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Hauptberuflich depressiv?! - Der Podcast über Depression, Mental Health und Co. Archiv

50 Episoden
9 Minuten
Anhedonie – das Wort klingt fremd, das Gefühl kennen viele: Du machst nichts mehr mit Freude. Nicht mal die Dinge, die dich früher aufgeladen haben. In dieser Episode spreche ich über eines der am meisten unterschätzten Symptome der Depression – den Interessensverlust. Ich teile, wie Anhedonie mein Leben als Musiker auf den Kopf gestellt hat, wie sie Beziehungen zerstört, bevor man überhaupt versteht, was gerade passiert – und warum es so verdammt schwer ist, sich aufzuraffen, selbst wenn man weiß, dass es danach besser wird. Du erfährst außerdem, was mir konkret hilft, mit diesem Symptom umzugehen, und warum es so wichtig ist, Interessensverlust nicht als Faulheit abzutun – sondern als ernstes Signal.
22 Minuten
84% der Menschen mit Depression ziehen sich zurück. Nicht aus Gleichgültigkeit. Nicht aus bösem Willen. Weil das System gerade nicht mehr kann. Ich hab in dieser Phase Kunden verloren, Freundschaften einschlafen lassen und meine Frau an ihre Grenzen gebracht. Und gleichzeitig wollte ich das alles nicht. Das ist die grausamste Ironie des sozialen Rückzugs — du verlierst genau die Menschen, die dir helfen würden. In dieser Episode: was Rückzug wirklich ist, was er kostet, und warum Reden sich anfühlt wie ein dickes Pflaster abreißen — und trotzdem der einzige Weg raus ist.
36 Minuten
Ich lag letzte Woche um halb vier nachts wach. Nicht wegen Koffein, nicht wegen schlechter Gedanken. Mein Körper hat sich angefühlt wie ein Motor, der einfach nicht ausgeht. Das hat mich auf eine Spur gebracht, die meine letzten Wochen wirklich verändert hat. Das Nervensystem braucht nämlich keinen Schlaf. Es braucht Sicherheit. Und das ist ein riesiger Unterschied. In dieser Folge erzähle ich dir, was mir gerade hilft – Atemübungen, Bewegung, ein überraschend einfaches Konzept namens Affect Labeling – und was ich probiert habe und was nicht funktioniert hat. Ja, Journaling gehört dazu. Ich sags direkt. Außerdem: Drei Dinge aus meiner Recherche, die ich noch nicht ausprobiert habe – und warum ich trotzdem transparent darüber spreche.
26 Minuten
Mein Kater will raus. Und ich stehe an der Tür und denke: Was, wenn er nicht wiederkommt? Klingt banal. Ist es nicht. Dieser Moment hat mich direkt in das Thema geworfen, das mich gerade am meisten beschäftigt: Machtlosigkeit. Das Gefühl, dass mir die Dinge entgleiten – der Kater, die Gesundheit, die Welt. Und wie ich lerne, damit zu leben, statt dagegen anzukämpfen. Außerdem stelle ich in dieser Folge die **Mental Health Initiative** vor – eine Organisation, die mit Jugendlichen arbeitet und Suizidversuche nachweislich um über 50% senken konnte. Passender hätte mein Partner für den Podcast-Torn nicht sein können.
19 Minuten
Alle reden davon. Kaum jemand hinterfragt es. "Es wird erstmal schlimmer, bevor es besser wird." – Das sagen Websites, das glauben Patienten, das wiederholen Podcaster. Die Studienlage sagt etwas anderes. In dieser Folge nehme ich diesen Satz auseinander. Was die Forschung wirklich zeigt. Was trotzdem stimmt. Und warum Therapie sich trotz allem anfühlen kann wie ein Rückschritt – obwohl du auf dem richtigen Weg bist. Für alle, die gerade in Therapie sind und sich fragen: Läuft das hier überhaupt richtig?
19 Minuten
Es gibt Tage, da schaue ich meine Frau an. Meine Kinder. Und da ist nichts. Keine Wärme. Keine Liebe. Nur Schwere und Hass auf mich selbst. Das ist kein Zeichen gegen die Beziehung. Es ist die Krankheit – und sie lügt. In dieser Folge spreche ich über eines der härtesten Themen rund um Depressionen: wenn positive Gefühle einfach nicht erreichbar sind. Und was mir geholfen hat, trotzdem die Verbindung zu halten.
16 Minuten
Ich bin allein auf einer Finca in Spanien. Kein Zuhause, keine Familie, kein Sport, kein Internet. Auf der Therapie-Warteliste. Und die ersten sieben Tage waren die Hölle. In dieser Episode erzähle ich dir, was passiert, wenn du aus deinem System gerissen wirst. Wie es sich anfühlt, wenn Depression auf Einsamkeit trifft. Und wie ich trotzdem – mit zweiHunden und ohne Wecker – langsam Boden gefunden habe. Du erfährst, warum Schlaf nicht verhandelbar ist. Wie sich Routinen entwickeln, wenn du entwurzelt bist. Und warum du da einfach durch musst. Keine Bullshit-Tipps. Keine schnellen Lösungen. Nur die rohe Wahrheit darüber, was passiert, wenn alles wegbricht.
27 Minuten
Ich bin 44 und lerne gerade etwas, das andere als Kind lernen: Gefühle nicht wegmachen. Gefühle halten. Klingt banal. Ist oft verdammt schwer. In dieser Episode erzähle ich, wie ich jahrelang versucht habe, unangenehme Gefühle zu umgehen und was sich verändert hat, seit ich stattdessen anfange, sie im Körper auszuhalten. Ohne Heldengeschichte. Eher als ehrlicher Trainingsbericht. Wenn du viel funktionierst, schnell in Ablenkung rutschst oder beim Essen, Scrollen oder Arbeiten merkst: „Ich will gerade eigentlich nur weg“ — dann könnte diese Folge dir einen ersten, machbaren Schritt geben, wieder bei dir anzukommen.
19 Minuten
Ich bin wieder auf einer Warteliste. Therapieplatz in Aussicht, aber bis zu sechs Monate warten. Rückfall diagnostiziert, Motivation da – und trotzdem dieser Leerlauf. In dieser Folge zeige ich dir, wie ich diese Wartezeit überbrücke. Was mir hilft, wenn die Symptome nagen. Und warum das Warten für Menschen, die zum ersten Mal mit Depressionen konfrontiert werden, noch härter sein kann.
26 Minuten
Der November hat seine eigene Schwere. Und manchmal fühlt er sich an, als würde er direkt im Kopf sitzen. Ich spreche darüber, wie mich die dunkle Jahreszeit mental erwischt, warum meine neue Teilzeitregelung plötzlich mehr Licht in den Alltag bringt – und was passiert, wenn selbst gute Nachrichten auf bleierne Stimmung treffen. Es geht um Verluste, Müdigkeit, Dysthymie – und darum, wie kleine Dinge wie Lampen, Bewegung oder ein offenes Gespräch plötzlich mehr bewirken, als man denkt. Keine Therapie, kein Ratgeber. Nur ehrliches Reflektieren über den Versuch, sich selbst wiederzufinden, wenn der November mal wieder länger dauert als 30 Tage.
19 Minuten
Was soll ich sagen: das Dunkle ist zurück! In dieser Episode will ich dir meinen nächsten Schritte zeigen.
29 Minuten
Ein Montag. Nicht besonders schlimm. Und trotzdem war da etwas. Zu viel Erschöpfung. Ein falscher Moment. Gedanken, die kippen. In dieser Folge erzähle ich, was passiert ist. Warum ich fast abgerutscht wäre. Und was mir geholfen hat, die Kurve zu kriegen. Keine Tipps, kein Ratgeber. Nur eine ehrliche Geschichte. Vielleicht erkennst du etwas darin.
20 Minuten
So konnte es nicht weitergehen. Meine Selbstständigkeit war jahrelang ein wichtiger Teil meiner Identität – aber irgendwann wurde klar: Ich brauche einen radikalen Schnitt. Warum ich mich entschieden habe, nur noch zur Hälfte selbstständig zu sein und was das mit meiner Depression zu tun hat, erfährst du in dieser Folge.
18 Minuten
Plötzlich ist sie da – diese Schwere, die dich ohne Vorwarnung trifft. Doch es gibt Wege, nicht darin zu versinken. In dieser Folge packe ich meinen „Notfallkoffer“ aus: praktische Tools, um dich aus negativen Gedankenspiralen zu befreien. Warum kleine Schritte oft der größte Gamechanger sind und welche einfachen Techniken wirklich helfen
17 Minuten
Der Januar ist für viele mit Depressionen eine harte Zeit: Dunkle Tage, der „Blue Monday“, Neujahrsvorsätze, die scheitern – all das kann den emotionalen Tiefpunkt noch verstärken. In dieser Folge spreche ich über die häufigsten Themen, die in Online-Foren zum Jahresanfang diskutiert werden: von Winterdepression über Einsamkeit bis hin zu finanziellen Sorgen. Du erfährst, warum dich dieser Monat besonders mitnehmen kann und welche Strategien dir helfen können, damit umzugehen.