Podcaster
Episoden
01.07.2026
57 Minuten
„Das, was Theater ja kann, ist ja, Behauptungen zu schaffen.“ Sar Adina Scheer ist seit der Spielzeit 2023|24 als festes Ensemblemitglied am Kinder- und Jugendtheater Dortmund und neben unzähligen Rollen, die sie* bisher auf unserer Bühne verkörpert hat, schlüpft Sar nun in die Rolle der Regieperson: Mit der Produktion »Miau« gibt Sar in der kommenden Spielzeit ihr* Regiedebüt und erzählt Linda, wie der Probenprozess läuft und welchen Twist Sar sich für die Besetzung überlegt hat. Beim renommierten Westwind-Festival räumte die KJT-Produktion »Das Gewicht der Ameisen« in diesem Jahr gleich zwei Preise ab und die Vorstellung vor Ort war gleichzeitig Sars Highlight der Spielzeit: „Das war so eine wilde Vorstellung, man war so: Ihr geht ja so heftig mit! Es gab so viele Lacher, wo man sich natürlich auch total drüber freut.“ Gerade noch eine Vorstellung im KJT gespielt, erzählt Sar in der letzten Folge der Saison 2025|26 von seinem* Weg ins Ensemble nach Dortmund, seinen* Filmprojekten und von den Besonderheiten, wenn man vor jungem Publikum spielt. Nach den Theaterferien geht es weiter mit Staffel 5 ‒ wir freuen uns drauf!
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03.06.2026
1 Stunde 6 Minuten
„Es kommt ein Moment, wo ich 25 Positionen auswendig kenne.“ Ivan Keim liebt Challenges: Er steht als Tänzer auf der Bühne, gleichzeitig arbeitet er als Dance Captain daran, dass die einstudierten Choreografien ab dem Zeitpunkt der Premiere weiterhin sitzen. Fällt z.B. ein*e Darsteller*in aus, kümmert sich Ivan darum, dass das Publikum dies in den Tanznummern nicht merkt. In »Grease« stand er mit dem Ensemble gemeinsam auf der Bühne und hat zugleich „wie mit einem Fischauge“ kontrolliert, ob die Choreos korrekt eingehalten werden. Als Dance Captain hält er mit seiner Energie außerdem die Stimmung in der Cast hoch. Eine ähnliche Stütze ist der gebürtige Argentinier in seinem Job als Souffleur der Oper. Braucht ein*e Darsteller*in Hilfe mit dem Text, ist Ivan da. Den Text ruft er dabei ein paar Takte vorher rein, sodass keine Gesangspause entsteht und das Publikum nichts mitbekommt. Mit einigen Darstellenden hat er dafür sogar Geheimcodes abgesprochen. Als Souffleur muss Ivan gleichzeitig alle Sänger*innen, den/die Dirigent*in und seine eigenen Noten im Blick haben, um im richtigen Moment auszuhelfen. Dieser Multitasking-Job sollte viel bekannter sein, findet er. „Der Souffleur ist der Feuerwehrmann. Ich bin immer da, ich helfe immer ein bisschen, aber wenn das Feuer brennt, springe ich ein.“ Neben seinen vielfältigen, aktuellen Tätigkeiten, sprechen Linda und Ivan in dieser Folge außerdem über Ivans Werdegang als Tänzer und seinen Weg ans Theater Dortmund.
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06.05.2026
50 Minuten
„Man muss auch einen Tisch zum Leben erwecken können.“ (Mark Bednarz) Große Produktionen mit riesigen Bühnen- und wechselnden Szenenbildern, werden nicht nur von den Ensembles auf der Bühne dargeboten, sondern auch durch die Statisterie zum Leben erweckt. Von Kellner*innen und Soldat*innen über Bären, Trolle und sogar Möbelstücke ‒ was unser Ensemble der Statisterie alles verkörpert, lässt sich kaum in einer Podcastfolge erzählen. Mark Bednarz (Leiter der Statisterie) und David Litzenberg (stellv. Leiter) versuchen es trotzdem und erzählen Linda von ihren vielfältigen Aufgaben als Statist*innen der Oper und des Balletts, wie die spielerische Überbrückung von Umbauten oder das Doublen von Hauptrollen und erklären, wer alles zur Statisterie dazugehört. „Das Überraschende ist, man weiß vorher nie genau, was auf einen zukommt [...] man erlebt immer wieder was Neues.“ (David Litzenberg) Braucht man Vorerfahrung, um Statist*in zu werden? Wo kann man sich bei uns bewerben? Und unterscheidet sich die Arbeitsweise der Statist*innen im Ballett und in der Oper? Mark und David erzählen vom Ablauf der Proben, von Kartenspielen während der Vorstellungen und welches die verrücktesten Rollen waren, die die beiden bisher verkörpert haben. Du willst bei uns Statist*in für Opern- und Ballettproduktionen werden? Bewirb dich auf tdo.li/statisterie
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01.04.2026
1 Stunde 11 Minuten
„Das eine ist zu gucken, was war bisher und das andere ist zu gucken, was wird gewesen sein...“ Seit der Spielzeit 2020|21 leitet Julia Wissert das Schauspiel Dortmund. Die aktuelle Saison markiert einen der größten Umbrüche ihrer Intendanz: den Abschied vom Schauspielhaus und den Umzug in eine Ausweichspielstätte – das ehemalige C&A-Gebäude in der Dortmunder Innenstadt. Der Grund: Am Hiltropwall entsteht die Junge Bühne. Über die Herausforderungen, Chancen und Entscheidungsprozesse hinter diesem Schritt sprechen Julia und Linda in dieser Folge. Bevor es auf die neue Bühne geht, feiert Julias Produktion »Die Dreigroschenoper« am 04.06.26 Premiere im Salzlager auf der Kokerei Hansa. Im Gespräch geht es um die Besonderheiten ihrer Inszenierung, die aus vier unterschiedlichen Versionen des Originals entwickelt wurde. „Wir haben in der Vorbereitung versucht, dass wir Gesprochenes und Gesungenes gleichwertig auf der Bühne stattfinden lassen." Außerdem erzählt Julia von ihrer Arbeit als Regisseurin („Für mich beginnt die ganze konzeptionelle Arbeit damit, dass ich an etwas hängen bleibe, wo ich merke: "Ah, die Welt interessiert mich."), ihren Aufgaben als Intendantin („Eine Intendantin ist eine Krisenmanagerin.") und ihrer Vision für das Schauspiel Dortmund.
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21.01.2026
56 Minuten
„Ich bin tatsächlich jedes Mal, wenn ich ins Theater gehe, einfach aufgeregt [...] und ich hab immer wie so Schmetterlinge im Bauch, was eigentlich schön ist.“ Nach den erfolgreichen Produktionen »Woyzeck« und »Queens« kehrt Jessica in dieser Spielzeit mit der Uraufführung von »Pidor und der Wolf« zurück ans Schauspiel Dortmund, was für sie immer ein "Homecoming"-Gefühl ist. Die Regisseurin spricht mit Linda über das emotional und inhaltlich herausfordernde Stück von Sam Max, das die Verfolgung queerer Menschen in Tschetschenien thematisiert, die heute immer noch passiert. „Es ist für mich auch das allererste Mal, dass ich ein Stück inszeniere, das realpolitisch ist.“ Jessica erzählt von ihrer Arbeitsweise beim Inszenieren, von den Herausforderungen beim Proben eines solch schweren Stoffes und warum ihr die Teamarbeit am Theater Energie gibt, weiterzumachen. „Es ist manchmal wirklich, dass ich so denke: Wow, das ist schon wieder so ein Wunder, dass das jetzt tatsächlich geklappt hat.“
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Über diesen Podcast
Das Theater ist eine der ältesten Kunstformen, die es gibt.
Friedrich von Schiller hat gesagt: Das Theater ist ein Spiegel der
Gesellschaft. Aber ist das auch im 21. Jahrhundert so? Wenn es
Netflix, TikTok und soziale Medien gibt, warum sollte ich dann noch
ins Theater gehen? Was machen eigentlich Regisseur*innen,
Hutmacher*innen oder Maskenbildner*innen? Wir beantworten die
Fragen im Podcast vom Theater Dortmund: Bühne frei! Neue Folgen
gibt es jede zweite Woche Mittwoch!
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