Podcaster
Episoden
09.03.2026
35 Minuten
In dieser Folge von Einfall im Recht nehmen euch Leon Wardelmann
und Rojda Sonnenwald mit in einen spannenden Leasing-Fall: L hat
2023 ein Auto geleast, wollte es privat und beruflich nutzen –
und fast drei Jahre später erklärt er plötzlich: „Ich widerrufe
den Vertrag!“
Unsere Hosts klären: Wer ist Verbraucher, welche Widerrufsrechte
gelten bei Kilometerleasing und hat man mit einem Widerruf nach
Jahren ĂĽberhaupt dennoch Chancen?
Spannend fĂĽr alle, die wissen wollen, wo die Grenzen des
Verbraucherschutzes liegen und warum Kilometerleasing fĂĽr
Anbieter besonders sicher ist.Â
Nach dem Fall BGH, Urteil vom 25.9.2024, Az. VIII ZR 58/23
und BGH, Urteil vom 24.02.2021, Az. VIII ZR 36/20
Mehr
23.02.2026
32 Minuten
Wenn Ihr eine Sache im Besitz habt, dann dĂĽrft Ihr diesen Besitz
auch grds. verteidigen. Aber wie weit kann diese Verteidigung
eigentlich gehen?Â
In unserer heutigen Folge besprechen Klara Dresselhaus und Anna
Patzer zwei Fälle, die sich um den sog. possessorischen
Besitzschutz drehen.
Im ersten Fall stellen wir uns die Frage, ob man sich bei einer
Besitzstörung auch mit einer Ohrfeige wehren darf und im zweiten,
wann eine Besitzstörung gegeben ist, wenn eine vermeintlich
entgegenstehende Klausel im Vertrag vereinbart wurde.
Die Antworten darauf gibt’s in der Folge!
Nach dem Urteil: OLG Dresden, Urt. v. 24. März 2020 – 4 U
45/20 und AG Brandenburg, Urt. v. 13. Juni 2013 – 31 C 153/13
Mehr
09.02.2026
26 Minuten
In dieser Folge von Einfall im Recht dreht sich alles um ein
Examensklassiker-Thema: Mietvertrag, Vertretungsmacht und die
Grenzen des Innen- und Außenverhältnisses bei einer GmbH.
Mieterin M und ihr Lebensgefährte L beziehen 2017 eine geräumige
Wohnung der WohnenPlus GmbH. Alles gut? Fast. Der damalige
Geschäftsführer D handelte ohne Absprache mit den
Gesellschaftern, der neue Geschäftsführer N möchte die Mieter nun
loswerden. Und das alles, obwohl die Wohnung doch fĂĽr M und L ein
echter „Schnapper“ war.
Leon Wardelmann und Rojda Sonnenwald analysieren Schritt fĂĽr
Schritt, warum der Mietvertrag wirksam zustande kam, welche Rolle
die Ausnahmen Kollusion und Evidenz spielen und warum
die Mieter am Ende rechtlich geschĂĽtzt sind. Ideal fĂĽr alle,
die verstehen wollen, wie BGH-Rechtsprechung praktisch auf
Examensklausuren ĂĽbertragen wird.
Ein Fall, der zeigt: Innen Chaos, aber außen zählt.
Â
Nach dem Fall BGH, Urteil vom 26.3.2025, Az. VIII ZR 152/23
Mehr
26.01.2026
32 Minuten
Warnung vorweg:Â Diese Folge von Einfall im
Recht widmet sich zumindest am Rande einem sehr sensiblen Thema.
Der siebzehnjährige Kläger in diesem Fall ist in seiner Kindheit
womöglich Opfer von Kindesmissbrauch gewesen. Ob dies tatsächlich
so stattgefunden hat ist unklar, allerdings behauptet eine
Heilpraktikerin, diese traumatische Erfahrung im Unterbewusstsein
des Klägers gefunden zu haben. Täter soll der Großvater der
Familie gewesen sein.
Das sofort eingeleitete Ermittlungsverfahren wurde recht schnell
wieder beendet, die GerĂĽchtekĂĽche im Dorf brodelt aber natĂĽrlich
weiter. Um seinen Ruf wiederherzustellen wagt der GroĂźvater die
Flucht nach vorn und gibt einer ĂĽberregionalen Tageszeitung ein
Interview unter Klarnamen und abgedruckten Foto vor seiner
Haustür. Der Enkel erhält zwar ein Alias, dennoch beschleicht ihn
die Sorge in dem Interview als vermeintliches Opfer identifiziert
werden zu können. Er sieht sein allgemeines Persönlichkeitsrecht
verletzt und wendet sich nun gerichtlich gegen seinen GroĂźvater.
Wie hier das öffentliche Recht und das Zivilrecht zusammenkommen,
welche die richtige Anspruchsgrundlage ist und wie das Allgemeine
Persönlichkeitsrecht in der Prüfung sauber eingebettet wird,
besprechen Elisabeth Wondracek und Moritz Hörnig mit Euch in der
neuen Folge von Einfall im Recht!
Nach dem Urteil: BGH, 17.12.2024 – VI ZR 311/23
Mehr
12.01.2026
39 Minuten
Was passiert, wenn der SpaĂź im Wasserpark ein dramatisches Ende
nimmt?
In der letzten Folge der Reihe „Neujahr in Gefahr“ widmen sich
Nour Moussaoui und Sefqan Bendes der Haftung fĂĽr Produktfehler
nach dem Produkthaftungsgesetz und der Verkehrssicherungspflicht
anhand eines schweren Unfalls auf einer Wasserrutsche.
Ein Besucher entscheidet sich trotz klarer Warnhinweise dafĂĽr,
die Wasserrutsche kopfvoran zu benutzen. Was als kurzer
Adrenalinkick beginnt, endet in einer Katastrophe: Am Beckenrand
kommt es zum Aufprall, zurĂĽck bleibt eine schwere
Querschnittslähmung. Trägt der Hersteller der Rutsche trotzdem
Verantwortung, obwohl gegen die Nutzungsregeln verstoĂźen wurde?
Zum Schluss wird es noch einmal besonders interessant: Was
passiert, wenn der Sicherheitscheck selbst das Problem war –
haftet dann der PrĂĽfer, und kommt sein Chef ungeschoren davon?
Das alles hört Ihr in der neuen Folge von Einfall im Recht!
Mehr
Ăśber diesen Podcast
Einfall im Recht ist der Jura-Podcast der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: In jeder Folge präsentieren
zwei Mitarbeiter:innen ein Gerichtsurteil aus dem Zivilrecht – ganz
normale Fälle. Wir zollen den Richterinnen und Richtern an Amts-
und Landgerichten Tribut, die es mit dem ungefilterten Alltag zu
tun haben. Unser Motto: Jura kann auch SpaĂź machen! Den Link zur
Lösungsskizze (mit Link zur Entscheidung) findet Ihr auf unserer
Webseite. Ăśber neue Folgen informiert Euch das Team von Prof. Dr.
Rupprecht Podszun auf seinem Instagram-Kanal!
Kommentare (0)