Podcaster
Episoden
17.12.2025
55 Minuten
In Knowledge on Air Episode 43 blicken wir auf 2025
zurück: Von KI-Integration bei Events über Wissenserhalt bis zu
den Herausforderungen der Wissensdokumentation. Ein Ausblick auf
2026 und die Neuauflage der ISO 30401 runden die Episode
ab.
KOA und die sozialen Medien
Wir reflektieren zu Beginn über die Reichweite und
Verbreitung unseres Podcasts. Der Kommentarzähler steht
auf null – ein Anlass für uns, unsere Präsenz in sozialen Medien
zu überdenken. Wir stellen fest, dass unsere Podcast-Plattform
zwar im Fediverse und auf Mastodon (unter
@koa@podcasts.cogneon.io) erreichbar ist, die Hörerschaft aber
vermutlich auf anderen Plattformen unterwegs sind.
Wir teilen unsere Erfahrungen mit verschiedenen sozialen
Netzwerken: LinkedIn bleibt für uns beide die
primäre berufliche Plattform, dort werden wir uns mehr kümmern.
Xing, Twitter/X, Blue Sky, Threads und Instagram spielen keine
oder nur eine untergeordnete Rolle.
Für die Zukunft planen wir, aktiver auf der LinkedIn-Page
“Knowledge on Air” zu posten und Menschen dort zu taggen. Wer am
Ball bleiben möchte, kann unseren Podcast-Feed abonnieren, das
geht auch auf Spotify und Apple Podcasts, oder uns im Fediverse
folgen. Unsere zentrale Botschaft: In Zeiten von Hektik und
Aufregung sehnen wir uns nach wohltemperierten und
unaufgeregten Austauschräumen.
KI bei Wissensmanagement-Events
Das Thema KI und Wissensmanagement hat sich in
den letzten eineinhalb Jahren untrennbar miteinander verwoben.
Simon sieht darin eine positive Entwicklung, da neue hippe Themen
Aufmerksamkeit auf das Wissensmanagement lenken – ähnlich wie es
damals Suchmaschinen taten. KI wird zwar nicht der Heilsbringer
sein, hilft aber dabei, wichtige Fragen wieder ins Bewusstsein zu
rücken.
Einen besonderen Schwerpunkt legt Simon auf die
Dokumentation von Veranstaltungen wie Barcamps.
Früher verglichen wir diese oft mit klassischen Konferenzen und
empfanden die Dokumentation als mangelhaft. Heute ermöglicht uns
KI eine völlig neue Qualität: Wir zeichnen Sessions auf,
transkribieren sie und verarbeiten sie durch KI-Tools mit
entsprechenden Prompts zu hochwertigen Dokumentationen. Beim
Wissenstransfer Camp (wtc25) im September und
beim Knowledge Camp der GWM (gkc25) konnten wir
über 40 Sessions innerhalb einer halben Stunde dokumentieren – zu
KI-Kosten von unter 6 Euro.
Beim CoCreationCamp der DATEV gingen wir noch
einen Schritt weiter: Unter dem Label
“AI-integrated” setzten wir KI nicht nur für die
Dokumentation ein, sondern als Co-Moderation.
Die KI erklärte Barcamp-Regeln, den Ablauf und führte durch
Session-Pitches. Zusätzlich transkribierten wir die
Vorstellungsrunde und wandelten sie in eine
Mindmap um, sodass sich Teilnehmer thematisch
verorten konnten. Die KI fungierte dabei wie “Einstein in
der Westentasche” – ein komprimierter Zugang zum
dokumentierten Wissen der Welt, den wir während einer Session
direkt nutzen konnten.
Wissenserhalt und Wissensbewahrung
Ulrich berichtet von seinen Erfahrungen mit
Wissenserhalt, dem dominierenden Thema in seiner
Branche. Der demografische Wandel macht dieses
Thema zunehmend dringend – was bereits 2009 als ferne Zukunft
galt, ist heute akute Realität. Viele Unternehmen haben zu lange
gezögert, wie Studierende, die ihre Abschlussarbeit erst kurz vor
der Deadline schreiben.
In unserem gemeinsamen Projekt zum Wissenserhalt eines
Spezialisten gewannen wir wichtige Erkenntnisse: Wir müssen die
Planung strukturieren, brauchen aber in der
Umsetzung Freiheitsgrade. Themen können sich als
inhaltsreicher oder profaner herausstellen als ursprünglich
gedacht – entsprechend passen wir die Priorisierung an.
Besonders wichtig ist für uns die Unterscheidung zwischen
naturwissenschaftlichen Fakten und
Überzeugungen. Ulrich betont zwei zentrale
Maximen seines Wissensmanagement-Ansatzes: Die
Interpretation als Kernprozess der
Wissensgenerierung und die Individualität von
Wissen, die wir durch Erfahrungen, Ausbildung,
Intelligenz, Werte und Glaubenssätze prägen. Unsere zentrale
Frage lautet immer: “Ist das ein Naturgesetz?” – inspiriert von
Elon Musks Ansatz bei SpaceX, der zwischen unveränderlichen
Naturgesetzen und veränderbaren Regelungen unterscheidet.
Grenzen der Wissensdokumentation
Unsere Diskussion über Wissensdokumentation führt uns zu
grundlegenden philosophischen Fragen. Simon verweist auf das
Paper Data, Information, Knowledge – Have We Got It Right? von
Max Boisot, das mit dem “Agent in the World
Model” erklärt, wie wir Wissen aufnehmen. Informationen
durchlaufen zwei Filter: einen physischen (Wo
schaue ich hin? Verstehe ich die Sprache?) und einen
mentalen (Was nehme ich wahr? Welche kognitiven
Verzerrungen habe ich?).
Diese Filter steuern wiederum unsere eigenen Mental
Models – unsere Werte, Überzeugungen und unser
vorhandenes Wissen. Deshalb reicht es nicht, wenn wir Wissen
einfach dokumentieren und ins Intranet stellen. Wir müssen
verstehen, dass verschiedene Menschen (Ingenieure vs. BWLer,
Standortmitarbeiter vs. Zentrale) aufgrund ihrer
unterschiedlichen Filter Informationen völlig anders verarbeiten.
Bei der Dokumentation halten wir es für entscheidend,
Überzeugungen vom sachlichen Kern zu trennen und
dies transparent zu machen. Audio und Video haben hier für uns
einen besonderen Wert, da sie Persönlichkeit, Haltung und
Emotionen einfangen, die in reinen Textmedien verloren
gehen. Die Betonung, das Hadern, die Art zu sprechen – all das
trägt Wissen in sich.
Ulrich plädiert leidenschaftlich für das dialektische
Prinzip: These, Antithese und gegebenenfalls Synthese.
Gerade in Zeiten, in denen selbst Qualitätsmedien oft nur eine
Meinung vertreten, müssen wir verschiedene Perspektiven
gegenüberstellen. Sein Appell an Immanuel Kant: “Habe den
Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen” – nicht
blind anderen zu vertrauen, sondern selbst zu denken und zu
hinterfragen.
Ausblick 2026
Wir zeigen uns besorgt über aktuelle Entwicklungen, in denen
Menschen Wahrheit und Wissen zunehmend relativieren. In einer
Welt, in der “Lügen völlig normal ist” und das
Prinzip des Justified True Belief ins Wanken
gerät, wird Wissensmanagement noch anstrengender. Wir sehen die
Gefahr, dass Menschen nur noch Aussagen glauben, bei denen sie
sich wohlfühlen – ein Weg zur kollektiven Verdummung.
Trotz dieser düsteren Beobachtungen versprechen wir, “die
Fahne der Wissensgesellschaft hochzuhalten”. Wir rufen
dazu auf, dass sich Gleichgesinnte zu Wort melden und aktiv
werden. Gutes Wissensmanagement ist für uns mehr als
Feuerwehr-Aktionen wie Expert Debriefings – wir brauchen einen
strategischen Ansatz.
Ein konkreter Ausblick: Im nächsten Jahr erscheinen die
Neuauflagen der ISO 9001 und ISO
30401, die beide das Konzept der
Nachhaltigkeit und des kritischen
Wissens integrieren. Wir fragen uns: Um welche
Wissensgebiete müssen wir uns als Organisation kümmern, um nicht
nur heute, sondern auch in 10, 20 oder 30 Jahren erfolgreich zu
sein? Dies führt uns zur strategischen Dimension des
Wissensmanagements – ein Thema, das wir in kommenden
Episoden vertiefen werden.
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22.08.2025
1 Minute
In dieser Episode 42 des Knowledge on Air Podcasts
diskutieren Simon und Ulrich nach eineinhalb Jahren Pause den
Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf das Wissensmanagement.
Sie analysieren systematisch alle Bausteine des
Wissensmanagements von Probst et.al. und zeigen auf, wie
KI-Technologien jeden einzelnen Bereich revolutionieren können -
von der Zielformulierung über die Wissensidentifikation bis hin
zur Bewertung. Dabei werden sowohl die enormen Chancen als auch
kritische Aspekte wie Datenschutz und die Notwendigkeit
menschlicher Kontrolle beleuchtet.
Renaissance des Wissensmanagements durch demografischen Wandel
Das Thema Wissensbewahrung erlebt derzeit eine bemerkenswerte
Renaissance, die hauptsächlich durch den demografischen
Wandel getrieben wird. Nach jahrzehntelangen Zyklen, in
denen Wissensmanagement immer wieder aufkam und dann abflaute,
ist nun eine neue Ernsthaftigkeit zu beobachten. Der Grund liegt
in der unmittelbar bevorstehenden Pensionierung der
Baby-Boomer-Generation.
Die Zahlen sind alarmierend: Bis Mitte der 2030er
Jahre werden zweistellige Millionenanzahlen von
erfahrenen Fachkräften aus dem Berufsleben ausscheiden. Was
früher noch als “ferne Zukunft” galt, ist nun so nah, dass
Organisationen endlich handlungsleitend werden. Der Schmerz des
drohenden Wissensverlusts ist zu groß geworden, um das Thema
weiter zu ignorieren.
Gleichzeitig bietet die rasante Entwicklung der KI-Technologie
neue Möglichkeiten, diese verlorene Zeit aufzufangen. Anders als
bei früheren Technologien wie dem Internet oder Smartphones, die
Jahre brauchten, um in Unternehmen anzukommen, hat sich
Künstliche Intelligenz erstaunlich schnell
etabliert. Während früher eine Technologie zehn Jahre brauchte,
um vom Internet ins Intranet zu gelangen, ist dieser Prozess bei
KI deutlich beschleunigt.
Wissensziele: KI als strategischer Sparringspartner
Bei der Formulierung von Wissenszielen erweist
sich KI als außergewöhnlich wertvoller Sparringspartner. Durch
Methoden wie Future Backwards können Führungskräfte gemeinsam mit
KI strategische Ziele entwickeln. Die KI fungiert dabei ähnlich
wie ein menschlicher Berater, hat aber den Vorteil, dass sie
Zugang zu einem komprimierten Ausschnitt des gesamten
dokumentierten Weltwissens besitzt (s.a. Vortrag von Simon auf
der loscon25).
Besonders wertvoll ist die Fähigkeit der KI zum “Rollenspiel”.
Man kann sie anweisen, nacheinander in die Rollen verschiedener
Experten zu schlüpfen - etwa Peter Drucker, Sigmund Freud und
Helmut Willke - und ein Streitgespräch zu führen, um neue
Perspektiven auf Problemstellungen zu entwickeln. Dies
hilft dabei, die eigenen fachlichen Scheuklappen zu überwinden.
Kritisch zu beachten ist jedoch, dass die Qualität der
Ergebnisse stark von der Datenbasis abhängt. Bei
Frontline-Modellen wie GPT,
Gemini oder Claude ist nicht
transparent, auf welchen Daten sie trainiert wurden. Es besteht
die Gefahr von Bias, beispielsweise durch die Überrepräsentation
bestimmter Bevölkerungsgruppen in den Trainingsdaten. Daher ist
eine kritische Bewertung und menschliche Kontrolle
(“Human in the Loop”) unerlässlich.
Wissensidentifikation: Yellow Pages 5.0 und stille Experten
Die Wissensidentifikation erfährt durch KI eine
fundamentale Transformation. Zwei Hauptanwendungsbereiche stechen
hervor: Das Roleplay für verschiedene Perspektiven und die
automatisierte Recherche durch Research-Agenten.
Research-Agenten können eigenständig Internet-Recherchen
durchführen, Informationen vergleichen und zusammenstellen.
Aufgaben wie “Was haben die DAX 30 in den letzten zehn Jahren
über Wissensmanagement in ihren Geschäftsberichten geschrieben?”
können sie viel effizienter erledigen als Menschen.
Besonders wertvoll ist die Identifikation von Kompetenzträgern -
eine moderne Version der klassischen Yellow Pages. Durch die
Analyse von Community-Plattformen, Diskussionsverläufen und
E-Mail-Verkehr können “stille Experten” identifiziert werden -
introvertierte Fachkräfte, die zwar über enormes Wissen verfügen,
aber in einer von Selbstdarstellung geprägten Arbeitswelt oft
übersehen werden.
Diese KI-basierte Expertise-Identifikation bietet “Street
Credibility“, da sie auf tatsächlicher Hilfsbereitschaft und
Problemlösung basiert, nicht auf lauter Selbstvermarktung.
Wichtig sind dabei Datenschutz-konforme Ansätze,
bei denen Betroffene selbst entscheiden können, ob und wie sie
als Experten sichtbar werden möchten.
Wissenserwerb: Komprimiertes Weltwissen als strategischer
Vorteil
Beim Wissenserwerb ermöglicht KI den Zugang zu
einer komprimierten Version des dokumentierten
Weltwissens zu einem relativ überschaubaren Preis. Dies
entspricht der “Boundaryless Organization“ von Jack Welch bei
General Electric - der Idee, dass es egal ist, wer auf der Welt
eine gute Idee hat, solange man sie für die eigene Organisation
nutzen kann.
Für Unternehmensübernahmen eröffnet KI neue Möglichkeiten der
“kulturellen Due Diligence”. Traditionell
konzentriert sich die Prüfung auf Finanzkennzahlen, aber KI
könnte helfen, Unternehmenskulturen zu vergleichen und die
Integrierbarkeit zu bewerten. Dies ist kritisch, da viele
Übernahmen scheitern, weil Schlüsselpersonal aufgrund kultureller
Inkompatibilität das Unternehmen verlässt.
Wissensentwicklung: Kontinuierliche Aktualisierung und
Szenario-Planung
Die Wissensentwicklung profitiert enormt von KIs
Fähigkeit zur kritischen Prüfung bestehender Praktiken.
Regelmäßige Reviews von Leitfäden, Checklisten und
Prozessbeschreibungen können zeigen, ob diese noch dem Stand der
Technik entsprechen. Obwohl KI-Modelle einen Knowledge Cutoff
haben, sind sie dennoch viel näher am aktuellen Wissensstand als
die meisten Praktiker.
Besonders wertvoll ist das Durchspielen von Szenarien: “Wie
würden wir es machen, wenn alle Firmen KI-Chatbots hätten?” oder
“Wie hätte man es vor 100 Jahren gemacht?” Diese
Szenario-Analysen helfen bei der Entwicklung von
Transformationspfaden und der Identifikation notwendiger
Lernfelder.
KI ermöglicht es auch, die gleichen Inhalte für verschiedene
Zielgruppen aufzubereiten - vom Top-Management über den
Betriebsrat bis zu Mitarbeitern am Fließband. Diese Fähigkeit zur
zielgruppenspezifischen Kommunikation ist für die Verbreitung von
Wissensmanagement-Initiativen von unschätzbarem Wert.
Wissensverteilung: Personalisierte Information und KI-Sidekicks
Die Wissens(ver-)teilung wird durch KI
fundamental verändert. Statt statischer PDF-Dokumente können
Nutzer interaktive Dateien erhalten, mit denen sie über ihre
KI-Systeme direkt kommunizieren können. Dies bringt sie viel
näher an die tatsächlich benötigte Information heran.
Ein kritisches Thema ist die Informationsflut. KI kann helfen,
Push-Kommunikation zu personalisieren und von Zielgruppen- auf
Individualebene zu bringen. Newsletter und Inhalte können
automatisch gefiltert und zusammengefasst werden, basierend auf
persönlichen Interessensprofilen.
Besonders spannend sind KI-Sidekicks, die
proaktiv Vorschläge machen: “Hast du schon mal darüber
nachgedacht, dass dieser Aspekt für deine Arbeit relevant sein
könnte?” Wichtig ist dabei die Begründung - nicht nur was
empfohlen wird, sondern auch warum.
Der Trend geht zu autonomen KI-Agenten, die
nicht nur reaktiv auf Anfragen antworten, sondern proaktiv
agieren können. Diese könnten beispielsweise automatisch
erkennen, wenn neue relevante Literatur erscheint, und
entsprechende Empfehlungen aussprechen.
Wissensnutzung: Systematische Integration in Arbeitsprozesse
Für die systematische Integration von KI in die
Wissensnutzung bietet das WINS-Framework (Words,
Images, Numbers, Sounds) der Harvard Business Review eine
wertvolle Orientierung. Es analysiert, wie viel Prozent der
Arbeit aus WINS-Aktivitäten besteht und wie stark digitalisiert
diese sind.
Jobs mit hohem WINS-Anteil und hoher Digitalisierung befinden
sich “in the crucible” - hier wird sich in den
nächsten Jahren alles fundamental ändern. Umgekehrt können
Bereiche mit niedrigem WINS-Anteil und geringer Digitalisierung
die Entwicklung zunächst “vom Balkon aus”
beobachten.
Diese Systematik hilft dabei, Wissensarbeit zu analysieren und KI
gezielt einzusetzen - entweder für Automation
(KI übernimmt Aufgaben vollständig) oder
Augmentation (KI unterstützt Menschen bei ihren
Aufgaben).
Wissensbewahrung: Von Expert Debriefings zu interaktiven
Wissenssystemen
Die Wissensbewahrung z.B. mit Expert Debriefing
erfährt durch KI eine Revolution. Statt mühsamer
Dokumentationsaufgaben für ausscheidende Experten können
podcast-ähnliche Gesprächsrunden durchgeführt werden. Experten
diskutieren in entspannter Atmosphäre über Themen wie “Was in
Projekten immer schief geht” oder “Umgang mit schwierigen
Kunden”.
Diese Gespräche werden automatisch transkribiert, zusammengefasst
und in interaktive KI-Systeme überführt. Das Ergebnis: Neue
Mitarbeiter können spezifische Fragen stellen (“Erstelle einen
Einarbeitungsplan für Kraftwerksprojekte in Indonesien”) und
erhalten maßgeschneiderte Antworten basierend auf Jahrzehnten
gesammelter Erfahrung.
Der Vorteil liegt in der Kombination aus strukturierter
Dokumentation und der Bewahrung von Storytelling-Elementen.
Audio-Aufnahmen bleiben als Quelle verfügbar, sodass bei Bedarf
die ursprünglichen Expertenaussagen nachgehört werden können.
Auch die Integration von Dokumentensammlungen wird
revolutioniert. Statt dass neue Mitarbeiter hunderte von
Dokumenten durcharbeiten müssen, können sie gezielt Fragen
stellen und erhalten kontextbezogene Antworten aus dem gesamten
Dokumentenbestand.
Wissensbewertung: Qualitative Bewertung und Szenario-Vergleiche
Bei der Wissensbewertung ist Vorsicht geboten.
Quantitative, monetäre Bewertungsmodelle, die KI-basiert
Euro-Beträge für “Wissensassets” berechnen, sind problematisch,
da die Entstehung der Ergebnisse nicht nachvollziehbar ist.
Vielversprechender ist der qualitative Ansatz über
Szenario-Vergleiche. KI kann verschiedene Handlungsalternativen
durchspielen und deren Auswirkungen analysieren. Entscheidend ist
dabei nicht nur das “Was”, sondern vor allem das “Warum” - die
Begründung für Empfehlungen muss nachvollziehbar und von
menschlichen Experten validierbar sein.
Für das Maßnahmen-Controlling bietet KI große Potenziale.
Regelmäßige Erinnerungen, automatische Fortschrittsabfragen und
die Analyse von Umsetzungshindernissen können dabei helfen,
Wissensmanagement-Initiativen konsequent zu verfolgen und bei
Bedarf anzupassen.
Die Wissensbilanz als etabliertes Bewertungsinstrument kann durch
KI-Sidekicks bei Transkription und Zusammenfassung unterstützt
werden. Der Kern - der Dialog zwischen Menschen - sollte jedoch
unverändert bleiben, da er den eigentlichen Wert der Methode
ausmacht.
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27.12.2023
1 Stunde 1 Minute
Ulrich und Simon (Link zum erwähnten Blog-Beitrag) haben sich
Ende des Jahres zusammengesetzt, um die Ereignisse im
Wissensmanagement seit der letzten Episode zu besprechen und
einen Ausblick auf das Jahr 2024 zu geben.
P.S. wir haben für die Aufnahme ein neues Audio-Interface
verwendet, das immer wieder Audio-Stücke “verschluckt” hat. Wir
forschen, woran das liegt, damit das nicht mehr vorkommt.
Mehr
12.03.2023
59 Minuten
Nach fast drei Jahren haben habe Ulrich und Simon sich mal wieder
virtuell zusammengesetzt und eine Episode Knowledge on Air
aufgenommen. Es ging um das Erleben der Pandemie sowie unsere
persönlichen Highlights/Lowlights im Wissensmanagement.
Shownotes:
Hausmeisterei: der Knowledge on Air Podcast ist umgezogen
(Website). Man kann dem Podcast unter @koa@podcasts.cogneon.io
auch auf Mastodon folgen
So hat Ulrich die Pandemie erlebt
Lowlight: Umgang mit Wissen in der Pandemie
Highlight: Vortrag auf dem KnowledgeCamp 2021
Vortrag Die 7 Maximen des Wissensmanagements auf YouTube
(2023)
Artikel 7 Maximen für den erfolgreichen Umgang mit Wissen
(2015)
Wissen im Brockhaus und in der Wikipedia
So hat Simon die Pandemie erlebt
Digitales Schulamt Nürnberg
Highlight: Umgang mit Wissen in der Pandemie
Podcasts mit Christian Drosden (Corona) und mit Erhard
Bühler (Überfall auf die Ukraine)
Lowlight: Treffen von politischen Entscheidungen in der
Pandemie
Um kluge Entscheidungen treffen zu können, müssen alle
relevanten Fachdisziplinen an den Tisch gebracht werden
Highlight: Wissensarbeit wird erst virtuell und dann hybrid
Lowlight: Einige Communities und Veranstaltungen sind
eingeschlafen
Highlight: Wissensmanagement Stellenausschreibungen werden
besser
Ade
Wir entschuldigen uns für die ab und zu vorkommenden Kratzer auf
der Tonspur, die Technik war wohl nicht mehr ganz in Übung und
braucht ein Tropfen Audio-Öl.
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17.12.2019
27 Minuten
Veröffentlicht am 17. Dezember 2019
Auch auf dem KnowledgeCamp 2019, das vom in Berlin
stattfand, haben wir live gepodcastet. Zu Gast waren
Prof. Peter Heisig und Dr. Manfred Bornemann, die
über ihre Eindrücke vom Camp erzählen.
Mehr
Über diesen Podcast
Unsere Mission: Professioneller Umgang mit
Wissen – eine Selbstverständlichkeit
Knowledge on Air ist ein Podcast über die Rolle
von Wissen und Wissensmanagement im Alltag von Individuen und
Organisationen mit Ulrich Schmidt und Simon Dückert.
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