagen wir noch einen Blick zurück auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und sprechen darüber, welche Bedeutung ein Heimvorteil für deutsche Athlet haben kann. Und natürlich geht es auch um die Menschen, die Athlet auf diesem Weg begleiten: Welche Rolle spielen Trainer – bei einem Heimspiel, aber auch ganz grundsätzlich in der sportlichen Entwicklung?
31 Minuten
Das Ende einer Sportkarriere bedeutet nicht nur, dass das Training und die Wettkämpfe irgendwann aufhören. Auch die eigene Rolle verändert sich – und häufig kommen neue hinzu. Aus Athlet wird vielleicht Trainer, Kolleg, Führungskraft, Elternteil oder ganz einfach: jemand, der sich neu orientieren muss.

In dieser „Kabinengeflüster“-Episode blicken wir noch einmal auf unsere vergangenen Gespräche über Karriereende und den Übergang danach zurück und schauen uns anschließend genauer an, welche unterschiedlichen Rollen wir in unserem Leben einnehmen. Mit unserer „Rollenkartei“ haben wir dafür eine kleine Übung im Gepäck, die dabei hilft, die eigenen Rollen, die damit verbundenen Erwartungen und Anforderungen bewusst zu machen.

Und natürlich gibt es auch dieses Mal etwas Neues aus dem Spomind-Kosmos: Wir stellen euch unser neues Teammitglied Moritz vor – und damit auch seine neue Rolle bei Spomind.
34 Minuten
Es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten, nach der aktiven Sportkarriere weiterzumachen. Unser heutiger Gast Katja Schülke ist im direkten Umfeld ihres Sports, dem Handball, geblieben und heute als Sportpsychologin tätig. Im Gespräch erzählt sie von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Übergang aus der aktiven Karriere als Torhüterin in der Bundesliga und Nationalmannschaft und davon, wie sie heute Athlet:innen auf diesem Weg begleitet.

Dabei hat sie selbst zunächst eher zögerlich Angebote aus der Sportpsychologie angenommen und vieles lange mit sich selbst ausgemacht. Sie betont, dass es menschlich passen muss, um sich einer Person wirklich anvertrauen zu können. Außerdem sieht sie deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Sportarten und darin, wie etabliert Sportpsychologie in deren Umfeld bereits ist.

Heute ist sie überzeugt, dass eine kontinuierliche sportpsychologische Betreuung nicht nur für die eigene Leistungsfähigkeit und den Umgang mit Druck wertvoll ist, sondern bereits in jungen Jahren eine wichtige Vorbereitung auf das Ende der aktiven Sportkarriere darstellen kann. Denn Sport ist im besten Fall deutlich mehr als körperliche Ertüchtigung: Er kann einen entscheidenden Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leisten und dabei helfen, herauszufinden, wer man ist und was man kann.

Genau diese Erkenntnisse sollten wir als wichtige Performance-Ressource begreifen. Sie können das Selbstwertgefühl stärken und dabei helfen, eine breite Identität aufzubauen – unabhängig davon, ob man sich gerade im aktiven Sport oder später im Berufs- und Privatleben bewegt.

Neben der Sportpsychologie haben auch Trainer:innen einen direkten Einfluss auf diesen Prozess. Katja beschreibt in diesem Zusammenhang das stetige Spannungsfeld, in dem sich diese bewegen: Einerseits geht es darum, Leistung und hohe Standards zu fördern, andererseits aber auch darum, Verantwortung und Carearbeit für die Athlet:innen zu übernehmen.
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Über diesen Podcast

Bei Spomind glauben wir an die Magie des Sports, Persönlichkeiten zu formen. Denn Stärke beginnt immer im Kopf! In unserem Podcast möchten wir Dich inspirieren, Deine Schützlinge zukünftig noch effizienter und nachhaltiger zu coachen. Außerdem möchten wir Dich dazu einladen, gemeinsam mit uns die Welt des Sports mit etwas anderen Augen zu betrachten. Hierfür bieten wir zum einen unsere eigene Expertise an, lassen aber auch zahlreiche interessante Charaktere aus dem Profisport in Interviews zu Wort kommen.Bei uns gilt, Menschen trainieren heißt immer auch Menschen begleiten. Das wollen wir in diesem Podcast leisten.
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„Stärke beginnt im Kopf“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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