Episoden

Folge 23-7 Zusammenarbeit Betriebsrat und Arbeitgeber
20.01.2026
7 Minuten
Heute gibt’s einen weiteren Quickie zur Betriebsratswahl mit Stefan – diesmal zum Thema Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber. Was bedeutet eigentlich „vertrauensvolle Zusammenarbeit“, wie es das Gesetz vorsieht – und was macht man, wenn der Arbeitgeber davon eher genervt ist als begeistert? Stefan übersetzt den Begriff ganz praktisch: vertrauensvoll heißt nicht „alles harmonisch“, sondern erst mal nicht im Gegeneinander denken, sondern als Betriebspartner mit unterschiedlichen Interessen trotzdem konstruktiv Lösungen finden. Und ja: Das klappt nur, wenn beide Seiten es wollen – „menscheln“ tut’s überall. Dann wird’s realistisch: Was kann ein Betriebsrat tun, wenn er merkt, dass der Arbeitgeber Mitbestimmung lieber klein hält oder Informationen nur zäh rausgibt? Stefan beschreibt eine klare Kaskade: erst Gespräch suchen und Wahrnehmung offen ansprechen, dann – wenn nötig – die Instrumente aus der Betriebsverfassung nutzen: Einigungsstelle als nächste Stufe und im Härtefall Arbeitsgericht (auch im Eilverfahren), um Rechte durchzusetzen. Nicht als Dauerzustand, aber als legitime Option, wenn man nicht ernst genommen wird. Zum Schluss drehen wir die Perspektive um: Würde Stefan als Arbeitgeber einen Betriebsrat wollen? Seine Antwort ist eindeutig: ja – weil kollektive Regelungen Interessen bündeln, Prozesse einfacher machen und am Ende alle profitieren. Der „Best Case“ bleibt die kooperative Lösung – aber klein beigeben muss niemand. Und wenn’s brennt, gilt: IGBCE anrufen, Unterstützung holen, gemeinsam auftreten. In dieser Episode: Was „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ wirklich heißt (ohne Kitsch) Warum es trotzdem knirschen kann – und was dann hilft Eskalationsstufen: Gespräch Einigungsstelle Arbeitsgericht Warum Durchsetzen legitim ist (und wann es sinnvoll wird) Perspektivwechsel: Vorteile eines Betriebsrats auch aus Arbeitgebersicht Praktischer Tipp: IGBCE als Partner im Hintergrund (oder am Tisch) Kurz, direkt und nah an der Realität: für alle, die wissen wollen, wie man kooperativ bleibt – aber handlungsfähig, wenn’s ernst wird.
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Folge 23-6 BR Aufgaben und Einfluss
20.01.2026
23 Minuten
Heute gibt’s einen weiteren Quickie zur Betriebsratswahl mit Stefan – diesmal mit einem klaren Fokus: Aufgaben und Einflussbereiche des Betriebsrats. Was macht ein Betriebsrat eigentlich „hauptsächlich“ – und wo kann er wirklich Druck machen? Stefan ordnet die wichtigsten Aufgaben praxisnah ein: Gesetze und Tarifverträge überwachen, bei personellen Einzelmaßnahmen mitreden (z. B. Eingruppierung, Kündigungen), Arbeitszeit und betriebliche Ordnung mitgestalten – und vor allem dort, wo der Betriebsrat harte Mitbestimmungsrechte hat, auch konsequent durchsetzen. Dazu sprechen wir über einen zentralen Mechanismus, wenn es knirscht: die Einigungsstelle. Wie funktioniert sie, wann kommt sie zum Einsatz – und warum ist sie die „nächste Stufe“, wenn Betriebsparteien sich nicht einigen? Ein weiterer Schwerpunkt der Folge: Gleichstellung und Antidiskriminierung im Betrieb. Welche Rolle spielt der Betriebsrat bei der Gleichbehandlung – und warum ist es mit Tarifvertrag oft einfacher (aber trotzdem nicht automatisch „alles gerecht“)? Außerdem geht’s um Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Arbeitszeitgestaltung, mobiles Arbeiten, Teilzeit-Führung und die Frage, wie Betriebsräte Arbeitsbedingungen so mitgestalten können, dass Arbeit wichtig bleibt – aber nicht das ganze Leben frisst. Zum Schluss greifen wir zwei Themen auf, die in vielen Betrieben gerade richtig brennen: Diversität & Sprache (inkl. klarer Ansage: Amtssprache im Betriebsrat ist Deutsch) sowie Arbeits- und Umweltschutz. Stefan erklärt verständlich, warum die Verantwortung für Arbeitsschutz beim Arbeitgeber liegt – und welches Instrument für Betriebsräte besonders wichtig ist: die Gefährdungsbeurteilung. Beim Umweltschutz sprechen wir über nachhaltige Produktion als Wettbewerbsfaktor – und wie der Betriebsrat über ein betriebliches Vorschlagswesen Innovationsideen der Beschäftigten sichtbar machen kann. Bonus obendrauf: Ein kurzer Realitätscheck zu Bonus-Systemen – was der Betriebsrat mitbestimmen kann (Kriterien!), was nicht (Höhe!), und warum „Nasenprämien“ nicht gehen sollten. In dieser Episode: Hauptaufgaben des Betriebsrats: Kontrolle, Mitgestaltung, Beteiligung bei Personalmaßnahmen Harte Mitbestimmung & Einigungsstelle: was tun, wenn es keine Einigung gibt? Gleichstellung & AGG: Diskriminierung erkennen und verhindern Tarifvertrag vs. kein Tarifvertrag: warum Kontrolle ohne Tarif schwerer ist Vereinbarkeit Familie/Beruf: Arbeitszeit, Homeoffice, Teilzeit-Führung Diversität & Sprache: Barrieren abbauen, Deutsch als Amtssprache Arbeitsschutz: Gefährdungsbeurteilung kurz erklärt Umweltschutz & Vorschlagswesen: Nachhaltigkeit konkret im Betrieb umsetzen Bonus: Mitbestimmung bei Verteilung statt „Nasenprämie“ Ein kompakter Überblick für alle, die verstehen wollen, wo der Betriebsrat im Betrieb wirklich Wirkung entfaltet – und wie man vom „Mitreden“ ins „Durchsetzen“ kommt.
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Folge 23-5 Wirtschaftsausschuss
20.01.2026
23 Minuten
Heute gibt’s wieder einen Quickie zur Betriebsratswahl mit Stefan – diesmal mit einem Themen-Mix, der in vielen Betrieben gerade richtig relevant ist: Wirtschaftsausschuss, Diversität/Sprachbarrieren, Arbeits- und Umweltschutz, Bonus & Nachhaltigkeit. Wir starten mit der Basisfrage: Was ist ein Wirtschaftsausschuss – und wofür braucht man ihn? Stefan erklärt, warum wirtschaftliche Kennzahlen, Planung und Umstrukturierungen einen eigenen „Ort“ brauchen, welche Rolle die Betriebsgröße spielt und warum der Arbeitgeber im Wirtschaftsausschuss regelmäßig informieren muss – inklusive der Frage, was passiert, wenn Informationen ausbleiben. Danach geht’s um ein Thema, das immer mehr Alltag wird: Beschäftigte mit Migrationshintergrund und Sprachbarrieren – bis hin zu internationalen Standortleitungen, die den Betriebsrat nur auf Englisch „bespielen“. Wir sprechen darüber, warum der Betriebsrat alle Beschäftigten vertreten muss, wie man Barrieren praktisch abbaut (Unterweisungen, einfache Sprache, Piktogramme, Übersetzungen) – und warum für Betriebsratsarbeit trotzdem gilt: Amtssprache ist Deutsch. Punkt. Im zweiten Teil schauen wir auf Arbeitsschutz und Umweltschutz: Wer trägt die Verantwortung (Spoiler: der Arbeitgeber) – und welche Rolle hat der Betriebsrat beim Einhalt der Gesetze und bei der Gestaltung? Stefan greift dabei ein zentrales Instrument heraus: die Gefährdungsbeurteilung – was sie ist und warum sie so wichtig ist. Beim Umweltschutz schlagen wir die Brücke zur Praxis: Wie kann der Betriebsrat Innovationspotenzial im Betrieb heben – zum Beispiel über ein betriebliches Vorschlagswesen. Zum Schluss wird’s konkret beim Geld: Bonus-Systeme – was ist mitbestimmungspflichtig, was nicht, und warum geht’s vor allem um faire Verteilkriterien statt „Nasenprämie“. Und wir ordnen ein, warum Nachhaltigkeit und Umweltfragen in der Mitbestimmung wichtiger geworden sind – ohne dabei den Anspruch so groß zu machen, dass Betriebsräte im Tagesgeschäft daran „kaputtgehen“. In dieser Episode: Wirtschaftsausschuss: Zweck, Schwelle, Informationspflichten, Praxis Beteiligung organisieren: sachkundige Beschäftigte einbinden Diversität & Sprache: Beschäftigte erreichen, Barrieren abbauen Amtssprache im Betriebsrat: Deutsch – auch bei internationalen Leitungen Arbeitsschutz: Rolle des BR, Gefährdungsbeurteilung verständlich erklärt Umweltschutz & Nachhaltigkeit: Mitbestimmung, Wettbewerb, Umsetzung im Betrieb Vorschlagswesen: warum gute Ideen Strukturen brauchen Bonus: Mitbestimmung bei Kriterien, nicht zwingend bei der Höhe Ein kompakter Rundumschlag für alle, die im Wahljahr nicht nur „mitmachen“, sondern im Betrieb wirklich handlungsfähig sein wollen.
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Folge 23-4 Zusammenarbeit BR und Jugend
20.01.2026
9 Minuten
Heute gibt’s den nächsten Quickie zur Betriebsratswahl – diesmal zum Thema Betriebsrat & Jugend/Auszubildende. Anton und Anne sprechen wieder mit Stefan darüber, warum „ohne Jugend alles nichts ist“: Wie gelingt Verjüngung im Gremium, warum frische Ideen wichtig sind – und wie man dabei trotzdem auf eine gute Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs setzt. Im Mittelpunkt steht die JAV (Jugend- und Auszubildendenvertretung): Wann kann (und sollte) sie gewählt werden? Wie muss der Betriebsrat mit der JAV zusammenarbeiten – formal und vor allem praktisch? Wir sprechen darüber, warum die JAV bei Ausbildungs- und Jugendthemen eingeladen werden muss, wie Tandems und gemeinsame Seminare die Zusammenarbeit stärken – und warum es richtig ist, wenn junge Kolleg*innen in Projekten Verantwortung übernehmen und auch mal auf der Betriebsversammlung zu Wort kommen. Zum Schluss wird’s sehr aktuell: Was tun, wenn Ausbildungsplätze zurückgehen oder Ausbildung im Betrieb erst wieder „angeschoben“ werden muss? Stefan ordnet ein, welche Stellschrauben Betriebsrat und IGBCE haben – von Demografie- und Qualifizierungsanalyse über Personalplanung bis zur strategischen Frage: Wie überzeugt man Arbeitgeber, gerade in schwierigen Zeiten in die Zukunft zu investieren, statt kurzfristig an Ausbildung zu sparen? In dieser Episode: Warum Jugend im Betriebsrat eine Schlüsselrolle spielt (ohne Altersklischees) JAV: wann sie möglich ist, wie sie integriert werden sollte Zusammenarbeit BR & JAV: Einladungspflichten, Mitberatung, Praxis-Tipps Verantwortung geben statt „nach vorne schieben“: junge Stimmen sichtbar machen Ausbildung unter Druck: Wege, wie BR/IGBCE das Thema strategisch setzen können Zukunftssicherung: Fachkräfte, Demografie, Personalplanung als Argumentationsbasis Kurz, praxisnah und direkt aus dem Betrieb – für alle, die Jugendbeteiligung nicht nur „gut finden“, sondern wirklich umsetzen wollen.
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Folge 23-3 Zusammenarbeit BR und IGBCE
20.01.2026
15 Minuten
Heute gibt’s den nächsten Quickie zur Betriebsratswahl – diesmal zum Block „Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaft und Betriebsrat“. Anton und Anne sprechen wieder mit Stefan darüber, wie das Zusammenspiel im Betrieb wirklich funktioniert – und wo die klare Grenze zwischen Betriebsratsarbeit und Gewerkschaftsarbeit liegt. Wir starten mit den Basics: Betriebsratsarbeit basiert auf dem Betriebsverfassungsgesetz, Gewerkschaftsarbeit auf Satzung, Richtlinien und der Koalitionsfreiheit. Dann wird’s praktisch: Welche Vorteile hat ein Betriebsrat, wenn er eng mit der IGBCE zusammenarbeitet? Stefan macht deutlich, warum Netzwerk, Qualifizierung, Austausch und tarifpolitische „Rückenstärkung“ den Unterschied machen – und warum Betriebsräte allein zwar Mitbestimmungsrechte ausüben können, der Radius ohne Gewerkschaft aber deutlich enger bleibt. Außerdem klären wir Fragen, die im Betrieb ständig auftauchen: Darf ein Betriebsrat für die IGBCE werben – sogar auf der Betriebsversammlung? Was bedeutet der Tarifvorbehalt (Stichwort: „Das ist Gewerkschaftsthema, nicht Betriebsratsthema“)? Und welche Rolle spielen Vertrauensleute bei der Listenaufstellung und den IGBCE-Listen? Zum Schluss sprechen wir über das, woran gute Zusammenarbeit messbar wird: regelmäßige Abstimmung, Einladungen zu Betriebsratssitzungen, gemeinsame Planung von Betriebsversammlungen – und warum Organisationsgrad keine Randnotiz ist, sondern ein zentraler Faktor für echte „Augenhöhe“ im Betrieb. In dieser Episode: Unterschied Betriebsrat vs. Gewerkschaft: wer macht was – und warum? Wie die IGBCE Betriebsräte konkret unterstützt (Beratung, Qualifizierung, BV-Umsetzung, Tarifrahmen, Industriepolitik) Betriebsversammlung: warum Gewerkschaft dort manchmal klarer sprechen kann Tarifvorbehalt: wo endet Betriebsrat, wo beginnt Gewerkschaft? Werbung für die IGBCE: was geht (und worauf man achten muss) Vertrauensleute & IGBCE-Listen: Rolle, Regeln, Realität Was „gute Zusammenarbeit“ im Alltag wirklich heißt Kurz, direkt und nah am Betrieb – für alle, die Zusammenarbeit nicht nur „gut finden“, sondern organisieren wollen.
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Über diesen Podcast

Wir sprechen über, Mitbestimmung, Gewerkschaft und Betriebliche Aktionen. Wer ist wir? Das Team der IGBCE Bezirk Mittelhessen, die Bezirksleiterin Anne Weinschenk und diverse Gäste aus den Betrieben. Ach ja und unser Producer: Anton Melament

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