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Episoden
20.01.2026
7 Minuten
Heute gibt’s einen weiteren Quickie zur Betriebsratswahl
mit Stefan – diesmal zum Thema Zusammenarbeit
zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber. Was bedeutet
eigentlich „vertrauensvolle Zusammenarbeit“, wie es das Gesetz
vorsieht – und was macht man, wenn der Arbeitgeber davon eher
genervt ist als begeistert?
Stefan übersetzt den Begriff ganz praktisch:
vertrauensvoll heißt nicht „alles harmonisch“,
sondern erst mal nicht im Gegeneinander denken,
sondern als Betriebspartner mit unterschiedlichen Interessen
trotzdem konstruktiv Lösungen finden. Und ja:
Das klappt nur, wenn beide Seiten es wollen – „menscheln“ tut’s
überall.
Dann wird’s realistisch: Was kann ein Betriebsrat tun, wenn er
merkt, dass der Arbeitgeber Mitbestimmung lieber klein hält oder
Informationen nur zäh rausgibt? Stefan beschreibt eine klare
Kaskade: erst Gespräch suchen und Wahrnehmung offen
ansprechen, dann – wenn nötig – die Instrumente aus der
Betriebsverfassung nutzen: Einigungsstelle als
nächste Stufe und im Härtefall Arbeitsgericht
(auch im Eilverfahren), um Rechte durchzusetzen. Nicht als
Dauerzustand, aber als legitime Option, wenn man nicht ernst
genommen wird.
Zum Schluss drehen wir die Perspektive um: Würde Stefan als
Arbeitgeber einen Betriebsrat wollen? Seine Antwort ist
eindeutig: ja – weil kollektive Regelungen
Interessen bündeln, Prozesse einfacher machen und am Ende alle
profitieren. Der „Best Case“ bleibt die kooperative Lösung – aber
klein beigeben muss niemand. Und wenn’s brennt,
gilt: IGBCE anrufen, Unterstützung holen, gemeinsam
auftreten.
In dieser Episode:
Was „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ wirklich heißt (ohne
Kitsch)
Warum es trotzdem knirschen kann – und was dann hilft
Eskalationsstufen: Gespräch Einigungsstelle
Arbeitsgericht
Warum Durchsetzen legitim ist (und wann es sinnvoll wird)
Perspektivwechsel: Vorteile eines Betriebsrats auch aus
Arbeitgebersicht
Praktischer Tipp: IGBCE als Partner im Hintergrund (oder am
Tisch)
Kurz, direkt und nah an der Realität: für alle, die wissen
wollen, wie man kooperativ bleibt – aber
handlungsfähig, wenn’s ernst wird.
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20.01.2026
23 Minuten
Heute gibt’s einen weiteren Quickie zur Betriebsratswahl
mit Stefan – diesmal mit einem klaren Fokus:
Aufgaben und Einflussbereiche des Betriebsrats.
Was macht ein Betriebsrat eigentlich „hauptsächlich“ – und wo
kann er wirklich Druck machen?
Stefan ordnet die wichtigsten Aufgaben praxisnah ein:
Gesetze und Tarifverträge überwachen, bei
personellen Einzelmaßnahmen mitreden (z. B.
Eingruppierung, Kündigungen), Arbeitszeit und betriebliche
Ordnung mitgestalten – und vor allem dort, wo der Betriebsrat
harte Mitbestimmungsrechte hat, auch konsequent
durchsetzen. Dazu sprechen wir über einen zentralen Mechanismus,
wenn es knirscht: die Einigungsstelle. Wie
funktioniert sie, wann kommt sie zum Einsatz – und warum ist sie
die „nächste Stufe“, wenn Betriebsparteien sich nicht einigen?
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge: Gleichstellung und
Antidiskriminierung im Betrieb. Welche Rolle spielt der
Betriebsrat bei der Gleichbehandlung – und warum ist es mit
Tarifvertrag oft einfacher (aber trotzdem nicht
automatisch „alles gerecht“)? Außerdem geht’s um
Vereinbarkeit von Familie und Beruf:
Arbeitszeitgestaltung, mobiles Arbeiten, Teilzeit-Führung und die
Frage, wie Betriebsräte Arbeitsbedingungen so mitgestalten
können, dass Arbeit wichtig bleibt – aber nicht das ganze Leben
frisst.
Zum Schluss greifen wir zwei Themen auf, die in vielen Betrieben
gerade richtig brennen: Diversität & Sprache
(inkl. klarer Ansage: Amtssprache im Betriebsrat ist Deutsch)
sowie Arbeits- und Umweltschutz. Stefan erklärt
verständlich, warum die Verantwortung für Arbeitsschutz beim
Arbeitgeber liegt – und welches Instrument für Betriebsräte
besonders wichtig ist: die
Gefährdungsbeurteilung. Beim Umweltschutz
sprechen wir über nachhaltige Produktion als Wettbewerbsfaktor –
und wie der Betriebsrat über ein betriebliches
Vorschlagswesen Innovationsideen der Beschäftigten
sichtbar machen kann.
Bonus obendrauf: Ein kurzer Realitätscheck zu
Bonus-Systemen – was der Betriebsrat
mitbestimmen kann (Kriterien!), was nicht (Höhe!), und warum
„Nasenprämien“ nicht gehen sollten.
In dieser Episode:
Hauptaufgaben des Betriebsrats: Kontrolle, Mitgestaltung,
Beteiligung bei Personalmaßnahmen
Harte Mitbestimmung & Einigungsstelle: was tun, wenn es
keine Einigung gibt?
Gleichstellung & AGG: Diskriminierung erkennen und
verhindern
Tarifvertrag vs. kein Tarifvertrag: warum Kontrolle ohne
Tarif schwerer ist
Vereinbarkeit Familie/Beruf: Arbeitszeit, Homeoffice,
Teilzeit-Führung
Diversität & Sprache: Barrieren abbauen, Deutsch als
Amtssprache
Arbeitsschutz: Gefährdungsbeurteilung kurz erklärt
Umweltschutz & Vorschlagswesen: Nachhaltigkeit konkret im
Betrieb umsetzen
Bonus: Mitbestimmung bei Verteilung statt „Nasenprämie“
Ein kompakter Überblick für alle, die verstehen wollen,
wo der Betriebsrat im Betrieb wirklich Wirkung
entfaltet – und wie man vom „Mitreden“ ins „Durchsetzen“
kommt.
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20.01.2026
23 Minuten
Heute gibt’s wieder einen Quickie zur Betriebsratswahl
mit Stefan – diesmal mit einem Themen-Mix, der in vielen
Betrieben gerade richtig relevant ist:
Wirtschaftsausschuss, Diversität/Sprachbarrieren,
Arbeits- und Umweltschutz, Bonus & Nachhaltigkeit.
Wir starten mit der Basisfrage: Was ist ein
Wirtschaftsausschuss – und wofür braucht man ihn? Stefan
erklärt, warum wirtschaftliche Kennzahlen, Planung und
Umstrukturierungen einen eigenen „Ort“ brauchen, welche Rolle die
Betriebsgröße spielt und warum der Arbeitgeber
im Wirtschaftsausschuss regelmäßig informieren
muss – inklusive der Frage, was passiert, wenn Informationen
ausbleiben.
Danach geht’s um ein Thema, das immer mehr Alltag wird:
Beschäftigte mit Migrationshintergrund und
Sprachbarrieren – bis hin zu internationalen
Standortleitungen, die den Betriebsrat nur auf Englisch
„bespielen“. Wir sprechen darüber, warum der Betriebsrat
alle Beschäftigten vertreten muss, wie man
Barrieren praktisch abbaut (Unterweisungen, einfache Sprache,
Piktogramme, Übersetzungen) – und warum für Betriebsratsarbeit
trotzdem gilt: Amtssprache ist Deutsch. Punkt.
Im zweiten Teil schauen wir auf Arbeitsschutz und
Umweltschutz: Wer trägt die Verantwortung (Spoiler: der
Arbeitgeber) – und welche Rolle hat der Betriebsrat beim
Einhalt der Gesetze und bei der Gestaltung?
Stefan greift dabei ein zentrales Instrument heraus: die
Gefährdungsbeurteilung – was sie ist und warum
sie so wichtig ist. Beim Umweltschutz schlagen wir die Brücke zur
Praxis: Wie kann der Betriebsrat Innovationspotenzial im Betrieb
heben – zum Beispiel über ein betriebliches
Vorschlagswesen.
Zum Schluss wird’s konkret beim Geld:
Bonus-Systeme – was ist mitbestimmungspflichtig,
was nicht, und warum geht’s vor allem um faire
Verteilkriterien statt „Nasenprämie“. Und wir ordnen
ein, warum Nachhaltigkeit und Umweltfragen in
der Mitbestimmung wichtiger geworden sind – ohne dabei den
Anspruch so groß zu machen, dass Betriebsräte im Tagesgeschäft
daran „kaputtgehen“.
In dieser Episode:
Wirtschaftsausschuss: Zweck, Schwelle, Informationspflichten,
Praxis
Beteiligung organisieren: sachkundige Beschäftigte einbinden
Diversität & Sprache: Beschäftigte erreichen, Barrieren
abbauen
Amtssprache im Betriebsrat: Deutsch – auch bei
internationalen Leitungen
Arbeitsschutz: Rolle des BR, Gefährdungsbeurteilung
verständlich erklärt
Umweltschutz & Nachhaltigkeit: Mitbestimmung, Wettbewerb,
Umsetzung im Betrieb
Vorschlagswesen: warum gute Ideen Strukturen brauchen
Bonus: Mitbestimmung bei Kriterien, nicht zwingend bei der
Höhe
Ein kompakter Rundumschlag für alle, die im Wahljahr nicht nur
„mitmachen“, sondern im Betrieb wirklich handlungsfähig sein
wollen.
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20.01.2026
9 Minuten
Heute gibt’s den nächsten Quickie zur
Betriebsratswahl – diesmal zum Thema Betriebsrat
& Jugend/Auszubildende. Anton und Anne sprechen
wieder mit Stefan darüber, warum „ohne Jugend
alles nichts ist“: Wie gelingt Verjüngung im Gremium, warum
frische Ideen wichtig sind – und wie man dabei trotzdem auf eine
gute Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs setzt.
Im Mittelpunkt steht die JAV (Jugend- und
Auszubildendenvertretung): Wann kann (und sollte) sie
gewählt werden? Wie muss der Betriebsrat mit der JAV
zusammenarbeiten – formal und vor allem praktisch? Wir sprechen
darüber, warum die JAV bei Ausbildungs- und Jugendthemen
eingeladen werden muss, wie Tandems und
gemeinsame Seminare die Zusammenarbeit stärken – und warum es
richtig ist, wenn junge Kolleg*innen in Projekten Verantwortung
übernehmen und auch mal auf der
Betriebsversammlung zu Wort kommen.
Zum Schluss wird’s sehr aktuell: Was tun, wenn
Ausbildungsplätze zurückgehen oder Ausbildung im
Betrieb erst wieder „angeschoben“ werden muss? Stefan ordnet ein,
welche Stellschrauben Betriebsrat und IGBCE haben – von
Demografie- und Qualifizierungsanalyse über
Personalplanung bis zur strategischen Frage: Wie
überzeugt man Arbeitgeber, gerade in schwierigen Zeiten
in die Zukunft zu investieren, statt kurzfristig
an Ausbildung zu sparen?
In dieser Episode:
Warum Jugend im Betriebsrat eine Schlüsselrolle spielt (ohne
Altersklischees)
JAV: wann sie möglich ist, wie sie integriert werden sollte
Zusammenarbeit BR & JAV: Einladungspflichten,
Mitberatung, Praxis-Tipps
Verantwortung geben statt „nach vorne schieben“: junge
Stimmen sichtbar machen
Ausbildung unter Druck: Wege, wie BR/IGBCE das Thema
strategisch setzen können
Zukunftssicherung: Fachkräfte, Demografie, Personalplanung
als Argumentationsbasis
Kurz, praxisnah und direkt aus dem Betrieb – für alle, die
Jugendbeteiligung nicht nur „gut finden“, sondern
wirklich umsetzen wollen.
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20.01.2026
15 Minuten
Heute gibt’s den nächsten Quickie zur
Betriebsratswahl – diesmal zum Block
„Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaft und
Betriebsrat“. Anton und Anne sprechen wieder mit
Stefan darüber, wie das Zusammenspiel im Betrieb
wirklich funktioniert – und wo die klare Grenze zwischen
Betriebsratsarbeit und
Gewerkschaftsarbeit liegt.
Wir starten mit den Basics: Betriebsratsarbeit basiert auf dem
Betriebsverfassungsgesetz, Gewerkschaftsarbeit
auf Satzung, Richtlinien und der
Koalitionsfreiheit. Dann wird’s praktisch:
Welche Vorteile hat ein Betriebsrat, wenn er eng mit der
IGBCE zusammenarbeitet? Stefan macht deutlich,
warum Netzwerk, Qualifizierung, Austausch und tarifpolitische
„Rückenstärkung“ den Unterschied machen – und warum Betriebsräte
allein zwar Mitbestimmungsrechte ausüben können, der Radius ohne
Gewerkschaft aber deutlich enger bleibt.
Außerdem klären wir Fragen, die im Betrieb ständig
auftauchen:
Darf ein Betriebsrat für die IGBCE werben –
sogar auf der Betriebsversammlung? Was bedeutet der
Tarifvorbehalt (Stichwort: „Das ist
Gewerkschaftsthema, nicht Betriebsratsthema“)? Und welche Rolle
spielen Vertrauensleute bei der
Listenaufstellung und den IGBCE-Listen?
Zum Schluss sprechen wir über das, woran gute Zusammenarbeit
messbar wird: regelmäßige Abstimmung,
Einladungen zu Betriebsratssitzungen, gemeinsame
Planung von Betriebsversammlungen – und warum
Organisationsgrad keine Randnotiz ist, sondern ein zentraler
Faktor für echte „Augenhöhe“ im Betrieb.
In dieser Episode:
Unterschied Betriebsrat vs. Gewerkschaft: wer macht was – und
warum?
Wie die IGBCE Betriebsräte konkret unterstützt (Beratung,
Qualifizierung, BV-Umsetzung, Tarifrahmen, Industriepolitik)
Betriebsversammlung: warum Gewerkschaft dort manchmal klarer
sprechen kann
Tarifvorbehalt: wo endet Betriebsrat, wo beginnt
Gewerkschaft?
Werbung für die IGBCE: was geht (und worauf man achten muss)
Vertrauensleute & IGBCE-Listen: Rolle, Regeln, Realität
Was „gute Zusammenarbeit“ im Alltag wirklich heißt
Kurz, direkt und nah am Betrieb – für alle, die Zusammenarbeit
nicht nur „gut finden“, sondern organisieren
wollen.
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Über diesen Podcast
Wir sprechen über, Mitbestimmung, Gewerkschaft und Betriebliche
Aktionen. Wer ist wir? Das Team der IGBCE Bezirk Mittelhessen, die
Bezirksleiterin Anne Weinschenk und diverse Gäste aus den
Betrieben. Ach ja und unser Producer: Anton Melament
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