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KI-News für Menschen, nicht für Roboter.
KI-Neandertaler mit Malcolm Werchota
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Beschreibung
vor 10 Stunden
Europa streitet ständig darüber, wem die Rohre gehören.
Diese Woche haben die Rohre zurückgeredet.
Mistral wird zum Vermieter für ein chinesisches Modell,
Deutschlands KI-Champion gehört bald Kanada, der Lidl-Konzern
baut still und leise eine Cloud, ein Schweizer Sender sperrt sein
Archiv für ein Schweizer Modell — und dann erinnert ChatGPT alle
daran, wer eigentlich den Schalter umlegt.
01:35 — Mistral wird zu Europas Vermieter
Mistral hat eigene Rechenzentrums-Kapazität aufgebaut — und
jetzt, wo mehr Kapazität da ist als Nutzer, wird sie
weitervermietet. Der erste Mieter: GLM 5.2, ein chinesisches
Coding-Modell aus dem Labor Z-AI, unverändert gehostet, wahlweise
in Europa oder den USA. Ein souveränes französisches Unternehmen
mit chinesischen Modellen drauf.
04:47 — Aleph Alpha, Deutschlands Antwort auf OpenAI,
geht nach Kanada Offiziell ein Merger mit dem
kanadischen Cohere — die Aktionärsstruktur sagt etwas anderes:
Cohere-Aktionäre bekommen am Ende rund 90 Prozent, die von Aleph
Alpha nur 10. Noch nicht beschlossen: Zustimmung der Aktionäre,
dann Bundeskartellamt, dann EU-Kommission. Der deutsche Gründer
ist schon seit Anfang 2026 weg, mit ihm rund 50 weitere Leute.
07:30 — Die nächstgrößte Cloud in Deutschland gehört
Lidl Schwarz Digits — der Tech-Arm hinter Lidl und
Kaufland — betreibt Stackit: 23.000 Server, 30 Petabyte Speicher,
11 Milliarden Euro für Rechenzentren nahe Berlin, plus 200
Megawatt zusätzlicher Strom. Der Haken: Die Cybersecurity-Firma
XM Cyber, die diese "souveräne" Cloud abgesichert hat, hat rund
50 Patente und jede Menge Quellcode an das amerikanische
CrowdStrike verkauft. Der Tresor steht in Berlin — das Schloss
ist amerikanisch.
11:58 — Die Schweiz sperrt ihr Archiv — für ein Schweizer
Modell Der Schweizer öffentlich-rechtliche Sender SRG
hat KI-Crawler von 17 Firmen blockiert und verhandelt jetzt mit
EPFL und ETH Zürich, sein komplettes audiovisuelles Archiv an
Apertus zu übergeben, das souveräne Schweizer Modell. Bei
Schweizer Rechtsübersetzung schlägt Apertus Modelle, die 40-mal
größer sind — nicht das nächste ChatGPT, sondern das beste
Schweizer Feinkostgeschäft.
17:10 — ChatGPT verkauft ab jetzt Werbung — aus San
Francisco Ab Montag, dem 24. August, zeigt OpenAI in der
Gratis-Version von ChatGPT Werbung in Deutschland, Österreich und
der Schweiz. Souveränität bleibt abstrakt, bis die KI, die eine
Milliarde Menschen jeden Morgen nutzen, ihr Geschäftsmodell
ändert — und niemand in Berlin, Wien oder Bern hat das
entschieden.
Jede Story diese Woche drehte sich darum, wem die Rohre gehören.
Die letzte hat es konkret gemacht: der größte Wasserhahn in
Millionen europäischen Haushalten wird immer noch aus San
Francisco auf- und zugedreht. KI-News für Menschen, nicht für
Roboter. Bleibt neugierig, bleibt Mensch.
Mehr: werchota.ai
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