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Melange à trois
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Beschreibung
vor 2 Wochen
Aus dem Nähkästchen plaudern, die Hosen herunterlassen und
gleichzeitig den schönen Schein wahren – wir bewegen uns in einer
Zeit, in der scheinbar kaum noch etwas verborgen bleibt. Was
früher hinter verschlossenen Türen stattfand, wird heute
öffentlich erzählt, geteilt und kommentiert. Manches verschlägt
uns die Sprache, anderes treibt uns die Röte ins Gesicht.
Und doch verbindet uns genau diese Offenheit. Wenn andere ehrlich
von ihren Ängsten, Fehlern oder ihrem Scheitern erzählen, fühlen
wir uns mit unseren eigenen Geschichten oft ein wenig weniger
allein.
Gleichzeitig gibt es nach wie vor Themen, über die beharrlich
geschwiegen wird. Dinge, die gesellschaftlich lieber unter den
Teppich gekehrt werden, obwohl gerade sie es verdienen würden,
genauer betrachtet zu werden. Denn nicht alles, was glänzt, ist
Gold – und nicht alles, was verschwiegen wird, sollte verborgen
bleiben.
Die eigene Schamgrenze kann dabei ein guter Kompass sein. Sie
zeigt uns, wo wir uns schützen dürfen. Gleichzeitig kann sie uns
aber auch darauf hinweisen, wo es sich lohnt, genauer hinzusehen
und gesellschaftliche Tabus zu hinterfragen.
Wie unterscheiden wir also zwischen notwendiger Diskretion und
überholtem Schweigen? Wann dient Offenheit der Verbindung – und
wann wird sie zur bloßen Selbstdarstellung? Und an welchen
Stellen lohnt es sich, die Scheuklappen abzulegen?
Über all das sprechen wir in der heutigen Folge – ganz im Sinne
von in vino veritas.
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