Podcaster
Episoden
25.06.2026
28 Minuten
Der IGeL-Monitor hat vor wenigen Tagen seine aktuelle Bewertung der Osteopathie bei unspezifischen Rückenschmerzen veröffentlicht. In der heutigen Folge des IGeL-Podcast erläutert Marion Danner, eine der Autorinnen, warum der Nutzen und Schaden dieser Selbstzahlerleistung vom IGeL-Monitor erneut mit „unklar“ bewertet wurde. Die Physiotherapeutin und Heilpraktikerin Kerstin Kempen aus Köln erklärt, was genau man unter Osteopathie versteht und was das alternative Verfahren von Physiotherapie unterscheidet. Sie berichtet zudem, wie sie persönlich die osteopathische Behandlung einsetzt. Rückenschmerzen zählen zu den am weitesten verbreiteten Beschwerden und sind einer der häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit. Viele therapeutische Maßnahmen – darunter auch die Physiotherapie – werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Osteopathie hingegen ist eine selbst zu zahlende Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Viele gesetzliche Krankenkassen bezuschussen die Leistung jedoch freiwillig. Viele Patientinnen und Patienten setzen auf osteopathische Behandlungen als Selbstzahlerleistung. Wer das für sich in Betracht zieht, sollte sich über den zu erwartenden Nutzen und Schaden informieren. Zu Gast in dieser Folge: Dr. Marion Danner, Diplom-Volkswirtin und Gesundheitsökonomin Kerstin Kempen, Physiotherapeutin und Heilpraktikerin Pressemitteilung zur Bewertung: https://igel-monitor.de/presse/pressemitteilungen/2026-06-18-igel-monitor-bewertet-osteopathie-bei-unspezifischen-kreuzschmerzen-mit-unklar.html Bewertung: Osteopathie bei unspezifischen Kreuzschmerzen https://igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/osteopathie-bei-unspezifischen-kreuzschmerzen.html Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.
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28.05.2026
34 Minuten
Das System der gesetzlichen Krankenversicherung steht unter enormem finanziellem Druck. Wege aus der Krise soll die ‚FinanzKommission Gesundheit‘ weisen. Im März präsentierte sie einen ersten Bericht mit 66 Vorschlägen zur kurzfristigen Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung ab 2027. In der neuen Folge des IGeL-Podcast erklärt der Vorsitzende der Kommission, Prof. Dr. Wolfgang Greiner, wie die Kommission vorging und was ihr wichtig war. Greiner ist Professor für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement an der Universität Bielefeld. Er ist seit 2010 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Im IGeL-Podcast berichtet er, wie die Kommission es schaffte, aus rund 1.700 Vorschlägen der verschiedenen Stakeholder im Gesundheitssystem die 66 Vorschläge zu destillieren, die dem Bundesgesundheitsministerium als Grundlage für einen Gesetzesentwurf dienten. Greiner erläutert, wie frei die Kommission bei der Erarbeitung der Vorschläge war, wie einig sich die Kommissionsmitglieder bei den Maßnahmen waren, welche Maßnahme aus finanzieller Sicht einen ganz besonders großen Effekt hätte und was den Finanzökonom bei der Vorstellung des Gesetzentwurfs überrascht hat. Die Kommission besteht aus zehn Expertinnen und Experten aus den Bereichen Ökonomie, Medizin, Sozialrecht, Ethik und Prävention. Sie nahmen im September 2025 die Arbeit auf. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte sie berufen und damit beauftragt, wissenschaftlich fundierte Maßnahmen vorzuschlagen, mit denen das GKV-System stabilisiert und weitere Belastungen vermieden werden können. In einem zweiten Schritt erarbeitet die Kommission bis Ende des Jahres Vorschläge für strukturelle Verbesserungen, mit denen das GKV-System mittel- bis langfristig gefestigt werden kann. Zu Gast in dieser Folge: Prof. Dr. Wolfgang Greiner, Vorsitzender FinanzKommission Gesundheit, Professor für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement, Universität Bielefeld Link zu dieser Folge: Webseite der FinanzKommission Gesundheit auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/finanzkommission-gesundheit Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.
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05.05.2026
32 Minuten
Viele Menschen kennen das Robert Koch-Institut (RKI) noch aus der Corona-Pandemie. Doch welche vielfältigen Aufgaben das RKI erfüllt, wissen nur wenige. In der neuen Folge des IGeL-Podcast beleuchtet der IGeL-Monitor gemeinsam mit RKI-Präsident Lars Schaade eine der zentralen Institutionen im deutschen Gesundheitswesen. Schaade stellt Bereiche vor, in denen das RKI für die öffentliche Gesundheit tätig ist, und erläutert, wie es sich von anderen Institutionen etwa dem noch neuen Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) unterscheidet. Der gelernte Mediziner erklärt, warum das RKI seit 2019 verstärkt im Ausland wirkt und wie das Institut mit seinen rund 1.500 Mitarbeitenden den Folgen der heraufziehenden Klimakatstrophe begegnet. Zudem wirft Schaade einen Blick zurück auf die Corona-Pandemie: Wie arbeitet das RKI diese enorme Herausforderung für die öffentliche Gesundheit auf, um für das nächste Mal besser gewappnet zu sein, und warum kann das RKI künftig schneller reagieren als noch während der Pandemie? Schaade leitet das Robert Koch-Institut seit Oktober 2023. Er ist Facharzt für Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, für das Fach Medizinische Mikrobiologie und Virologie habilitiert und Honorarprofessor an der Charité. Zu Gast in dieser Folge: Prof. Dr. Lars Schaade, Präsident, Robert Koch-Institut Webseite Robert Koch-Institut: https://www.rki.de/ Gesundheitsberichterstattung des RKI: https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitsberichterstattung/gesundheitsberichterstattung-node.html Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.
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26.03.2026
38 Minuten
Wer sich über Gesundheitsthemen informieren will, kann aus einer Flut von Zeitschriften, Webseiten und Social Media-Kanälen wählen. Doch bei vielen Angeboten ist die Grenze zwischen Werbung und Information kaum zu erkennen. In der neuen Folge des IGeL-Podcast stellt der IGeL-Monitor zwei Magazine vor, die seit vielen Jahren zeigen, wie man werbefrei, unabhängig und evidenzbasiert über Arzneimittel informieren kann: das arznei-telegramm und Gute Pillen – Schlechte Pillen. Beide Magazine verzichten völlig auf Werbung und finanzieren sich fast ausschließlich durch Abonnementbeiträge. Das arznei-telegramm informiert seit über fünfzig Jahren unabhängig und kritisch vor allem die Ärzteschaft und Apotheken. Für Verbraucherinnen und Verbraucher wirft Gute Pillen – Schlechte Pillen seit 2005 den kritischen Blick auf Nahrungsergänzungsmittel, fragwürdige Gesundheitsprodukte und irreführende Werbung. Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber und geschäftsführender Gesellschafter des arznei-telegramm, erklärt, wie das Heft 1970 entstand, warum das Magazin schon immer auf Werbung verzichtet und wieso die Macher neue Arzneimittel naturgemäß mit einer gewissen Skepsis betrachten und meist nicht empfehlen. Jörg Schaaber, Chefredakteur von Gute Pillen – Schlechte Pillen, erläutert, was beide Magazine verbindet, was im Bereich von Nahrungsergänzungsmitteln schiefläuft und welches Thema für das Magazin zuletzt immer wichtiger wurde. Zu Gast in dieser Folge: Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber und geschäftsführender Gesellschafter, arznei-telegramm Jörg Schaaber, Chefredakteur, Gute Pillen – Schlechte Pillen Webseite arznei-telegramm https://www.arznei-telegramm.com Webseite Gute Pillen – schlechte Pillen https://gutepillen-schlechtepillen.de Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.
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05.03.2026
41 Minuten
Das unabhängige Cochrane-Netzwerk zählt weltweit zu den vertrauenswürdigsten Organisationen in der Medizin. In der neuen Folge des IGeL-Podcast des IGeL-Monitors geht es darum, wie das Netzwerk entstanden ist, wie es die Evidenz von medizinischen Interventionen und diagnostischen Tests überprüft – und wie aufwändig diese Arbeit ist. Orientierung zu geben im medizinischen Informationsdschungel, sei ihre Hauptaufgabe, heißt es auf der Webseite von Cochrane Deutschland, einem der größten Ableger des internationalen Cochrane-Netzwerkes. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der über die Welt verteilten Arbeitsgruppen fassen den aktuellen Wissensstand der Forschung zu Fragestellungen aus Medizin und Gesundheit zusammen und bewerten die Belastbarkeit der zugrundeliegenden Studienergebnisse. Die strengen Kriterien von Cochrane sind weltweit als Goldstandard anerkannt. Entsprechend hoch ist der Aufwand, bis eine der bekannten systematischen Übersichtsarbeiten („Cochrane Reviews“) erstellt und veröffentlicht ist. Jörg Meerpohl, wissenschaftlicher Vorstand von Cochrane Deutschland, schildert im IGeL-Podcast die mehr als dreißigjährige Entwicklung von Cochrane – von der Gründung in Oxford durch eine kleine Gruppe von Enthusiasten für evidenzbasierte Medizin bis zu einer weltweit respektierten globalen Gesundheitsorganisation. Und er erläutert, wie das Netzwerk künftig eine zentrale Schwäche im Entstehungsprozess der Übersichtsarbeiten beseitigen will. Die Gesundheitswissenschaftlerin Sandra Messer berichtet, wie sie ihr erstes Cochrane Review erstellt hat, wo die besonderen Herausforderungen liegen und warum sie auch uneindeutige Ergebnisse hilfreich findet. Zu Gast in dieser Folge: Prof. Dr. Jörg Meerpohl, Wissenschaftlicher Vorstand Cochrane Deutschland, Freiburg Sarah Messer, M.Sc., Institut für Öffentliches Gesundheitswesen, Universität Köln Links Cochrane International https://www.cochrane.org Cochrane Deutschland https://www.cochrane.de Messer et al. (2025) Yoga for fatigue in people with cancer https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD015520/full Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions https://www.cochrane.org/authors/handbooks-and-manuals/handbook/current Handbook for Systematic Reviews of Diagnostic Test Accuracy https://www.cochrane.org/authors/handbooks-and-manuals/handbook-systematic-reviews-diagnostic-test-accuracy Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.
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Über diesen Podcast
Der IGeL-Podcast ist der informative Gesundheits-Podcast des
IGeL-Monitors. Um Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) wird es
gehen, der stetig wachsende IGeL-Markt steht im Mittelpunkt, die
Relevanz dieses Marktes für Versicherte, aber auch seine Bedeutung
im deutschen Gesundheitssystem. Wir suchen den Dialog mit
gesundheitspolitischen Akteuren, holen sie an den Tisch,
diskutieren über Geld, Medizin, Rechte von Patientinnen und
Patienten. Der IGeL-Podcast, das sind Hintergrundinformationen zu
Gesundheitsleistungen, Gesundheitswissenschaft, Gesundheitsökonomie
- für die Ohren: Die von gesundheitspolitisch Interessierten und
die von allen Menschen, die im weiten Feld des Gesundheitswesens
beruflich beheimatet sind. Jetzt reinhören: Einmal im Monat mit dem
Medizinjournalisten Marcus Anhäuser. Und vielen Dank dem Londoner
Künstler Ketsa: sein Stück Beat Stick ist der Jingle des
IGeL-Podcasts. IGeL-Monitor und IGeL-Podcast sind Initiativen des
Medizinischen Dienstes Bund.
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