Podcaster
Episoden
17.04.2026
38 Minuten
Wenn wir über Cybersicherheit sprechen, sprechen wir oft über Bedrohung, Technik und Zuständigkeiten. Aber in Wahrheit geht es um etwas viel Grundsätzlicheres: Wie wollen wir unseren digitalen Lebensraum nicht nur schützen, sondern auch gestalten? In dieser Folge spreche ich mit Claudia Plattner, Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Und was mich begeistert, ist nicht nur ihre klare Vision in strategischen Fragen, sondern auch die Bereitschaft, digitale Räume zu schaffen, in denen wir uns aufhalten wollen. Ein Satz von ihr bringt es für mich auf den Punkt: „Wir sind die Cybersicherheitsbehörde für Deutschland – wir kümmern uns um den Schutz des digitalen Raums für Bürgerinnen und Bürger und für Unternehmen.“ Sie bringt einen Perspektivwechsel ein, der bei mir hängen geblieben ist: Wir schützen nicht nur Systeme. Wir schützen das, was in ihnen möglich ist: Unsere Kommunikation, unsere Wirtschaft und unser Vertrauen in den Staat und vielleicht auch ein Stück von dem, was wir als Gesellschaft sein wollen. Ein Player wie das BSI kann das nicht allein, sondern ist auf Zusammenarbeit angewiesen: mit anderen Behörden und vor allem mit Kommunen, die Unterstützung brauchen. Und last but not least geht es ihr auch um die Zusammenarbeit mit innovativen europäischen Unternehmen, die unterstützt werden müssen, um ihr technisches Know-how als Beitrag einbringen zu können. Dafür wünscht sich Claudia Plattner eine Billion Euro an Investitionen. Das ist ein großer Preis – aber vielleicht auch ein Hinweis darauf, welchen Wert unser digitaler Lebensraum inzwischen hat.
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10.04.2026
38 Minuten
Was passiert, wenn Wirtschaft, KI und Staat wirklich zusammen denken? Ich hatte im Podcast die große Freude, mit Prof. Dagmar Schuller zu sprechen – Gründerin von audEERING, Professorin für KI an der Hochschule Landshut und Vizepräsidentin der IHK München und Oberbayern. Und ehrlich: Dieses Gespräch hat mich nochmal neu sortiert. Denn wir haben in Deutschland eigentlich alles: - starke Industrie - exzellente Forschung - hochspezialisierte Unternehmen Was uns fehlt, ist nicht Können. Was uns fehlt, ist Umsetzung. Dagmar bringt es auf den Punkt: Wir müssen raus aus dem Labor – und rein in die Anwendung. Wir brauchen: mehr Mut zu unperfekten Lösungen mehr echte Zusammenarbeit im Ökosystem und endlich ein anderes Mindset im Umgang mit Daten Denn genau dort liegt unser Hebel. Zwei Gedanken, die hängen bleiben: „KI entsteht nicht im Labor, sondern in der echten Anwendung.“ „Unser Mittelstand ist kein Nachteil – er ist unser größter Wettbewerbsvorteil.“ Und noch etwas ist mir wichtig: Dagmar kandidiert aktuell erneut für die Vollversammlung der IHK München und Oberbayern – mit dem Ziel, auch weiterhin Verantwortung auf dieser Ebene zu übernehmen und genau dieses Mindset stärker in Wirtschaft und Politik zu tragen. Wenn ihr wahlberechtigt seid: Unterstützt sie. Wir brauchen mehr Menschen in solchen Positionen, die wirklich verstehen, wie Zukunft gebaut wird. Und wer das Thema im Austausch mit Dagmar Schuller persönlich weiterdenken will: #Mindshift Festival, 12. Mai, Berlin Dort geht es genau um diese Frage: Wie bleiben wir handlungsfähig – als Staat, als Wirtschaft, als Gesellschaft?
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20.02.2026
50 Minuten
Was treibt einen der profiliertesten Digital- und Internetrechtler Deutschlands an? In der aktuellen Folge von Let’s Start – Inspiration aus dem Staatsapparat spreche ich mit Prof. Dr. Dirk Heckmann – Professor für Recht und Sicherheit der Digitalisierung an der TU München, Mitglied u. a. der Datenethik-Kommission der Bundesregierung – und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Wir sprechen über: gemeinwohlorientierte Digitalisierung Mut zur Veränderung im Staat warum Recht kein Innovationshemmnis, sondern Gestaltungsfaktor ist Personal als Schlüssel erfolgreicher Transformation Netzwerke, Mentoring und echte Community-Arbeit Dirk zeigt eindrucksvoll: Digitale Transformation passiert nicht trotz des Rechts – sondern durch kluge rechtliche Gestaltung und mutige Menschen im System. Sein aktueller Sammelband: „Recht und Sicherheit der Digitalisierung“ (Duncker & Humblot) Veranstaltungen aus der Folge: #Mindshift Festival – 12. Mai in Berlin, 24. September in Salzburg 20. Internationales ForNet-Symposium – 7.–8. Juli 2026 in München (kostenfrei, Anmeldung erforderlich) Wer im öffentlichen Dienst, in Politik oder Organisationen Verantwortung trägt, sollte diese Folge hören. Es geht um Haltung, Mut und Gestaltungskraft. Jetzt reinhören und mitdiskutieren.
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06.02.2026
50 Minuten
Wir reden viel über die Krise der Demokratie. Aber was, wenn das Problem woanders liegt? In der neuen Folge von Let’s Start spreche ich mit Karl-Heinz Grundböck, Sprecher der Parlamentsdirektion im österreichischen Parlament. Er verantwortet die gesamte Kommunikation des Parlaments, entwickelt neue Formate zwischen Medienarbeit und direkter Bürgerkommunikation und wurde für seine Arbeit mehrfach als Pressesprecher des Jahres ausgezeichnet. Ein Gedanke aus dem Gespräch bringt es für mich auf den Punkt: "Nicht die Demokratie ist in der Krise – sondern ihre Repräsentation." Denn Demokratie funktioniert im Alltag ständig: in Familien, in Schulen, in Organisationen. Brüchig geworden ist vor allem das Vertrauen in das, was in Parlamenten sichtbar wird – und wie darüber gesprochen wird. Gerade deshalb ist die Rolle der Verwaltung entscheidend. "Das Bekenntnis zum Primat der Politik beinhaltet die Verpflichtung, zwischen Politik und Verwaltung zu unterscheiden," so Karl-Heinz Grundböck. Verwaltung schafft Orientierung und Kontinuität. Sie sorgt für Verlässlichkeit, Rechtsstaatlichkeit und Berechenbarkeit. Wie ein Fels in der Brandung. Oder, wie Karl-Heinz es im Gespräch formuliert: „Politische Kommunikation steht im Wettbewerb – Verwaltungskommunikation muss Vertrauen schaffen.“ Wenn ich einen Bescheid bekomme, wenn Zahlen veröffentlicht werden, wenn Verfahren erklärt werden, will ich keine politische Zuspitzung – sondern effiziente Abläufe. Dieses Gespräch ist eine Erinnerung daran, warum klare Rollen zwischen Behörden und Politik in der Bevölkerung Vertrauen schaffen.
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12.12.2025
40 Minuten
Wie führt man eine Behörde mit über 50 Standorten, engem politischem Fokus und enormer Verantwortung – und bleibt dabei trotzdem beweglich? In der neuen Folge von „Let’s Staat! Inspiration aus dem Staatsapparat“ spreche ich mit Katrin Hirseland, Vizepräsidentin des BAMF, über Führung in großen Strukturen, Dezentralität, Prozessoptimierung, Digitalisierung, KI & Automatisierung, agile Arbeitsweisen, Design Thinking, Personalgewinnung, Change-Erfahrungen aus 2015/16, Besprechungskultur und die Frage, was gute Führung in Umbruchzeiten eigentlich ausmacht. Zwei Themen möchte ich dabei besonders hervorheben: Die Bedeutung interner Kommunikation in Transformationsprozessen – gerade in Krisen und großen Umbauphasen reicht „Funktionieren“ nicht. Mitarbeitende brauchen Kontext, Orientierung und ehrliche Einblicke, was gerade passiert und warum. Katrin plädiert dafür, bewusst Ressourcen für interne Kommunikation freizuhalten – auch (oder gerade) dann, wenn der Laden brennt. Das Innovationslabor als strategischer Raum für Neues Ein zweites Thema, das mich tief beeindruckt hat: Das iLab des BAMF – ein Innovationslabor, das Teams unterstützt, Prozesse neu zu denken, Probleme strukturiert anzugehen und mit Design Thinking konkrete Lösungen zu entwickeln. Aus einem physischen Raum wurde ein organisatorischer Katalysator, der Methoden, Perspektivenvielfalt und agiles Arbeiten in eine der größten Behörden Deutschlands bringt. Wir sprechen darüber, wie man Räume für Reflexion schafft, obwohl Kalender übervoll sind, warum Fragen stellen ein unterschätztes Führungsinstrument ist, wie man Mitarbeitende in Veränderung einbindet, ohne in endlosen Runden zu versanden – und wie sich Behörden Schritt für Schritt zukunftsfest machen können. Wenn du dich mit Führung, Transformation und moderner Verwaltung beschäftigst – ob im Staatsapparat oder in großen Organisationen generell – ist diese Folge für dich.
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Über diesen Podcast
Inspirationen aus dem Staatsapparat stellt Dr. Dorit Bosch in
diesem Podcast vor. Aus Sicht einer Beamtin stellt sie Menschen und
Geschichten vor, die uns inspirieren sollen, im Staat neue Wege zu
gehen und Transformation möglich zu machen. Was hat Charme mit
Hierarchie zu tun? Und warum sind Extremsportler bessere
Führungskräfte? Welche Erfahrungen brauchen wir für einen
Perspektivwechsel?
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