Spomind - Persönlichkeitsentwicklung im Sport
Podcaster
Episoden
16.07.2026
32 Minuten
Im Leistungssport allgemein, besonders aber bei Großereignissen wie einer Fußball-Weltmeisterschaft, sind Leistungsdruck und die damit verbundene psychische Belastung oft enorm. Für viele Mannschaften und einzelne Athlet:innen steht dabei sehr viel auf dem Spiel. Als Fans oder Zuschauer nehmen wir meist nur die sportlichen Leistungen wahr – Tore, Siege oder herausragende Einzelaktionen. Was hinter den Kulissen geschieht, bleibt dagegen häufig verborgen.
Über dieses Thema sprechen wir heute mit der Diplom-Psychologin Marion Sulprizio von der Initiative „Mental Gestärkt“, die gemeinsam mit der Robert-Enke-Stiftung ins Leben gerufen wurde. Im Mittelpunkt der Initiative steht die Erkenntnis, dass Sport zwar grundsätzlich gesund für Körper und Geist ist, psychische Erkrankungen jedoch auch im sportlichen Umfeld eine zunehmend wichtige Rolle spielen – insbesondere dann, wenn Leistungsdruck zu groß wird oder über einen längeren Zeitraum anhält.
„Mental Gestärkt“ setzt auf Prävention, Entstigmatisierung und die Aus- und Weiterbildung von Trainer:innen. Gleichzeitig vermittelt die Initiative gezielt Hilfsangebote in den jeweiligen Regionen der Athlet:innen und greift dabei auf ein breites Netzwerk von Partnerorganisationen zurück. Die Zielgruppe sind leistungsorientierte Sportler:innen aller Ebenen – vom Profisport bis hin zu ambitionierten Amateur- und Hobbysport.
Wir sprechen darüber, wie Druck bis zu einem gewissen Grad motivieren und Leistungsfähigkeit fördern kann, ab welchem Punkt er jedoch zur Belastung wird und sich negativ auf die sportliche Leistung auswirkt. Dabei zeigt sich, dass die Ursachen und Auswirkungen von Leistungsdruck je nach Sportart und individueller Situation sehr unterschiedlich sein können. Ein besonderes Augenmerk liegt mittlerweile auf Essstörungen, die im Leistungssport zunehmend auftreten und immer häufiger vor allem junge Athlet:innen betreffen.
Gerade bei großen Wettkampfereignissen wie einer Weltmeisterschaft können sich psychische Belastungen verstärken: Aus Vorfreude und Motivation werden Nervosität und Anspannung, aus dem Wunsch nach Erfolg entsteht mitunter übermäßiger Leistungsdruck – bis hin zur Überforderung.
Marion Sulprizio gibt Einblicke in die Arbeit, Werte und Herangehensweisen der Initiative „Mental Gestärkt“. Außerdem sprechen wir über die Vorteile – und oftmals auch die Notwendigkeit – psychologischer Betreuung im Leistungssport, insbesondere während großer Turniere. Abschließend gibt sie praktische Tipps, wie Sportler:innen psychischer Überlastung und Burnout vorbeugen können.
Über dieses Thema sprechen wir heute mit der Diplom-Psychologin Marion Sulprizio von der Initiative „Mental Gestärkt“, die gemeinsam mit der Robert-Enke-Stiftung ins Leben gerufen wurde. Im Mittelpunkt der Initiative steht die Erkenntnis, dass Sport zwar grundsätzlich gesund für Körper und Geist ist, psychische Erkrankungen jedoch auch im sportlichen Umfeld eine zunehmend wichtige Rolle spielen – insbesondere dann, wenn Leistungsdruck zu groß wird oder über einen längeren Zeitraum anhält.
„Mental Gestärkt“ setzt auf Prävention, Entstigmatisierung und die Aus- und Weiterbildung von Trainer:innen. Gleichzeitig vermittelt die Initiative gezielt Hilfsangebote in den jeweiligen Regionen der Athlet:innen und greift dabei auf ein breites Netzwerk von Partnerorganisationen zurück. Die Zielgruppe sind leistungsorientierte Sportler:innen aller Ebenen – vom Profisport bis hin zu ambitionierten Amateur- und Hobbysport.
Wir sprechen darüber, wie Druck bis zu einem gewissen Grad motivieren und Leistungsfähigkeit fördern kann, ab welchem Punkt er jedoch zur Belastung wird und sich negativ auf die sportliche Leistung auswirkt. Dabei zeigt sich, dass die Ursachen und Auswirkungen von Leistungsdruck je nach Sportart und individueller Situation sehr unterschiedlich sein können. Ein besonderes Augenmerk liegt mittlerweile auf Essstörungen, die im Leistungssport zunehmend auftreten und immer häufiger vor allem junge Athlet:innen betreffen.
Gerade bei großen Wettkampfereignissen wie einer Weltmeisterschaft können sich psychische Belastungen verstärken: Aus Vorfreude und Motivation werden Nervosität und Anspannung, aus dem Wunsch nach Erfolg entsteht mitunter übermäßiger Leistungsdruck – bis hin zur Überforderung.
Marion Sulprizio gibt Einblicke in die Arbeit, Werte und Herangehensweisen der Initiative „Mental Gestärkt“. Außerdem sprechen wir über die Vorteile – und oftmals auch die Notwendigkeit – psychologischer Betreuung im Leistungssport, insbesondere während großer Turniere. Abschließend gibt sie praktische Tipps, wie Sportler:innen psychischer Überlastung und Burnout vorbeugen können.
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09.07.2026
34 Minuten
Die „größte“ WM aller Zeiten läuft – leider inzwischen ohne die enttäuschend früh ausgeschiedene DFB-Elf. Haben beim Ausscheiden möglicherweise auch mentale Faktoren eine Rolle gespielt?
Zugegeben: Unsere Episode mit Fußball-Mentalcoach Julius Duscherer haben wir bereits vor Beginn der WM aufgenommen. An Aktualität hat sie jedoch nichts verloren – nicht zuletzt, weil Julius einen wichtigen Teil seiner persönlichen und beruflichen Entwicklung in den USA erlebt hat. Dort haben Psychologie und Mentaltraining im Sport seit vielen Jahren einen deutlich höheren Stellenwert als in Deutschland.
Regeneration, Meditation, Atmung und Achtsamkeit – also Instrumente eines gezielten Mentaltrainings – gehören dort längst selbstverständlich zum professionellen Trainingsalltag. Sportpsycholog:innen sind fester Bestandteil vieler Teams.
Julius erzählt uns, wie ihn sein Aufenthalt und sein Psychologiestudium in den USA geprägt haben und wie er heute auf seine Zeit im Fußball-Nachwuchsleistungszentrum sowie auf seine Spielerkarriere bei Wehen Wiesbaden und TuS Koblenz zurückblickt.
Vorbilder, die offen über Gefühle oder mentale Probleme gesprochen haben, suchte man im Fußball damals meist vergeblich. Psychischen Belastungen haftete eher ein Stigma an – eines, das sich erst langsam zu lösen beginnt. Dabei sind gerade Lockerheit, Selbstvertrauen und ein gesunder Umgang mit Druck entscheidende Erfolgsfaktoren, insbesondere in einer Zeit, in der Sport zunehmend auch gesellschaftlich und politisch aufgeladen ist.
Außerdem sprechen wir darüber, wie sehr sich die Welt des Fußballs verändert hat. Das Nationalteam und eine WM-Teilnahme sind für viele junge Athlet:innen längst nicht mehr das alleinige Karriereziel. Social Media und zahlreiche Themen rund um den Sport setzen heute oft andere Schwerpunkte.
Eines steht jedoch fest: Der mentale Faktor verliert dadurch keineswegs an Bedeutung – im Gegenteil. Ob Spielerkader, Trainerteam oder Schiedsrichter: Alle profitieren davon, sich mit mentalem Training auseinanderzusetzen und es als festen Bestandteil ihrer Entwicklung zu begreifen.
Zugegeben: Unsere Episode mit Fußball-Mentalcoach Julius Duscherer haben wir bereits vor Beginn der WM aufgenommen. An Aktualität hat sie jedoch nichts verloren – nicht zuletzt, weil Julius einen wichtigen Teil seiner persönlichen und beruflichen Entwicklung in den USA erlebt hat. Dort haben Psychologie und Mentaltraining im Sport seit vielen Jahren einen deutlich höheren Stellenwert als in Deutschland.
Regeneration, Meditation, Atmung und Achtsamkeit – also Instrumente eines gezielten Mentaltrainings – gehören dort längst selbstverständlich zum professionellen Trainingsalltag. Sportpsycholog:innen sind fester Bestandteil vieler Teams.
Julius erzählt uns, wie ihn sein Aufenthalt und sein Psychologiestudium in den USA geprägt haben und wie er heute auf seine Zeit im Fußball-Nachwuchsleistungszentrum sowie auf seine Spielerkarriere bei Wehen Wiesbaden und TuS Koblenz zurückblickt.
Vorbilder, die offen über Gefühle oder mentale Probleme gesprochen haben, suchte man im Fußball damals meist vergeblich. Psychischen Belastungen haftete eher ein Stigma an – eines, das sich erst langsam zu lösen beginnt. Dabei sind gerade Lockerheit, Selbstvertrauen und ein gesunder Umgang mit Druck entscheidende Erfolgsfaktoren, insbesondere in einer Zeit, in der Sport zunehmend auch gesellschaftlich und politisch aufgeladen ist.
Außerdem sprechen wir darüber, wie sehr sich die Welt des Fußballs verändert hat. Das Nationalteam und eine WM-Teilnahme sind für viele junge Athlet:innen längst nicht mehr das alleinige Karriereziel. Social Media und zahlreiche Themen rund um den Sport setzen heute oft andere Schwerpunkte.
Eines steht jedoch fest: Der mentale Faktor verliert dadurch keineswegs an Bedeutung – im Gegenteil. Ob Spielerkader, Trainerteam oder Schiedsrichter: Alle profitieren davon, sich mit mentalem Training auseinanderzusetzen und es als festen Bestandteil ihrer Entwicklung zu begreifen.
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02.07.2026
37 Minuten
Bist du trotz des frühen DFB-Aus gerade voll im WM-Fieber oder läuft das Turnier dieses Jahr eher an dir vorbei? Bei uns im Team gehen die Meinungen dazu auseinander. An einem Großereignis rund um den König Fußball kommt man aber natürlich kaum vorbei – deshalb widmen wir der Weltmeisterschaft auch unser Podcast-Monatsthema im Juli.
Den Auftakt macht Sportpsychologin Nathalie Klingebiel von Eintracht Braunschweig. Die Eintracht hat in dieser Saison in einem echten Herzschlagfinale den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft.
Nathalie begleitet bei Eintracht Braunschweig Spieler vom U12-Leistungszentrum bis hin zu den Profis, von Kind an ist sie im Fußball zuhause und wie sie sagt ein männliches Umfeld gewöhnt. Nach eigener Aussage gibt in Ihrer Arbeit weniger Unterschiede, als man vielleicht vermuten würde: Ob U12, U17 oder Zweitliga-Profi – die Themen sind oft dieselben. Der größte Unterschied liegt für sie darin, wie ihre Unterstützung wahrgenommen und angenommen wird. Während es für junge Spieler selbstverständlich ist, eine Sportpsychologin an ihrer Seite zu haben, ist ihre Rolle im Profibereich teilweise noch mit Vorurteilen oder einem gewissen Stigma behaftet. Gleichzeitig hängen viele Herausforderungen weniger vom Alter als von der individuellen Lebenssituation der jeweiligen Person ab.
Im Gespräch thematisieren wir ihre Rolle als Sportpsychologin, ihren persönlichen Werdegang, der in der klassischen Psychologie begann, sowie zahlreiche Themen, die Fußballerinnen und Fußballer aller Altersklassen begleiten. Dazu gehören Vorbilder, Leistungsdruck und mentale Stärke, aber auch ihre persönliche Arbeitsphilosophie und die Frage, was gute Sportpsycholog:innen ausmacht.
Den Auftakt macht Sportpsychologin Nathalie Klingebiel von Eintracht Braunschweig. Die Eintracht hat in dieser Saison in einem echten Herzschlagfinale den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft.
Nathalie begleitet bei Eintracht Braunschweig Spieler vom U12-Leistungszentrum bis hin zu den Profis, von Kind an ist sie im Fußball zuhause und wie sie sagt ein männliches Umfeld gewöhnt. Nach eigener Aussage gibt in Ihrer Arbeit weniger Unterschiede, als man vielleicht vermuten würde: Ob U12, U17 oder Zweitliga-Profi – die Themen sind oft dieselben. Der größte Unterschied liegt für sie darin, wie ihre Unterstützung wahrgenommen und angenommen wird. Während es für junge Spieler selbstverständlich ist, eine Sportpsychologin an ihrer Seite zu haben, ist ihre Rolle im Profibereich teilweise noch mit Vorurteilen oder einem gewissen Stigma behaftet. Gleichzeitig hängen viele Herausforderungen weniger vom Alter als von der individuellen Lebenssituation der jeweiligen Person ab.
Im Gespräch thematisieren wir ihre Rolle als Sportpsychologin, ihren persönlichen Werdegang, der in der klassischen Psychologie begann, sowie zahlreiche Themen, die Fußballerinnen und Fußballer aller Altersklassen begleiten. Dazu gehören Vorbilder, Leistungsdruck und mentale Stärke, aber auch ihre persönliche Arbeitsphilosophie und die Frage, was gute Sportpsycholog:innen ausmacht.
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18.06.2026
32 Minuten
Rückschläge gehören zum Leben – sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld und damit natürlich auch zu jeder sportlichen Karriere. Entscheidend ist, sich von ihnen nicht entmutigen zu lassen und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Aus Fehlern lernen wir oft am meisten, und ähnlich verhält es sich mit Rückschlägen: Mit dem richtigen Mindset können wir sogar gestärkt aus ihnen hervorgehen.
In den vergangenen beiden Episoden haben wir uns intensiv mit dem Thema Resilienz beschäftigt. BMX-Athlet Dustyn Alt und die Wissenschaftlerin Jana Strahler haben uns dabei zahlreiche spannende Einblicke in dieses Themenfeld gegeben.
Heute möchten wir gemeinsam einen kurzen Blick zurückwerfen und Dich erneut zu einer kleinen Übung einladen. Ziel ist es, Dir Deiner bereits erreichten Meilensteine bewusst zu werden, eine realistische und zugleich optimistische Perspektive für die Zukunft zu entwickeln und mit mehr Selbstvertrauen an neue Herausforderungen heranzugehen.
In den vergangenen beiden Episoden haben wir uns intensiv mit dem Thema Resilienz beschäftigt. BMX-Athlet Dustyn Alt und die Wissenschaftlerin Jana Strahler haben uns dabei zahlreiche spannende Einblicke in dieses Themenfeld gegeben.
Heute möchten wir gemeinsam einen kurzen Blick zurückwerfen und Dich erneut zu einer kleinen Übung einladen. Ziel ist es, Dir Deiner bereits erreichten Meilensteine bewusst zu werden, eine realistische und zugleich optimistische Perspektive für die Zukunft zu entwickeln und mit mehr Selbstvertrauen an neue Herausforderungen heranzugehen.
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11.06.2026
28 Minuten
Heute steht bei uns das Thema Female Athlete Health im Fokus – also die Gesundheit von Sportlerinnen im Zusammenspiel von Körper, Psyche und Umfeld. Gemeinsam mit unserem Gast, Prof. Dr. Jana Strahler von der Universität Freiburg, sprechen wir über die Bedeutung von Stressresilienz – ein Begriff, der heute zwar häufig verwendet, aber längst nicht immer richtig verstanden wird.
Gesundheit definieren wir heute – unabhängig vom Geschlecht – nicht mehr allein über die körperliche Verfassung. Der Aspekt Mental Health spielt eine ebenso wichtige Rolle, zumal sich körperliche und psychische Gesundheit gegenseitig beeinflussen. Resilienz wird oft als die Fähigkeit verstanden, Stress auszuhalten und trotzdem einfach weiterzumachen. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen greift diese Sichtweise jedoch zu kurz. Denn selbst die mental stärksten Menschen stoßen bei chronischem Stress, dauerhafter Belastung und ständigem Leistungsdruck irgendwann an ihre Grenzen. In diesem Zusammenhang spricht man auch von toxischem Stress.
Für Jana Strahler ist Resilienz deshalb nichts Starres, sondern etwas Dynamisches: eine Fähigkeit, die trainierbar ist und sich immer wieder an die jeweilige Lebenssituation anpassen muss. Gerade für Sportlerinnen liegen wichtige Schlüssel zur Stärke in Achtsamkeit, sozialer Unterstützung und Selbstwirksamkeit. Das hormonelle System reagiert besonders sensibel auf Belastung und Stress – etwa durch Energiemangel, Müdigkeit oder Zyklusveränderungen. Der Menstruationszyklus kann dabei als eine Art Frühwarnsystem dienen: Unregelmäßigkeiten können auf körperliche oder mentale Überlastung hinweisen.
Gleichzeitig treffen Frauen im Sport wie auch gesellschaftlich auf strukturelle Herausforderungen. Vielen Menschen ist die Komplexität des Themas kaum bewusst, zudem unterscheiden sich die Auswirkungen von Stress und Belastung individuell stark von Frau zu Frau.
Nach Jana Strahler müssen wir uns deshalb vom ständigen „Funktionieren“ verabschieden. Langfristige Leistungsfähigkeit entsteht nicht durch permanentes Durchhalten, sondern durch ein gesundes Gleichgewicht aus Herausforderung, Anpassung und Erholung. Regeneration sollte dabei genauso selbstverständlich als Teil des Trainings verstanden werden wie die körperliche Belastung selbst.
Gesundheit definieren wir heute – unabhängig vom Geschlecht – nicht mehr allein über die körperliche Verfassung. Der Aspekt Mental Health spielt eine ebenso wichtige Rolle, zumal sich körperliche und psychische Gesundheit gegenseitig beeinflussen. Resilienz wird oft als die Fähigkeit verstanden, Stress auszuhalten und trotzdem einfach weiterzumachen. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen greift diese Sichtweise jedoch zu kurz. Denn selbst die mental stärksten Menschen stoßen bei chronischem Stress, dauerhafter Belastung und ständigem Leistungsdruck irgendwann an ihre Grenzen. In diesem Zusammenhang spricht man auch von toxischem Stress.
Für Jana Strahler ist Resilienz deshalb nichts Starres, sondern etwas Dynamisches: eine Fähigkeit, die trainierbar ist und sich immer wieder an die jeweilige Lebenssituation anpassen muss. Gerade für Sportlerinnen liegen wichtige Schlüssel zur Stärke in Achtsamkeit, sozialer Unterstützung und Selbstwirksamkeit. Das hormonelle System reagiert besonders sensibel auf Belastung und Stress – etwa durch Energiemangel, Müdigkeit oder Zyklusveränderungen. Der Menstruationszyklus kann dabei als eine Art Frühwarnsystem dienen: Unregelmäßigkeiten können auf körperliche oder mentale Überlastung hinweisen.
Gleichzeitig treffen Frauen im Sport wie auch gesellschaftlich auf strukturelle Herausforderungen. Vielen Menschen ist die Komplexität des Themas kaum bewusst, zudem unterscheiden sich die Auswirkungen von Stress und Belastung individuell stark von Frau zu Frau.
Nach Jana Strahler müssen wir uns deshalb vom ständigen „Funktionieren“ verabschieden. Langfristige Leistungsfähigkeit entsteht nicht durch permanentes Durchhalten, sondern durch ein gesundes Gleichgewicht aus Herausforderung, Anpassung und Erholung. Regeneration sollte dabei genauso selbstverständlich als Teil des Trainings verstanden werden wie die körperliche Belastung selbst.
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Über diesen Podcast
Bei Spomind glauben wir an die Magie des Sports, Persönlichkeiten
zu formen. Denn Stärke beginnt immer im Kopf! In unserem Podcast
möchten wir Dich inspirieren, Deine Schützlinge zukünftig noch
effizienter und nachhaltiger zu coachen. Außerdem möchten wir Dich
dazu einladen, gemeinsam mit uns die Welt des Sports mit etwas
anderen Augen zu betrachten. Hierfür bieten wir zum einen unsere
eigene Expertise an, lassen aber auch zahlreiche interessante
Charaktere aus dem Profisport in Interviews zu Wort kommen.Bei uns
gilt, Menschen trainieren heißt immer auch Menschen begleiten. Das
wollen wir in diesem Podcast leisten.
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