Wenn Fakten nichts mehr zählen - der Sieg Gil Ofarims im Dschungelcamp und seine Folgen
Gil Ofarim wurde zum Dschungelkönig gewählt - und scheint nach dem
Antisemitismus-Skandal rehabilitiert. Wie konnte das passieren?
48 Minuten
Podcast
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Beschreibung
vor 1 Woche
„Dazu will ich nichts sagen - und muss ich nichts sagen“, erklärte
Gil Ofarim in einer Folge Dschungelcamp auf die Frage, ob er Reue
verspüre für das, was er getan hat. Zu dem Antisemitismus-Skandal
und dem Gerichtsprozess wollte der spätere Dschungelkönig während
seiner Zeit im australischen Busch zuerst gar nichts sagen - doch
je weiter er kam, umso öfter streute er Details, die irreführend
und auch falsch waren. Schließlich sei es ihm gelungen, „mit einer
Lüge durchzukommen [und] die Geschichte zu drehen“. So kommentieren
es die beiden Investigativ-Reporter Antonie Rietzschel und Josa
Mania-Schlegel. Seit mehr als vier Jahren beschäftigen sich die
beiden mit dem Fall. In dieser Folge des Podcasts „Thema in
Sachsen“ von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung
erklären sie, was in der RTL-Sendung zwei Wochen lang passiert ist,
ordnen Ofarims Äußerungen ein - und erklären, was daraus folgen
könnte. Der Wieder-Aufstieg des Sängers und Schauspielers Gil
Ofarim zum Dschungelkönig wurde von Millionen Menschen verfolgt.
Doch Ofarim ist nicht einfach ein Reality-Star. Er ist der Mann,
der am 5. Oktober 2021 in einem Video auf seinem Instagramkanal
schwere Antisemitismusvorwürfe gegen einen Mitarbeiter des
Leipziger Hotels Westin erhob und zwei Jahre lang an dieser Version
festhielt, eh sich vor dem Landgericht Leipzig alles als haltlose
Anschuldigung erwies. Was bedeutet es, wenn ausgerechnet dieser
Mann, der jemand anderen mit einer schwerwiegenden Behauptung
öffentlich bloßgestellt hat, nun zum „König“ eines der
erfolgreichsten TV-Formate Deutschlands gekrönt wird? Wieso hat RTL
einer so umstrittenen Figur eine so große Bühne geboten? Warum
wurde nicht wirklich eingeordnet und erklärt, dass sich Ofarim
einen Antisemitismusvorwurf allem Anschein nach ausgedacht hat?
Diesen und vielen weiteren Fragen geht der Podcast nach. Und
schließlich wird auch eine Entschuldigung Ofarims im Dschungel –
adressiert an „die Menschen in Leipzig und Sachsen“ – in den Blick
genommen. War das glaubhaft? Und reicht das? In einer
Straßenumfrage machen SZ und LVZ den Check. Ebenso nehmen die die
Reporter Rietzschel und Mania-Schlegel Bezug auf ein Interview bei
Zeit.de, dort hat der von Ofarim beschuldigte Hotelmitarbeiter kurz
nach dem Ende des Dschungelcamps erstmals den Schritt in die Medien
gewagt, um klarzustellen: „Gil Ofarim inszeniert sich wie ein
Opfer, obwohl ich das bin.“ Eine Podcastfolge mit einer intensiven
Suche nach Antworten, über Wahrheit, Inszenierung – und darüber, ob
es in einer anscheinend „postfaktischen Zeit“ noch so etwas wie
klare Grenzen gibt.
Gil Ofarim in einer Folge Dschungelcamp auf die Frage, ob er Reue
verspüre für das, was er getan hat. Zu dem Antisemitismus-Skandal
und dem Gerichtsprozess wollte der spätere Dschungelkönig während
seiner Zeit im australischen Busch zuerst gar nichts sagen - doch
je weiter er kam, umso öfter streute er Details, die irreführend
und auch falsch waren. Schließlich sei es ihm gelungen, „mit einer
Lüge durchzukommen [und] die Geschichte zu drehen“. So kommentieren
es die beiden Investigativ-Reporter Antonie Rietzschel und Josa
Mania-Schlegel. Seit mehr als vier Jahren beschäftigen sich die
beiden mit dem Fall. In dieser Folge des Podcasts „Thema in
Sachsen“ von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung
erklären sie, was in der RTL-Sendung zwei Wochen lang passiert ist,
ordnen Ofarims Äußerungen ein - und erklären, was daraus folgen
könnte. Der Wieder-Aufstieg des Sängers und Schauspielers Gil
Ofarim zum Dschungelkönig wurde von Millionen Menschen verfolgt.
Doch Ofarim ist nicht einfach ein Reality-Star. Er ist der Mann,
der am 5. Oktober 2021 in einem Video auf seinem Instagramkanal
schwere Antisemitismusvorwürfe gegen einen Mitarbeiter des
Leipziger Hotels Westin erhob und zwei Jahre lang an dieser Version
festhielt, eh sich vor dem Landgericht Leipzig alles als haltlose
Anschuldigung erwies. Was bedeutet es, wenn ausgerechnet dieser
Mann, der jemand anderen mit einer schwerwiegenden Behauptung
öffentlich bloßgestellt hat, nun zum „König“ eines der
erfolgreichsten TV-Formate Deutschlands gekrönt wird? Wieso hat RTL
einer so umstrittenen Figur eine so große Bühne geboten? Warum
wurde nicht wirklich eingeordnet und erklärt, dass sich Ofarim
einen Antisemitismusvorwurf allem Anschein nach ausgedacht hat?
Diesen und vielen weiteren Fragen geht der Podcast nach. Und
schließlich wird auch eine Entschuldigung Ofarims im Dschungel –
adressiert an „die Menschen in Leipzig und Sachsen“ – in den Blick
genommen. War das glaubhaft? Und reicht das? In einer
Straßenumfrage machen SZ und LVZ den Check. Ebenso nehmen die die
Reporter Rietzschel und Mania-Schlegel Bezug auf ein Interview bei
Zeit.de, dort hat der von Ofarim beschuldigte Hotelmitarbeiter kurz
nach dem Ende des Dschungelcamps erstmals den Schritt in die Medien
gewagt, um klarzustellen: „Gil Ofarim inszeniert sich wie ein
Opfer, obwohl ich das bin.“ Eine Podcastfolge mit einer intensiven
Suche nach Antworten, über Wahrheit, Inszenierung – und darüber, ob
es in einer anscheinend „postfaktischen Zeit“ noch so etwas wie
klare Grenzen gibt.
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