KI-Neandertaler mit Malcolm Werchota
KI-News für Menschen, nicht für Roboter.
KI-News für Menschen, nicht für Roboter.
Podcaster
Episoden
24.08.2026
22 Minuten
Europa streitet ständig darüber, wem die Rohre gehören. Diese Woche haben die Rohre zurückgeredet. Mistral wird zum Vermieter für ein chinesisches Modell, Deutschlands KI-Champion gehört bald Kanada, der Lidl-Konzern baut still und leise eine Cloud, ein Schweizer Sender sperrt sein Archiv für ein Schweizer Modell — und dann erinnert ChatGPT alle daran, wer eigentlich den Schalter umlegt.
01:35 — Mistral wird zu Europas Vermieter Mistral hat eigene Rechenzentrums-Kapazität aufgebaut — und jetzt, wo mehr Kapazität da ist als Nutzer, wird sie weitervermietet. Der erste Mieter: GLM 5.2, ein chinesisches Coding-Modell aus dem Labor Z-AI, unverändert gehostet, wahlweise in Europa oder den USA. Ein souveränes französisches Unternehmen mit chinesischen Modellen drauf.
04:47 — Aleph Alpha, Deutschlands Antwort auf OpenAI, geht nach Kanada Offiziell ein Merger mit dem kanadischen Cohere — die Aktionärsstruktur sagt etwas anderes: Cohere-Aktionäre bekommen am Ende rund 90 Prozent, die von Aleph Alpha nur 10. Noch nicht beschlossen: Zustimmung der Aktionäre, dann Bundeskartellamt, dann EU-Kommission. Der deutsche Gründer ist schon seit Anfang 2026 weg, mit ihm rund 50 weitere Leute.
07:30 — Die nächstgrößte Cloud in Deutschland gehört Lidl Schwarz Digits — der Tech-Arm hinter Lidl und Kaufland — betreibt Stackit: 23.000 Server, 30 Petabyte Speicher, 11 Milliarden Euro für Rechenzentren nahe Berlin, plus 200 Megawatt zusätzlicher Strom. Der Haken: Die Cybersecurity-Firma XM Cyber, die diese "souveräne" Cloud abgesichert hat, hat rund 50 Patente und jede Menge Quellcode an das amerikanische CrowdStrike verkauft. Der Tresor steht in Berlin — das Schloss ist amerikanisch.
11:58 — Die Schweiz sperrt ihr Archiv — für ein Schweizer Modell Der Schweizer öffentlich-rechtliche Sender SRG hat KI-Crawler von 17 Firmen blockiert und verhandelt jetzt mit EPFL und ETH Zürich, sein komplettes audiovisuelles Archiv an Apertus zu übergeben, das souveräne Schweizer Modell. Bei Schweizer Rechtsübersetzung schlägt Apertus Modelle, die 40-mal größer sind — nicht das nächste ChatGPT, sondern das beste Schweizer Feinkostgeschäft.
17:10 — ChatGPT verkauft ab jetzt Werbung — aus San Francisco Ab Montag, dem 24. August, zeigt OpenAI in der Gratis-Version von ChatGPT Werbung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Souveränität bleibt abstrakt, bis die KI, die eine Milliarde Menschen jeden Morgen nutzen, ihr Geschäftsmodell ändert — und niemand in Berlin, Wien oder Bern hat das entschieden.
Jede Story diese Woche drehte sich darum, wem die Rohre gehören. Die letzte hat es konkret gemacht: der größte Wasserhahn in Millionen europäischen Haushalten wird immer noch aus San Francisco auf- und zugedreht. KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleibt neugierig, bleibt Mensch.
Mehr: werchota.ai
01:35 — Mistral wird zu Europas Vermieter Mistral hat eigene Rechenzentrums-Kapazität aufgebaut — und jetzt, wo mehr Kapazität da ist als Nutzer, wird sie weitervermietet. Der erste Mieter: GLM 5.2, ein chinesisches Coding-Modell aus dem Labor Z-AI, unverändert gehostet, wahlweise in Europa oder den USA. Ein souveränes französisches Unternehmen mit chinesischen Modellen drauf.
04:47 — Aleph Alpha, Deutschlands Antwort auf OpenAI, geht nach Kanada Offiziell ein Merger mit dem kanadischen Cohere — die Aktionärsstruktur sagt etwas anderes: Cohere-Aktionäre bekommen am Ende rund 90 Prozent, die von Aleph Alpha nur 10. Noch nicht beschlossen: Zustimmung der Aktionäre, dann Bundeskartellamt, dann EU-Kommission. Der deutsche Gründer ist schon seit Anfang 2026 weg, mit ihm rund 50 weitere Leute.
07:30 — Die nächstgrößte Cloud in Deutschland gehört Lidl Schwarz Digits — der Tech-Arm hinter Lidl und Kaufland — betreibt Stackit: 23.000 Server, 30 Petabyte Speicher, 11 Milliarden Euro für Rechenzentren nahe Berlin, plus 200 Megawatt zusätzlicher Strom. Der Haken: Die Cybersecurity-Firma XM Cyber, die diese "souveräne" Cloud abgesichert hat, hat rund 50 Patente und jede Menge Quellcode an das amerikanische CrowdStrike verkauft. Der Tresor steht in Berlin — das Schloss ist amerikanisch.
11:58 — Die Schweiz sperrt ihr Archiv — für ein Schweizer Modell Der Schweizer öffentlich-rechtliche Sender SRG hat KI-Crawler von 17 Firmen blockiert und verhandelt jetzt mit EPFL und ETH Zürich, sein komplettes audiovisuelles Archiv an Apertus zu übergeben, das souveräne Schweizer Modell. Bei Schweizer Rechtsübersetzung schlägt Apertus Modelle, die 40-mal größer sind — nicht das nächste ChatGPT, sondern das beste Schweizer Feinkostgeschäft.
17:10 — ChatGPT verkauft ab jetzt Werbung — aus San Francisco Ab Montag, dem 24. August, zeigt OpenAI in der Gratis-Version von ChatGPT Werbung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Souveränität bleibt abstrakt, bis die KI, die eine Milliarde Menschen jeden Morgen nutzen, ihr Geschäftsmodell ändert — und niemand in Berlin, Wien oder Bern hat das entschieden.
Jede Story diese Woche drehte sich darum, wem die Rohre gehören. Die letzte hat es konkret gemacht: der größte Wasserhahn in Millionen europäischen Haushalten wird immer noch aus San Francisco auf- und zugedreht. KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleibt neugierig, bleibt Mensch.
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21.08.2026
19 Minuten
Die Rechnung für die KI ist da. Aber wo ist eigentlich der Return? Sechs Geschichten darüber, wer dafür zahlt und wer davon profitiert — und warum die Technologie über Nacht nicht schlechter geworden ist, das Warten darauf aber teurer.
01:08 — Michael Burry und die Rechnung Anfang der Woche hat Michael Burry gefragt, wo bei all dem Geld für Rechenzentren eigentlich der Return sei. Diese Woche ist der Philadelphia Semiconductor Index um rund fünf Prozent gefallen, Infineon noch härter. Die GPUs sind über Nacht nicht schlechter geworden — es ist das Geld, das teurer geworden ist.
04:10 — Die andere Kehrseite Ein Ökonom der Columbia University hat nachgerechnet: nimmt man die Rechenzentren aus dem US-Wachstum heraus, verschwindet ein grosser Teil des Wachstums mit ihnen. Malcolms Bild dafür: die amerikanische Wirtschaft als Riesen-BMW mit vielen Motoren — und im Moment läuft vor allem einer.
07:32 — Die Chipmacher TSMC produziert die Chips für fast alle anderen. Die Firma hatte rund dreissig Prozent Wachstum erwartet und hat die Prognose kurz vor den Zahlen auf über vierzig Prozent angehoben. Eine Hardwarefirma, die ihre eigene Vorhersage nach oben zieht, ist etwas anderes als eine Aktie, die fällt.
09:39 — Der Kurs fällt — aber nicht für alle Etched ist nicht börsennotiert und hat seine Bewertung in sechsundzwanzig Tagen verdoppelt, von rund zehn auf einundzwanzig Milliarden Dollar. Warum? Eine Nvidia-GPU ist ein Schweizer Taschenmesser. Etched baut das Gegenteil davon.
12:54 — SAP und Joule Joule läuft, die Aktie sieht wieder gut aus — und trotzdem werden Einstellungen gestoppt und Reisen strenger kontrolliert. SAP nennt es keinen Reisestopp. Die Richtung ist trotzdem klar, und sie sagt etwas darüber, wer die KI-Rechnung im Haus bezahlt.
15:26 — Grail und der Krebstest Ein Bluttest, der nicht auf eine Krebsart testet, sondern auf fünfzig. Kein Science Fiction — den Test kann man heute kaufen, und die Regulierer schauen jetzt genauer hin. Der NHS-Trial hat allerdings sein wichtigstes Ziel verfehlt, und genau das macht die Geschichte interessant.
Die Technologie ist nicht schlechter geworden. Das Warten ist teurer geworden. KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleibt neugierig, bleibt Mensch.
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01:08 — Michael Burry und die Rechnung Anfang der Woche hat Michael Burry gefragt, wo bei all dem Geld für Rechenzentren eigentlich der Return sei. Diese Woche ist der Philadelphia Semiconductor Index um rund fünf Prozent gefallen, Infineon noch härter. Die GPUs sind über Nacht nicht schlechter geworden — es ist das Geld, das teurer geworden ist.
04:10 — Die andere Kehrseite Ein Ökonom der Columbia University hat nachgerechnet: nimmt man die Rechenzentren aus dem US-Wachstum heraus, verschwindet ein grosser Teil des Wachstums mit ihnen. Malcolms Bild dafür: die amerikanische Wirtschaft als Riesen-BMW mit vielen Motoren — und im Moment läuft vor allem einer.
07:32 — Die Chipmacher TSMC produziert die Chips für fast alle anderen. Die Firma hatte rund dreissig Prozent Wachstum erwartet und hat die Prognose kurz vor den Zahlen auf über vierzig Prozent angehoben. Eine Hardwarefirma, die ihre eigene Vorhersage nach oben zieht, ist etwas anderes als eine Aktie, die fällt.
09:39 — Der Kurs fällt — aber nicht für alle Etched ist nicht börsennotiert und hat seine Bewertung in sechsundzwanzig Tagen verdoppelt, von rund zehn auf einundzwanzig Milliarden Dollar. Warum? Eine Nvidia-GPU ist ein Schweizer Taschenmesser. Etched baut das Gegenteil davon.
12:54 — SAP und Joule Joule läuft, die Aktie sieht wieder gut aus — und trotzdem werden Einstellungen gestoppt und Reisen strenger kontrolliert. SAP nennt es keinen Reisestopp. Die Richtung ist trotzdem klar, und sie sagt etwas darüber, wer die KI-Rechnung im Haus bezahlt.
15:26 — Grail und der Krebstest Ein Bluttest, der nicht auf eine Krebsart testet, sondern auf fünfzig. Kein Science Fiction — den Test kann man heute kaufen, und die Regulierer schauen jetzt genauer hin. Der NHS-Trial hat allerdings sein wichtigstes Ziel verfehlt, und genau das macht die Geschichte interessant.
Die Technologie ist nicht schlechter geworden. Das Warten ist teurer geworden. KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleibt neugierig, bleibt Mensch.
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20.08.2026
30 Minuten
Eine KI hat empfohlen, einen ihrer eigenen Mitarbeiter zu kündigen — und ein Mensch hat unterschrieben. Das ist nicht die Ausnahme. Das ist die Form der nächsten zehn Jahre. Das ist die Woche, in der die KI aufgehört hat, uns nur zu beraten, und angefangen hat, über uns zu entscheiden.
01:04 — KIs feuern jetzt Menschen. Luna führt einen echten Laden in San Francisco — Dreijahresvertrag, 7.500 Dollar Miete, echte Lohnzettel. Sie hat ihre Anwesenheitsregeln selbst geschrieben, monatelang vergessen, und brauchte einen Ingenieur, der ihr sagt: durchsuch dein eigenes Gedächtnis. Die Mitarbeiter sind rechtlich bei Andon Labs angestellt, weil eine KI kein Arbeitgeber sein kann. Und der Urlaubsantrag, der in einer Sekunde beantwortet wurde — und falsch war.
06:04 — Der Chatbot errät, ob dein Kind ein Kind ist. Kein Pass, kein Ausweis — rund zweitausend Verhaltenssignale. Lauren Jonas von OpenAI: „Wenn wir vorhersagen, dass du unter achtzehn bist, wird das deine Standarderfahrung.“ Zwei Jahre lang wurde daran gearbeitet, dass sich KI menschlich anfühlt. Jetzt bauen sie die Nähe wieder aus — und rollen es überall aus, nur nicht in Europa. Artikel 22 und 8: Profiling eines Kindes ist nicht erlaubt. Diese Verzögerung ist kein technisches Problem, das ist ein Rechtsgutachten.
10:16 — Die Drohne, die selbst entscheidet. Der Terminator-Modus ist eine einzige Quelle und unbestätigt — aber Swarmer ist vom Wall Street Journal berichtet und im Einsatz: der Operator wählt das Suchgebiet, dann „übernehmen die Drohnen“ und bestimmen den exakten Moment. Zwei Millionen Stunden ukrainisches Kampfvideo — 228 Jahre — trainieren das. Ihr Gründer nennt es „Futter für die KI“. Und Helsing sitzt in München, eine Stunde von hier.
14:42 — Bei Google gehen die Leute raus, die die KI gebaut haben. Hassabis rückt auf, ein Nobelpreisträger geht zu Anthropic, Jeff Dean nach 27 Jahren zu Discovery Loop — und Google investiert dort. Du verlässt meine Firma, um ein Startup zu bauen? Hier, nimm Geld für dein Startup. Der einzige Indikator, der zählt: kommt das nächste Gemini pünktlich?
18:36 — Brasilien: der Uber-Fahrer mit hundert Millionen Views. Eine KI-Oma namens Dona Maria. 700.000 Follower. Hundert Millionen Views. Rund 200 Dollar im Monat — plus 20-Dollar-Kurse, die zeigen, wie man Wasserzeichen entfernt. Brasilien hat politische Deepfakes 2024 verboten und das Wort nie definiert. Keine russische Trollfabrik, nicht Meta, keine Milliarden-Beratung. Ein Uber-Fahrer mit KI-Werkzeugen.
23:06 — Australien schickt die Rechnung. Du willst ein großes Rechenzentrum bauen? Nur zu — aber du speist mindestens so viel Energie ins Netz ein, wie du verbrauchst, und du zahlst für das zusätzliche Wasser. Kein Prinzip. Eine Rechnung. Albanese: „Es ist nicht unser Ziel, für jede denkbare Eventualität ein Gesetz zu machen.“ Dagegen: über hundert Artikel EU AI Act — und Nvidia, das in Ohio 105 Milliarden garantiert.
26:11 — Die Business-Tipps des Tages und der Abschluss. Schreib auf, welche Entscheidungen deine KI nie allein treffen darf. Finde deine synthetischen Inhalte, bevor jemand anderes sie gegen dich verwendet. Und lass ein kleines Open-Weight-Modell lokal laufen, ohne Internet, auf sicheren Daten.
Als die KI nur beraten hat, hat immer ein Mensch entschieden. Frag also nicht nur, ob die KI die Entscheidung treffen kann. Frag, wer dafür haftet, wenn sie falsch entscheidet — und ob der überhaupt etwas dagegen tun kann.
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01:04 — KIs feuern jetzt Menschen. Luna führt einen echten Laden in San Francisco — Dreijahresvertrag, 7.500 Dollar Miete, echte Lohnzettel. Sie hat ihre Anwesenheitsregeln selbst geschrieben, monatelang vergessen, und brauchte einen Ingenieur, der ihr sagt: durchsuch dein eigenes Gedächtnis. Die Mitarbeiter sind rechtlich bei Andon Labs angestellt, weil eine KI kein Arbeitgeber sein kann. Und der Urlaubsantrag, der in einer Sekunde beantwortet wurde — und falsch war.
06:04 — Der Chatbot errät, ob dein Kind ein Kind ist. Kein Pass, kein Ausweis — rund zweitausend Verhaltenssignale. Lauren Jonas von OpenAI: „Wenn wir vorhersagen, dass du unter achtzehn bist, wird das deine Standarderfahrung.“ Zwei Jahre lang wurde daran gearbeitet, dass sich KI menschlich anfühlt. Jetzt bauen sie die Nähe wieder aus — und rollen es überall aus, nur nicht in Europa. Artikel 22 und 8: Profiling eines Kindes ist nicht erlaubt. Diese Verzögerung ist kein technisches Problem, das ist ein Rechtsgutachten.
10:16 — Die Drohne, die selbst entscheidet. Der Terminator-Modus ist eine einzige Quelle und unbestätigt — aber Swarmer ist vom Wall Street Journal berichtet und im Einsatz: der Operator wählt das Suchgebiet, dann „übernehmen die Drohnen“ und bestimmen den exakten Moment. Zwei Millionen Stunden ukrainisches Kampfvideo — 228 Jahre — trainieren das. Ihr Gründer nennt es „Futter für die KI“. Und Helsing sitzt in München, eine Stunde von hier.
14:42 — Bei Google gehen die Leute raus, die die KI gebaut haben. Hassabis rückt auf, ein Nobelpreisträger geht zu Anthropic, Jeff Dean nach 27 Jahren zu Discovery Loop — und Google investiert dort. Du verlässt meine Firma, um ein Startup zu bauen? Hier, nimm Geld für dein Startup. Der einzige Indikator, der zählt: kommt das nächste Gemini pünktlich?
18:36 — Brasilien: der Uber-Fahrer mit hundert Millionen Views. Eine KI-Oma namens Dona Maria. 700.000 Follower. Hundert Millionen Views. Rund 200 Dollar im Monat — plus 20-Dollar-Kurse, die zeigen, wie man Wasserzeichen entfernt. Brasilien hat politische Deepfakes 2024 verboten und das Wort nie definiert. Keine russische Trollfabrik, nicht Meta, keine Milliarden-Beratung. Ein Uber-Fahrer mit KI-Werkzeugen.
23:06 — Australien schickt die Rechnung. Du willst ein großes Rechenzentrum bauen? Nur zu — aber du speist mindestens so viel Energie ins Netz ein, wie du verbrauchst, und du zahlst für das zusätzliche Wasser. Kein Prinzip. Eine Rechnung. Albanese: „Es ist nicht unser Ziel, für jede denkbare Eventualität ein Gesetz zu machen.“ Dagegen: über hundert Artikel EU AI Act — und Nvidia, das in Ohio 105 Milliarden garantiert.
26:11 — Die Business-Tipps des Tages und der Abschluss. Schreib auf, welche Entscheidungen deine KI nie allein treffen darf. Finde deine synthetischen Inhalte, bevor jemand anderes sie gegen dich verwendet. Und lass ein kleines Open-Weight-Modell lokal laufen, ohne Internet, auf sicheren Daten.
Als die KI nur beraten hat, hat immer ein Mensch entschieden. Frag also nicht nur, ob die KI die Entscheidung treffen kann. Frag, wer dafür haftet, wenn sie falsch entscheidet — und ob der überhaupt etwas dagegen tun kann.
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19.08.2026
35 Minuten
Die reichste Industrie der Welt hat das geringste Vertrauen. Vierundfünfzig Prozent der jungen Amerikaner glauben, dass KI ihrer Karriere schadet. Zehn Prozent glauben, dass sie ihnen hilft. Und während diese Zahlen entstehen, zerschneidet Amazon antiquarische Bücher, um Maschinen zu füttern.
01:11 — Amazon schreddert Bücher. Journalisten von 404 Media haben einen Apple AirTag in ein seltenes Buch gelegt und die Sendung verfolgt — Kalifornien, Milwaukee, Wisconsin, schließlich ein Amazon-Lager in Las Vegas. Das Logo dieses Lagers ist ein T-Rex, der ein Buch frisst. Genau das passiert dort: aufschneiden, scannen, wegwerfen.
06:20 — Stripe kauft OpenRouter für sieben Milliarden Dollar. OpenRouter ist die Telefonzentrale der KI — eine Anfrage geht rein, und sie wird an eines von rund vierhundert Modellen vermittelt, für fünfeinhalb Prozent Gebühr. Wer Software online verkauft, sollte verstehen, warum ein Zahlungsanbieter das kauft.
11:02 — Die Vertrauenskrise. CNBC und Generation Lab haben 1.800 Amerikaner gefragt. 54 Prozent erwarten Schaden für ihre Karriere, 10 Prozent Hilfe. 60 Prozent wollen den Bau von Rechenzentren verlangsamen. Dario Amodei räumt die Krise öffentlich ein. Yann LeCun vergleicht die Lage mit der Zeit, als es pro Land einen einzigen Internet-Provider gab — und junge Leute sehen KI so, wie unsere Eltern in den Siebzigern die Kernenergie sahen.
16:56 — China verdoppelt. Huawei verdoppelt dieses Jahr die Produktion des Ascend 910C. Bloomberg hatte das Ziel von 600.000 Stück schon im September gemeldet. Und selbst bei voller Kapazität sind das vier Prozent dessen, was Nvidia im gleichen Jahr ausliefert. Beide Sätze von Jensen Huang stimmen gleichzeitig.
️ 19:08 — Jetzt steht es schwarz auf weiß. Oracle hat 21.000 Menschen gehen lassen — dreizehn Prozent der Firma. Und der Grund steht nicht in einem Analystenkommentar, sondern in einer Meldung an die Börsenaufsicht: KI funktioniert jetzt, deshalb brauchen wir weniger Menschen. Kein „Portfolioschärfung“, kein „Effizienzprogramm“.
️ 22:38 — Artikel 50 ist scharf. Seit dem 2. August gilt die Pflicht zur maschinenlesbaren Kennzeichnung von KI-Inhalten. Höchststrafe: 15 Millionen Euro oder drei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes — nicht des Gewinns. Für bestehende Tools zählt der 2. Dezember, für neue der 1. August.
️ 26:55 — Wispr Flow will mehr sein als Diktieren. Ein Großteil der Fortune 500 nutzt es, ohne es zu wissen — unter Notetakern und Übersetzungs-Apps. Jetzt soll aus Transkription ein zweites Gehirn werden: Kontext, Gedächtnis, Absicht. Wer im deutschen Sprachraum arbeitet, weiß, warum das noch nicht gelöst ist.
31:04 — Drei Dinge für morgen. Geh zur Marketingabteilung und frag nach KI-Bildern, KI-Trainingsvideos, KI-Chatbots. Probier Codex Voice einen Tag lang ohne Laptop. Und das dritte hörst du am Ende.
KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleibt neugierig, bleibt Mensch.
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01:11 — Amazon schreddert Bücher. Journalisten von 404 Media haben einen Apple AirTag in ein seltenes Buch gelegt und die Sendung verfolgt — Kalifornien, Milwaukee, Wisconsin, schließlich ein Amazon-Lager in Las Vegas. Das Logo dieses Lagers ist ein T-Rex, der ein Buch frisst. Genau das passiert dort: aufschneiden, scannen, wegwerfen.
06:20 — Stripe kauft OpenRouter für sieben Milliarden Dollar. OpenRouter ist die Telefonzentrale der KI — eine Anfrage geht rein, und sie wird an eines von rund vierhundert Modellen vermittelt, für fünfeinhalb Prozent Gebühr. Wer Software online verkauft, sollte verstehen, warum ein Zahlungsanbieter das kauft.
11:02 — Die Vertrauenskrise. CNBC und Generation Lab haben 1.800 Amerikaner gefragt. 54 Prozent erwarten Schaden für ihre Karriere, 10 Prozent Hilfe. 60 Prozent wollen den Bau von Rechenzentren verlangsamen. Dario Amodei räumt die Krise öffentlich ein. Yann LeCun vergleicht die Lage mit der Zeit, als es pro Land einen einzigen Internet-Provider gab — und junge Leute sehen KI so, wie unsere Eltern in den Siebzigern die Kernenergie sahen.
16:56 — China verdoppelt. Huawei verdoppelt dieses Jahr die Produktion des Ascend 910C. Bloomberg hatte das Ziel von 600.000 Stück schon im September gemeldet. Und selbst bei voller Kapazität sind das vier Prozent dessen, was Nvidia im gleichen Jahr ausliefert. Beide Sätze von Jensen Huang stimmen gleichzeitig.
️ 19:08 — Jetzt steht es schwarz auf weiß. Oracle hat 21.000 Menschen gehen lassen — dreizehn Prozent der Firma. Und der Grund steht nicht in einem Analystenkommentar, sondern in einer Meldung an die Börsenaufsicht: KI funktioniert jetzt, deshalb brauchen wir weniger Menschen. Kein „Portfolioschärfung“, kein „Effizienzprogramm“.
️ 22:38 — Artikel 50 ist scharf. Seit dem 2. August gilt die Pflicht zur maschinenlesbaren Kennzeichnung von KI-Inhalten. Höchststrafe: 15 Millionen Euro oder drei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes — nicht des Gewinns. Für bestehende Tools zählt der 2. Dezember, für neue der 1. August.
️ 26:55 — Wispr Flow will mehr sein als Diktieren. Ein Großteil der Fortune 500 nutzt es, ohne es zu wissen — unter Notetakern und Übersetzungs-Apps. Jetzt soll aus Transkription ein zweites Gehirn werden: Kontext, Gedächtnis, Absicht. Wer im deutschen Sprachraum arbeitet, weiß, warum das noch nicht gelöst ist.
31:04 — Drei Dinge für morgen. Geh zur Marketingabteilung und frag nach KI-Bildern, KI-Trainingsvideos, KI-Chatbots. Probier Codex Voice einen Tag lang ohne Laptop. Und das dritte hörst du am Ende.
KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleibt neugierig, bleibt Mensch.
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18.08.2026
34 Minuten
Eine Komma sechs Billionen Dollar — so viel wird laut einem Fondsmanager nächstes Jahr weltweit in KI-Infrastruktur gesteckt. Zehn Hektar — so viel Ernte hat ein Landwirt verloren, nachdem ihm ein Chatbot das falsche Pflanzenschutzmittel empfohlen hat. Zwei Zahlen, eine Geschichte, von beiden Enden erzählt.
02:08 — Eine Komma sechs Billionen — und niemand findet die Rendite. Nur fünfzehn von zweihundert Ländern erwirtschaften so viel in einem Jahr.
06:56 — Unitrees Börsengang war achttausendfach überzeichnet. Figure, der amerikanische Champion, hat rund hundertfünfzig Roboter ausgeliefert.
12:22 — OpenAI baut auf einem stillgelegten Uran-Gelände — weil das Umspannwerk schon dort steht. Der Engpass sind nicht die Chips, es ist das Netz.
🪤 15:36 — Jemand hat Anweisungen für eine KI in einen Gerichtsakt versteckt. Und in Deutschland hat ein Professor damit zweiunddreißig Studenten überführt.
19:40 — Ein Landwirt hat den Rat befolgt und die Ernte verloren. Er hat nichts falsch gemacht — das war der vorgesehene Anwendungsfall.
22:39 — Ein KI-designtes Virus, das einen Superkeim tötet. Eine hundert Jahre alte Idee, die endlich funktioniert.
26:50 — Wir bringen einer Maschine bei, Pottwale zu verstehen — und jemand stellt die bessere Frage.
30:46 — Drei Dinge für morgen.
KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleibt neugierig, bleibt Mensch.
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02:08 — Eine Komma sechs Billionen — und niemand findet die Rendite. Nur fünfzehn von zweihundert Ländern erwirtschaften so viel in einem Jahr.
06:56 — Unitrees Börsengang war achttausendfach überzeichnet. Figure, der amerikanische Champion, hat rund hundertfünfzig Roboter ausgeliefert.
12:22 — OpenAI baut auf einem stillgelegten Uran-Gelände — weil das Umspannwerk schon dort steht. Der Engpass sind nicht die Chips, es ist das Netz.
🪤 15:36 — Jemand hat Anweisungen für eine KI in einen Gerichtsakt versteckt. Und in Deutschland hat ein Professor damit zweiunddreißig Studenten überführt.
19:40 — Ein Landwirt hat den Rat befolgt und die Ernte verloren. Er hat nichts falsch gemacht — das war der vorgesehene Anwendungsfall.
22:39 — Ein KI-designtes Virus, das einen Superkeim tötet. Eine hundert Jahre alte Idee, die endlich funktioniert.
26:50 — Wir bringen einer Maschine bei, Pottwale zu verstehen — und jemand stellt die bessere Frage.
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Über diesen Podcast
KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Jeden Werktag kommt
Malcolm Werchota aus der Höhle und erklärt, was in der KI-Welt
wirklich passiert ist — in einfacher Sprache, mit geprüften Zahlen
und ohne Hype. Rund zehn Meldungen täglich: drei in Ruhe erklärt,
der Rest kompakt. Schwerpunkt DACH und Europa: Wer baut die KI? Wo
läuft sie? Wem gehören die Daten? Und was heißt das konkret für Ihr
Unternehmen — nicht im Silicon Valley, sondern hier. Kein
Fachchinesisch. Keine Zukunftsversprechen. Nur das, was passiert
ist, was es kostet und wer am Ende die Rechnung bekommt. Bleib
neugierig, bleib Mensch.
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