Podcaster
Episoden
29.01.2026
21 Minuten
Häufig werden Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) im
Gegensatz zu GKV-Leistungen als besonders attraktive
Premiumleistungen angeboten und wahrgenommen. Warum dies an der
Realität vorbeigeht, klärt die neue Folge des IGeL-Podcast. Viele
Menschen haben falsche Vorstellungen von den Leistungen der
gesetzlichen Krankenkassen. Sie unterstellen, dass GKV-Leistungen
lediglich Mindestanforderungen genügen, während
Selbstzahlerleistungen laut IGeL-Report 2024 häufig als „wichtig
für den Erhalt der Gesundheit“ verstanden werden. Hinzu kommt, dass
IGeL mitunter als medizinisch „notwendige Leistungen“ verkauft
werden, die die Krankenkassen nicht übernehmen. IGeL-Leistungen
werden oft als der „Mercedes“ unter den Gesundheitsleistungen
wahrgenommen, das GKV-Angebot eher als „Golf-Klasse“. Warum das
nicht zutrifft und Kassenleistungen auch der „Mercedes“ sein
können, erklärt Dr. Martin Krasney, Vorstandsmitglied des
GKV-Spitzenverbands in der neuen Folge des IGeL-Podcast. Dabei
erläutert der Jurist unter anderem, was das
„Wirtschaftlichkeitsgebot“ für GKV-Leistungen wirklich bedeutet.
GKV-Mitglied Anja Schiller teilt ihr persönliches Erlebnis in einer
Hautarztpraxis, in der ihr die Kassenleistung zum
Hautkrebsscreening lediglich abschätzig angeboten wurde, was sie
durchaus kritisch sieht. Expertin und Experte in dieser Folge: Dr.
Martin Krasney (Mitglied des Vorstandes), GKV-Spitzenverband Anja
Schiller, selbstständig, GKV-Mitglied Vielen Dank dem Londoner
Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des
IGeL-Podcast.
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07.01.2026
28 Minuten
2025 starteten die ersten europäischen Nutzenbewertungen (EU-HTA).
Das deutsche IQWiG hat als größte Health Technology
Assessment-Organisation eine wichtige Rolle in diesem Verfahren.
IQWiG-Chef Thomas Kaiser erklärt in der neuen Podcast-Folge, warum
HTA-Bewertungen auf europäischer Ebene wichtig sind und welche
Bedeutung sie für die Nutzenbewertung auf nationaler Ebene haben.
Was im Bereich der Zulassung von neuen Arzneimitteln schon Standard
ist, wird ab diesem Jahr auch für die anschließende Nutzenbewertung
von Medikamenten und anderen medizinischen Verfahren zunehmend
durchgeführt werden: Die gemeinsame Bewertung auf europäischer
Ebene, kurz EU-HTA oder European Health Technology Assessment, auch
Joint Clinical Assessments, JCA, genannt. Im Januar 2025 fiel der
Startschuss mit den Bewertungen für onkologische Wirkstoffe und
Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMPs). 2028 kommen
Arzneimittel für Seltene Erkrankungen hinzu und ab 2030 sollen alle
neu zugelassenen Arzneimittel auf europäischer Ebene gemeinsam
bewertet werden. Ab 2026 werden auch ausgewählte Medizinprodukte
mit hohem Risiko europaweit bewertet werden. Das Institut für
Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist in
der EU die größte der nationalen HTA-Organisationen und spielt
daher in den Prozessen eine wichtige Rolle. IQWiG-Chef Thomas
Kaiser erklärt in der aktuellen Folge des IGeL-Podcast das Vorgehen
bei den EU-HTAs, welche besondere Rolle das IQWiG dabei spielt und
was dies für die nationalen Entscheidungsebenen und die Festsetzung
der Preise und die Erstattung durch die Krankenkassen bedeutet.
Experte in dieser Folge: Dr. Thomas Kaiser, Institutsleiter Link:
Thema im Fokus: Europäische Nutzenbewertung, auf der Webseite des
IQWiG
https://www.iqwig.de/presse/im-fokus/europaeische-nutzenbewertung/
Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“
ist der Jingle des IGeL-Podcast.
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27.11.2025
29 Minuten
Hilft Vitamin C wirklich gegen Erkältungen oder eine
Vagusnerv-Stimulation am Ohr gegen Depressionen? In der neuen Folge
des IGeL-Podcast erklären zwei Mitarbeitende des
Faktencheck-Portals „Medizin transparent“, wie sie
Gesundheitsmythen aufklären, Werbesprüche entlarven und versuchen,
Menschen gegen falsche Gesundheits-Versprechen zu wappnen.
Herzstück von Medizin-Transparent ist ein kostenloser
Anfrageservice. Alle, die Interesse haben können bekannte
Gesundheitsmythen und Behauptungen aus Werbung, Medien oder
Internet zur Überprüfung an das wissenschaftliche Redaktionsteam
schicken. Die Mitarbeitenden recherchieren auch eigenständig zu
Themen, die Ihnen auffallen, weil sie aktuell in den Medien und im
Internet kursieren. Das kleine Team um Redaktionsleiter Bernd
Kerschner beschränkt sich aber nicht nur auf die Arbeit im Netz. Es
verlässt zunehmend häufiger die Redaktionsräume, um Menschen jeden
Alters in Workshops und Vorträgen Tipps und Kniffe zu vermitteln,
wie man mit Methoden der evidenzbasierten Medizin so manches
„Wunderwuzzi“(*) als heiße Luft entlarvt. Dabei lässt sich das Team
des 2011 gegründeten Projekts auch nicht von juristischen
Einschüchterungsversuchen von Herstellern beeindrucken, sondern
nimmt diese als Gelegenheit, noch mehr für ihr unabhängiges
Faktencheck-Portal zu werben. Das unabhängige Webprojekt aus
Österreich ist an der „Universität für Weiterbildung Krems“ am
Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation angesiedelt.
Expertin und Experte in dieser Folge: Bernd Kerschner,
Redaktionsleitung Dr. Jana Meixner, Medizinredakteurin Links:
Webseite Medizin-Transparent: https://medizin-transparent.at
(*)Wunderwuzzi: österreichisch für „Wunderschweinchen“ im Sinne
eines Wundermittels. Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein
Stück „Beat Stick“ ist der Jingle des IGeL-Podcast.
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06.11.2025
25 Minuten
Ärger mit Selbstzahlerleistungen (IGeL) in der ärztlichen Praxis?
Das Projekt „IGeL-Ärger“ der Verbraucherzentralen bietet die
Möglichkeit, Fragen und Beschwerden zum Umgang mit IGeL
loszuwerden. In dieser Folge des IGeL-Podcast berichten Stefan
Stehl, wissenschaftlicher Referent beim Projekt „IGeL-Ärger“ und
Gesa Schölgens, Leiterin des Projekts „Faktencheck
Gesundheitswerbung“ wie das Projekt funktioniert, welche Anfragen
sie bekommen, was Betroffene im Sprechzimmer erleben und wie
„IGeL-Ärger“ helfen kann. Das Projekt „IGeL-Ärger“ wird von den
Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen (NRW) und Rheinland-Pfalz
betreut. Experten in dieser Folge: Gesa Schölgens, Leiterin
„Faktencheck Gesundheitswerbung“ M. Sc. Stefan Stehl,
wissenschaftlicher Referent Links: Webseite IGeL-Ärger:
https://www.verbraucherzentrale.de/selbstzahlerleistungen-in-arztpraxen-patientenrechte-bei-igel-19334
Kassenleistung als IGeL verkauft: Zwischenauswertung
Verbraucheraufruf:
https://www.verbraucherzentrale.nrw/gesundheit-pflege/kassenleistung-als-igel-verkauft-zwischenauswertung-verbraucheraufruf-100674
Vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück „Beat Stick“
ist der Jingle des IGeL-Podcast.
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15.10.2025
28 Minuten
In einer Pressekonferenz im August hatte der Medizinische Dienst
Bund vier Bewertungen seines IGeL-Monitors zu orthopädischen
Selbstzahlerleistungen vorgestellt. Darunter waren auch
Hyaluronsäure-Injektionen bei Knie- und Hüftgelenksarthrose, die
der IGeL-Monitor mit „negativ“ bewertet hat. Das Medienecho war
groß, Kritik kam von Seiten der Orthopädie. Die heute erschienene
erste Folge des IGeL-Podcast nach der Sommerpause präsentiert die
wichtigsten Statements von der Pressekonferenz, ordnet die
Ergebnisse ein und lässt einen Orthopäden und Leitlinienautor zu
Wort kommen. Die Bewertungen des IGeL-Monitors von
Hyaluronsäure-Injektionen stießen bei Orthopäden auf Kritik. Dr.
Johannes Flechtenmacher erklärt daher im IGeL-Podcast, warum die im
April 2025 aktualisierte Leitlinie die Hyaluronsäure-Injektionen
bei Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) anders bewertet als das
wissenschaftliche Team des IGeL-Monitors. Der Orthopäde ist
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und
Unfallchirurgie (DGOU) und einer der Autoren und Autorinnen der
Leitlinie „Prävention und Therapie der Gonarthrose“. Experten in
der Folge: Dr. Stefan Gronemeyer, Vorstandsvorsitzender
Medizinischer Dienst Bund Dr. Stefan Lange, Leiter des Bereichs
„Evidenzbasierte Medizin“, Medizinischer Dienst Bund Dr. Johannes
Flechtenmacher, Orthopäde und Leitlinienautor Links:
Pressemitteilungen des IGeL-Monitor: IGeL-Monitor bewertet
Hyaluronsäure-Injektionen bei Knie- und Hüftgelenksarthrose mit
„negativ“
https://www.igel-monitor.de/presse/pressemitteilungen/2025-08-19-igel-monitor-bewertet-hyaluronsaeure-injektionen-bei-knie-und-hueftgelenksarthrose-mit-negativ.html
IGeL-Monitor bewertet Stoßwellentherapie bei der Kalkschulter und
beim Tennisarm mit „unklar“
https://www.igel-monitor.de/presse/pressemitteilungen/2025-08-19-igel-monitor-bewertet-stosswellentherapie-bei-der-kalkschulter-und-beim-tennisarm-mit-unklar.html
S3-Leitlinie „Prävention und Therapie der Gonarthrose“.
https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/187-050 Vielen Dank
dem Londoner Künstler Ketsa: Sein Stück "Beat Stick" ist der Jingle
des IGeL-Podcasts. Hinweis: Das aus der NICE-Leitlinie zitierte
Textsegment in englischer Sprache wurde durch eine KI gesprochen.
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Über diesen Podcast
Der IGeL-Podcast ist der informative Gesundheits-Podcast des
IGeL-Monitors. Um Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) wird es
gehen, der stetig wachsende IGeL-Markt steht im Mittelpunkt, die
Relevanz dieses Marktes für Versicherte, aber auch seine Bedeutung
im deutschen Gesundheitssystem. Wir suchen den Dialog mit
gesundheitspolitischen Akteuren, holen sie an den Tisch,
diskutieren über Geld, Medizin, Rechte von Patientinnen und
Patienten. Der IGeL-Podcast, das sind Hintergrundinformationen zu
Gesundheitsleistungen, Gesundheitswissenschaft, Gesundheitsökonomie
- für die Ohren: Die von gesundheitspolitisch Interessierten und
die von allen Menschen, die im weiten Feld des Gesundheitswesens
beruflich beheimatet sind. Jetzt reinhören: Einmal im Monat mit dem
Medizinjournalisten Marcus Anhäuser. Und vielen Dank dem Londoner
Künstler Ketsa: sein Stück Beat Stick ist der Jingle des
IGeL-Podcasts. IGeL-Monitor und IGeL-Podcast sind Initiativen des
Medizinischen Dienstes Bund.
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