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09.04.2026
38 Minuten
Die wichtigsten Wirtschaftsjournalisten Deutschlands, der vielversprechendste journalistische Nachwuchs und Promis aus Wirtschaft und Politik sind am 23. März in Hamburg zur Verleihung der "Wirtschaftsjournalisten des Jahres" zusammengekommen. turi2 begleitet das hochkarätig besetzte Event in der neuesten Ausgabe des turi2 Podcasts. Darin spricht Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, über seine Sozialisation als Zeitungsleser und Print-Fan. Im Gespräch mit Ruben Giuliano erklärt er, warum er heute zu Hause gezwungenermaßen nur noch digital Zeitung liest. Außerdem mahnt er manche Medien, sich an das 8. biblische Gebot zu erinnern: "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten." Anschließend ehrt Günther die "Top 30 bis 30", den wirtschaftsjournalistischen Nachwuchs. Jörg Howe, gelernter Journalist und langjähriger Daimler-Kommunikator, hält die Laudatio auf Michael Freitag vom "Manager Magazin", der als "Wirtschaftsjournalist des Jahres" ausgezeichnet wird. Der PR-Mann erklärt, dass Freitag ihm mit seinen Geschichten zum Teil "maximal auf den Zeiger" ging, kommt aber gut begründet zu dem Schluss, dass die Jury genau den richtigen Wirtschaftsjournalisten mit ihrem Preis bedenkt. Meike Schreiber, 2024 selbst als "Wirtschaftsjournalistin des Jahres" ausgezeichnet, hält die Laudatio auf ihren langjährigen Chef, den Wirtschaftsjournalisten Marc Beise, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. Sie beschreibt ihn als Verfechter der Marktwirtschaft und hebt gleichzeitig seine Rolle als sehr früher Kritiker der US-Tech-Riesen und ihres Umgangs mit Daten und Datenschutz hervor. Bereits zum dritten Mal in ihrer PR-Karriere erhält Monika Schaller den Preis als "Unternehmenssprecherin des Jahres". Für und über sie spricht ihr Chef, der CEO des Software-Riesen SAP, Christian Klein. Der Manager lobt Schaller als "Ausnahmeerscheinung": "Ich habe von dir gelernt, dass Kommunikation vor allem auch People Business ist." Er sei froh, Schaller in kommunikativ herausfordernden Zeiten an seiner Seite zu wissen. (Fotos: Gregor Fischer, Montage: turi2)
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04.03.2026
47 Minuten
Auf der Video-Plattform TikTok ist die "Zeit" inzwischen eine große Nummer: Im Januar zählt der Kanal der Wochenzeitung 96 Mio Views – für Friederike Schiller, Leiterin des Hochkant-Ressorts, eine unglaubliche Zahl: "Da sind wir mit der 'New York Times' auf einem Platz", erklärt sie im Podcast-Gespräch mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow. In dem 45-minütigen Interview, aufgezeichnet im Podcast-Studio der "Zeit" in Berlin, gibt Schiller offene Einblicke in die TikTok-Strategie der Zeitung. Sie sagt etwa, dass es eine sehr bewusste Entscheidung der "Zeit" ist, auf der umstrittenen Plattform unterwegs zu sein – zum einen, um nicht der AfD und populistischen Parolen das Feld zu überlassen, zum anderen, um den 18- bis 24-Jährigen die Marke "Zeit" vorzustellen. "Wenn wir TikTok einfach weglassen würden, würden wir uns in zehn Jahren wahrscheinlich tierisch ärgern", sagt Schiller und glaubt, dass etwa dem Springer-Konzern, der eine sehr harte No-China-, No-TikTok-Policy fahre, etwas entgehe. Anders als etwa bei Instagram gebe es auf TikTok kein "Grundrauschen", bei dem die Videos allein über die Zahl der Follower ihr Publikum erreichen. Auf der Plattform entscheide vor allem der Algorithmus. "Wir haben jedes Mal die Möglichkeit, dass ein Video total durch die Decke geht oder dass es total bombt", sagt Schiller und erklärt, dass bei der "Zeit" vor allem politische Inhalte gut funktionieren – Tiervideos würden dagegen kaum Klicks bekommen. Foto: Marzena Skubatz für "Die Zeit"
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10.11.2025
46 Minuten
Die “Neue Osnabrücker Zeitung” und die Blätter der Medienholding Nord schaffen es inzwischen, ihre Redaktionen durch die Einnahmen aus digitalen Abo-Modellen zu finanzieren, freut sich Chefredakteur Burkhard Ewert im turi2 Podcast. Für ihn ist das ein “wichtiger Meilenstein” und Beleg für die Zukunftsfähigkeit des digitalen Lokaljournalismus. Unsicher äußert er sich im Gespräch mit turi2-Chefredakteur Markus Trantow darüber, ob sich ausschweifende politische Kommunikation als Chance oder Bedrohung für den Lokaljournalismus entpuppt. Er wundere sich etwa darüber, dass es hingenommen werde, dass Rathäuser, Behörden und Verbände steuerfinanziert für ihre Positionen werben. Dazu warnt er vor einem Szenario, dass künftig womöglich AfD-Bürgermeister von den gleichen Mitteln Gebrauch machen könnten. Ewert will gegen solche Tendenzen einen Journalismus setzen, der “frei, unabhängig und vielfältig” ist. Auch der Umgang der Zeitung mit der AfD ist Thema. Anfang des Jahres war Ewert in einem “taz”-Artikel ein Rechtsruck bei der “NOZ” vorgeworfen worden. Dazu betont der Journalist, dass er für “Vielfalt und Breite” stehe und die Positionen, “die in unserer Leserschaft vorhanden sind”, respektiere. Er erklärt, dass seine Redaktion auch mit der AfD spreche, weil sie “einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung” repräsentiere und nicht jeder ihrer Punkte unberechtigt sei. Er wolle nicht in “pauschale Diffamierungen abgleiten”, sondern fragwürdige Positionen der Partei diskutieren. Die zunehmenden KI-Zusammenfassungen u.a. bei Google beobachtet Ewert als “schwierig, herausfordernd, bedrohlich, kritisch”. Dennoch könnte auch diese Entwicklung zu einer Chance für den Lokaljournalismus werden: “Wir müssen Geschichten schreiben, die eine KI nicht kann.” Dazu müssten die Journalisten da hingehen, wo die KI noch nicht war. Das bedeute, schnell, mutig und früh an Themen dran zu sein. Auf vorhandene Trends aufzuspringen, sei noch nie erfüllend oder innovativ gewesen. Weiteres Thema des Gesprächs sind historische Vergleiche, etwa mit der späten Weimarer Republik, die der studierte Historiker mit wenigen Einschränkungen als “schief” ablehnt. (Foto: NOZ/mh:n)
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26.10.2025
49 Minuten
“Wir hatten immer eine gesunde Demut in unserer DNA, aber jetzt treten wir selbstbewusster auf”, sagt Lukas Ringer im turi2-Podcast. Zusammen mit Taygun Karakas ist er seit Anfang des Jahres Sales Director beim “Kicker” und hat es sich zur Aufgabe gemacht, “stärker über das zu sprechen, was unsere Redaktion tagtäglich leistet”. Für viele Fußballfans ist der “Kicker” immer noch Pflichtlektüre, kann inzwischen aber weit mehr kann als nur Männer-Fußball. “Unser Ziel ist, das, was der ‘Kicker’ im Fußball geschafft hat, auch in anderen Sportarten umzusetzen. Die Community dafür gibt es schon lange – wir müssen nur deutlicher kommunizieren, was wir anbieten”, erklärt Karakas im Gespräch mit turi2-Redakteur Björn Czieslik. Im Podcast erzählen Ringer und Karakas auch, warum Sport in einer Welt voller Krisen ein sicheres Werbeumfeld darstellt, warum die Unterteilung in Sportjahre- und Nicht-Sportjahre inzwischen hinfällig ist, und warum sie glauben, dass es den “Kicker” auch in 105 Jahren noch geben wird. Der Podcast ist der Auftakt der turi2-Themenwoche Sportkommunikation.
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31.08.2025
39 Minuten
“Ich kenne keine große journalistische Entwicklung, die Technologie verändert hat. Ich kenne nur Technologien, die danach Journalismus verändert haben”, sagt Markus Knall, Chefredakteur von Ippen Media im turi2-Podcast. Im Gespräch mit turi2-Redakteur Björn Czieslik erzählt Knall, wie Ippen mit KI-Unterstützung ganz neue, journalistische Produkte schafft, etwa 1.000 lokale Wahlberichte zur Bundestagswahl. “Der Megatrend, der auch nach zwei Jahren KI für mich bleibt, ist die Individualisierung von Content”, sagt Knall. Da letztlich alle Medienhäuser ähnliche KI-Toools nutzen, sei die Herausforderung, “Anwendungen so zu verkoppeln, dass man einen USP findet, mit dem ich mich unaustauschbar mache”. Dieser Podcast ist Teil der turi2-Themenwoche KI&Innovation. Alle Beiträge: https://www.turi2.de/community/podcast-markus-knall/
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Über diesen Podcast
Im turi2 podcast erzählen Medien-, Marken- und
Meinungsmacher*innen, wie sie die Herausforderungen der
Digitalisierung angehen und was sie persönlich antreibt. Zusätzlich
zum Podcast gibt es die kompletten Gespräche auch als Video bei
YouTube: http://youtube.com/turi2tv
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