Bühne frei - Der Theater Dortmund Podcast
#0 Bühne frei für die Pilotfolge!
13. September 2022
Podcaster
Episoden
01.04.2026
1 Stunde 11 Minuten
„Das eine ist zu gucken, was war bisher und das andere ist zu gucken, was wird gewesen sein...“ Seit der Spielzeit 2020|21 leitet Julia Wissert das Schauspiel Dortmund. Die aktuelle Saison markiert einen der größten Umbrüche ihrer Intendanz: den Abschied vom Schauspielhaus und den Umzug in eine Ausweichspielstätte – das ehemalige C&A-Gebäude in der Dortmunder Innenstadt. Der Grund: Am Hiltropwall entsteht die Junge Bühne. Über die Herausforderungen, Chancen und Entscheidungsprozesse hinter diesem Schritt sprechen Julia und Linda in dieser Folge. Bevor es auf die neue Bühne geht, feiert Julias Produktion »Die Dreigroschenoper« am 04.06.26 Premiere im Salzlager auf der Kokerei Hansa. Im Gespräch geht es um die Besonderheiten ihrer Inszenierung, die aus vier unterschiedlichen Versionen des Originals entwickelt wurde. „Wir haben in der Vorbereitung versucht, dass wir Gesprochenes und Gesungenes gleichwertig auf der Bühne stattfinden lassen." Außerdem erzählt Julia von ihrer Arbeit als Regisseurin („Für mich beginnt die ganze konzeptionelle Arbeit damit, dass ich an etwas hängen bleibe, wo ich merke: "Ah, die Welt interessiert mich."), ihren Aufgaben als Intendantin („Eine Intendantin ist eine Krisenmanagerin.") und ihrer Vision für das Schauspiel Dortmund.
Mehr
21.01.2026
56 Minuten
„Ich bin tatsächlich jedes Mal, wenn ich ins Theater gehe, einfach aufgeregt [...] und ich hab immer wie so Schmetterlinge im Bauch, was eigentlich schön ist.“ Nach den erfolgreichen Produktionen »Woyzeck« und »Queens« kehrt Jessica in dieser Spielzeit mit der Uraufführung von »Pidor und der Wolf« zurück ans Schauspiel Dortmund, was für sie immer ein "Homecoming"-Gefühl ist. Die Regisseurin spricht mit Linda über das emotional und inhaltlich herausfordernde Stück von Sam Max, das die Verfolgung queerer Menschen in Tschetschenien thematisiert, die heute immer noch passiert. „Es ist für mich auch das allererste Mal, dass ich ein Stück inszeniere, das realpolitisch ist.“ Jessica erzählt von ihrer Arbeitsweise beim Inszenieren, von den Herausforderungen beim Proben eines solch schweren Stoffes und warum ihr die Teamarbeit am Theater Energie gibt, weiterzumachen. „Es ist manchmal wirklich, dass ich so denke: Wow, das ist schon wieder so ein Wunder, dass das jetzt tatsächlich geklappt hat.“
Mehr
31.12.2025
1 Stunde 10 Minuten
„Das ist so ein Geschenk, ich weiß auch gar nicht, wie ich das anders sagen soll.“ Wer in den letzten Jahren ein Musical an der Oper Dortmund gesehen hat, ist an Antonia Kalinowski eigentlich nicht vorbei gekommen. Aktuell steht sie als Sandy in »Grease« auf der Bühne, während ihres Studiums an der Folkwang Universität der Künste Essen war sie Teil von »Cabaret« und »RENT«. Und in der nächsten Spielzeit wird sie die Hauptrolle der Ich im Erfolgsmusical »Rebecca« an der Seite von Mark Seibert und Bettina Mönch verkörpern! In wenigen Jahren ging Antonias Bühnenkarriere steil nach oben, wofür sie jeden Tag dankbar ist, wie sie selbst sagt. Ein Ritual von ihr ist z.B., dass sie sich nach jeder Vorstellung die Zeit nimmt, um sich zu bedanken, dass sie den Beruf ausüben darf. „Ich bin auch ganz, ganz dankbar und ehrfürchtig auf eine Art, dass es einfach so viele spannende Projekte hintereinander jetzt gab [...]“. Mit Linda spricht sie in dieser Folge über ihre Aufnahmeprüfung an der renommierten Folkwang Universität der Künste, über ihr Studium und wie es ist, gemeinsam mit Kommiliton*innen nun auf den großen Bühnen zu spielen. Sie erzählt von ihren Engagements nach dem Studium (u.a. die China-Tour von »Rebecca«) und was ihr die aktuelle Rolle der Sandy in »Grease« bedeutet, in die sie sich sehr gut hineinversetzen kann und die vielschichtiger ist, als man auf den ersten Blick vermutet. „Weil es mir glaube ich auch persönlich hilft, gerade für diese Rolle auch zu schauen, was gibt es für Momente in meinem Leben, die sich vielleicht ähnlich angefühlt haben?“. Außerdem sprechen Antonia und Linda über ihre Vorsätze für das neue Jahr, warum die Vorfreude auf »Rebecca« so riesengroß ist und was die beiden mit dem Musical verbinden. Es geht auch um die Bedeutung von Theater, als Zuschauende und auch als Mitarbeitende („Das sind irgendwie so Momente, da verbindet man Job und Lebensereignisse auf eine gewisse Art, die total berührend sind und total besonders für mich waren und erfüllend.“) und darum, dass die Oper Dortmund für Antonia etwas ganz Besonderes ist, sodass es sich für sie anfühlt, wie nach Hause zu kommen. „Ich finde das auch irgendwie immer wieder ganz großartig zu sehen, von wie vielen Leuten einfach diese Gesamtleistung abhängt [...] und da so ein Zusammen zu entwickeln, das macht schon sehr viel Spaß.“
Mehr
18.12.2025
59 Minuten
„(Dortmund) ist eine einzigartige Stadt, weil sie lieben Kultur, aber sind noch offen genug, dass man neue Wege versuchen kann. Das kommt schon selten vor.“ Der nächste Intendant ist bei Linda zu Gast: Jordan de Souza hat im Sommer 2025 seine Stelle als neuer Generalmusikdirektor der Dortmunder Philharmoniker angetreten und man merkt: Er ist motiviert, neue Wege zu gehen, möchte trotzdem gewisse Traditionen bewahren und hat einfach große Lust auf seinen Job! In dieser Folge erzählt er von seiner Vision für das Dortmunder Orchester und was er sich bei dem Spielplan 2025|26 gedacht hat. „Unsere Identität als Klangkörper deutlich zu gestalten, eine Verbindung mit dem Publikum zu schaffen, was wollen die Leute? [...] auch diese Entdeckungsfreude immer zu haben, nicht nur, was auf meiner Bucketlist steht.“ Neben neuen Formaten, wie »Deep Dive« oder den »Late Night Konzerten«, gibt es auch weiterhin die klassischen Philharmonischen Konzerte im Konzerthaus und die Kammerkonzerte, bei denen Musiker*innen an verschiedenen Orten in der Stadt musizieren. Auch die Angebote der Musikvermittlung liegen dem gebürtigen Kanadier am Herzen, denn ihm ist es besonders wichtig, die Musik in die Stadt hinauszutragen, um verschiedene Menschen damit zu erreichen. „Ich versuche, einen sicheren Ort zu schaffen, wo die Leute ihr eigenes Abenteuer oder ihr eigenes Erlebnis haben können.“ Jordan spricht mit Linda auch über seinen beeindruckenden Werdegang, über seine Liebe zum Theater und wie er diese Leidenschaft immer verfolgt hat und klärt grundlegende Fragen wie: Was macht eigentlich ein Generalmusikdirektor? Und was genau sind die Aufgaben eines Dirigenten? "Nur" schöne Konzerte spielen, reicht Jordan dabei nicht. „Die sechste Vorstellung am Mittwochabend soll sich wie eine Premiere anfühlen. Das ist mein Ziel, meine Verantwortung.“
Mehr
26.11.2025
1 Stunde 4 Minuten
„Wir wären nicht das Ballett Dortmund, wenn wir die Sachen normal machen würden.“ Mit dem Start der Intendanz von Jaš Otrin beginnt in dieser Spielzeit am Ballett Dortmund und NRW Juniorballett nach 20 Jahren Xin Peng Wang eine neue Ära. In welche Fußstapfen er tritt, ist dem ehemaligen Profi-Tänzer bewusst, er plant aber auch einige Veränderungen: Auf der Bühne werden voraussichtlich andere Tänzer*innen-Konstellationen zu sehen sein und andere Ensemble-Mitglieder werden Chancen auf große Rollen bekommen. Hinter der Bühne baut Jaš ein neues Team und auch ein Health Center, inklusive Mental Coach auf. „Wenn ich das in einem Wort übersetzen sollte, bin ich der Ermöglicher.“ Was macht ein Ballettintendant, der nicht selbst choreografiert und wie geht Jaš das ihm sehr wichtige Thema „Transition“, also den Weg von der Bühne in einen anderen Beruf, mit den Tänzer*innen an? Er selbst kann sich als ehemaliger Profi-Tänzer gut in das Ensemble hineinversetzen und auch, wie schwer der Schritt nach dem Karriere-Ende ist. „Wenn man eine gute Vorstellung hatte, geht man wie auf Wolken nach Hause.“ In dieser Folge sprechen Linda und er außerdem um den sehr abwechslungsreichen Spielplan 25|26, warum der Mix aus »Romeo und Julia« und Radiohead durchaus Sinn macht, warum Scheitern wichtig ist, wie intensiv und herausfordernd der Beruf eines/ einer Ballett-Tänzer*in ist und warum es wichtig ist, das immer wieder zu verdeutlichen. „Wir wollen wirklich zeigen, dass der Tanz heute noch relevant ist. Dass es nicht ein Beruf ist, wo man sagt: "Was machst du tagsüber, wenn du abends auf der Bühne stehst?". Das würde auch niemand einen Fußballer fragen, was er tagsüber macht, wenn er abends ein Spiel hat.“
Mehr
Über diesen Podcast
Das Theater ist eine der ältesten Kunstformen, die es gibt.
Friedrich von Schiller hat gesagt: Das Theater ist ein Spiegel der
Gesellschaft. Aber ist das auch im 21. Jahrhundert so? Wenn es
Netflix, TikTok und soziale Medien gibt, warum sollte ich dann noch
ins Theater gehen? Was machen eigentlich Regisseur*innen,
Hutmacher*innen oder Maskenbildner*innen? Wir beantworten die
Fragen im Podcast vom Theater Dortmund: Bühne frei! Neue Folgen
gibt es jede zweite Woche Mittwoch!
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.