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Episoden

1 Stunde 5 Minuten
Institutioneller Rassismus ist Realität in diesem Land – dies gilt insbesondere für den Sicherheitsapparat und seine Organe, etwa für die Staatsschutzabteilungen in der Polizei und der Justiz. Der Film „Staatsschutz“ von Faraz Shariat erzählt die Geschichte einer jungen deutsch-asiatischen Staatsanwältin, die den Apparat von innen aufräumen will. Massimo Perinelli spricht mit dem Filmemacher sowie mit der Nebenklageanwältin Seda Basay-Yildiz über den Rassismus von Behörden und über Möglichkeiten und Grenzen ihrer demokratischen Veränderung.
1 Stunde 6 Minuten
Die Beherrschten haben gegenüber den Herrschenden einen Vorsprung – epistemisch, ästhetisch, affektiv und normativ. Jene mögen zwar reich an Geld und Macht sein, aber ansonsten sind sie arm und führen ein „hässliches, trauriges und gemeines Leben“. So lautet die These von Daniel Loicks Buch „Die Überlegenheit der Unterlegenen“. Massimo Perinelli spricht mit dem Autor über das situierte Wissen und die transgressive Kraft derjenigen, die von Ausschluss und Ausbeutung betroffen sind. Und darüber, wie diese die Gesellschaft zum Besseren verändert haben in ihren tagtäglichen Anstrengungen, sich gegen alle Widerstände ein möglichst gutes Leben aufzubauen.
52 Minuten
In Berlin wird im September gewählt und mit Elif Eralp tritt eine Kandidatin um das Amt der ersten Regierenden Bürgermeisterin an, die seit Jahren für eine gerechte Stadt kämpft. Besonders in Berlin erhielten die Themen Wohnen, Mieten und die Vertreibung und Verarmung sozial schwächerer Menschen große Aufmerksamkeit. Von Migration hingegen ist bei den Linken wenig zu hören. Wie ein positives Narrativ zur Migrationsgesellschaft entwickelt werden kann, darüber spricht der ManyPod mit der Berliner Abgeordneten Elif Eralp. Zur Person: Elif Eralp ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke in Berlin und deren Spitzenkandidatin für die kommende Wahl um das Berliner Abgeordnetenhaus. Damit tritt sie auch an im Kampf um das Amt der ersten Regierenden Bürgermeisterin von Berlin. Sie ist Juristin, Gewerkschafterin und seit vielen Jahren engagiert in Initiativen gegen Antisemitismus und Rassismus sowie in migrantischen Selbstorganisationen. Im Berliner Abgeordnetenhaus tritt sie vor allem dafür ein, Berlin als „Solidarity City“ voranzubringen, und für eine sozial gerechte Wohn- und Mietenpolitik. Foto: Helin Bereket
1 Stunde 9 Minuten
Im Dezember 1955, vor 70 Jahren, schloss Deutschland mit Italien das erste Anwerbeabkommen zur Arbeitsmigration ab. Damit begann die Ära der Gastarbeit. Ein bedeutsames Ereignis, dennoch erinnert kaum jemand an die Geschichte der italienischen Einwanderung. Sie kommt weder im offiziellen Gedenken vor, noch in den migrantisch-situierten Erinnerungspraktiken. Warum es sich lohnt an diese Geschichte zu erinnern, darüber spricht der ManyPod mit Cristina Raffaele und Aurora Rodonò, beides ausgewiesene Kennerinnen der Migrationsforschung und beide Töchter italienischer Gastarbeiterfamilien. Cristina Raffaele ist Doktorandin an der Universität Bielefeld und promoviert zu Erfahrungen mit Sprache(n) und Sprechen in Integrationskursen. Sie arbeitet rassismuskritisch und migrationspädagogisch zu migrationsgesellschaftlicher Mehrsprachigkeit, (Erwachsenen-)Bildung und (staatlich-)institutionellen Machtverhältnissen. Seit 2021 ist sie Teil der Redaktion des Postmigrantischen Radios und publiziert u. a. in Texte nach Hanau und im narratif magazin. Aurora Rodonò, Kuratorin für Migrationsgeschichte/Stadtmuseum Berlin. Zuvor hat sie am Rautenstrauch-Joest-Museum (Köln), an der Universität zu Köln, bei der Akademie der Künste der Welt Köln und beim DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland gearbeitet.
1 Stunde 6 Minuten
Am 23. November 1992 wurden im niedersächsischen Mölln zwei rassistische Brandanschläge verübt, die Mädchen Ayse Yilmaz und Yeliz Arslan sowie ihre Großmutter Bahide Arslan starben durch das Feuer. Hunderte von Solidaritätsbekundungen gingen damals bei der Stadt Mölln ein. Statt sie den Familien auszuhändigen, wurden die Briefe 30 Jahre im Stadtarchiv gelagert. Der Film „Die Möllner Briefe“ thematisiert diesen Skandal vorenthaltener Solidarität und den Umgang der Familie damit. Darüber spricht der ManyPod mit Ibrahim Arslan, der den Anschlag als 7-jähriger überlebte und seit 20 Jahren um ein würdiges Gedenken und ein antifaschistisches Erinnern kämpft.
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Über diesen Podcast

ManyPod - der Podcast für die Gesellschaft der Vielen Von und mit Massimo Perinelli. The Umvolkung is finally here! Der ManyPod ist ein Gesprächs-Podcast, der euch die Kämpfe der Migration um die Ohren hauen möchte. Wir unterhalten uns mit Freund*innen und Genoss*innen aus der Bewegung, der Wissenschaft, Kultur und Politik darüber, wie wir die Verhältnisse zum Tanzen bringen können.
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