Podcaster
Episoden
24.02.2026
55 Minuten
Gast: AlexanderBrand, Bildungsjournalist, Lehrer an einer Hamburger Stadtteilschule, Autor desBuches Die Bildungsweltmeister Host: Judith Holle,Geschäftsführerin beWirken
Was machenSchulen in Estland, Finnland, Japan und Singapur anders – und was davon lässtsich auf Deutschland übertragen? Alexander Brand hat über 30 Schulen in denPISA-Spitzenländern besucht, mit Lehrkräften gesprochen und ein Buch darübergeschrieben. Im Gespräch mit Judith Holle teilt er seine ehrlichstenErkenntnisse: Was wirklich funktioniert, wo die Grenzen der Übertragbarkeitliegen – und warum Bildung immer im kulturellen Kontext gedacht werden muss.
Das erwartet dich in dieser Episode:
Schule im internationalen Vergleich
PISA misst nicht alles – Werte, Empathie und Demokratiebildung bleiben außen vor Alexanders Kernthese: „Das Bewundernswerte und das Problematische eines Schulsystems entspringt oft derselben kulturellen Haltung."
Japan & Singapur – Stärken und Kehrseiten
Japans Kollektivismus ermöglicht gemeinsames Lernen (Lesson Study, offene Klassenzimmerwände) – birgt aber auch Gruppendruck und Mobbing Singapur investiert massiv in Bildung, behandelt sie aber vor allem als wirtschaftliche Ressource
Lehrkräfte-Professionalisierung neu denken
Singapur: 100 Stunden Fortbildungspflicht pro Jahr, professionelle Lerngemeinschaften als fester Berufsalltag Japan: Lehrkräfte als Forschende ihres eigenen Unterrichts – gemeinsame Stunden zur Unterrichtsentwicklung Finnland: Forschungsorientierte Ausbildung an Universitätsschulen, Praxisphasen im Tandem Deutschland: Nur 4 Bundesländer mit Fortbildungspflicht, Hamburg führt mit 30 Stunden/Jahr
Karrierepfade für Lehrkräfte – das Singapur-Modell
Drei Entwicklungspfade: Führung, Fachspezialisierung, Didaktik Vom Teacher über Senior und Lead Teacher bis zum Master Teacher Ein Modell, das den Beruf attraktiver macht – und gute Lehrkräfte im Unterricht hält
Förderung & Heterogenität
Leitprinzip in allen vier Ländern: Jedes Kind kann lernen – es unterscheidet sich nur die Art und Intensität der Unterstützung Finnland: Bis zu 20 % der Schülerinnen haben Anspruch auf Kleingruppenförderung durch Sonderpädagoginnen Estland: Schülersprechstunden als fester Bestandteil der Lehrkräfte-Arbeitszeit Singapur: Diagnostiktests bei der Einschulung, frühe gezielte Förderung in Kleingruppen
Estland – das unterschätzte Bildungsland
Krasser Lehrkräftemangel, unterbezahlter Beruf – und trotzdem PISA-Spitze Starke Lesekultur, hohe Erwartungen an alle Die Haltung dahinter: Ein kleines Land mit 1,4 Millionen Menschen kann es sich nicht leisten, jemanden zu verlieren
Finnland – was wirklich schiefgelaufen ist
Finnlands PISA-Absturz ist dreimal so stark wie der weltweite Durchschnitt Reformen wurden top-down eingeführt – ohne Lehrkräfte zu befragen, ohne Pilotierung, ohne Evidenz Die Lehre: Wer Lehrkräfte nicht einbezieht, trifft die falschen Entscheidungen
Was Deutschland lernen kann
Keine unumkehrbaren Schnellschüsse – Veränderung braucht Zeit Pilotphasen nutzen: erst ausprobieren, dann skalieren Reformen mit Lehrkräften gestalten – nicht über sie hinweg
Weiterführende Links & Empfehlungen
Buch von Alexander Brand: Die Bildungsweltmeister https://www.beltz.de/sachbuch_ratgeber/produkte/details/57704-die-bildungsweltmeister.html Leseprobe https://www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/9783407869258_shortened.pdf Exklusiver Buchauszug auf dem Deutschen Schulportal https://deutsches-schulportal.de/unterricht/exklusiver-auszug-aus-dem-buch-die-bildungsweltmeister/ Alexander Brand auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/alexanderbrand1/ Deutscher Verein zur Förderung der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung (DVLfB) https://www.dvlfb.de
Über den Podcast
„MutmacherSchule" ist der Podcast von beWirken für alle, die Bildung neu denkenwollen. Judith Holle spricht mit Menschen aus Schulpraxis, Bildungsforschungund Schulverwaltung über konkrete Wege, wie Lernkulturwandel gelingt.
Was machenSchulen in Estland, Finnland, Japan und Singapur anders – und was davon lässtsich auf Deutschland übertragen? Alexander Brand hat über 30 Schulen in denPISA-Spitzenländern besucht, mit Lehrkräften gesprochen und ein Buch darübergeschrieben. Im Gespräch mit Judith Holle teilt er seine ehrlichstenErkenntnisse: Was wirklich funktioniert, wo die Grenzen der Übertragbarkeitliegen – und warum Bildung immer im kulturellen Kontext gedacht werden muss.
Das erwartet dich in dieser Episode:
Schule im internationalen Vergleich
PISA misst nicht alles – Werte, Empathie und Demokratiebildung bleiben außen vor Alexanders Kernthese: „Das Bewundernswerte und das Problematische eines Schulsystems entspringt oft derselben kulturellen Haltung."
Japan & Singapur – Stärken und Kehrseiten
Japans Kollektivismus ermöglicht gemeinsames Lernen (Lesson Study, offene Klassenzimmerwände) – birgt aber auch Gruppendruck und Mobbing Singapur investiert massiv in Bildung, behandelt sie aber vor allem als wirtschaftliche Ressource
Lehrkräfte-Professionalisierung neu denken
Singapur: 100 Stunden Fortbildungspflicht pro Jahr, professionelle Lerngemeinschaften als fester Berufsalltag Japan: Lehrkräfte als Forschende ihres eigenen Unterrichts – gemeinsame Stunden zur Unterrichtsentwicklung Finnland: Forschungsorientierte Ausbildung an Universitätsschulen, Praxisphasen im Tandem Deutschland: Nur 4 Bundesländer mit Fortbildungspflicht, Hamburg führt mit 30 Stunden/Jahr
Karrierepfade für Lehrkräfte – das Singapur-Modell
Drei Entwicklungspfade: Führung, Fachspezialisierung, Didaktik Vom Teacher über Senior und Lead Teacher bis zum Master Teacher Ein Modell, das den Beruf attraktiver macht – und gute Lehrkräfte im Unterricht hält
Förderung & Heterogenität
Leitprinzip in allen vier Ländern: Jedes Kind kann lernen – es unterscheidet sich nur die Art und Intensität der Unterstützung Finnland: Bis zu 20 % der Schülerinnen haben Anspruch auf Kleingruppenförderung durch Sonderpädagoginnen Estland: Schülersprechstunden als fester Bestandteil der Lehrkräfte-Arbeitszeit Singapur: Diagnostiktests bei der Einschulung, frühe gezielte Förderung in Kleingruppen
Estland – das unterschätzte Bildungsland
Krasser Lehrkräftemangel, unterbezahlter Beruf – und trotzdem PISA-Spitze Starke Lesekultur, hohe Erwartungen an alle Die Haltung dahinter: Ein kleines Land mit 1,4 Millionen Menschen kann es sich nicht leisten, jemanden zu verlieren
Finnland – was wirklich schiefgelaufen ist
Finnlands PISA-Absturz ist dreimal so stark wie der weltweite Durchschnitt Reformen wurden top-down eingeführt – ohne Lehrkräfte zu befragen, ohne Pilotierung, ohne Evidenz Die Lehre: Wer Lehrkräfte nicht einbezieht, trifft die falschen Entscheidungen
Was Deutschland lernen kann
Keine unumkehrbaren Schnellschüsse – Veränderung braucht Zeit Pilotphasen nutzen: erst ausprobieren, dann skalieren Reformen mit Lehrkräften gestalten – nicht über sie hinweg
Weiterführende Links & Empfehlungen
Buch von Alexander Brand: Die Bildungsweltmeister https://www.beltz.de/sachbuch_ratgeber/produkte/details/57704-die-bildungsweltmeister.html Leseprobe https://www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/9783407869258_shortened.pdf Exklusiver Buchauszug auf dem Deutschen Schulportal https://deutsches-schulportal.de/unterricht/exklusiver-auszug-aus-dem-buch-die-bildungsweltmeister/ Alexander Brand auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/alexanderbrand1/ Deutscher Verein zur Förderung der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung (DVLfB) https://www.dvlfb.de
Über den Podcast
„MutmacherSchule" ist der Podcast von beWirken für alle, die Bildung neu denkenwollen. Judith Holle spricht mit Menschen aus Schulpraxis, Bildungsforschungund Schulverwaltung über konkrete Wege, wie Lernkulturwandel gelingt.
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14.01.2026
56 Minuten
Wie du Schule veränderst, ohne auf andere zu warten: Mut zur Veränderung im eigenen Klassenzimmer – mit Leonie Feitenhansl (Kunstundstunde)
Zu Gast: Leonie Feitenhansl, Lehrerin und Gründerin von Kunstundstunde Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich:
Wie du als einzelne Lehrkraft Veränderung anstoßen kannst – auch ohne große Schulkonzepte. Leonie zeigt, wie praxisnaher Lernkulturwandel im Klassenraum gelingt: vom Churer Modell über Raumgestaltung bis zu Alternativen zum Arbeitsblatt. Eine Episode über Mut, Selbstwirksamkeit und die Kraft kleiner Schritte.
Kernthemen:
Was Schule verlernen sollte
Vom Misstrauen zum Vertrauen in Kinder, Lehrkräfte und Prozesse Nicht alle müssen dasselbe zur gleichen Zeit können Entwicklung ist wichtiger als Kontrolle
Das Churer Modell – 4 Säulen für Einzelkämpfer*innen Raumgestaltung: Weg vom frontalen SettingInputs im Kreis: Alle in der ersten Reihe Freie Sitzplatzwahl: Kinder entscheiden nach BedürfnisDifferenzierte Lernangebote: Forscherheftchen statt Arbeitshefte
Struktur & Freiheit
Offenes Lernen braucht MEHR Struktur, nicht weniger Graduierungssystem: Freiheit und Verantwortung zusammendenken Klare Rahmen schaffen, innerhalb derer Kinder entscheiden können
Lücken im System nutzen
Es steht nirgendwo, wie Klassenräume aussehen müssen Normalität hinterfragen: Wo ist Routine wichtiger als Sinn? Klein anfangen: Was kann ich MORGEN verändern?
Alternativen zum Arbeitsblatt
Forscherheftchen: "Finde was heraus" statt "Füll mich aus" Entdeckerräume und Atelierarbeit Fokus auf Prozess UND Produkt
Das Berufsbild neu denken
Von der Wissensvermittlerin zur Lernbegleitung Coach, Mentorin, Beziehungsarbeiterin Multiprofessionell vernetzen statt alles allein stemmen
Was macht Mut?
Es bewegt sich etwas – langsam, aber stetig Immer mehr Lehrkräfte gestalten mit statt zu warten Kinder fordern Veränderung selbstbewusst ein Bildung wird öffentlich diskutiert Wir sind nicht allein – Veränderung passiert jeden Tag!
Links:
Leonie Feitenhansl
Website: www.kunstundstunde.de Instagram: @kunstundstunde Workshops, Materialien & Impulse für Lehrkräfte
Churer Modell
Entwickelt von Reto Thöni (Schweiz) Praxisnaher Fahrplan für Einzelkämpfer*innen
Inspiration
Alemannenschule (Graduierungssystem) Deutscher Schulpreis-Schulen
Für wen ist diese Episode?
Lehrkräfte, die auch ohne große Schulkonzepte etwas verändern wollen, Einzelkämpfer*innen auf der Suche nach Selbstwirksamkeit und alle, die an die Kraft kleiner Schritte glauben.
Dein nächster Schritt:
Was kann ich MORGEN in meinem Klassenraum verändern? Raum umgestalten: Einen Tisch umstellen, den Kreis ausprobieren Normalität hinterfragen: Wo ist Routine wichtiger als Sinn? Lücken nutzen statt Paragrafen suchen
#SeiDieVeränderung – denn Veränderung beginnt bei dir!
Zu Gast: Leonie Feitenhansl, Lehrerin und Gründerin von Kunstundstunde Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich:
Wie du als einzelne Lehrkraft Veränderung anstoßen kannst – auch ohne große Schulkonzepte. Leonie zeigt, wie praxisnaher Lernkulturwandel im Klassenraum gelingt: vom Churer Modell über Raumgestaltung bis zu Alternativen zum Arbeitsblatt. Eine Episode über Mut, Selbstwirksamkeit und die Kraft kleiner Schritte.
Kernthemen:
Was Schule verlernen sollte
Vom Misstrauen zum Vertrauen in Kinder, Lehrkräfte und Prozesse Nicht alle müssen dasselbe zur gleichen Zeit können Entwicklung ist wichtiger als Kontrolle
Das Churer Modell – 4 Säulen für Einzelkämpfer*innen Raumgestaltung: Weg vom frontalen SettingInputs im Kreis: Alle in der ersten Reihe Freie Sitzplatzwahl: Kinder entscheiden nach BedürfnisDifferenzierte Lernangebote: Forscherheftchen statt Arbeitshefte
Struktur & Freiheit
Offenes Lernen braucht MEHR Struktur, nicht weniger Graduierungssystem: Freiheit und Verantwortung zusammendenken Klare Rahmen schaffen, innerhalb derer Kinder entscheiden können
Lücken im System nutzen
Es steht nirgendwo, wie Klassenräume aussehen müssen Normalität hinterfragen: Wo ist Routine wichtiger als Sinn? Klein anfangen: Was kann ich MORGEN verändern?
Alternativen zum Arbeitsblatt
Forscherheftchen: "Finde was heraus" statt "Füll mich aus" Entdeckerräume und Atelierarbeit Fokus auf Prozess UND Produkt
Das Berufsbild neu denken
Von der Wissensvermittlerin zur Lernbegleitung Coach, Mentorin, Beziehungsarbeiterin Multiprofessionell vernetzen statt alles allein stemmen
Was macht Mut?
Es bewegt sich etwas – langsam, aber stetig Immer mehr Lehrkräfte gestalten mit statt zu warten Kinder fordern Veränderung selbstbewusst ein Bildung wird öffentlich diskutiert Wir sind nicht allein – Veränderung passiert jeden Tag!
Links:
Leonie Feitenhansl
Website: www.kunstundstunde.de Instagram: @kunstundstunde Workshops, Materialien & Impulse für Lehrkräfte
Churer Modell
Entwickelt von Reto Thöni (Schweiz) Praxisnaher Fahrplan für Einzelkämpfer*innen
Inspiration
Alemannenschule (Graduierungssystem) Deutscher Schulpreis-Schulen
Für wen ist diese Episode?
Lehrkräfte, die auch ohne große Schulkonzepte etwas verändern wollen, Einzelkämpfer*innen auf der Suche nach Selbstwirksamkeit und alle, die an die Kraft kleiner Schritte glauben.
Dein nächster Schritt:
Was kann ich MORGEN in meinem Klassenraum verändern? Raum umgestalten: Einen Tisch umstellen, den Kreis ausprobieren Normalität hinterfragen: Wo ist Routine wichtiger als Sinn? Lücken nutzen statt Paragrafen suchen
#SeiDieVeränderung – denn Veränderung beginnt bei dir!
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17.12.2025
55 Minuten
Gast: Jöran Muuß-Merholz – Diplom-Pädagoge, Erziehungswissenschaftler und Co-Geschäftsführer der Agentur J&K – Jöran und Konsorten
Host: Judith Holle - Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Folge:
„Schule muss sich ändern" – da sind sich alle einig. Aber sobald es konkret wird, zerbricht der Konsens. Jöran Muuß-Merholz zeigt in seinem Buch „Schule 2035", wie radikal unterschiedlich Schule in zehn Jahren aussehen könnte – und warum wir genau solche konkreten Zukunftsbilder brauchen, um echte Veränderung anzustoßen.
Von der KI-gesteuerten Lernfabrik über die digital-freie Zone bis zur radikalen Freiheitsschule – fünf Szenarien, die bewusst „Dornen" haben und zum eigenen Nachdenken anregen.
Kernthema:
Konkrete Zukunftsbilder statt Pseudokonsens – warum Schule 2035 in fünf sehr unterschiedlichen Szenarien denkbar ist.
Grundlagen:
• Pseudokonsens in der Bildungsdebatte: Alle wollen Veränderung – aber sobald es konkret wird, zerbricht der Konsens
• Schule und Zukunft: Schule wurde erfunden, um Bewährtes weiterzugeben – nicht, um Zukunft mitzugestalten
• Schwammige Begriffe: „Zeitgemäße Bildung", „21. Jahrhundert", „Future Skills" – alles ohne positive Vision
• Zehn-Jahres-Horizont: 2035 ist nah genug für Handlungsfähigkeit und weit genug für echte Veränderung
Die fünf Schulen der Zukunft:
• Lisa-Rosa-Reformschule:
Global vernetzte Weltverbesserer*innen, projektbasiert, SDGs, internationale Vernetzung
• Manfred-Spitzer-Lyzeum:
Bewusst digital-freie Zone, Fokus auf Tradition, Handwerk, Naturerfahrungen
• LIDA-Schulen:
KI-gesteuerte Lernfabrik mit adaptiven Algorithmen für jeden Einzelnen
• UnSchule:
Radikal freiheitlich in altem Einkaufszentrum – „Lern doch, was du willst!"
• Pallas Athene Schulen:
Globales Netzwerk – lokale Lerngemeinschaften, beste Lehrkräfte weltweit online
Herausforderungen der Transformation:• Einzelkämpfertum verlernen: Zusammenarbeit muss Standard werden
• Pädagogische Freiheit neu denken: Bei Digitalisierung und KI stößt sie an Grenzen
• Vom Pseudokonsens zum konkreten Bild: Verständigung über das „Andere"
• Möglichkeitenraum kennenlernen: Wie groß ist das Spielfeld für die nächsten zehn Jahre?
Systemische Erkenntnisse:• Krise als Katalysator: Fast jede Schulpreisschule war zehn Jahre vorher in großer Krise
• Vielfalt reicht nicht: Im ländlichen Raum mit nur einer Schule vor Ort hilft das nicht
• Verbindlichkeit im Prozess: Klarer Zukunftsplan verhindert ständige Grundsatzdiskussionen
• Konstruktive Ungeduld: Der Kreis hebt sich spiralförmig – mehr Konsens: „So geht es nicht weiter"
Praxisimpulse:• Zukunftsbilder konkret machen – nicht bei schwammigen Worten stehen bleiben
• Methoden kennenlernen: Im Buch zehn Methoden für Zukunftsarbeit
• In größere Prozesse einbetten: Mehr als ein pädagogischer Tag
• Transfer-Workshops nutzen: Sehen, wie andere es konkret umsetzen
Weiterführende Links:
Bücher:• Schule 2035 – Lernen nach Digitalisierung & KI• Zukunft. Eine Bedienungsanleitung• Das lernende Schulsystem
Projekte & Initiativen:
Open Educational Resources (OER): https://open-educational-resources.de OERcamp: https://www.oercamp.de Digitale Drehtür: https://www.digitale-drehtuer.de Archiv der Zukunft: https://www.archiv-der-zukunft.de Deutscher Schulpreis – Hospitationsprogramm: https://www.deutscher-schulpreis.de
Schulkonzepte:
Sudbury-Schulen: https://www.sudbury-schulen.de Demokratische Schule Kassel: https://www.demokratische-schule-kassel.de
Für wen ist diese Folge?
Für Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Schulentwickler*innen und alle, die konkrete Zukunftsbilder für Schule entwickeln wollen – jenseits von Pseudokonsens und schwammigen Visionen.
Host: Judith Holle - Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Folge:
„Schule muss sich ändern" – da sind sich alle einig. Aber sobald es konkret wird, zerbricht der Konsens. Jöran Muuß-Merholz zeigt in seinem Buch „Schule 2035", wie radikal unterschiedlich Schule in zehn Jahren aussehen könnte – und warum wir genau solche konkreten Zukunftsbilder brauchen, um echte Veränderung anzustoßen.
Von der KI-gesteuerten Lernfabrik über die digital-freie Zone bis zur radikalen Freiheitsschule – fünf Szenarien, die bewusst „Dornen" haben und zum eigenen Nachdenken anregen.
Kernthema:
Konkrete Zukunftsbilder statt Pseudokonsens – warum Schule 2035 in fünf sehr unterschiedlichen Szenarien denkbar ist.
Grundlagen:
• Pseudokonsens in der Bildungsdebatte: Alle wollen Veränderung – aber sobald es konkret wird, zerbricht der Konsens
• Schule und Zukunft: Schule wurde erfunden, um Bewährtes weiterzugeben – nicht, um Zukunft mitzugestalten
• Schwammige Begriffe: „Zeitgemäße Bildung", „21. Jahrhundert", „Future Skills" – alles ohne positive Vision
• Zehn-Jahres-Horizont: 2035 ist nah genug für Handlungsfähigkeit und weit genug für echte Veränderung
Die fünf Schulen der Zukunft:
• Lisa-Rosa-Reformschule:
Global vernetzte Weltverbesserer*innen, projektbasiert, SDGs, internationale Vernetzung
• Manfred-Spitzer-Lyzeum:
Bewusst digital-freie Zone, Fokus auf Tradition, Handwerk, Naturerfahrungen
• LIDA-Schulen:
KI-gesteuerte Lernfabrik mit adaptiven Algorithmen für jeden Einzelnen
• UnSchule:
Radikal freiheitlich in altem Einkaufszentrum – „Lern doch, was du willst!"
• Pallas Athene Schulen:
Globales Netzwerk – lokale Lerngemeinschaften, beste Lehrkräfte weltweit online
Herausforderungen der Transformation:• Einzelkämpfertum verlernen: Zusammenarbeit muss Standard werden
• Pädagogische Freiheit neu denken: Bei Digitalisierung und KI stößt sie an Grenzen
• Vom Pseudokonsens zum konkreten Bild: Verständigung über das „Andere"
• Möglichkeitenraum kennenlernen: Wie groß ist das Spielfeld für die nächsten zehn Jahre?
Systemische Erkenntnisse:• Krise als Katalysator: Fast jede Schulpreisschule war zehn Jahre vorher in großer Krise
• Vielfalt reicht nicht: Im ländlichen Raum mit nur einer Schule vor Ort hilft das nicht
• Verbindlichkeit im Prozess: Klarer Zukunftsplan verhindert ständige Grundsatzdiskussionen
• Konstruktive Ungeduld: Der Kreis hebt sich spiralförmig – mehr Konsens: „So geht es nicht weiter"
Praxisimpulse:• Zukunftsbilder konkret machen – nicht bei schwammigen Worten stehen bleiben
• Methoden kennenlernen: Im Buch zehn Methoden für Zukunftsarbeit
• In größere Prozesse einbetten: Mehr als ein pädagogischer Tag
• Transfer-Workshops nutzen: Sehen, wie andere es konkret umsetzen
Weiterführende Links:
Bücher:• Schule 2035 – Lernen nach Digitalisierung & KI• Zukunft. Eine Bedienungsanleitung• Das lernende Schulsystem
Projekte & Initiativen:
Open Educational Resources (OER): https://open-educational-resources.de OERcamp: https://www.oercamp.de Digitale Drehtür: https://www.digitale-drehtuer.de Archiv der Zukunft: https://www.archiv-der-zukunft.de Deutscher Schulpreis – Hospitationsprogramm: https://www.deutscher-schulpreis.de
Schulkonzepte:
Sudbury-Schulen: https://www.sudbury-schulen.de Demokratische Schule Kassel: https://www.demokratische-schule-kassel.de
Für wen ist diese Folge?
Für Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Schulentwickler*innen und alle, die konkrete Zukunftsbilder für Schule entwickeln wollen – jenseits von Pseudokonsens und schwammigen Visionen.
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30.11.2025
13 Minuten
Sonderfolge: Warum mehr Lehrkräfte allein Schulenicht besser machen
Ein Impuls von Björn Adam, Mitgründer und Leiter System Change bei beWirken
Hier als Video-Podcast: https://youtu.be/oLXrdEMZJu4?si=EjGMq2Lvk_NHt6FC
„Wir brauchen mehr Lehrkräfte!" – dieser Ruf hallt durch die Bildungslandschaft. Aber stimmt das wirklich? Der Lightning Talk von Björn Adam auf der Konferenz Bildung Digitalisierung am 24. September 2025 in Berlin stellte die scheinbar offensichtliche Lösung für unsere Bildungsprobleme auf den Kopf und enthüllt den Elefanten im Raum: Das Paradigma der Unterrichtsversorgung selbst ist die größte Bremse für echte Transformation.
Kernthema: Warum 800.000 Lehrkräfte das System nicht automatisch besser machen
Die 800.000-Lehrkräfte-Falle:
Die Lehrkraft als Heldin: Warum wir eine einzelne Berufsgruppe mit immer mehr Erwartungen überfrachten Hattie & die Folgen: Wie die Forschung den Fokus einseitig auf die Lehrkraft gelegt hat 800.000 Einzelkämpfer*innen: Können wir gute Schule wirklich erreichen, indem wir 800.000 Einzelpersonen durch Fortbildungen jagen?
Lehrkräftemangel – Die Zahlen:
Dramatische Prognosen: 81.000 bis 180.000 fehlende Lehrkräfte bis 2030/2035 Unterschiedliche Studien: Von KMK-Prognosen bis zu pessimistischeren Berechnungen Die entscheidende Frage: Ist es wirklich ein Ressourcenproblem – oder ein Systemproblem?
Alarmierende Bildungsergebnisse trotz hoher Ressourcen:
12,2% Schulabbrecher*innen (EU-Definition): Deutschland auf Platz 4 in der EU Nur Rumänien, Spanien und Ungarn haben höhere Quoten Die Frage dahinter: Wenn Ressourcen allein es nicht richten – was dann?
Das falsche Paradigma: Unterrichtsversorgung
Inputsteuerung statt Outputorientierung: Wir messen Lehrerstunden statt Lernerfolg "Lineares Fernsehen": Schule als abspulende Veranstaltung statt individueller Lernprozesse Die Konsequenz: Mehr vom Gleichen führt nicht zu besseren Ergebnissen – planwirtschaftliche Logik blockiert echte Transformation
Offene Lernformen ohne System:
Die Gefahr: Offene Lernformen einführen, ohne die Strukturen zu ändern Einzelkämpfertum verstärkt: Noch mehr Verantwortung auf die einzelne Lehrkraft Was wirklich passiert: Überforderung statt Verbesserung
Was Schule wirklich braucht:
Weg vom Heldentum: Raus aus dem Einzelkämpfer*innen-Denken Neue Berufsbilder: Pädagogische Professionalität in verschiedenen Rollen – ein Berufsbild, das für Lernende und die über 800.000 Pädagog*innen mehr Potenzial entfaltet Teamstrukturen statt Kästchenlogik: Kollaborative Systeme statt isolierter Unterrichtsstunden Von der Unterrichtsversorgung zur Lernprozessgestaltung: Lernen so organisieren, dass es nicht von der Verfügbarkeit einzelner Lehrkräfte abhängt – Ermöglichungsräume statt planwirtschaftlicher Steuerung
Krise als Chance:
Diskursverschiebung: Nicht "wie viele?", sondern "wie anders?" Systemfragen stellen: Grundsätzlich über Strukturen nachdenken Zukunftsorientiert denken: Die aktuelle Situation als Transformationschance begreifen – der Lehrkräftemangel als Katalysator für radikales Umdenken
Links
Personen & Organisationen:
beWirken: https://bewirken.org Björn Adam auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bjoernadam/ Mehr über unseren Ansatz der ganzheitlichen Schulentwicklung: https://bewirken.org/schulentwicklung
Wichtige Studien:
John Hattie – Visible Learning: https://visible-learning.org/de/hattie-rangliste-einflussgroessen-effekte-lernerfolg/ SWK-Gutachten Lehrkräftegewinnung 2023: https://www.swk-bildung.org/veroeffentlichungen/gutachten-lehrkraeftegewinnung-und-lehrkraeftebildung/ KMK-Prognose Lehrkräftebedarf bis 2035: https://www.kmk.org/dokumentation-statistik/statistik/schulstatistik/lehrkraefteeinstellungsbedarf-und-angebot.html
Für wen?
Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Bildungspolitiker*innen und alle Bildungsakteur*innen, die bereit sind, systemische Grundsatzfragen zu diskutieren und Schule wirklich neu zu denken.
Ein Impuls von Björn Adam, Mitgründer und Leiter System Change bei beWirken
Hier als Video-Podcast: https://youtu.be/oLXrdEMZJu4?si=EjGMq2Lvk_NHt6FC
„Wir brauchen mehr Lehrkräfte!" – dieser Ruf hallt durch die Bildungslandschaft. Aber stimmt das wirklich? Der Lightning Talk von Björn Adam auf der Konferenz Bildung Digitalisierung am 24. September 2025 in Berlin stellte die scheinbar offensichtliche Lösung für unsere Bildungsprobleme auf den Kopf und enthüllt den Elefanten im Raum: Das Paradigma der Unterrichtsversorgung selbst ist die größte Bremse für echte Transformation.
Kernthema: Warum 800.000 Lehrkräfte das System nicht automatisch besser machen
Die 800.000-Lehrkräfte-Falle:
Die Lehrkraft als Heldin: Warum wir eine einzelne Berufsgruppe mit immer mehr Erwartungen überfrachten Hattie & die Folgen: Wie die Forschung den Fokus einseitig auf die Lehrkraft gelegt hat 800.000 Einzelkämpfer*innen: Können wir gute Schule wirklich erreichen, indem wir 800.000 Einzelpersonen durch Fortbildungen jagen?
Lehrkräftemangel – Die Zahlen:
Dramatische Prognosen: 81.000 bis 180.000 fehlende Lehrkräfte bis 2030/2035 Unterschiedliche Studien: Von KMK-Prognosen bis zu pessimistischeren Berechnungen Die entscheidende Frage: Ist es wirklich ein Ressourcenproblem – oder ein Systemproblem?
Alarmierende Bildungsergebnisse trotz hoher Ressourcen:
12,2% Schulabbrecher*innen (EU-Definition): Deutschland auf Platz 4 in der EU Nur Rumänien, Spanien und Ungarn haben höhere Quoten Die Frage dahinter: Wenn Ressourcen allein es nicht richten – was dann?
Das falsche Paradigma: Unterrichtsversorgung
Inputsteuerung statt Outputorientierung: Wir messen Lehrerstunden statt Lernerfolg "Lineares Fernsehen": Schule als abspulende Veranstaltung statt individueller Lernprozesse Die Konsequenz: Mehr vom Gleichen führt nicht zu besseren Ergebnissen – planwirtschaftliche Logik blockiert echte Transformation
Offene Lernformen ohne System:
Die Gefahr: Offene Lernformen einführen, ohne die Strukturen zu ändern Einzelkämpfertum verstärkt: Noch mehr Verantwortung auf die einzelne Lehrkraft Was wirklich passiert: Überforderung statt Verbesserung
Was Schule wirklich braucht:
Weg vom Heldentum: Raus aus dem Einzelkämpfer*innen-Denken Neue Berufsbilder: Pädagogische Professionalität in verschiedenen Rollen – ein Berufsbild, das für Lernende und die über 800.000 Pädagog*innen mehr Potenzial entfaltet Teamstrukturen statt Kästchenlogik: Kollaborative Systeme statt isolierter Unterrichtsstunden Von der Unterrichtsversorgung zur Lernprozessgestaltung: Lernen so organisieren, dass es nicht von der Verfügbarkeit einzelner Lehrkräfte abhängt – Ermöglichungsräume statt planwirtschaftlicher Steuerung
Krise als Chance:
Diskursverschiebung: Nicht "wie viele?", sondern "wie anders?" Systemfragen stellen: Grundsätzlich über Strukturen nachdenken Zukunftsorientiert denken: Die aktuelle Situation als Transformationschance begreifen – der Lehrkräftemangel als Katalysator für radikales Umdenken
Links
Personen & Organisationen:
beWirken: https://bewirken.org Björn Adam auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bjoernadam/ Mehr über unseren Ansatz der ganzheitlichen Schulentwicklung: https://bewirken.org/schulentwicklung
Wichtige Studien:
John Hattie – Visible Learning: https://visible-learning.org/de/hattie-rangliste-einflussgroessen-effekte-lernerfolg/ SWK-Gutachten Lehrkräftegewinnung 2023: https://www.swk-bildung.org/veroeffentlichungen/gutachten-lehrkraeftegewinnung-und-lehrkraeftebildung/ KMK-Prognose Lehrkräftebedarf bis 2035: https://www.kmk.org/dokumentation-statistik/statistik/schulstatistik/lehrkraefteeinstellungsbedarf-und-angebot.html
Für wen?
Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Bildungspolitiker*innen und alle Bildungsakteur*innen, die bereit sind, systemische Grundsatzfragen zu diskutieren und Schule wirklich neu zu denken.
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19.11.2025
56 Minuten
Selbstreguliertes Lernen und Gesundheit: Warum beides zusammengehört Gast: Prof. Dr. Ferdinand Stebner, Universität Osnabrück Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Episode: Ein tiefgehendes Gespräch über die Verbindung von Lernen und Gesundheit. Prof. Dr. Ferdinand Stebner zeigt, warum selbstreguliertes Lernen nicht nur den Bildungserfolg, sondern auch das Wohlbefinden stärkt – mit Fokus auf Metakognition, adaptive Förderung und die Chancen wie Grenzen offener Lernkonzepte.
Kernthema: Selbstreguliertes Lernen als Schlüssel
Unterschied verstehen: Selbstorganisation = äußeres Lernumfeld; Selbstregulation = innere Prozesse Metakognition als Basis: „Denken über das eigene Denken“ Ziel: Lernstrategien, Motivation, Emotionen und Anstrengung bewusst steuern
Gesundheit x Lernen: Zwei Wirkungspfade
Direkt: Bessere Selbstregulation fördert gesunde Routinen (Schlaf, Bewegung, Stressmanagement, weniger Prokrastination) Indirekt: Öffnet den Weg zu bedürfnisorientierten, offenen Lernkonzepten, die das Wohlbefinden stärken
Herausforderungen offener Lernkonzepte
Profitieren häufig Lernende mit schon guten Selbstregulationskompetenzen Risiko der Benachteiligung von Kindern, die mehr Unterstützung brauchen Lösung: Adaptive Förderung statt „One-Size-Fits-All“
Systemische Erkenntnisse
„Wenn das pädagogische Personal gestresst ist, werden auch die Kinder gestresst sein“ Selbstregulation muss systematisch gefördert werden – aktuell zu wenig verankert Lehramtsausbildung: Lücken bei Selbstregulationskompetenzen Spannungsfeld: Individuelle Förderung vs. standardisierte Prüfungen
Forschung & Wissenschaftskommunikation
Bedeutung experimenteller Feldforschung in Schulen für kausale Aussagen Filmprojekt zur psychischen Gesundheit in Schule als Appell an Politik und Praxis
Weiterführende Links:
Personen & Institutionen
Prof. Dr. Ferdinand Stebner – Universität Osnabrück: https://www.uni-osnabrueck.de/professor-ferdinand-stebner John Hattie – Visible Learning: https://visible-learning.org/john-hattie/
Forschung & Projekte
DEISEL-Projekt (Uni Osnabrück): https://www.uni-osnabrueck.de/deisel SFB 1280 Extinktionslernen (RUB): https://www.ruhr-uni-bochum.de/sfb1280/ IQB-Bildungstrend: https://www.iqb.hu-berlin.de Deutscher Schulpreis: https://www.deutscher-schulpreis.de
Wissenschaftskommunikation
Ferdinand Stebner auf Instagram: https://www.instagram.com/ferdinandstebner Film: Psychische Gesundheit in Schule: https://youtu.be/nLYENz7uNwA
Lernressourcen
ORCA.nrw – kostenloser Selbstlernkurs „Lernstrategien“:
https://www.orca.nrw/starker-start-ins-studium/fuer-studierende/motivation-und-lernstrategien/lernstrategien/
Modelle & Konzepte:
Churer Modell: Binnendifferenzierung und Lernlandschaften Cognitive Load Theory (John Sweller): Kognitive Belastung steuern Ko-Regulation: Gemeinsame Regulation von Lernprozessen in Gruppen
Für wen ist diese Episode: Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Eltern und alle Bildungsakteur*innen, die Lernen und Gesundheit zusammendenken möchten.
Nächste Episode: Abonniere den Mutmacher Schule Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder deiner Lieblings-Podcast-App!
Call-to-Action: Sprich mit deinem Team: Wie fördert ihr Selbstregulation konkret – bei Schüler*innen und im Kollegium? Welche nächsten Schritte setzt ihr diese Woche? Photocredit: Elena Scholz, Uni Osnabrück
Das erwartet dich in dieser Episode: Ein tiefgehendes Gespräch über die Verbindung von Lernen und Gesundheit. Prof. Dr. Ferdinand Stebner zeigt, warum selbstreguliertes Lernen nicht nur den Bildungserfolg, sondern auch das Wohlbefinden stärkt – mit Fokus auf Metakognition, adaptive Förderung und die Chancen wie Grenzen offener Lernkonzepte.
Kernthema: Selbstreguliertes Lernen als Schlüssel
Unterschied verstehen: Selbstorganisation = äußeres Lernumfeld; Selbstregulation = innere Prozesse Metakognition als Basis: „Denken über das eigene Denken“ Ziel: Lernstrategien, Motivation, Emotionen und Anstrengung bewusst steuern
Gesundheit x Lernen: Zwei Wirkungspfade
Direkt: Bessere Selbstregulation fördert gesunde Routinen (Schlaf, Bewegung, Stressmanagement, weniger Prokrastination) Indirekt: Öffnet den Weg zu bedürfnisorientierten, offenen Lernkonzepten, die das Wohlbefinden stärken
Herausforderungen offener Lernkonzepte
Profitieren häufig Lernende mit schon guten Selbstregulationskompetenzen Risiko der Benachteiligung von Kindern, die mehr Unterstützung brauchen Lösung: Adaptive Förderung statt „One-Size-Fits-All“
Systemische Erkenntnisse
„Wenn das pädagogische Personal gestresst ist, werden auch die Kinder gestresst sein“ Selbstregulation muss systematisch gefördert werden – aktuell zu wenig verankert Lehramtsausbildung: Lücken bei Selbstregulationskompetenzen Spannungsfeld: Individuelle Förderung vs. standardisierte Prüfungen
Forschung & Wissenschaftskommunikation
Bedeutung experimenteller Feldforschung in Schulen für kausale Aussagen Filmprojekt zur psychischen Gesundheit in Schule als Appell an Politik und Praxis
Weiterführende Links:
Personen & Institutionen
Prof. Dr. Ferdinand Stebner – Universität Osnabrück: https://www.uni-osnabrueck.de/professor-ferdinand-stebner John Hattie – Visible Learning: https://visible-learning.org/john-hattie/
Forschung & Projekte
DEISEL-Projekt (Uni Osnabrück): https://www.uni-osnabrueck.de/deisel SFB 1280 Extinktionslernen (RUB): https://www.ruhr-uni-bochum.de/sfb1280/ IQB-Bildungstrend: https://www.iqb.hu-berlin.de Deutscher Schulpreis: https://www.deutscher-schulpreis.de
Wissenschaftskommunikation
Ferdinand Stebner auf Instagram: https://www.instagram.com/ferdinandstebner Film: Psychische Gesundheit in Schule: https://youtu.be/nLYENz7uNwA
Lernressourcen
ORCA.nrw – kostenloser Selbstlernkurs „Lernstrategien“:
https://www.orca.nrw/starker-start-ins-studium/fuer-studierende/motivation-und-lernstrategien/lernstrategien/
Modelle & Konzepte:
Churer Modell: Binnendifferenzierung und Lernlandschaften Cognitive Load Theory (John Sweller): Kognitive Belastung steuern Ko-Regulation: Gemeinsame Regulation von Lernprozessen in Gruppen
Für wen ist diese Episode: Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Eltern und alle Bildungsakteur*innen, die Lernen und Gesundheit zusammendenken möchten.
Nächste Episode: Abonniere den Mutmacher Schule Podcast auf Spotify, Apple Podcasts oder deiner Lieblings-Podcast-App!
Call-to-Action: Sprich mit deinem Team: Wie fördert ihr Selbstregulation konkret – bei Schüler*innen und im Kollegium? Welche nächsten Schritte setzt ihr diese Woche? Photocredit: Elena Scholz, Uni Osnabrück
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Über diesen Podcast
Schule geht auch anders! beWirken-Geschäftsführerin Judith Holle
lädt Praktiker*innen aus Schule, Bildungsforschung und -politik zum
Gespräch. Wir zeigen konkrete Wege für Veränderung – authentisch,
praxisnah und inspirierend. Für wen? Lehrkräfte, Eltern,
Schulleitungen und alle Bildungsakteur*innen mit Lust auf
zukunftsfähige Bildung. Was erwartet dich? Echte Geschichten aus
der Schulpraxis, fundierte Einblicke und konkrete Handlungsimpulse
für deinen Schulalltag. Hör rein und lass dich motivieren – denn
Schule geht auch anders! 🎧
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