Autonews vom 12. August 2026

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vor 4 Tagen
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Automobilkurznachrichten

Beschreibung

vor 4 Tagen

Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael
Weyland


 


Thema heute:


ADAC untersucht Ladeverluste von E-Autos /
Haushaltssteckdose ist und bleibt eine
Notlösung


 


Foto: ADAC


Wenn ein E-Auto geladen wird, kann nicht die gesamte
elektrische Energie in der Batterie gespeichert werden. Das ist
technisch nicht möglich, denn während des Ladevorgangs sind
einige Bordsysteme im Fahrzeug aktiv, die Strom benötigen.
Außerdem entstehen Verluste bei der Umwandlung von Wechselstrom
in Gleichstrom. Wie hoch dieser zusätzliche Energiebedarf genau
ausfällt, hat der ADAC in einer Studie mit fünf aktuellen E-Autos
untersucht.


Die Fahrzeuge wurden dafür an einer Haushaltssteckdose und
einer Wallbox aufgeladen. An der Wallbox erfolgten die
Ladevorgänge jeweils mit maximaler Leistung und mit reduzierter
Ladeleistung, wodurch das Laden mit überschüssigem Strom aus
einer PV-Anlage simuliert wurde. Das Ergebnis ist eindeutig: Das
Laden an der Haushaltssteckdose mit 2,3 kW ist bei allen Autos
mit den höchsten Verlusten verbunden.


Am ineffizientesten zeigte sich der Mercedes-Benz CLA EQ,
bei dem fast ein Viertel des verbrauchten Stroms nicht im Akku
landete. Bei allen anderen Fahrzeugen lagen die Verluste bei rund
15 Prozent. Effizienter ist das Laden mit überschüssigem Strom
aus einer PV-Anlage, selbst wenn die Ladeleistung aufgrund
geringen Ertrags auf 4,2 kW reduziert wird. Die Verluste bei
allen Autos in der Studie lagen dabei unter 13 Prozent.


Am effizientesten ist es jedoch, das Fahrzeug an einer
Wallbox mit der höchstmöglichen Ladeleistung aufzuladen. Je nach
Fahrzeug sind das 11 kW oder auch 22 kW: Alle Ladeverluste lagen
in diesem Szenario unter sieben Prozent. Am effizientesten war
der Renault R5, der sowohl beim PV-Überschussladen als auch an
der Wallbox die geringsten Verluste aufwies.


Aus Sicht des ADAC bekräftigen diese Ergebnisse die
bestehende Empfehlung: Die Haushaltssteckdose ist nicht nur aus
Sicherheitsgründen, sondern auch im Sinne der Effizienz zum
regelmäßigen Laden eines E-Autos ungeeignet und sollte als
Notlösung betrachtet werden. Wer sich detailliert mit den
Ladeverlusten eines Fahrzeugs auseinandersetzen will, dem
empfiehlt der ADAC einen Blick in die Datenbank von Green NCAP.
Das Verbraucherschutzprogramm bewertet die Umweltauswirkungen
aktueller Fahrzeuge. Bei E-Autos spielt das Thema
Energieeffizienz eine große Rolle, wobei auch die Ladeverluste an
der heimischen Wallbox ermittelt werden.


 


 


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