#107 Behördenkommunikation als Fels in der Brandung

#107 Behördenkommunikation als Fels in der Brandung

Mit Karl-Heinz Grundböck, Parlamentsdirektion Österreich
50 Minuten

Beschreibung

vor 2 Wochen
Wir reden viel über die Krise der Demokratie. Aber was, wenn das
Problem woanders liegt? In der neuen Folge von Let’s
Start spreche ich mit Karl-Heinz Grundböck, Sprecher der
Parlamentsdirektion im österreichischen Parlament. Er verantwortet
die gesamte Kommunikation des Parlaments, entwickelt neue Formate
zwischen Medienarbeit und direkter Bürgerkommunikation und wurde
für seine Arbeit mehrfach als Pressesprecher des
Jahres ausgezeichnet. Ein Gedanke aus dem Gespräch bringt es
für mich auf den Punkt: "Nicht die Demokratie ist in der Krise –
sondern ihre Repräsentation." Denn Demokratie funktioniert im
Alltag ständig: in Familien, in Schulen, in Organisationen. Brüchig
geworden ist vor allem das Vertrauen in das, was in Parlamenten
sichtbar wird – und wie darüber gesprochen wird. Gerade deshalb ist
die Rolle der Verwaltung entscheidend. "Das Bekenntnis zum Primat
der Politik beinhaltet die Verpflichtung, zwischen Politik und
Verwaltung zu unterscheiden," so Karl-Heinz Grundböck. Verwaltung
schafft Orientierung und Kontinuität. Sie sorgt für
Verlässlichkeit, Rechtsstaatlichkeit und Berechenbarkeit. Wie ein
Fels in der Brandung. Oder, wie Karl-Heinz es im Gespräch
formuliert: „Politische Kommunikation steht im Wettbewerb –
Verwaltungskommunikation muss Vertrauen schaffen.“ Wenn ich einen
Bescheid bekomme, wenn Zahlen veröffentlicht werden, wenn Verfahren
erklärt werden, will ich keine politische Zuspitzung – sondern
effiziente Abläufe. Dieses Gespräch ist eine Erinnerung daran,
warum klare Rollen zwischen Behörden und Politik in der Bevölkerung
Vertrauen schaffen.

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