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Automobilkurznachrichten
Automobilkurznachrichten
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Beschreibung
vor 2 Tagen
Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael
Weyland
Thema heute:
Sicher fahren mit Extra-Last - Beladung verändert
Bremsweg, Lenkverhalten und Fahrstabilität
Foto: GTÜ
Ferienreise, Umzug, Baumarkteinkauf oder die Fahrt zum
Wertstoffhof: In solchen Alltagssituationen wird der Pkw deutlich
schwerer beladen als sonst. Zieht der Wagen einen beladenen
Anhänger, hat dies ebenfalls Auswirkungen auf das Fahrverhalten.
Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH rät,
Extra-Lasten nicht zu unterschätzen.
Denn mit zusätzlichem Gewicht fährt ein Auto nicht einfach
„wie sonst, nur langsamer“. Bremsweg, Lenkverhalten,
Kurvenstabilität, Reifenbelastung, Sicht, Beschleunigung und
Rangierverhalten verändern sich deutlich. Das gilt für den
Solo-Pkw mit vollem Kofferraum ebenso wie für ein Gespann.
Die wichtigste Regel: Zulässige Gewichte müssen eingehalten
werden. In der Zulassungsbescheinigung Teil I, auch
Fahrzeugschein genannt, finden sich unter anderem die zulässige
Gesamtmasse, Achslasten sowie die gebremste und ungebremste
Anhängelast. Besonders die Hinterachse wird schnell stark
beansprucht – etwa durch einen voll beladenen Kofferraum,
Passagiere auf der Rückbank, einen Heckträger oder zusätzlich die
Stützlast eines Anhängers. Wer unschlüssig ist, sollte das
Fahrzeug oder die Ladung wiegen. Öffentliche Waagen gibt es
beispielsweise bei Wertstoffhöfen. Auch Baustoffhändler,
Entsorger oder Kieswerke haben solche Anlagen.
Die Gewichtsverteilung entscheidet ebenfalls über die
Sicherheit im Straßenverkehr. Im Auto sollte man schwere
Gegenstände möglichst tief und möglichst weit vorn platzieren,
also nahe an die Rücksitzlehne oder im hinteren Fußraum, sofern
dort niemand sitzt. Gefährlich sind lose Gegenstände auf
Rückbank, Hutablage oder oben auf dem Gepäckstapel: Sie können
bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver durch den
Innenraum geschleudert werden. Paragraf 22 der
Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) schreibt vor, dass die Ladung so
zu sichern ist, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder einer
plötzlichen Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin-
und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen
kann.
Wichtig ist die Stützlast als zentrales
Stabilitätskriterium. Sie beschreibt beim Fahren mit Anhänger die
Kraft, mit der die Deichsel auf die Anhängekupplung drückt. Zu
wenig Stützlast kann das Gespann instabil machen und Schlingern
begünstigen. Zu viel Stützlast belastet diese Kupplung, die
Hinterachse, Reifen und Fahrwerk des Zugfahrzeugs. Die Stützlast
sollte daher möglichst sinnvoll ausgenutzt und niemals
überschritten werden.
Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden
unter:
https://www.was-audio.de/aanews/autonews20260814_kvp.mp3
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