Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. IGeL-Podcast Podcast

Episoden

36 Minuten
Medizinische Leitlinien sind Handlungsempfehlungen, die Ärztinnen und Ärzte und ihre Patienten bei der Entscheidung über eine Behandlung unterstützen. In der heute veröffentlichten Folge des IGeL-Podcast erklärt Leitlinien-Expertin Monika Nothacker, wofür Leitlinien gebraucht werden, wie und von wem sie erstellt werden und warum sie auch für Patientinnen und Patienten wichtig sind. 

 

Monika Nothacker ist stellvertretende Leiterin des Instituts für Medizinisches Wissensmanagement (IMWi) der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Die AWMF koordiniert die Entwicklung und Weiterentwicklung von wissenschaftlich begründeten medizinischen Leitlinien und begleitet die Autorinnen und Autoren bei der Leitlinienerstellung. 

 

Im Durchschnitt dauert es ein bis zwei Jahre, bis eine Leitlinie nach internationalen Standards erstellt ist. Nothacker erklärt im Podcast das aufwändige Verfahren. Sie betont, wie wichtig es ist, dass sich dabei auch Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen und anderer Gesundheitsberufe sowie Patientenvertretende einbringen.

 

Die Expertin stellt die Leitlinien-Klassifikation vor und erklärt, was S3-Leitlinien zum Flaggschiff macht, und weshalb die S1-Leitlinienklasse bis heute nicht abgeschafft wurde, obwohl dies immer wieder zur Diskussion stand. 

 

Bei Autorinnen und Autoren von Leitlinien können Interessenkonflikte vorliegen. Nothacker erklärt, was damit gemeint ist, und wie versucht wird, mit Interessenkonflikten transparent umzugehen.

 

Links:

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)

Leitlinienregister

Leitlinien / Informationen für Patienten

Leitlinienwatch.de

Zu Gast in dieser Folge:

Dr. med. Monika Nothacker, MPH, stellvertretende Leiterin Institut für Medizinisches Wissensmanagement (IMWi) der Arbeitsgemeinschaft der medizinisch wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF)

Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast
36 Minuten
Das deutsche Gesundheitssystem bietet viele Leistungen und Wahlmöglichkeiten. Doch trotz hoher Ausgaben belegt Deutschland bei wichtigen Gesundheitsindikatoren nur das Mittelfeld. In der neuen Folge des IGeL-Podcast ordnet die Gesundheitssoziologin Dr. Miriam Blümel von der Technischen Universität Berlin das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich ein.

  „Versicherte sind es hierzulande gewohnt, sich ihren Facharzt selbst auszusuchen. Und sie müssen sich meist auch keine Gedanken darüber machen, was eine der zahllosen Therapien oder Medikamente kostet. Von daher bietet das deutsche Gesundheitssystem den Versicherten schon sehr viel im Vergleich zu vielen anderen Ländern“, sagt Blümel. Sie erläutert im IGeL-Podcast, was das deutsche System auszeichnet und einzigartig macht. 

 

Ihre anfängliche Meinung, dass Deutschland das beste Gesundheitssystem der Welt hat, geriet zunehmend ins Wanken. Denn wenn Forschende wie Blümel, sich das System genauer anschauen, gibt es auch Aspekte, die in Gesundheitssystemen anderer Länder besser laufen. Dafür blickt Blümel unter anderem auf die Reform in Dänemark oder den Niederlanden und erläutert deren Wirkungen.  

 

Zu Gast in dieser Folge: Dr. Miriam Blümel, Technische Universität Berlin

 

 

 Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.
30 Minuten
Die Schwangerschaft ist eine Zeit von Hoffen und Bangen. Um Gefahren für die Gesundheit von Mutter und Kind abzuwenden und Gesundheitsstörungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen viele Leistungen. Darüber hinaus gibt es ein großes Angebot an selbst zu zahlenden IGeL-Leistungen. Doch wie sinnvoll sind diese Angebote? Im Gespräch mit Dr. Antje Enekwe hinterfragt die neue Folge des IGeL-Podcast Selbstzahlerleistungen in der Schwangerschaft.

Dr. Antje Enewke ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe beim Medizinischen Dienst Bund. Als solche berät sie unter anderem den GKV-Spitzenverband vor allem beim Thema außerklinische Geburtshilfe. Enekwe erläutert, wie umfangreich die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen während Schwangerschaft, Geburt und nach der Geburt sind und auch, wo diese Leistungen geregelt sind.

Die Ärztin erklärt auch, welche individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) in der Schwangerschaft besonders häufig angeboten werden. Dazu zählen vor allem Früherkennungsuntersuchungen wie das Ersttrimester-Screening und die Nackenfaltenmessung oder Tests auf Toxoplasmose und das Zytomegalievirus. Viele Untersuchungen versprechen Sicherheit, bergen aber Risiken wie Überdiagnostik, Scheinsicherheit oder ein unklares Verhältnis von Nutzen zu Schaden, wie Enekwe am Beispiel des ß-Streptokokken-Tests verdeutlicht.

In den vergangenen Jahren sind einige wenige IGeL-Leistungen zu Kassenleistungen geworden, weil es ausreichende Belege dafür gab, dass ihr Nutzen größer ist als ihr Schaden. Beispiele sind der Pränataltest auf den fetalen Rhesusfaktor oder der Pränataltest auf die Trisomien 13, 18 und 21. Die Einführung des letzteren als Kassenleistung wirft allerdings ethische Fragen auf, weiß Enekwe und berichtet auch darüber im IGeL-Podcast.

Zu Gast in dieser Folge: Dr. Antje Enekwe, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Medizinischer Dienst Bund

Links zu IGeL-Bewertungen:

• Akupunktur in der Schwangerschaft (wird in Kürze aktualisiert)

• Toxoplasmose-Test bei Schwangeren (2021)

• Streptokokken-Test in der Schwangerschaft (2017)

• Ultraschall in der Schwangerschaft (ergänzende Untersuchungen) (ohne Bewertung, da seit 2021 verboten) 

Weitere Informationen zu Schwangerschaft und Mutterschaft (G-BA) 

Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast. 
28 Minuten
Der IGeL-Monitor hat vor wenigen Tagen seine aktuelle Bewertung der Osteopathie bei unspezifischen Rückenschmerzen veröffentlicht. In der heutigen Folge des IGeL-Podcast erläutert Marion Danner, eine der Autorinnen, warum der Nutzen und Schaden dieser Selbstzahlerleistung vom IGeL-Monitor erneut mit „unklar“ bewertet wurde.

Die Physiotherapeutin und Heilpraktikerin Kerstin Kempen aus Köln erklärt, was genau man unter Osteopathie versteht und was das alternative Verfahren von Physiotherapie unterscheidet. Sie berichtet zudem, wie sie persönlich die osteopathische Behandlung einsetzt. Rückenschmerzen zählen zu den am weitesten verbreiteten Beschwerden und sind einer der häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit.

Viele therapeutische Maßnahmen – darunter auch die Physiotherapie – werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Osteopathie hingegen ist eine selbst zu zahlende Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Viele gesetzliche Krankenkassen bezuschussen die Leistung jedoch freiwillig. Viele Patientinnen und Patienten setzen auf osteopathische Behandlungen als Selbstzahlerleistung. Wer das für sich in Betracht zieht, sollte sich über den zu erwartenden Nutzen und Schaden informieren.

Zu Gast in dieser Folge:

Dr. Marion Danner, Diplom-Volkswirtin und Gesundheitsökonomin

Kerstin Kempen, Physiotherapeutin und Heilpraktikerin

Links:

Pressemitteilung zur Bewertung  

Bewertung: Osteopathie bei unspezifischen Kreuzschmerzen 

Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast. 
34 Minuten
Das System der gesetzlichen Krankenversicherung steht unter enormem finanziellem Druck. Wege aus der Krise soll die ‚FinanzKommission Gesundheit‘ weisen. Im März präsentierte sie einen ersten Bericht mit 66 Vorschlägen zur kurzfristigen Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung ab 2027. In der neuen Folge des IGeL-Podcast erklärt der Vorsitzende der Kommission, Prof. Dr. Wolfgang Greiner, wie die Kommission vorging und was ihr wichtig war.

Greiner ist Professor für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement an der Universität Bielefeld. Er ist seit 2010 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Im IGeL-Podcast berichtet er, wie die Kommission es schaffte, aus rund 1.700 Vorschlägen der verschiedenen Stakeholder im Gesundheitssystem die 66 Vorschläge zu destillieren, die dem Bundesgesundheitsministerium als Grundlage für einen Gesetzesentwurf dienten.

Greiner erläutert, wie frei die Kommission bei der Erarbeitung der Vorschläge war, wie einig sich die Kommissionsmitglieder bei den Maßnahmen waren, welche Maßnahme aus finanzieller Sicht einen ganz besonders großen Effekt hätte und was den Finanzökonom bei der Vorstellung des Gesetzentwurfs überrascht hat.

Die Kommission besteht aus zehn Expertinnen und Experten aus den Bereichen Ökonomie, Medizin, Sozialrecht, Ethik und Prävention. Sie nahmen im September 2025 die Arbeit auf. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte sie berufen und damit beauftragt, wissenschaftlich fundierte Maßnahmen vorzuschlagen, mit denen das GKV-System stabilisiert und weitere Belastungen vermieden werden können. In einem zweiten Schritt erarbeitet die Kommission bis Ende des Jahres Vorschläge für strukturelle Verbesserungen, mit denen das GKV-System mittel- bis langfristig gefestigt werden kann.

Zu Gast in dieser Folge:

Prof. Dr. Wolfgang Greiner, Vorsitzender FinanzKommission Gesundheit, Professor für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement, Universität Bielefeld

Links:

Webseite der FinanzKommission Gesundheit auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast. 
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.

Über diesen Podcast

Der IGeL-Podcast ist der informative Gesundheits-Podcast des IGeL-Monitors. Um Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) wird es gehen, der stetig wachsende IGeL-Markt steht im Mittelpunkt, die Relevanz dieses Marktes für Versicherte, aber auch seine Bedeutung im deutschen Gesundheitssystem. Wir suchen den Dialog mit gesundheitspolitischen Akteuren, holen sie an den Tisch, diskutieren über Geld, Medizin, Rechte von Patientinnen und Patienten.  Der IGeL-Podcast, das sind Hintergrundinformationen zu Gesundheitsleistungen, Gesundheitswissenschaft, Gesundheitsökonomie - für die Ohren: Die von gesundheitspolitisch Interessierten und die von allen Menschen, die im weiten Feld des Gesundheitswesens beruflich beheimatet sind. Jetzt reinhören: Einmal im Monat mit dem Medizinjournalisten Marcus Anhäuser.  Und vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: sein Stück Beat Stick ist der Jingle des IGeL-Podcasts. IGeL-Monitor und IGeL-Podcast sind Initiativen des Medizinischen Dienstes Bund.
Podcast melden

„IGeL-Podcast“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz